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ensemble kontrapunkte

leitung: peter keuschnig

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Seit dem Jahre 1965 spielen  die besten Musiker, aus Wiens führenden Orchestern, unter Peter Keuschnigs Leitung, als das ENSEMBLE KONTRAPUNKTE. Obwohl  der klassisch /   romantischen Tradition verhaftet, spezalisiert sich das Ensemble auf die Kammermusik   des 20.Jahrhunderts. Zuerst als Ensemble für die Musikalische Jugend, dann für das Wiener Konzerthaus, ist das Ensemble Kontrapunkte seit 1974 fest an den Wiener Musikverein gebunden und gestaltet dort einen ständigen Abonnementzyklus. Daneben unternimmt es Gastspielreisen. Höhepunkte der vielbeachteten Auslandstätigkeit waren 1983 eine große Gesamtschau des zeitgenössischen österreichischen Musikschaffens in
New York, die Teilnahme an der Europalia 1987 in Belgien, Auftritte beim Internationalen Festival für Neue Musik in Istabul 1993 und vielumjubelte Konzerte anläßlich einer Japanreise 1996.   Die Konzerttätigkeit des Ensembles wird durch unzählige Radioübertragungen und TV-Auftritte ergänzt.

Das Repertoire umfaßt Kammermusik für Ensembles verschiedener Größe aus der Zeit Mozarts und Haydns bis zur heutigen Avantgarde. Aus diesem Spannungsverhältnis bezieht das Ensemble seinen interpretatorischen Ansatz für die Musik des 20.Jahrunderts, der Zweiten Wiener Schule, Strawinsky, Bartok, Janacek und der Groupe des Six u.a.  

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ENSEMBLE KONTRAPUNKTE
WIENER MUSIKVEREIN (Brahmssaal)
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Termine
30.01.2006

WIEN MUSIKVEREIN  Solist Peter Schöne,   Friedrich Cerha - zum 80. Geburtstag

15.05.2006 WIEN MUSIKVEREIN, Solistin Michaela Luca, Berg - Schönberg          
09.102006 WIEN MUSIKVEREIN, Solisten Dietmar Kerschbaum, Adrian Eröd - Pärt - Gubaidulina - Eisler - Berg - Schostakowitsch
11.12.2006 WIEN MUSIKVEREIN, Solistin Michaela Lucas,  - Nancarrow - Schnittke - Turnage
19.02.2007 WIEN MUSIKVEREIN, Solisten Gabriele Fontana, Sulie Girardi, Peter Weber  - Denisov - Takemitsu - Schönberg - Martinu
18.06.2007 WIEN MUSIKVEREIN, Solistin Christine Whittlesey - Feldman - Kurtág - Mahler
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ENSEMBLE KONTRAPUNKTE
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kritik

wien, musikverein, brahmssaal

solisten: Gabriele Fontana Christine Whittlesey Sulie Girardi, Dietmar Kerschbaum, Alexander Kaimbacher, Peter Weber,  Robert Holzer

10.10.2005

K.A. Hartmann: aus "Wachsfigurenkabinett"
1.Leben und Sterben des heiligen Teufels

K.A. Hartmann: aus "Wachsfigurenkabinett"
2.Die Witwe von Ephesus

E.Toch: Egon und Emilie

P.Hindemith:Hin und zurück

Wiener Zeitung

Kleine Werke für große Künstler
Von Marie von Baumbach

Vier Schmuckstücke des 20. Jahrhunderts brachte das hervorragend spielende Ensemble Kontrapunkte unter der Leitung von Peter Keuschnig mit Hilfe des lebendigen Wiener Kammerchores und den noch lebhafteren Solisten im Musikverein zur Aufführung.

"Leben und Sterben des heiligen Teufels" von Karl Amadeus Hartmann erzählt auf episch-brechtsche Weise in Form einer Nummernoper die letzten Ereignisse im Leben des russischen Mönches Rasputin (glänzte stimmlich und sah auch ganz aus wie Rasputin: Peter Weber). Soldatenklänge wechseln hier mit Orientalischem, Volkstümliches mit halsbrecherischen Rhythmen.

Es folgte Hartmanns "Die Witwe von Ephesus", ein satirisch-sozialkritisches Stück: Wer arbeitslos ist, soll sterben, so die bittere Moral des Wirtschaftskrisenstücks, das im wahrsten Sinne des Wortes über viel Galgenhumor verfügt.

"Er" (schön lyrisch: Alexander Kaimbacher) wird gehängt und will leben. "Sie" (klarer Sopran: Gabriele Fontana) ist Witwe und möchte sterben. Beide buddeln schließlich ihren Mann aus, hängen diesen an den Galgen, singen noch schnell ein Liebesduett und verschwinden ins Bett. Eine Katze kommentiert: "Miau!"

Nach der Pause folgte Ernst Tochs "Egon und Emilie. Kein Familiendrama". Es ist ein wunderbares Stück über den Kampf zwischen den Geschlechtern und spottet zugleich auf die große Oper. Emilie (auf höchstem Niveau hysterisch: Christine Whittlesey) möchte sich ausleben, eine dramatische Oper schaffen. Egon aber bleibt stumm und Emilie durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, das von Glück über Tränen bis zu Wutausbrüchen geht und ihr einen dramatischen Abgang beschert. Erst da bricht Egon sein Schweigen: "Ich will meine Ruhe . . . keine Oper."

Skurriler Sketch

Zum Schluss noch Paul Hindemiths skurriler Sketch mit Musik "Hin und Zurück", eigentlich eine komplette Oper im Zeitraffer. Eine kleine Ehekrise (hervorragend als Ehemann: Dietmar Kerschbaum) eskaliert bis zum Mord. Schließlich läuft das ganze Stück noch einmal rückwärts ab, musikalisch geprägt von Hindemiths Erfahrungen im Bereich der Filmmusik und der Möglichkeit des "Zurückspulens" eines Tonstreifens. Pathetische Musik und groteske Handlung sind Garant für gute Unterhaltung.

Vier unterhaltsame und liebevoll komponierte Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts.

Mittwoch, 12. Oktober 2005

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  eisenberger@classic-music.at