An die Passagiere

 

Sollten Sie das Glück haben, an einer Ballonfahrt teilnehmen zu dürfen, dann denken Sie bitte daran, daß Sie keinen bindenden Vertrag mit den staatlichen Eisenbahnen besitzen. Für Ballonfahrer gibt es immer nur einen Fahrplan, und der richtet sich nach dem Wetter. Auch der genaue Startplatz wird vom Piloten kurzfristig vor dem Start festgelegt und richtet sich nach Windstärke und Windrichtung.

"Schönes Wetter" ist nicht gleichbedeutend mit idealen Fahrtbedingungen und nur der Pilot - unterstützt durch Fachinformationen der Flugwetterdienste - kann entscheiden, ob gestartet wird oder nicht. Er muß strenge behördliche Auflagen erfüllen und hat im Rahmen seiner sehr gründlichen Ausbildung die nötigen meteorologischen Kenntnisse erworben, die ihm die entsprechende Beurteilung der Situation und damit die definitive Entscheidung erst ermöglichen. Haben Sie bitte Verständnis dafür, auch wenn es Ihnen schwerfallen mag.

Es kann Ihnen passieren, daß Sie am Startplatz erscheinen und dann doch nicht in die Luft kommen. Geben Sie dann nicht dem Piloten die Schuld, versuchen Sie, Ihre Enttäuschung nicht in Ärger umschlagen zu lassen, tragen Sie es mit Anstand. Der Ballonpilot lernt zuerst einmal Geduld, nochmals Geduld und - wiederum Geduld. Seine Enttäuschung, nicht in die Lüfte steigen zu können, ist noch viel größer als die Ihre. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben und ein Ersatztermin erhöht Ihre Vorfreude.

Vor dem vereinbarten Termin sollten Sie unbedingt telefonisch erreichbar sein, um etwaige Informationen über Treffpunkt, Startplatz oder aktuelle Wettersituation erhalten zu können.

Vereinbarte Termine sind bitte verbindlich einzuhalten. Bedenken Sie, daß Ihr Starttermin von langer Hand sorgfältig vorbereitet wurde.

Bringen Sie zum Start gute Laune mit, denn Ballonfahrer mögen keine griesgrämigen Zeitgenossen. Und wenn es losgeht, dann packen Sie tüchtig mit an und helfen Sie Ihrem Piloten, denn jede Hand ist willkommen.

 

 

 "Glück ab, gut Land!"