"So schlimm wird er schon ned aussehen ..."

Obige Aussage stammt kurz nach unserer Heimkehr in der Werkstatt. Der Mini verbrachte ein halbes Jahr in etwa noch in einer nahe gelegenen Garage. Während dieser Zeit planten wir unser Budget und vertieften uns in die Mini-Materie. Wir kamen schon bald auf einen gemeinsamen Nenner, nämlich ATS 40.000,- (ca. € 3.000,-).
          
           Unser Budget war unterteilt und zwar: € 1.500,- in Fahrwerk und Bremse und € 1.500,- in Motor und Getriebe ...

Wie gesagt, damals kannten wir uns (noch) nicht aus und wussten auch noch nichts ob der Möglichkeiten einen Mini "scharf" zu machen. Das Einzige, welches wir immer wollten war die klare Linie des Minis zu erhalten, d.h. keinerlei "optisches" Tuning dem kleinen anzutun, welches nicht den Sinn hatte, den Mini "schneller" zu machen - einziges Zugeständnis waren deshalb die notwendigen Verbreiterungen. Auch wurde uns schon bald klar, dass ein Mini nur dann satt auf dem Asphalt liegen konnte, wenn er auf 10 Zöllern daherkommt. Also wurden Bücher gewälzt, Fotos verglichen, das Internet durchstöbert und so kamen wir bald auf einschlägige Firmen wie Minispeed, Minimotorsport und später auch MiniMania ...

Tja, nun wussten wir warum die Türen so schwer waren ... der/die unzähligen Vorbesitzer fanden es nicht der Mühe wert kleinere Beulen einfach auszudrücken und erst danach zu spachteln - nein, die Spachtelmasse wurde mit der Maurerkelle zentimeterdick aufgetragen. Aufgrund dieses Wissens nun schliffen wir den Mini komplett blank (außen sowie innen!!!). Teilweise waren bis zu fünf Blechschichten übereinander, doch wir haben tapfer mit dem Heraustrennen dieser und der rostigen Bereiche begonnen. Die Türen allerdings wurden entsorgt. Und nicht nur die ...
Nach und nach zeichnete sich der Gesamtzustand des Mini ab. Tagelanges Schleifen und Schaben (Dämmatten und co) brachten den Erfolg - der kleine war blitzblank. Allerdings so richtig glücklich waren wir angesichts der vielen (eher unzähligen) Roststellen nicht wirklich.
          Als erstes musste die Frontmaske daran glauben, die Schürze selbst hing nur mehr aus Gefälligkeit am Rest der Front. Die Falze waren zerfressen und Stossstangenaufnahmen waren ihren Namen nicht mehr wert. Zu diesem Zeitpunkt kannten wir auch die Option einer Flipfront noch nicht bzw. hatten wir sie nicht einmal angedacht. Zwischendurch bestellten wir eine neue Front und mittlerweile setzten wir uns mit dem Gedanken auseinander, dass wir aus unserem "Spezial" vielleicht doch etwas ganz Spezielles machen sollten. So machten wir uns auf die Suche nach einem Überrollkäfig, doch die Preise waren in Regionen angesiedelt, die 1/3 unseres Budgets bereits aufgebraucht hätten. Doch zufällig hatte sich dann ergeben, dass eine "Firma" in Konkurs ging, die noch einen Käfig für den Mini sehr günstig abzugeben hatte - mit vollem Programm!!!