Aller Anfang ist schwer ...

Angefangen hatte alles eigentlich schon im Jahr 2000, als wir uns Gedanken machten wo wir denn überhaupt die Möglichkeit hätten ein "witziges" Auto aufzubauen...

Daraufhin nahmen wir vier (Fergy, Holli, Schnulli und ich) beim Fergy daheim auf seinem Bauernhof ein kleines Nebengebäude in Beschlag - Gebäude wäre zuviel gesagt - Raum wäre eher passend. Nachdem wir aus der Abstellkammer in etwa die doppelte Volumsmenge des Raumes Müll herausgeschafft hatten, zimmerten/schweissten wir eine robuste und grosszügige Arbeitsfläche noch hinein und kamen dann darauf, dass wir uns nun ein Gefährt suchen müssen, dass nicht grösser als 4,50 m x 1,80 m sein dürfte ... was kam uns da als erstes in den Sinn - genau - ein Käfer!!!
          Wir suchten überall und sind auch gleich einen in der Nähe probegefahren, der Besitzer wollte damals dafür ATS 5000,- (ca. € 350), doch dies kam uns angesichts des Blechhaufens doch zuviel vor und so vertagten wir unser Vorhaben. Irgendwie schlief dann das Ganze ein, und 2001 kaufte sich dann Holli ziemlich spontan einen Spitfire Mk2, mit dem er dann auch cool einen Sommer lang herumcruiste. Über kleinere und grössere Mängel sah er hinweg, doch im Spätsommer entschied er sich dann doch für eine "frame off" Restauration. Nur wo? Und schon reaktivierten wir wieder mal einen alten Bauernhof, diesmal jedoch liegt der Eigentümer in Hollis Familie. Zuerst fing alles mit einem kleinen Raum an (wohlgemerkt wohnten nur durch eine Holztüre getrennt noch andere Leute in dem Haus), doch nach und nach erweiterten wir die Werkstatt - ob unsere Motorsäge einen Anteil am Auszug der Mieter trägt, darüber wollen wir uns aber lieber ausschweigen ...

          Schliesslich konnten wir uns im gesamten Hof ausbreiten und verfügen jetzt über reichlich Platz; sogar eine Grube haben wir eigenhändig ausgehoben. Mit dem Aushub überforderten wir sogar einen 2-achsigen PKW Anhänger sowie die Kupplung von Hollis Alltagsgeschwür.

Nachdem sich über Winter die Fertigstellung des Spitfire abzeichnete, gingen wir auf Minisuche - ehrlich gesagt wissen wir nicht mehr, warum uns nun gerade der Mini einfiel...
In der näheren Umgebung war nichts aufzutreiben, aber Oberösterreich war/ist ein heißer Tipp. Dort erwarben wir um ca. € 700,- unseren Kleinen von jemanden, der sich mittlerweile aus dem Geschäft "zurückgezogen" hatte ...
1966er Spitfire Mk2 - vorher und nachher
Dazu haben wir auch gleich einen 1300er A+ Austauschmotort bekommen, den wir auf unserem Hänger festzurrten (oder zumindest dachten er wäre fest). Auch haben wir die A-Säule auf der Beifahrerseite gleich dazubekommen, denn die sah nicht so besonders vertrauenserweckend aus. Praktische Tipps bekamen wir auch dazu: "die 10 Zoll Bereifung könnt´s e glei runterreissen und auf 12 oder 13 Zoll umrüsten" ...
          Voller Vorfreude fuhren wir dann die knapp 180 km Bundesstrasse mit den Werkstattkennzeichen zu uns heim, defekte Batterie, fehlende Scheibenwischerblätter (bei strömenden Regen) und mutwilliges Linksabbiegen des Minis bei Bremsmanövern waren uns egal, selbst zerissene Festzurrgurte am Hänger ließen uns kalt - Schnulli zumindest, denn der düste zügig an mir vorbei während ich zum x-ten Mal die Gurte verknotete! Daheim angekommen erwartete uns Holli fast schon freudig erregt und öffnete die Beifahrertür ... was heisst "öffnen" - er hielt sie samt rostzerfressener A-Säule in der Hand. Schon damals wunderten wir uns, warum eine kleine Minitür so schwer sein kann - mit der Zeit sind wir dann hinter das Geheimnis gekommen ...