-online 32; Mai 2009

 
  Lichtblick-Printversion bestellen unter: office@atheaterwien.at  

ANIMA 2009
„Vielfalt und Gegensätze“
 

Internationales österreichisches Figurentheaterfestival
22.-26. September 2009
in Ottakring & Hernals

DAS KONZEPT
IM MITTELPUNKT DES INTERNATIONALEN THEATERTREFFENS STEHT DIE KOMMUNIKATIVE BEGEGNUNG!

Nicht nur zwischen interessiertem Publikum und vielfältigen Formen von Figurentheater, sondern auch unvermittelt im öffentlichen Raum, wo Interkulturalität eine alltägliche Gegebenheit darstellt.
Darüber hinaus bietet das Festival den teilnehmenden KünstlerInnen Raum für Begegnung und Austausch, wodurch das Festival in Teilbereichen zu einem spontanen, künstlerischen Experimentierfeld wird.
Durch Ausstellung, Infopoint und Rahmenveranstaltungen bietet das Festival KünstlerInnen wie Interessierten gezielt ergänzende Gelegenheit zu spontaner Begegnung.

DIE ZENTRALE FUNKTION DES THEATERFESTIVALS IST DIE SICHTBARMACHUNG VON VIELFALT!

Die Anfänge von Figurentheater reichen an den Beginn der Menschheit und mythische Rituale. Dem entsprechend haben alle Völker ihre eigenen, spezifische Traditionen, die sich

im Verlauf historischer Entwicklungen angeglichen, voneinander abgegrenzt oder sogar verbunden haben. Darüber hinaus stellt auch jede individuelle, künstlerische Stilprägung eine vergleichbare Entwicklung dar, da sowohl „Mischformen“ (z. B. Schauspiel und Figuren) wie auch besondere Spielformen (z. B. offenes Spiel) eine ergänzende Verbindung unterschiedlichster Traditionen darstellen.
Das Festivalprogramm präsentiert deshalb anhand ausgewählter Produktionen, einen Ausschnitt der vielfältigen Möglichkeiten!

IM VORDERGRUND DER THEATERBEGEGNUNG STEHEN AUCH KÜNSTLERISCHE GEGENSÄTZE!

Ob stilistisch, inhaltlich oder im Hinblick auf die Alterszielgruppe, ... Vielfalt bedeutet immer auch Gegensatz – insbesondere im Figurentheater!
Es beginnt bei überaus einfachen Dingen wie dem Spielort, der sowohl im geräuschvollen öffentlichen Raum wie im von der Außenwelt abgeschiedenen Theater definiert werden kann.
Auch die Größe oder Bauart von Figuren umspannt die Bandbreite von Extremen, und bei der Funktion der SpielerInnen scheiden sich überhaupt die Geister.
Das Festival hat es sich zur Aufgabe gestellt, auch diesbezügliche Kennzeichen hervorzustreichen und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren!

SPIELORTE MIT KONZEPT

Im Hinblick auf die Spielorte folgt das Festival dem Motto: Von Ottakring bis Hernals!
Dieser gezielte regionale Schwerpunkt bezieht sich auf die historische Tradition der zahlreichen Wiener Vorort-Bühnen, die noch bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts das regionale Kulturleben außerhalb des Gürtels prägten. Die historischen Theaterräume und Kasperlbuden sind längst verschwunden und modernen Wohnbauten gewichen, deshalb erfolgt die Anknüpfung primär atmosphärisch und durch die mittels Veranstaltungsdichte zu erreichende Präsenz.
Vorstellungen im Theater werden im TPZ (Theaterpädagogischen Zentrum) in Ottakring, nahe dem Gürtel, und im Wiener Metropol in Hernals stattfinden. Bei Schönwetter bietet der Garten des Metropol atmosphärische Anklänge an die Tradition vom Spiel auf der Pawlatschen im Wirtshausgarten. Und nicht zuletzt sollen
Acts am Brunnenmarkt und anderen öffentlichen Plätzen auf die Anfänge dessen verweisen, was wir heute Figurentheater nennen.
Ein durch die Wahl der Spielorte erkennbares Kennzeichen ist: Das Spiel mit Figuren und Objekten richtet sich an Menschen aller Altersgruppen und ist nicht zwangsläufig für bzw. nur für Kinder geeignet!

AUSSTELLUNG – TRADITIONEN & ENTWICKLUNGEN

Das Festival wird von einem Ausstellungsprojekt ergänzt, das Interessierten Einblick in die Geschichte des Figurentheaters bietet und anhand zahlreicher historischer und moderner Anschauungsobjekte unterschiedliche Figurenarten und deren Spielmechanik vorstellt.

HERZSTÜCK INFOPOINT

Der Gesamtkontext von Info, Kartenverkauf, Ausstellung und Künstlertreff soll spontane, kommunikative Begegnungen ermöglichen und zum Verweilen anregen.

DIE SPIELERINNEN

Gemäß den Veranstaltern ÖBV & ATHEATERWIEN sind die Teams der teilnehmenden Gruppen außerberuflich tätige SpielerInnen, also Personen, die von der Ausübung ihrer Kunstfertigkeit nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten. Diese Abgrenzung beinhaltet primär den Umstand, dass Gruppen bzw. SpielerInnen ihre Produktionen nicht an bestehende Marktgegebenheiten anpassen müssen und entsprechend ihrer persönlichen, künstlerischen Entfaltung frei produzieren und auch experimentell erarbeiten können.

INTERNATIONALE TEILNEHMERINNEN

Der internationalen Festivalausschreibung entsprechend werden die Bewerbungen von einer Fachjury gesichtet und im Hinblick auf das Gesamtkonzept ausgewählt. Die darin enthaltenen besonderen Teilaspekte wie verschiedenste Spielortgegebenheiten und aktive Künstlerbegegnung sind für Figurentheater eher ungewöhnliche „Vorgaben“, womit ein hoher künstlerischer Anspruch gegeben ist.

KÜNSTLERKOLLEGINNEN SIND GÄSTE

Entsprechend der Rahmenbedingungen treten die KünstlerInnen im Rahmen des Festivals kostenlos auf und müssen auch die Reisekosten selbst aufbringen bzw. über regionale Förderungen finanzieren.
Dem gegenüber trägt der örtliche Veranstalter die Aufenthaltskosten und übernimmt die ehrenvolle Aufgabe, dass sich alle auch fernab ihres Auftritts persönlich betreut und wohl fühlen. Theaterfestivals sind nämlich, neben allen anderen Aspekten auch kleine „Staatsbesuche“, die nachhaltig wirken. Und so ist es keineswegs „nebensächlich“, ob und wie man der Rolle als Gastgeber gerecht wird. Ihr im besten Sinne zu entsprechen verlangt, die Künstlerbetreuung ebenso wichtig zu nehmen wie die Publikumsbetreuung, und beiden eine Atmosphäre zu schaffen, die nachhaltig in Erinnerung bleibt.

DAS PUBLIKUM

Wie bereits unter den vorangestellten Gesichtspunkten dargestellt, geht es nicht nur um eine speziell anzusprechende Zielgruppe, sondern um eine vielfältige Theaterform, die jedem Besonderes bieten kann.
Dem entsprechend werden Kindergärten und Schulen ebenso speziell angesprochen und informiert wie Familien und interessierte Erwachsene.
Im Hinblick darauf, dass Wien erstmals Veranstalter der ANIMA ist und auch aus weiten Teilen Niederösterreichs gut erreichbar ist, ist ein großes Einziehungsgebiet im Rahmen der Ankündigungsarbeit zu erfassen.

ZIELGRUPPENGERECHTE BETREUUNG

Publikum muss nicht nur adäquat angesprochen sondern auch betreut werden! Das gilt nicht nur für Veranstaltungen, die sich an Kinder bzw. Familien richten. Aus diesem Grund wird jede Festivalveranstaltung im Hinblick auf ihr spezielles Zielgruppenpublikum vorbereitet und von einem geschulten Team betreut.
Darüber hinaus ist die Einrichtung eines Infopoints als zentrale Anlaufstelle und kommunikatives Herzstück vorgesehen.

ERGÄNZENDER SERVICE

Wir wollen nicht nur konzeptionell auf historische Traditionen Bezug nehmen sondern auch auf aktuelle Entwicklungen bzw. Einrichtungen hinweisen.
Eine Kooperation mit professionellen Gruppen/VeranstalterInnen soll BesucherInnen mit Festivalpass auch bei diesen Aufführungen ermäßigten Eintritt bieten.

ORGANISATIONSSTRUKTUR: ATHEATERWIEN

In der Geschäftsstelle des Wiener Landesverbandes laufen organisatorisch und konzeptionell alle Fäden zusammen.
Hier werden Ideen zusammengeführt, Entscheidungen gefällt und Aufgaben übertragen, wodurch sich ein zunehmendes Netzwerk spezifischer Tätigkeitsbereiche entwickeln kann.
Festivalleiter ist atheaterwien-Geschäftsführer Erich Hofbauer.

ÖBV theater
Als Generalveranstalter übernimmt der Bundesverband die Einreichungskontakte mit Bundesministerien. Des weiteren wird der Bundesverband seitens der Festivalleitung laufend informiert und übernimmt die Informationsweiterleitung an die anderen Landesverbände.
VertreterInnen des ÖBV begleiten Veranstaltungen und Festakte des Festivals.


ICHDUWIR Theater & Kultur = Kompetenzpartner
Der unabhängige Verein ICHDUWIR ist seit 20 Jahren vielseitiger Kulturveranstalter und Freies Theater mit unübersehbaren Figurenschwerpunkten. Demzufolge unterstützt ICHDUWIR das Festivalprojekt seines TPZ-Partners mit organisatorischem Know-how und einschlägigen künstlerischen Fachkompetenzen.
Festivalbezogener Schwerpunktbereich von ICHDUWIR ist u. a. die Ausstellung!
Ansprechpartner / Kontakt: Heide Rohringer & Roman Wuketich
Theaterpädagogisches Zentrum / TPZ = Kompetenzpartner
Als fachspezifisches Kompetenzzentrum unterstreicht das TPZ den konzeptionell-inhaltlichen Hintergrund und Gesamtkontext des Festivals.
Darüber hinaus stellt es einen der Hauptspielorte dar und verbindet somit das Festival mit den gewachsenen Strukturen des besonderen Kulturstandortes.
Diesem Aspekt der unmittelbaren Künstlerbegegnung soll durch Einbeziehung langjähriger TeilnehmerInnen als FestivalbetreuerInnen besonders Rechnung getragen werden.

Volkshochschule Ottakring = Kompetenzpartner
Als „Hausherrin“ des TPZ und zusätzlich zu nützender Räumlichkeiten stellt die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der VHS eine der Grundsäulen der Festivalrealisierung dar. Darüber hinaus findet erfahrungsgemäß jedes TPZ-Projekt in der Leiterin Dr. Judy eine beherzte Mitstreiterin und ideenreiche Kompetenzpartnerin.

WEITERE KOOPERATIONSPARTNER:

  • Wiener Metropol = Veranstaltungspartner
    Metropoldi und Garten bilden den 2. Hauptstandort in Hernals und bieten sowohl räumliche wie atmosphärische Ergänzung.
     
  • BEZIRKSVERTRETUNGEN VON OTTAKRING UND HERNALS
    Zielsetzung der Festivalorganisation ist es, das gesamte Festivalgeschehen auch im Rahmen der Bezirkskultur zu verankern. Dem entsprechend sollen Outdoor-Aktivitäten mit den BezirksvertreterInnen abgestimmt und gemeinsam organisiert werden.
    Der Ottakringer Bezirksvorsteher Franz Prokop hat in einem ersten Vorgespräch seine Bereitschaft, das Festival mitzutragen, bereits bekundet.

DIE PRODUKTIONEN

kommen u. a. aus Tschechien, Ungarn, Südtirol, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich und Wien, das Spektrum erstreckt sich von Märchen für Kinder ab 4 Jahren bis zu anspruchsvoller politischer Satire für Erwachsene.

Programminfo demnächst auf
www.atheaterwien.at
Heide Rohringer & EH
Bildnachweis: Heide Rohringer