Mag. Harald Franz Ofner

Die Selbstauflösung des Protestantismus




„Es gibt kaum noch einen Grund, Protestant zu sein“, erklärte Professor Eduard Kimman im Jahr 2008 in einem Interview gegenüber Journalisten. Kimman, katholischer Priester und Jesuit, war damals Generalsekretär der niederländischen Bischofskonferenz. „Ich bezweifle, dass es den Protestantismus im Jahr 2017 noch geben wird. Die Protestanten haben auf die Veränderungen in der katholischen Kirche nicht in angemessener Weise reagiert. Und sie haben nicht die Bedeutung einer sichtbaren und globalen Führungspersönlichkeit, wie der des Papstes, erkannt“, fuhr Kimman im Interview gegenüber Emiel Hakkenes fort. „Manche Protestanten beschuldigen uns, dass wir unbeweglich sind; doch diese Beschuldigung kann man auch zurückgeben. Ich sehe die Protestanten als eine Aktionsgruppe, die vergessen hat, sich aufzulösen, nachdem sie ihr Ziel erreicht hat. Die römisch-katholische Kirche hat sich verändert. Die Protestanten sollten zur Mutterkirche zurückkehren. Wir brauchen einander, um unserer entchristlichten Welt gemeinsam die Bedeutung Jesu Christi zu verkündigen.“ ...

Die Selbstauflösung des Protestantismus
(2014) Broschüre, 32 Seiten