Andreas Weigels „digitale Leseecke“
Erfolgte Angebotsreduktion wegen laufender Copy-&-Paste-Plagiate

(Andreas Weigel, Wien)

Postskriptum: Dass es auch anders geht, hat unter anderem der langjährige Rektor der Universität Salzburg, der Salzburger Anglist und Germanist, Adolf Haslinger in seinem Buch „Künstler begegnen Österreich: Auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten“ bewiesen, wie die obige Ablichtung zeigt.Seit dem Start dieser Website im Frühjahr 1998 haben unter anderem Mitarbeiter der Österreichischen Nationalbibliothek (2012), des Wiener Stadt- und Landesarchives (2011), des Saarländischen Rundfunks (2006), des Historischen Museum, Frankfurt (2005) sowie der Stadt Feldkirch (2004) nachweislich Textpassagen meiner Website für Publikationen verwendet, ohne die teils freien, teils wortwörtlichen Übernahmen direkt oder indirekt als Zitate auszuweisen, mich als Autor sowie meine Web-Site als Quelle zu nennen.

Selbstredend hatte ich im Impressum das Zitieren unter der gewohnten Auflage der Quellenangabe erlaubt und sogar ausdrücklich die rasche Zustimmung für einen allfälligen Nachdruck in Aussicht gestellt, was aber von den oben Genannten, die mich über ihre Textübernahmen nicht informiert haben, missachtet wurde, weshalb ich sie zur Verantwortung gezogen und den Großteil meines Website-Angebotes vom Netz genommen habe.

Es geht auch anders: Ein erfreuliches Beispiel für einen ungewohnten, aber äußerst korrekten Umgang mit geistigem Eigentum verdanke ich dem Salzburger Anglisten, Germanisten und langjährigen Rektor der Universität Salzburg Adolf Haslinger, der sich in seinem Buch „Künstler begegnen Österreich: Auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten“ für die nebenstehend abgelichtete Lösung entschieden hat.

Österreichische Nationalbibliothek: Plagiat statt Inspiration

Literaturwissenschaft auf Abwegen

Im November 2009 wurde ich eingeladen, meine online veröffentlichte „Literarische Spurensuche in Gars-Thunau“ für die Zeitschrift „Das Waldviertel“ aufzubereiten, was ich aufgeschoben habe, weil ich die vernachlässigten Gars-Beziehungen von Doderer sowie Zweig und Winternitz umfassender und detaillierter erörtern wollte, wozu mir bislang allerdings die erforderliche Zeit gefehlt hat.

Als ich Anfang April 2014 bei Vor-Ort-Recherchen Doderers Gars-Verbindung erwähnt habe, die ich seit November 2009 auf meiner Website dokumentiert habe, wurde mir bedeutet, dass ich dieses Wissen wohl der Ausstellung „Willkommen in Österreich. Eine sommerliche Reise in Bildern“ verdanke, die 2012 in der „Österreichischen Nationalbibliothek“ zu sehen war.

Bei der Lektüre des gleichnamigen Ausstellungskataloges musste ich erfahren, dass in dem von Michael Hansel und Katharina J. Schneider 2012 verfassten Beitrag „Erholung und Inspiration: Schriftsteller im Urlaub“ Formulierungen meiner „Literarischen Spurensuche“ teils frei, teils wortwörtlich übernommen wurden, ohne 1.) die wortwörtlich übernommenen Formulierungen, wie dies wissenschaftliche Redlichkeit verlangt, direkt oder indirekt als Zitat auszuweisen, 2.) mich als Autor und 3.) meine Web-Site als Quelle zu nennen.

Hansel und Schneider, die Autoren des Katalogbeitrages „Erholung und Inspiration: Schriftsteller im Urlaub“, haben bei der Suche nach einem geeigneten Beispiel für einen Dichter-Urlaub, über den noch wenig publiziert und der daher noch relativ neu und eher unbekannt ist, meine Online-Dokumentation über Doderers Gars-Aufenthalt teils frei, teils wortwörtlich verwertet, ohne durch Zitat-Markierung, Autor-Nennung und/oder Quellenangabe auf die von ihnen nachweislich benützte Quelle hinzuweisen.

Die Urheberrechtsverletzung besteht somit nicht nur in der unausgewiesenen Übernahme meiner Formulierungen sowie eines von mir eingerichteten Doderer-Brief-Zitates, sondern zudem in der unausgewiesenen Verwertung der von mir recherchierten und zusammengestellten Dokumentation: d.h. der literaturwissenschaftlich fundierten Aufbereitung der zeitlichen und biografischen Hintergründe und Zusammenhänge.

Laut Auskunft des Verlages ist der Ausstellungskatalog inzwischen vergriffen, wodurch die nachträgliche Quellenergänzung teils unmöglich ist, teils wirkungslos wäre, weshalb mir aufgrund der erfolgten Urheberrechtsverletzung sowohl ein ideeller als auch ein finanzieller Schaden erwachsen ist und erwächst, weil beim interessierten Lese-Publikum der unberechtigte Eindruck entstanden ist und weiter entsteht, dass Doderers Gars-Verbindung zuerst von MitarbeiterInnen der „Österreichischen Nationalbibliothek“ recherchiert und dokumentiert worden wäre, obwohl diese nur meine 2009 verfasste, auf meiner Website veröffentlichte Online-Dokumentation plagiiert haben.

Diese war seit 2009 nachweislich sowohl einem Mitarbeiter des Literaturarchives (Herrn Dr. Klaus Kastberger) sowie einem Mitarbeiter des Ausstellungskataloges (Herrn Dr. Wolfgang Straub) bekannt, da ich 2009 mit beiden über meine „Literarische Spurensuche“ korrespondiert und sowohl Herrn Dr. Kastberger als auch Herrn Dr. Straub meinen Text zugemailt habe, weil darin zwei ihrer Publikationen erwähnt wurden und werden.

Nachdem das Plagiat in einer Publikation der „Österreichischen Nationalbibliothek“ erfolgt ist und somit von dieser zu verantworten ist, habe ich Mitte April 2014 die verantwortliche Direktorin der „Österreichischen Nationalbibliothek“, die dort angestellten Herausgeber des Ausstellungskataloges sowie die verantwortlichen Beitragsautoren um verbindliche Stellungnahme gebeten, wie sie das eindeutige Plagiat, das nicht nur eine wissenschaftliche Unredlichkeit, sondern aufgrund der fehlenden Quellenangabe eine eindeutige Urheberrechtsverletzung darstellt, beheben werden.

Ende April wurde ich informiert, dass die Prüfung des Sachverhaltes und die „Rücksprache mit den Beteiligten“ ergeben hat, dass im Katalogbeitrag tatsächlich die „notwendige Zitatangabe unterblieben ist“, was die „Österreichische Nationalbibliothek“ bedauere, wofür sie sich ausdrücklich entschuldige und als Entschädigung und Zeichen des Bedauerns 300.- Euro auf das von mir genannte Konto überweise.

Siehe auch:

1.) Von Frankfurter Museumsdirektoren gestohlen, ein neues Qualitätsgütesiegel?

2.) Forschungsfeindliche Ausleihbegrenzung der „Österreichischen Nationalbibliothek“ (Presseinformation).

3.) Literarische Spurensuche in Gars-Thunau in Christiane Zintzens Blog in|ad|ae|qu|at.

Impressum: Medieninhaber und für den Inhalt verantwortlich: Andreas Weigel  (Kundratstraße 16, 1100 Wien). Grundlegende Richtung und Urheberrechtshinweis: Nach wiederholten kommerziell bedingten Online-Diebstählen wurde der Inhalt dieser WebSite drastisch reduziert. Sie enthält nur noch einige ausgewählte Informationen, für deren Aktualität und Vollständigkeit keine Haftung übernommen wird. Für sämtliche Web-Sites anderer Informationsanbieter, auf die mittels Hyperlinks verwiesen wird, wird keinerlei Haftung übernommen. Urheberrecht gilt auch im Internet: Sämtliche Urheberrechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und der Verbreitung bleiben vorbehalten. Das Verlinken und korrekte Zitieren (mit Quellenangabe) sind erlaubt, aber der Nachdruck (auch auszugsweise) und das Kopieren (auch auszugsweise) zu kommerziellen Zwecken sind ohne schriftliche Zustimmung, die auf Anfrage - von begründeten Ausnahmefällen abgesehen - rasch und gerne gewährt wird, verboten. Stand vom: 30. April 2014.