Ich bin Robbie Gedanken einer Hundebesitzerin

Hi! Ich bin Josh!

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Nr. 8 - April 2006

» Josh wird älter...«

--> Video: Josh mit 14 Jahren

 

 
Klick mich und ich werde groß...

Josh, unser Senior, ist nun genau 14 Jahre alt. Vor zwei Wochen meinte ein Tierarzt, der erstmals Josh sah, dass er ihn für 8 - 9 Jahre gehalten hätte! Josh schaut noch sehr gut aus, nur bei genauerem Hinschauen, v. a. wenn man mit ihm Spazieren geht, merkt man, dass er älter ist. Vor einem Jahr wussten wir gar nicht, ob er so alt werden würde...

Klick mich und ich werde groß...
 
 


Es begann Ende März, als er beim Spaziergang etwas zum Humpeln begann. Nun, vielleicht hatte er sich beim Herumspringen etwas lädiert, kein Grund zu Aufregung. Als ich dann aber am nächsten Tag merkte, dass dies kein "übliches" Humpeln war, sondern dass er zunächst normal loslief, um dann nach kurzer Zeit anzufangen, das Bein mehr und mehr nachzuziehen, war ein Tierarztbesuch angesagt. Da ich dienstlich verreisen musste ging mein Mann am nächsten Tag zum Tierarzt, der feststellte, dass er keinen Puls in der linken Hinterhand feststellen konnte, aber es war kein Schmerz zu merken und das Bein auch warm. Also konnte es wohl keine Thrombose sein und so wurde Josh an der Wirbelsäule behandelt.
Als ich zwei Tage später heimkam, hatte sich sein Zustand verschlechtert. Ein zweiter zu Rate gezogener Tierarzt meinte, dass dies keine Thrombose sein könne, da dies bei Hunden nicht vorkomme, und er wurde nach einem Röntgen an einer anderen Stelle der Wirbelsäule behandelt.
Noch einen Tag später bat ich dann unseren Tierarzt um eine Terminvereinbarung mit der Vet. Med. Uni Klinik, um dies abklären zu lassen, denn mir schien, dass entweder ein Nerv eingeklemmt sein musste oder doch eine Thrombose, denn offensichtlich verlor Josh die Kontrolle über seine linke Hinterhand, sobald er 30 m gegangen war. Es ging ihm zunehmend schlechter. Er konnte nur noch 20 – 30 m gehen, dann begannen die Schwierigkeiten. Gerade dass er noch auf drei Beinen galoppierend den Rückweg schaffte, dann war er total erledig. Wir hatten echte Angst um ihn.
Am 1. April war dann der Termin auf der Vet. Med. Schon beim Ultraschall zeigte sich klar und deutlich ein 2 cm x 1 cm grosser Thrombus, der die Blutzufuhr zur linken Hinterhand – Gott sei Dank nicht vollständig – blockierte. Etwas Blut kam noch durch, aber zu wenig, um bei Bewegung die Durchblutung sicherzustellen. Ich erkundigte mich über alle Möglichkeiten, aber da gab es nicht sehr viele. Letzten Endes kam die Idee mit Aspirin als der einfachsten – und wahrscheinlich sichersten – Methode auf. Morgens und abends ½ Tb. Aspirin 100 mg und nach 2 – 3 Wochen ging es Josh zunehmend besser, bis sich die Symptome ganz einstellten und er wieder fröhlich herumlief und sprang.

Im September – leider hatte sich inzwischen sein Gehör deutlich verschlechtert – setzten wir das Aspirin für einige Tage ab und gaben ihm dafür ein Ginko-Produkt, da dies die Durchblutung v.a. des Kopfes verbessern soll. Aber leider – nach drei Tagen begann er, diesmal allerdings rechts hinten, erneuert zu humpeln. Und es war wieder in derselben Art wie im Frühjahr. Also ging ich gleich zu einer Ultraschall-Untersuchung und natürlich zeigte sich wieder ein Thrombus. Überraschenderweise allerdings an einer anderen Stelle als im Frühjahr, wobei ein Dorthin-Wandern auszuschliessen war. Wir wissen nicht – auch die Tierärztin konnte sich dies nicht erklären – warum damals dort und nun an einer anderen Stelle ein Thrombus sass. Jedenfalls stellte ich Josh sofort wieder auf Aspirin um. Jetzt, genau ein Jahr nach den ersten Anzeichen, feierten wir seinen 14. Geburtstag. Er hört zwar kaum mehr, aber er kann herumlaufen, was ihm sicher wichtiger ist!
Zumindest hat er eine "gute Ausrede", wenn er seinen eigenen Wünschen nachgehen will.

Ich weiss nicht, was dazu geführt hat, dass er (die meiste Zeit) taub geworden ist. Natürlich kann es das Alter sein. Aber vielleicht ist es die schlechtere Durchblutung, denn manchmal hört er doch wieder etwas. Leider soll man Aspirin und Ginko nicht gleichzeitig geben, also haben wir uns für das lebenserhaltende Mittel entschieden. Es war im Juli, als der Hörverlust sich sehr schnell verschlechterte, was Josh sehr verunsicherte. Er wirkte, als würde er nicht verstehen, warum wir nicht mehr mit ihm redeten und warum alles so ruhig war. Gottseidank gewöhnte er sich nach einigen Wochen daran.
Er musste sich aber auch darauf umstellen, dass er an der Leine gehen muss, da wir ihn ja nicht mehr rufen oder ggfs. vor einem Auto oder ähnlichem warnen können. Auch das gefiel ihm anfangs so gar nicht. Aber es ist zu seiner Sicherheit und nun macht es ihm nichts mehr aus.

Der starke Winter scheint ihm viel Kraft gekostet zu haben. Die hohe und geschlossene Schneedecke von November bis März liessen ein Herumtollen für ihn nicht zu, die Spaziergänge waren recht anstrengend. So hatte er viel früher genug und zeigt an, dass er nach Hause wollte.
Auch nun geht er zwar immer freudig los, aber seine Hinterhand wirkt bald etwas schwach und er geht auch gerne wieder heim. Ich vermute, dass es wieder etwas mit dem Thrombus zu tun hat, vielleicht vergrössert sich dieser weiter.
Es könnte natürlich auch sein Alter sein, das mangelne "Training" oder vielleicht aber auch etwas ganz anderes. Vielleicht passt er sich einfach meinem Mann an bzw. dessen zunehmend eingeschränkter Mobilität, die durch ALS verursacht wird. Eines ist aber bis heute unverändert: immer noch ist es Josh, der ständig arbeiten will und frustriert ist, wenn ich statt mit ihm und Robbie im Arbeitszimmer ein lustiges Training abzuhalten einfach hinter dem Schreibtisch sitze und Paper-work mache. Er ist halt ein Border Collie!

 

 
 

P.S.: Bemerkungen zu meinen Gedanken sind jederzeit willkommen:

 
   
 

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