Diese Wanderung ist von Bschlabs in Richtung Boden bedeutend
eindrucksvoller als umgekehrt. Um nach Bschlabs zu kommen empfehlen wir drei
Möglichkeiten:
1. Mit eigenem Fahrzeug nach Bschlabs und links unterhalb der Straße am Parkplatz für
Wanderer parken
2. Mit Wanderbus am Montag, Mittwoch und Freitag. In Bschlabs Gh. Gemütlichkeit
aussteigen
2. Per Taxi Tel: 05635-231 ( 9.- von Boden 12.- von Elmen).
3. Von Boden erst 2 km auf der Straße, dann über den Höhenweg nach Bschlabs
Von Bschlabs bis nach Boden müssen Sie nun mit einer reinen Gehzeit von etwa 1
½ Std. rechnen.
Der Weg beginnt rechts von der Wallfahrtskirche "Maria Schnee" in
Bschlabs mäßig absteigend. Man kann, dem Wegweiser " Weg der Sinne" folgend
gleich auf einem schmalen Pfad direkt absteigen, oder, gemächlicher, dem Fahrweg, immer
links haltend, folgen. Weiter unten treffen sich beide Wege. Weiter geht es in Richtung
Boden auf gut beschildertem und, wo notwendig, markiertem Weg.
Einheimische Künstler wurden auf die Einzigartigkeit dieses Tales aufmerksam. So
begegnen Sie sinnigen Sprüchen wie philosophischen und antiken Versen. Am meisten
beachtenswert sind jedoch die Skulpturen und Bildnisse aus Holz, Metall und Kunststein.
Alle diese Kunstwerke sollen Eigenarten von der Geschichte bis zur Gegenwart dieses Tales
zum Ausdruck bringen. Ein Weg der Besinnung, wie es ihn nirgendwo anders gibt.
Bemerkenswert ist weiters die Hängebrücke über den Streimbach. Kein einziger
wirklicher Fachmann hat am Bau dieser Brücke mitgewirkt. Sie hat bereits viele Jahrzehnte
Schneelasten ausgehalten, welche die mögliche Belastung durch Wanderer um ein Vielfaches
überschritten hat.
Wenn es nach dieser Brücke bergauf geht erreicht man bald den "Ort der
Stille". Nehmen Sie diese Stille, die höchstens von Wassertropfen unterbrochen wird,
in sich auf. Diese Stelle ist nicht nur ein Ort der Besinnung, sondern als ein echtes
Naturdenkmal zu werten. Zumindest in Tirol ist kein zweiter Ort einer akustischen Nullzone
bekannt. Man muß schon bei Karl May lesen um zu erfahren, daß es so etwas wirklich in
der Natur gibt.
Oben am Fahrweg endet der eigentliche Besinnungsweg.
Weiter geht es Richtung Boden bis zu einer hohen Brücke über die Hölltalschlucht.
Diese romantische Schlucht kann man von der Brücke aus nächster Nähe betrachten. Sie
ist durchschnittlich 45 Meter tief, an der engsten Stelle aber nur 45 cm breit.
Bachaufwärts sieht man eine Staumauer welche errichtet wurde um Geröll
zurückzuhalten, welches das Flußbett des Lech immer höher steigen ließ um schließlich
Wiesen und Siedlungen zu überschwemmen.
Hier von der Brücke aus sind nun zwei Varianten nach Boden möglich.
a.) Über Grießlahne und Angerletalbrücke (40 min):
Von der Brücke ein paar Meter zurück und dann links in Richtung Boden dem Fahrweg
folgen bis zu einer Geröllhalde. Streng der Markierung folgen, denn über die
Geröllhalde führt der Weg eher unscheinbar, mäßig steil nach oben zu einem kleinen
Wald. Auf dem höchsten Punkt angelangt hat man eine nette Aussicht in Richtung Boden. Der
schmale Wege führt bald wieder in Kehren beinahe bis zur Bachsohle hinab und wird danach
laufend besser. Man bleibt nun auf dem Wirtschaftsweg bis zur Angerletalbrücke, wo sich
der Weg zur Hanauerhütte und nach Boden teilt. Links über die Brücke ist man in wenigen
Minuten in Boden. Vorher kann man von einer Anhöhe aus gut den zurückgelegten Weg
betrachten.
b.) Über die Landesstraße (35 min):
Dem mäßig ansteigenden Forstweg folgen bis man die Landesstraße erreicht. Von hier sind
noch 2 km nach Boden zu gehen. Bei der Abzweigung der Hahntennjochstraße kann man die
Straße verlassen um über den Zaunweg, der oberhalb der Straße mit nettem Blick auf
Boden und ins Angerletal verläuft, zurück nach Boden zu gelangen. (+ 10 min.) .
Im Gasthof "Bergheimat" in Boden bekommen Sie eine kleine Broschüre, welche
Ihnen den Sinn der Kunstwerke zu erklären versucht.