Medienberichte


 

 
03.08.2000 Lupenrein oder doch nur ein synthetisches Steinchen?
   
 
13.02.1996 Brillant-Experte warnt vor unseriösen Offerten
13.02.1996 Diamanten: Anlage für Kenner und Könner
27.02.1996 Falsches Glitzern
   
 
27.01.1997 Millionenbetrug mit Diamanten
24.08.1994 Gier nach Gratiskredit kam teuer
26.04.1994 Betrüger tricksen viele Urlauber aus
02.03.1994 Millionenbetrug mit billigen Edelsteinen
05.02.1994 Schmuck für Millionen auf dem Richtertisch
   
 
08.1994 Schmuck genau dokumentieren
   
 
01.04.1994 Echtheitsgutachten für 100prozentige Sicherheit
22.05.1992 Geprüfte Edelsteine

 


Linzer Rundschau korrekt, Aktuelles, Seite 5
Nummer 31 / 3. August 2000 von Mag. M. Krenn

Lupenrein oder doch nur ein synthetisches Steinchen?

Der Linzer Diamant-Experte Nikolaus Bjedov warnt vor billigen Imitationen
Lupenreinen Betrug mit Diamanten deckt der Linzer Nikolaus Bjedov auf. Der gerichtlich beeidete Sachverständige warnt vor einer neuen Diamant-Imitation, die auch in der Landeshauptstadt im Umlauf ist. "Der Moissanit wird synthetisch hergestellt. Für den Laien ist er nicht von einem echten Diamanten zu unterscheiden", warnt Bjedov.

Private werden reingelegt
Einige dieser Fälschungen sind bereits auf den Untersuchungsapparaten des Linzers gelandet. Das Besondere: Der Moissanit hat erstmals eine ähnlich hohe Wärmeleitfähigkeit wie der Diamant. Diamanttestgeräte, die diesen Indikator messen, versagen deshalb. "Drangekriegt von den Fälschern werden vor allem Private oder Banken, denen die angeblich wertvollen Diamanten als Kredit-Besicherung angeboten werden", erzählt der Diamant-Experte. Die Qualität der Imitationen und Synthesen aus dem Ausland wird immer besser. Da müssen die Sachverständigen auf dem Laufenden bleiben. Viele Hehler sind Aufgrund von Bjedovs Gutachten schon im Häfn gelandet. Er kann unter anderem aufgrund der Punzierung Herkunft und Herstellungsjahr des Schmuckstückes feststellen und Falschaussagen entlarven.

Ein Fallbeispiel: Ein Hehler steht im Verdacht, in eine Villa eingebrochen zu sein. Das Diebsgut wird sichergestellt. Darunter eine wertvolle Milchkanne aus Silber. Die Besitzerin sagt, sie hat das Stück vor zehn Jahren bei einem Linzer Antiquitätenhändler gekauft.

Im Beweis-Notstand
Der Hehler sagt, das Stück ist bereits seit 1930 in Familienbesitz. Jetzt ist Bjedov als Gerichtsgutachter gefragt. Er stellt fest, dass das Stück erst 1958 in Dänemark erzeugt und 1967 nach Österreich importiert wurde. Die Punzierungsstempel helfen bei der Beweisführung. Der Hehler landet im Knast.

"Wenn in Österreich 2001 die Punzierungsämter tatsächlich abgeschafft werden, dann sind wir Gutachter im Beweisnotstand. Die Hehler können uns dann alles erzählen. Das ist ein Wahnsinn. Auch meine Kollegen sind dieser Meinung", sagt Bjedov. Denn die Wahrheitsfindung bei Strafprozessen hängt in vielen Fällen an der Punzierung.

Goldschmiede drehen keine Linke
Sorgen macht sich Bjedov vor allem, wenn es um die Begutachtung ausländischer Ware geht. "Die heimischen Goldschmiede drehen keine Linke, die geben selbst die Karatzahl an und die stimmt auch. Doch in Österreich stammt 70 bis 80 Prozent des Schmucks aus dem Ausland."

Nähere Informationen zum Thema Diamanten, Echtheitsuntersuchungen und Schätzgutachten gibt`s auf der Homepage von Bjedov unter www.bjedov.at


 

OÖN, Hauptausgabe vom 13.02.1996
Wirtschaft, Seite 9, von Dr. Karin Haas

Experten warnen: Brillanten per Postversand mit angeblich abenteuerlich hohen Renditen

Brillant-Experte warnt vor unseriösen Offerten
 
LINZ (OÖN-haas). Nikolaus Bjedov, gerichtlich beeideter Sachverständiger für Juwelen und Pretiosen in Linz, warnt vor offensichtlich unseriösen Brillantangeboten, die in Österreich seit etwa einem halben Jahr kursieren. Diamanten werden per Postversand und mit Rückkaufgarantie offeriert und sollen bereits nach wenigen Monaten abenteuerlich hohe Renditen bringen.

In einem den OÖN vorliegenden Brief des deutschen Diamant Handelshauses mit Repräsentanz in Wien heißt es: "Sie erhalten dann den vereinbarten Kaufpreis innerhalb von zehn Tagen zurück, zuzüglich eines Mehrerlöses (Entschädigung) in Höhe von mindestens 11,5 Prozent." "Ich fürchte, daß die Firmen dann nicht mehr existieren", so Bjedov, der von Offerten auch aus Bregenz weiß. Wie etliche von Bjedov geprüfte Angebote zeigten, würden die Steine obendrein zu überhöhten Preisen angeboten. Die Offerte gehen vor allem an Geschäftsleute, Ärzte und Akademiker. Bei Interesse wird der potentielle Kunde mit raffiniertem Telefonmarketing bei der Stange gehalten.

"Man spekuliert hier offenbar mit dem Vorhandensein von Schwarzgeld. Dann ist das Risiko einer Anzeige gering", sagt ein Konsumentenschützer, der diese Angebotsmuster von windigen Börsenspekulationsgeschäften her kennt. Eine Stellungnahme des Diamant Handelshauses war gestern nicht zu bekommen.

 


OÖN, Hauptausgabe vom 13.02.1996
Von Dr. Karin Haas

Diamanten: Anlage für Kenner und Könner

"Spekulieren sie nicht mit Diamanten, außer sie sind Experte", sagt Nikolaus Bjedov, gerichtlich beeideter Sachverständiger für Juwelen und Pretiosen in Linz. Brillanten werden in Carat gewogen (0,2 Gramm) und schwanken je nach Schliff, Reinheit und Farbe stark im Preis. Ein lupenreiner Einkaräter hat einen Marktwert (Wiederbeschaffungswert im Detailhandel) von rund 350.000 S. inkl. Mehrwertsteuer.

Jährlich werden rund 100 Millionen Karat gefördert. 80 Prozent des Weltmarktes deckt der südafrikanische Konzern De Beers ab, der damit auch den Weltmarktpreis in der Hand hat. Der wird laut Bjedov "sehr stabil" gehalten, um die Anleger nicht zu verunsichern.

Laut einer Diamantenhandelsfirma in Wien liegt der Wertzuwachs von Diamanten bei rund sechs bis zehn Prozent pro Jahr. Die Langzeitpreisentwicklung von geschliffenen Diamanten der Top-Qualität: seit 1985 seien die Preise für Einkaräter um rund die Hälfte, für Zwei- bis Dreikaräter um rund 120 Prozent und für Halbkaräter um 45 Prozent gestiegen.


 


OÖN, Hauptausgabe vom 27.02.1996
Wirtschaft, Seite 9, von Dr. Karin Haas

Falsches Glitzern

Straßenhändler in Thailand ritzen mit dem vermeintlichen Saphir Glas, zum "Beweis", daß der Stein echt sei und Kollegen hämmern auf eine über einem Rubin liegende Münze, die nachgibt, während das Imitat unversehrt bleibt. "Das ist Blödsinn", so der Linzer Edelsteinexperte Nikolaus Bjedov. Auch südafrikanische Brillanten, dort quasi im Supermarkt gekauft, "sind in der Regel nicht ihr Geld wert", sagt der gerichtlich beeidete Sachverständige, daß Qualität und Gewicht oft nicht mit den Angaben übereinstimmen. Urlaubs-Reinfaller dieser Art sind Wasser auf den Mühlen des österreichischen Juwelierfachhandels. Bjedov empfiehlt: "Der österreichische Juwelierfachhandel ist über jeden Zweifel erhaben."

 


 

Kronenzeitung vom 27. Jänner 1997
Lokales, Seite 8, von B. Schmid

Millionenbetrug mit Diamanten

Glitzernde und schillernde Diamanten, gepaart mit traumhaften Renditen: Mit solchen Versprechungen versuchen zur Zeit "Diamantenhändler" in Österreich, Leuten Anlagegeld herauszulocken. "Eine Bauernfängerei", sagt ein Gerichtsgutachter. Die Staatsanwaltschaft wittert sogar Betrug mit Schaden in Millionenhöhe.

Nach einigen Anzeigen offensichtlich geprellter Kunden suchen Kriminalisten nun in Wien nach den Österreich-Repräsentanten jener deutschen "Diamant-Handels-Gesellschaft", die bereits im deutschen Fernsehen sogar von Staatsanwälten wegen Betrugsverdachtes angegriffen worden ist. Die Gesuchten dürften sich aber bereits abgesetzt haben.

Die Masche ist einfach: Kunden werden aus Telefon- und Branchenbüchern ausgesucht und telefonisch angekeilt. Für eine fünf- bis sechsstellige Summe wird eine verschweißte "Siegelbox" mit Diamanten angeboten – mit dem Versprechen, daß die Edelsteine nach sechs Monaten inklusive eines Bonusses bis zu 11,5 Prozent wieder zurückgekauft würden. Die Sache hat jedoch mehrere Haken, wie der gerichtlich beeidete Sachverständige für Juwelen u. Pretiosen in Linz, Nikolaus Bjedov, weiß: Die "Siegelbox" darf nicht geöffnet werden. Der Kunde weiß daher nicht, was er erworben hat. Die "Diamantenhändler" verlangen vor einem Rückkauf die Rücksendung der Diamanten in einem "Wertbrief". Ein äußerst riskantes Unterfangen.

Der Bundesverband "Edelsteine und Perlen" in Frankfurt warnt: "Die meisten gutgläubigen Käufer stellen nach sechs Monaten meist zweierlei fest: Einerseits ist der Verkäufer verschwunden und sein Unternehmen aufgelöst, andererseits ist der verschweißte Diamant ein billiges Imitat...."

Und der deutsche Staatsanwalt Klaus-Dieter Benner rät: "Der private Handel mit Edelsteinen läßt sich nicht seriös betreiben. Also Hände weg!"

 


 

Kronenzeitung vom 24. August 1994
Lokales, Seite 12, von B. Schmid

Dutzende Oberösterreicher fielen auf Großbetrüger herein – 42 Millionen Schaden

Gier nach Gratiskredit kam teuer

Zinsenlose und tilgungsfreie Kredite mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Schilling bot ein Großbetrüger in Bayern an. Dutzende Oberösterreicher gingen dem Mann auf den Leim und zahlten ihm sofort drei Prozent der jeweiligen Kreditsumme in bar als "Kostenpauschale". Ein Linzer Edelsteinexperte deckte die Millionenaffäre auf.

Sagenhafte 42 Millionen Schilling hat der 40jährige Dieter V., der in einer gemieteten Villa direkt am Schliersee residierte, bereits kassiert. Nun sitzt der Mann in München in U-Haft. Staatsanwalt Hubert Vollmann: "Bislang gibt es 261 Geschädigte. 80 Prozent aus Österreich." Angelockt wurden sie großteils von einem "Anlageberater" aus dem Bezirk Vöcklabruck. Zu verlockend war das Angebot, und die Gier nach schnellem Geld schaltete jedes Mißtrauen aus: Dieter V., der als Vermittler einer nicht existierenden bolivianischen Finanzfirma auftrat, bot zinsenlose und tilgungsfreie Kredite an. 30 Prozent hätten auf eine "europäische Großbank" fließen sollen, den Rest hätte der Kreditkunde bekommen. Drei Prozent "Kostenpauschale" kassierte Dieter V. – freilich sofort in bar. Perfektioniert wurde die Bauernfängerei mit nahezu wertlosen Rubinen, Smaragden und Saphiren, die den Opfern als Besicherung der Kostenpauschale mitgegeben wurden. Expertisen deutscher Edelsteinlabors, gegen die gerichtlich ermittelt wird, wiesen Phantasiewerte für die Steine aus. Der gerichtlich beeidete Sachverständige für Edelsteine, Nikolaus Bjedov aus Linz, der direkt in der Villa des später verhafteten Deutschen im Auftrag der Polizei und eines etwas kritischeren "Einkäufers" eines Großkonzerns den Edelsteinschwindel aufdeckte, spricht von keinem Einzelfall. Zahlreiche derartige Billig-Edelsteine dürften bereits bei österreichischen Banken als weitere Kreditbesicherung vorgelegt worden sein......

 


 

Kronenzeitung vom 26. April 1994
Seite 25, von Berthold Schmid

Millionengewinn mit falschen Edelsteinen

Betrüger tricksen viele Urlauber aus

Die bittere Überraschung erfolgt zuhause: Immer wieder fallen Urlauber auf betrügerische Edelsteinhändler im Ausland herein. Besonders günstige, aber angeblich wertvolle Stücke stellen sich oft als billige Imitation-Steine heraus. Hauptschauplätze sind: Sri Lanka, Thailand, Brasilien und afrikanische Staaten.

Der gerichtlich beeidete Sachverständige für Edelsteine Nikolaus Bjedov aus Linz weiß wovon er spricht: "Da kam eine Dame zu mir, die einen für 20.000 Schilling gekauften "Brillanten" näher begutachten lassen wollte. Der Einkaräter war jedoch ein Zirkonia – der Wert: ganze 13 Schilling. Sie können sich leicht die Entäuschung dieser Frau vorstellen."

Für den Edelsteinfachmann ist es ohnedies unverständlich, warum an und für sich mißtrauische Leute gerade im Ausland bei ihnen völlig fremden Menschen Edelsteine kaufen und als Laien lediglich auf die Aussagen der Verkäufer und meist wertlosen Zertifikate vertrauen. Dabei bedienen sich beispielsweise in Thailand manche Händler mit dem Trick, daß sie Visitenkarten von angeblichen Stammkunden aus Österreich und Deutschland vorweisen, um so Vertrauen zu schaffen. "Stellt sich dann heraus, daß der Urlauber einen billigen, synthetischen Rubin oder Saphir für angenommen 5.000 Schilling gekauft hat, der praktisch nur 50 Schilling wert ist, so kann er sein Geld in den Wind schreiben. Rechtliche Schritte über Botschaften den Edelsteinhändler zur Rückerstattung des Kaufpreises zu zwingen, verlaufen in der Regel im Sand", so Nikolaus Bjedov.

Ebenso gelingen immer wieder betrügerische Geschäfte mit Goldschmuck im großen Stil: In 14-Karat-Goldketten befindet sich kein Silber, lediglich Kupfer. Die spezifische gelbgoldene Farbe wird durch eine galvanische Vergoldung erzeugt. Der Dumme ist der Käufer. Auch wenn sich herausstellt, daß die günstige, in den arabischen Emiraten gekaufte Goldkette in Italien hergestellt worden ist.

Vorsicht beim oft verlockenden Kauf von Edelsteinen im Ausland, warnt der Linzer Sachverständige Nikolaus Bjedov. Heimische Juweliere garantieren hingegen die Echtheit von Schmuckstücken.

 


 

Kronenzeitung vom 2. März 1994
Titelseite, von B. Schmid

Millionenbetrug mit billigen Edelsteinen noch verhindert

Linz. – Mit zweifelhaften deutschen Zertifikaten über minderwertige Smaragde und Saphire sollte in OÖ ein Millionenbetrug über die Bühne gehen. Ein Linzer Gerichtsgutachter verhinderte den 25-Millionen-Coup und sprach von keinem Einzelfall (Bericht Seite 9).

 

Gutachten sollen ihren Wert "steigern"

Millionenbetrug mit billigen Edelsteinen

Betrügerische Millionengeschäfte mit minderwertigen Smaragden und Saphiren sorgen derzeit in Österreich für Aufregung: Ein Sachverständiger für Edelsteine in Linz deckte einen versuchten 25-Millionen-Coup auf. Die Gauner bedienen sich dabei zweifelhafter Zertifikate deutscher Mineralogen.

In einem neuen Mercedes 600 fuhren die in Seidenanzügen steckenden Vertreter einer deutschen Handelsfirma mit Filiale in Israel vor dem Labor des Linzer Sachverständigen Nikolaus Bjedov vor: "Sie legten mir Saphire, Smaragde und Diamanten vor, die 25 Millionen Schilling wert seien und zur Absicherung eines Bankkredites dienen sollten. Aber die Smaragde waren synthetisch, die Saphire mit einem Eisen-Titan-Pulver bei 1400 Grad thermisch behandelt." Nikolaus Bjedov errechnete einen Edelsteinwert von etwa 900.000 S. Der versuchte Millionenbetrug platzte.

"Das war jedoch kein Einzelfall", so der Linzer Experte, der kürzlich einen Klagenfurter, der mit 24 Smaragden, die laut einem deutschen Zertifikat 6,6 Millionen S wert waren, aus den Träumen riß: Derartige Steine sind im Handel für 819.000 S zu haben. Resümee des Linzer Experten: "Hier sind internationale Gauner am Werk."

 


 

Kronenzeitung vom 5. Februar 1994
Lokales, Seite 18, von B. Schmid

Hehler verurteilt - Opfer unbekannt:

Schmuck für Millionen auf dem Richtertisch

838 Schmuckstücke im Wert von mehr als zwei Millionen S lagen diese Woche während einer zweitägigen Verhandlung vor einem Linzer Einzelrichter auf dem Tisch. Der beschuldigte Hehler der Pretiosen wurde zu 20 Monaten Haft verurteilt. Zahlreiche Opfer konnten ihre Schmuckstücke jedoch nicht mehr identifizieren.

Nahezu Sisyphusarbeit leisteten Linzer Kriminalbeamte bei der Aufdeckung einer Juwelenbande, nachdem im Vorjahr etwa fünf Kilogramm Schmuck im Millionenwert sichergestellt werden konnten. Die Chefin einer Einbrecherbande wurde bereits verurteilt, diese Woche stand der 35jährige Christian L. vor einem Einzelrichter. Bei dem Mann waren 838 Schmuckstücke sichergestellt worden – zum Großteil Diebsgut, wie die Kriminalisten zu beweisen versuchten. Doch vor dem Kadi sah die Sache freilich anders aus: Einige "Zeugen", denen bei Einbrüchen wertvoller Schmuck abhanden gekommen war, konnten vor Gericht ihr Eigentum nicht mehr eindeutig identifizieren. Christian L. kam mit einer unbedingten Gefängnisstrafe von 20 Monaten glimpflich davon.

Der gerichtlich beeidete Sachverständige für Juwelen und Pretiosen, Nikolaus Bjedov aus Linz: "Eigentumsnachweis von Schmuck rechtzeitig sichern. Besitzer von Schmuckstücken sollten vorsorglich eine Beweisaufnahme für ihre Pretiosen schaffen. Das sind Expertisen, das heißt genaue Beschreibungen der Schmuckstücke. Dann gelingt es im Falle von Diebstahl oder Verlust leicht den rechtmäßigen Besitzer zu ermitteln. Angesichts von jährlich mehr als 12.000 Einbrüchen in Wohnungen und 14.000 in Geschäfte sicher eine ratsame Sache.

 


 

Konsument Heft 8 / 94

Schmuck genau dokumentieren

Sie besitzen schönen Schmuck? Sie haben sogar ein Foto davon? Unter Umständen reicht das nicht aus, falls Sie einmal Ihr Eigentum identifizieren müssen. Vor Gericht können Bestohlene oft keine eindeutigen Beweise vorlegen, daß es sich bei sichergestelltem Diebesgut tatsächlich um ihre Stücke handelt. Viele Goldketten oder Ringe werden nämlich zu Tausenden gleich aussehenden Exemplaren erzeugt. Sachverständige raten daher den Besitzern von Juwelen zu genauesten Aufzeichnungen: Wo, wann und bei wem wurde das Stück gekauft? Rechnung, Foto oder Kopie des Schmuckstückes (einfach auf die Glasplatte legen und kopieren), genaues Gewicht, Form, Länge, die Art der Steine, die Punzierung und andere Besonderheiten sollten festgehalten werden.

 


 

KAMMERNACHRICHTEN

OBERÖSTERREICH - PANORAMA
1. April 1994 von Mag. Michaela Krenn

Bjedov: Einziges Labor zur Feststellung des Wertes von Juwelen und Pretiosen in OÖ

Echtheitsgutachten für 100prozentige Sicherheit

In Erbschaftsangelegenheiten, beim Schmuckeinkauf im Ausland oder auch zur Absicherung eines Kredites sollte man den genauen Wert eines Schmuckstückes kennen. Nikolaus Bjedov stößt mit seinem Edelsteinlabor in der Linzer Haiderstr. genau in diese Marktlücke und bietet Echtheitsuntersuchungen und Schätzungen für Diamanten, Perlen, Edelsteine, Gold- und Silberschmuck an.

Seit 1992 betreibt der ausgebildete Gemmologe und gerichtliche Sachverständige, mit seiner Gattin die einzige neutrale Pretiosenschätzstelle mit Edelsteinlabor in Oberösterreich. Bjedov sorgte erst vor wenigen Wochen mit der Aufdeckung eines Millionenbetruges mit billigen Edelsteinen für Schlagzeilen.

Zu seinen "Kunden" zählen neben Gerichten (Zivil-, Strafsachen u. Exekutionen), Notaren (Erbschaftsangelegenheiten), Banken (Absicherung von Krediten) auch viele Privatpersonen. "Zu uns kommen viele Leute, die im Ausland Schmuck erworben haben und wissen wollen, ob sie gut gekauft haben. In 80 Prozent der Fälle stellt sich aber schließlich heraus, daß es sich um eine Synthese, eine Imitation oder einen Kunststein handelt", berichtet Bjedov von seinen Erfahrungen.

Warnung vor Schmuck- und Edelsteineinkauf im Ausland

Er kann daher vor Einkäufen im Ausland nur abraten und zitiert den ehemaligen Leiter der Staatsanwaltschaft Wien Dr. Werner Olscher: "Wer billig kauft, kauft oft sehr teuer. Der "teure" Kauf im Fachgeschäft kommt eindeutig billiger."

Besonders eng ist die Zusammenarbeit auch mit den heimischen Juwelieren sowie Antiquitätenhändlern. Gremialvorsteher Komm.-Rat Karl Mayrhofer ist sehr "froh", daß Oberösterreich in Zweifelsfällen auf eine derartige Institution zurückgreifen kann. Viele Privatpersonen wollen beim Juwelier Schmuckstücke und Steine schätzen lassen. "Den Juwelieren fehlen aber sowohl die teuren Laborgeräte als auch manchmal die Erfahrung um ein Urteil abgeben zu können und wir verweisen unsere Kunden an Bjedov", berichtet Mayrhofer.

Als Sachverständiger bei Gericht ist Bjedov immer wieder mit Fällen von Einbrüchen konfrontiert, wo der Besitzer des gestohlenen Schmucks vor Gericht beweisen muß, daß es sich tatsächlich um sein Eigentum handelt. Denn eine Rechnung oder ein Foto sind für die Beweisführung zu wenig. Bjedov appelliert daher, exakte Vermögensaufstellungen und Gutachten durchführen zu lassen, um auch bei Diebstählen und Gerichtsverhandlungen zu seinem Recht zu kommen.

Mit seiner eine Million Schilling teuren Laborausrüstung führt Bjedov rund 2000 Gutachten pro Jahr durch. Der Gemmologe kann nicht nur Synthesen von echten Steinen unterscheiden, sondern auch die Echtheit, den Erzeugungszeitraum, den Erzeuger und das Herstellungsland bei Gold- und Silberwaren feststellen.

Ein Problem, das sich in Zukunft sicher noch verstärken wird, sieht der Fachmann in der ständig steigenden Zahl und Verbesserung von Synthesen. "Auf diesem Gebiet tut sich derzeit soviel, daß man sich ständig weiterbilden muß."

 


KAMMERNACHRICHTEN

vom 22. Mai 1992

Geprüfte Edelsteine

Die Firma Bjedov, Edelsteinuntersuchung & Beratung, ist seit kurzem in der Haiderstraße 16 in Linz vertreten. Im modernst eingerichteten Labor des Unternehmens ist man in der Lage, Echtheitsuntersuchungen und Schätzgutachten für Diamanten, Edelsteine, Gold- und Silberwaren sowie Perlengraduierungen und –bewertungen durchzuführen. Da dieser Standort auch als Zweigstelle der Österreichischen Gemmologischen Gesellschaft sowie des Österreichischen Gutachterverbandes für Pretiosen und Uhren fungiert, ist man in der Lage, bei Bedarf auch spezielle wissenschaftliche Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Universität Wien und dem Naturhistorischen Museum durchzuführen. Die Palette der Möglichkeiten reicht von der Kathodolumineszenzanalyse über die UV– und die Infrarotspektroskopie bis hin zur Mikrosondenanalyse. So können alle Fragen in Zusammenhang mit Schmuck und Edelsteinen zweifelsfrei geklärt werden.

 


 



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