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Technische Eigenschaften und Kennzahlen

Wärmedämmwertberechnung des KombiAbsorbers:

U-Wert Berechnung durch die Firma ENHOTEC Bau u. Energie OG


U-Wertzusammenstellung der Ergebnisse:
  • KombiAbsorber Typ A mit 8 cm Isolierung 0,500 W/m²K
  • KombiAbsorber Typ A mit 10 cm Isolierung 0,418 W/m²K
  • KombiAbsorber Typ A mit 12 cm Isolierung 0,359 W/m²K
  • KombiAbsorber Typ A mit 14 cm Isolierung 0,315 W/m²K
  • KombiAbsorber Typ A mit 16 cm Isolierung 0,281 W/m²K
  • KombiAbsorber Typ A mit 20 cm Isolierung 0,230 W/m²K

Die Österreichische OIB-Richtlinie 6 Energiesparung und Wärmeschutz“ gilt bei Außenwände ab einem U-Wert von 0,35 W/m²K als erfüllt.


Absorbtionswerte der Absorberfläche:

Selektive Beschichtung des Absorbers:

Ziel bei der Entwicklung von Absorbern ist es, einerseits einen hohen Absorptionsgrad zu erreichen, also eine hohe Umwandlungsrate des einfallenden Sonnenlichts in Nutzwärme zu erlangen, andererseits aber einen niedrigen Emissionsgrad zu erzielen, das heißt die Wärmeabstrahlung so gering wie möglich zu halten.
Um dies zu erreichen, werden hoch effiziente Absorber mit speziellen "selektiven" Beschichtungen versehen. Bis Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts waren dies vor allem galvanisch aufgebrachte Schichten aus so genanntem Schwarzchrom oder Schwarznickel. Diese erreichten bei guter Beschichtungsqualität Absorptionswerte von bis zu 96% und Emissionswerte um 10%.
Ab Mitte der 90er Jahre wurden in Deutschland neue Beschichtungstechniken entwickelt, die ein Vakuum-Sputter-Verfahren nutzten. Dazu gehörten vor allem auf Kupfer aufgebrachte Titanoxinitrid-Beschichtungen sowie keramische Beschichtungen, später ergänzt um Varianten für Aluminiumbleche. Diese Beschichtungen erreichen Absorptionswerte um 95% sowie noch niedrigere Emissionswerte in der Größenordnung von 3 bis 5%. Trotz insgesamt vergleichbarer Leistungswerte haben sie heute die Schwarznickel- und Schwarzchrom-Beschichtungen weitgehend vom deutschsprachigen Markt verdrängt. Ein wichtiges Argument für den Markterfolg war der Verzicht auf die umweltbelastende Galvanik im Herstellungsprozess. Ähnliches gilt auch für die parallel in den USA entwickelte "Black Crystal"-Beschichtung.
Zur Prüfung der Leistungsbeständigkeit selektiver Absorberbeschichtungen wurde in Zusammenarbeit verschiedener renommierter Forschungsinstitute ein Prüfverfahren entwickelt. Der sogenannte "Task 10" Test (ISO draft proposal CD 12 952.2) simuliert dieTemperatur- und Umwelteinfllüsse, die im jahrelangen Betrieb des Kollektors auf die selektiven Schichten einwirken. Der Task 10 Test garantiert nach einer simulierten Nutzungsdauer von 25 Jahren noch mindestens 95% des Wirkungsgrades des Neuzustands.

Beschichtung mittels Solarlack:

Er besteht aus einem hochtemperaturbeständigen Bindemittel, welches mit speziellen Schwarzpigmenten in einem genau definierten Verhältnis angereichert ist. Durch das Mischungsverhältnis wird eine hohe Ausbeute der zur Verfügung stehenden Sonneneinstrahlung gewährleistet.
Die hauptsächliche Anwendung findet SOLARLACK® in der Beschichtung von Sonnenkollektoren für die Gewinnung von Warm- und Heizungswasser.
Sonnenkollektoren werden im praktischen Einsatz durch die Sonnenstrahlung bis auf 160° C aufgeheizt. Die physikalischen Ansprüche an die Lacksysteme sind extrem hoch, zumal neben der hohen Betriebstemperatur oftmals ein hoher Feuchtigkeitsgehalt in den Kollektoren die Belastbarkeit der Beschichtungen an die Grenzen der heute bekannten Lackformulierungen führt.
Solaranlagen unserer Kunden, mit SOLARLACK® beschichtet, sind seit über 25 Jahren erfolgreich in der ganzen Welt im praktischen Einsatz, ohne dass eine Beanstandung oder eine nachlassende Energieabsorption bekannt geworden ist.
SOLARLACK® wird nach den modernsten, lacktechnischen Gesichtspunkten gefertigt. Der Lack ist nicht brennbar und enthält keine toxischen oder explosiven Substanzen. Die Hilfsgeräte werden mit Wasser gereinigt.
" SOLARLACK® wirkt nicht selektiv ". Aber wie Forschungsarbeiten, die am Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme in Freiburg durchgeführt wurden, eindrucksvoll zeigen, bringen für den Einsatzfall 'Warmwasserbereitung' selektiv beschichtete Flachkollektoren bei gleicher Kollektorfläche nur etwa einen um 4 % und selbst Vakuumröhrenkollektoren nur einen um 8 % höheren Jahresdeckungsgrad als SOLARLACK®-beschichtete Kollektoren.

Technische Daten für temperaturbeständigen Lack auf Basis von Mischpolymerisaten für Metall- und Kunststoffkollektoren:
  • Dichte: 1,04 g/cm³
  • Ergiebigkeit: 6 m²/kg
  • Absorption: 95%
  • Emission: 86%
  • Temperaturbeständigkeit: -60°C bis +250°C
  • Flammpunkt nach DIN 51755: nicht entflammbar
  • Lagerfähigkeit: mindestens 12 Monate bei +5°C bis 30°C
  • Reinigung der Arbeitsgeräte: mit Wasser nach Beendigung des Arbeitsvorgangs
  • Trocknungszeit: bei 20°C 15-30 Minuten, bei 80°C 4-5 Minuten
  • Reinigung vor Lackierung: Fläche von Fetten und Ölen befreien

Absorptionskurve in Abhängigkeit von der Wellenlänge bei 135° C.

Impressum © GFSET 2010.05.09 Disclaimer