Robert Köck

Die Literatur beschreibt den Ausgangspunkt bei der Fundamentalanalyse als einen Versuch, den Substanzwert einer Unternehmung zu ermitteln, um darauf aufbauend den aktuellen Preis einer Aktie beurteilen zu können. Die Fähigkeit eines Unternehmens zukünftig Gewinne zu erzielen, wird als Voraussetzung für zukünftige Preisanstiege gesehen. Für die Bestimmung des Substanzwerts wird aus allen zukünftig erwarteten Geldzuflüsse – aus dem Besitz der Aktie – der Gegenwartswert errechnet.

Die Anlagepraxis bedient sich mehrerer theoretisch fundierter Bewertungstechniken, die diese Vorstellungen umsetzen können. Hier werden zwei Techniken und deren praktische Anwendung mit Hilfe des Aktienanalyst besprochen:

Sollte eine Unternehmung weder Dividenden auszahlen noch regelmäßigen Gewinn erwirtschaften, empfiehlt sich die detaillierte Analyse der Umsatzerlöse, des Anlagevermögens, des Management und des Unternehmenskonzepts. Diese qualitativen Näherungsverfahren liefern im Ergebnis eine sehr breite Bewertungsbandbreite, die möglicherweise schwer überprüfbare Ergebnisse liefern ob eine Aktie richtig bewertet ist.

Als entscheidende Variable für die Bestimmung des Substanzwerts zum Vergleich mit dem aktuellen Marktpreis einer Aktie gelten:

Es ist dabei mit zu bedenken, dass manchmal kleinere Veränderungen in einer der Variablen zu großen Veränderungen beim erwarteten Ergebnis führen können. In der weiteren Darstellung werden die Kennziffern und die zu analysierenden Faktoren, die eine Auswirkung auf das Wachstum einer Aktie haben beschrieben und analysiert.

Die Analyseschritte lassen sich zur Verprobung der Annahmen mit Hilfe des Aktienanalyst im Detail rechnerisch einfach nachvollziehen. Ändern Sie die Annahmen entsprechend ihrer individuellen Präferenzen und vergleichen Sie die Änderungen im Ergebnis.