3. Kapitel

Bretter, die die Welt bedeuten


3a. Die Ära der 6502-CPU

Mit der relativen taktischen Harmlosigkeit war es (jedenfalls aus der Sicht eines Hobbyspielers) zu Ende, als man hoch getaktete 6502-Prozessoren (14) in Schachcomputer einzubauen begann. Diese CPU, bekannt vom C64, eignete sich sehr gut für die Schachprogrammierung.

Bei der Mikro-WM 1983 (15) in Budapest erreichte ein Gerät den 4. Rang (punktgleich mit dem Zweit- und Drittplazierten), das typisch für diese erste Glanzzeit ist: Der NOVAG Super Constellation (SC) mit einem Programm von David Kittinger. SC's kombinative Stärke war mindestens auf Vereinsniveau – aus damaliger Sicht hätte man nicht für möglich gehalten, welch große Fortschritte gerade in diesem Bereich noch bevorstanden. Der SC zeigte einen aktiven, kreativ wirkenden Spielstil. Die Grundausstattung war – ohne Display – eher mager. Hier eine Partie aus einem kleinen privaten Turnier:


Super Constellation - Avantgarde (6502), Wien 1991
Französische Verteidigung/C19
 1.  e2-e4    e7-e6
 2.  d2-d4    d7-d5
 3. Sb1-c3   Lf8-b4   
 4.  e4-e5    c7-c5
 5.  a2-a3   Lb4xc3+
 6.  b2xc3   Sg8-e7   
 7.  a3-a4   Sb8-c6
 8. Sg1-f3   Dd8-a5
 9. Lc1-d2   Lc8-d7   
10.  g2-g3    c5-c4
11. Ta1-a2   Sc6-d8
12. Dd1-a1
Der Ba4 ist nicht zu halten, aber durch dieses Manöver
hat Weiß den Ld2 von der Deckung des Bc3 entbunden.
12...        Se7-c8   
13. Lf1-g2   Sc8-b6
14.   O-O    Ld7xa4
15. Ld2-c1   Sd8-c6
Schneidet die schwarze Dame ab.
16. Lc1-a3    h7-h6
17. La3-c5   Da5-a6
18. Tf1-b1    f7-f6   
19.  e5xf6    g7xf6
20. Tb1-e1   Ke8-f7
21. Lg2-h3    f6-f5   
22. Sf3-e5+  Sc6xe5
23. Te1xe5   Th8-g8
24. Kg1-h1   Da6-b5
Diagramm
Super Constellation fand nun einen glanzvollen Angriffszug:
25. Lh3xf5
(25.Txe6! Dieser Zug ist noch besser als 25.Lxf5. Wenn Schwarz
das Turmopfer annimmt, wird er in 7 Zügen mattgesetzt.)
25...         e6xf5
26. Te5-e7+  Kf7-g6
27. Lc5xb6    a7xb6   
28. Da1-e1   Tg8-f8
29.  g3-g4!
Ein Schlüsselzug des weißen Angriffs (ebenfalls gut ist 29.h4).
29...         f5-f4
(29...Tf7 oder 29...fg verlieren noch schneller)
30.  h2-h4   Ta8-e8   
31. De1-e6+  Tf8-f6
32.  h4-h5+  Kg6-g5
33. Te7-g7+  Kg5-h4   
34. De6xf6+  Kh4-h3
35. Ta2-a1   Db5-b2
36. Ta1-g1   Db2xc2
Besser, aber auch ungenügend. war 36...Lxc2.
(36...Lxc2 37.Dxf4 Le4+ 38.Dxe4 Ein schwieriger Zug.
Nach 38.f3? käme Schwarz zu Dauerschach.
38...Txe4 39.Tg3+ Kh4 40.Kg2 Dxc3 41.Txc3)
37. Df6xf4   Dc2-e4+
38. Df4xe4   
Schwarz gab auf (# in 4)

Der Gegner von SC in dieser Partie, sowie in der folgenden, war ein Topgerät von Fidelity. Das Edelholzgehäuse beinhaltete einen 5 MHz-6502, hatte zwei Displays und ließ eine rauhe Computerstimme erklingen. Avantgarde (16) war im allgemeinen deutlich stärker als der NOVAG-Konkurrent:


Avantgarde (6502) - Super Constellation, Wien 1991
(A05)
 1. Sg1-f3   Sg8-f6
 2.  g2-g3    g7-g6
 3.  b2-b4    b7-b6   
 4.  d2-d4   Lf8-g7
 5. Lf1-g2   Lc8-b7
 6.   O-O     d7-d5   
 7. Sb1-c3     O-O
 8. Lc1-f4   Sb8-a6
 9.  a2-a3    c7-c5?
Nicht gut, da Weiß als erster die offene b-Linie besetzen kann.
10.  b4xc5    b6xc5
11. Ta1-b1    c5xd4
12. Dd1xd4   Sf6-e4   
13. Lf4-e5   Se4xc3
14. Dd4xc3   Lg7xe5
15. Dc3xe5   Dd8-d7   
16. Sf3-g5   Lb7-c6
17.  e2-e4   Sa6-c7?
18.  e4xd5   Sc7xd5   
19. Tf1-d1    e7-e6
(19...f6 nützt nichts: 20.De6+ Dxe6 21.Sxe6)
20.  c2-c4   Lc6-a4
21. Td1-d4
Sehr gut war auch gleich 21.cd.
21...        Dd7-c7   
22. Td4xd5   Dc7xc4
23. Td5-d4   Dc4-a2
24. Tb1-f1   La4-b3   
25. Sg5xh7   Tf8-c8
26. Sh7-f6+  Kg8-f8
27. Sf6-d7+  Kf8-g8   
28. Td4-h4   
1-0

Die beiden Kontrahenten gewannen übrigens ex aequo das doppelrundige Computerturnier mit 7,5 aus 12 vor z.T. höher eingeschätzten Gegnern.

Während dieser "Ära des 6502-Prozessors" betraten mehrere talentierte Programmierer die Szene; die meisten von ihnen schreiben heute Top-Schachprogramme für PC's. Frans Morsch zum Beispiel, von dem die erfolgreichen Fritz-Programme stammen, programmierte ein starkes 8 Bit-Gerät namens "Sphinx Dominator". Dieses war mit 64 Feld-LEDs, zwei LCD-Anzeigen und einer Speicherfunktion hervorragend ausgestattet und spielstark. Das vermutlich beste 8 Bit-Schachprogramm aller Zeiten stammt aber von Ed Schröder und gehört zu dessen Rebel-Programmserie: Mephisto Polgar, benannt nach dem ungarischen Schwesterntrio, erschien 1989. Dieses auf 5 MHz laufende Modul wurde über 200 Elopunkte höher eingeschätzt als Super Constellation.


3b. Mehr Prozessorpower!

Richard LangAb Mitte der achtziger Jahre begann man, parallel zur Nutzung der 6502-CPU, mit dem Einsatz des 16 Bit-Mikroprozessors "68000" (17) von Motorola. Diese CPU kam in diversen, nunmehr viel leistungsstärkeren, Home- und Personalcomputern zur Anwendung. Im Zuge dessen wurden unter anderem grafische Benutzeroberflächen eingeführt und es stand mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung als bei der vorigen Gerätegeneration.

Im Schachcomputerbereich vollzog sich der Umstieg auf die leistungsfähigere Technologie ab 1984, als bei der Mikro-WM in Glasgow (18) zwei der vier Spitzenplätze von 68000er-Systemen erreicht wurden. Von diesen hatte Richard Lang's "Psion Chess" die beste Buchholz-Feinwertung in dem nach Schweizer System ausgetragenen Turnier. Ein Jahr später gewann ein Programm von R. Lang unter dem Namen "Mephisto Amsterdam" die Mikro-WM. Es folgte eine ganze Serie (19) klarer Mikro-WM-Siege von 1985 bis 1990.

Diese Programme waren unter anderem für ihre besonders gute Endspielleistung bekannt, womit sie auch gegen die PC-Konkurrenz punkteten. Aber auch schnelle Siege kamen vor (im folgenden Beispiel bei 30 Sek./Zug):

Fritz3/486-50 - Mephisto Lyon 16 Bit, Wien 1995
Englisches Vierspringerspiel/A29  (30 Sek./Zug)
 1.  c2-c4    e7-e5
 2. Sb1-c3   Sg8-f6
 3. Sg1-f3   Sb8-c6   
 4.  g2-g3   Lf8-b4
 5. Sc3-d5    e5-e4
 6. Sf3-h4   Lb4-c5   
 7. Lf1-g2    d7-d6
 8.   O-O    Lc8-e6
 9. Sd5xf6+  Dd8xf6   
10. Lg2xe4   Le6xc4
11.  d2-d3   Lc4-e6
12. Le4xc6+   b7xc6   
13. Dd1-a4   Le6-d7
14. Sh4-f3     O-O
15. Sf3-g5   Tf8-e8   
16. Sg5-e4   Df6-f5
17. Se4xc5   Df5xc5
18. Lc1-e3   Dc5-h5   
19. Tf1-e1    a7-a5
20. Ta1-c1   Ta8-b8
21.  b2-b3    h7-h6
Ein wichtiger Vorbereitungszug, der gleich aktuell wird:
22. Le3-f4?
Diagramm
Diesen Fehler wiederholt Fritz3 nicht,
hier tritt die Lernfunktion in Kraft...
22...        Tb8-b4
23. Da4-a3   Ld7-h3
Es ist schon alles vorbei! Schwarz droht 24...Txe2
nebst 25...Df3 und undeckbarem Matt auf g2.
24.  g3-g4
(24.Db2 War noch relativ besser, obwohl es glatt einen
Läufer verliert: 24...Txf4 25.gf?? ...ist nicht möglich
wegen 25...Dg4+ 26.Kh1 Dg2#)
24...        Dh5xg4+  
25. Lf4-g3   Te8xe2
26. Da3xa5
Ohne 21...h6 müßte Schwarz jetzt ein Grundlinienmatt
abwehren, doch so setzt er in spätestens 5 Zügen matt:
26...        Dg4-f3
27. Da5-a8+  Kg8-h7   
28. Da8xc6   Tb4-e4
29. Dc6xe4+  Te2xe4
30.  d3xe4   Df3-g2+  
Schachmatt

Diese Version des 1990-Weltmeisters war mit Hash Tables (20) ausgestattet. Dabei handelt es sich um einen Speicherbereich für Stellungsbewertungen, auf die besonders schnell zugegriffen werden kann. Bei jeder Wiederholung einer Stellung während des Suchvorganges kann die Bewertung abgerufen werden, was schneller ist als die Neuberechnung.

Eingeführt wurde diese Technik bei Schach-Mikros aber durch Fidelity. Anfang 1988 kam der Fidelity Excel Mach IIc auf den Markt. Bald wurde er mit einem verbesserten Programm (Mach III) ausgerüstet und mit 16 statt 12 MHz getaktet; 32 Bit-Versionen liefen unter dem Namen Mach IV. Es sollten die letzten Schachcomputer von Fidelity (21) bleiben.

Bereits der Mach IIc war stark genug, um auch gute PC-Programme – im Einzelfall – zu besiegen. Hier eine Schnellpartie gegen WChess 1.04 von Dave Kittinger. Wie schon in der vorigen Partie, wurde mit 30 Sek. pro Zug gespielt und das PC-Programm lief auf einem 486er mit 50 MHz:

WChess 1.04/486-50 - Excel Mach IIc, Wien 1995
Spanisch/C95
 1.  e2-e4    e7-e5
 2. Sg1-f3   Sb8-c6
 3. Lf1-b5    a7-a6
 4. Lb5-a4   Sg8-f6
 5.   O-O    Lf8-e7
 6. Tf1-e1    b7-b5
 7. La4-b3     O-O
 8.  c2-c3    d7-d6
 9.  h2-h3   Sc6-b8
10.  d2-d4   Sb8-d7
11. Sb1-d2   Lc8-b7
12. Lb3-c2   Tf8-e8
13.  b2-b4   Le7-f8
14.  a2-a4    a6-a5
15.  b4xa5   Ta8xa5
16. Ta1-b1   Lb7-a6
17.  a4xb5   Ta5xb5
18. Tb1-a1   Tb5-b6
19. Lc2-b3    h7-h6
20. Lc1-a3    c7-c5
21.  d4xc5   Sd7xc5
22. La3xc5    d6xc5
23. Lb3-c4
Diagramm
Bis hierher kamen WChess' Züge aus der Eröffnungsbibliothek.
23...        La6-b7
24. Lc4-a2   Dd8-c7
25. Sd2-c4   Tb6-a6
26. Dd1-b1   Sf6-d7
27. Te1-d1   Te8-e7
28. Db1-b5   Sd7-f6
29. Sf3xe5
Der indirekte Abtausch der e-Bauern nützt Schwarz mehr.
29...        Sf6xe4
30. Td1-d3   Ta6-f6
31.  f2-f3   Lb7-a6!
Durch den folgenden Tausch erhält die schwarze Dame Zugang zu g3.
32. Db5-a4   La6xc4
33. Se5xc4   Dc7-g3
34. Da4-c2   Se4-g5! Weiß ist k.o.
35. Kg1-h1   Tf6-e6
36. Sc4-e3   Te6xe3
37. Td3xe3   Te7xe3
38.  f3-f4   Sg5-e4
39. La2xf7+
(39.Db3 Te1+ 40.Txe1 Dxe1+ 41.Kh2 Dg3+ 42.Kh1 Dxf4
Droht # in 3 Zügen. 43.Dxf7+ Dxf7 44.Lxf7+ Kxf7 0-1)
39...        Kg8xf7
40. Dc2-b3+  Kf7-f6
41. Db3-g8   Lf8-e7
42. Dg8-a2   Se4-f2+
43. Kh1-g1   Sf2xh3+
44. Kg1-h1   Sh3xf4
45. Ta1-f1   Dg3-h4+
46. Kh1-g1   Kf6-e5
47. Tf1xf4   Ke5xf4
48. Da2-c4+  Kf4-g3
49. Dc4-f4+  Dh4xf4
50.  c3-c4   Te3-e1#

3c. Noch mehr Prozessorpower!

Ed SchröderDie Entwicklung war mit den Motorola-CPUs natürlich noch nicht zu Ende. Der nächste Impuls kam durch sogenannte RISC-Prozessoren, die mit einen reduzierten Befehlssatz (reduced instruction set) arbeiteten, diesen aber sehr schnell zum Einsatz brachten. Die holländische Firma Tasc B.V. erfand PC-Steckkarten, auf denen ein solcher Prozessor (ARM2) die Schach-Berechnungen durchführte. Ein- und Ausgabe, Speicherung etc. wurden von der PC-Hardware übernommen. Damit wurde sogar ein altersschwacher Büro-PC plötzlich zum Schachgenie.

Bei der 11. Mikro-WM in Vancouver 1991 siegte Ed Schröder's Gideon auf einer solchen "Chessmachine". Ende 1992 holte dieses Produkt, ebenfalls mit einem Schröder-Programm, sogar den WM-Titel bei der allgemeinen Computerschach-WM (22) in Madrid. In der fünften und letzten Runde kam es zu der folgenden entscheidenden Partie gegen "Saitek Sparc" (mit einem Spracklen-Programm):

Saitek Sparc - Chessmachine Schröder, Madrid 1992
Russisch/C43
 1.  e2-e4    e7-e5
 2. Sg1-f3   Sg8-f6
 3.  d2-d4   Sf6xe4
 4. Lf1-d3    d7-d5
 5. Sf3xe5   Lf8-d6
 6.   O-O      O-O    
 7.  c2-c4   Ld6xe5
 8.  d4xe5   Sb8-c6
 9.  c4xd5   Dd8xd5   
10. Dd1-c2   Sc6-b4
11. Ld3xe4   Sb4xc2
12. Le4xd5   Lc8-f5   
13.  g2-g4   Lf5xg4
14. Lc1-f4   Sc2xa1
15. Tf1-c1    c7-c6   
(15...Tad8 16.Sc3 b5 17.Le4 b4 18.Sd5 Td7
19.f3 Le6 20.Sxb4 Tb8 21.Sd3 Ld5 22.Sc5 Tdd8
23.b3 Lxe4 24.fe Sweschnikow-Below, Moskau 1987)
16. Ld5-e4    f7-f6
17. Sb1-c3    f6xe5
18. Lf4xe5   Ta8-d8   
19. Tc1xa1   Td8-d2
20.  b2-b3   Tf8xf2
21. Le5-g3   Tf2-f7   
22. Ta1-f1    g7-g6
23. Tf1xf7   Kg8xf7
24. Lg3-f4   Td2-d7   
25. Kg1-f2   Lg4-f5
26. Le4xf5?
Ein positioneller Fehler, der das Läuferpaar aufgibt
und dem Gegner einen Freibauern verschafft.
26...         g6xf5
27. Sc3-a4    b7-b6   
28. Sa4-b2    c6-c5
29. Kf2-f3   Kf7-f6
30. Sb2-c4   Kf6-e6   
31. Sc4-a3    a7-a6
32. Sa3-c4   Td7-d3+
33. Kf3-e2   Td3-d4   
34. Ke2-e3    b6-b5
35. Sc4-b2   Ke6-d5
36. Sb2-d3    a6-a5   
37. Lf4-g3   Td4-e4+
38. Ke3-d2   Te4-e8
39. Lg3-c7    a5-a4   
40. Kd2-c3    b5-b4+
41. Kc3-d2    a4xb3
42.  a2xb3    c5-c4   
43. Sd3xb4+  Kd5-c5
44. Kd2-c3   Te8-e3+
45. Kc3-d2   Te3-f3   
46. Sb4-c2    c4xb3
47. Sc2-a3   Kc5-d5
48. Lc7-b6    f5-f4   
49. Lb6-a7   Kd5-e4
50. Kd2-c1   Tf3-h3
51. Sa3-b1   Ke4-d3   
52. Kc1-b2   Th3xh2+
53. Kb2xb3    f4-f3
54. Sb1-a3    f3-f2   
55. La7xf2   Th2xf2
0-1

Die handelsüblichen Versionen der Chessmachine waren mit bis zu 30 MHz getaktet. Es gab auch eine Programmserie namens "The King" dafür (von Johan de Koning), welche für extrem schnelles Kombinieren berühmt wurde.

Natürlich fand der ARM2-Prozessor auch seinen Weg in herkömmliche Schachcomputer. Versionen von The King liefen in Saitek's Gerät "Risc 2500" und im "Tasc R30"; eine Gideon-(alias Rebel-)Version wurde als Mephisto Risc-Modul herausgebracht. Dieses lief mit 14 MHz und verfügte über 1 MB Hash Tables. Die folgende Schnellpartie gewann es gegen das Siegerprogramm der Mikro-WM von 1993:

Mephisto RISC - Hiarcs 3.0/486-50, Wien 1995
Englisches Vierspringerspiel/A29 (30 Sek./Zug)
 1.  c2-c4    e7-e5
 2. Sb1-c3   Sg8-f6
 3. Sg1-f3   Sb8-c6   
 4.  g2-g3    d7-d5
 5.  c4xd5   Sf6xd5
 6. Lf1-g2   Sd5-b6   
 7.   O-O    Lf8-e7
 8.  a2-a3     O-O
 9.  d2-d3   Lc8-e6   
10.  b2-b4   Sc6-d4
11. Sf3xe5    c7-c6
12.  e2-e3   Sd4-b3   
13. Ta1-b1   Sb3xc1
14. Tb1xc1    a7-a5
15. Tc1-b1    a5xb4   
16.  a3xb4   Dd8-c7
17. Se5-f3   Le7-f6
18. Sc3-e4   Lf6-e7   
19. Sf3-d4
Diagramm
19...        Le6-a2
20. Tb1-b2   Tf8-d8
21.  f2-f4   Kg8-h8   
22.  b4-b5    c6-c5
23. Dd1-c1   La2-d5
24. Tb2-c2   Sb6-a4   
25. Sd4-f5   Le7-f8
26. Dc1-b1   Dc7-d7
27.  g3-g4    h7-h5   
28.  h2-h3   Ld5-e6
29. Se4-g5   Ta8-a5
30. Db1-e1   Ta5xb5   
31. De1-h4    g7-g6
32. Sg5xe6    f7xe6
33. Dh4-f6+  Kh8-h7   
34. Sf5-h4   Dd7xd3
35.  g4xh5    g6xh5
36. Df6xe6   Tb5-b4
(36...Kh8 37.Sg6+ Kg7 38.Se7 Lxe7 {38...Dxc2? 39.Dg8+ Kf6
40.Ld5 Txd5 41.Sxd5+ Kf5 42.Dh7+ Ke6 43.Dxc2} 39.Le4!)
37. De6-f7+  Lf8-g7
38. Sh4-f5   Td8-d7
39. Df7xh5+  Kh7-g8   
40. Dh5-e8+  Kg8-h7
Diagramm
41. Lg2-d5!
Eine sehr lange Kombination.
Zunächst droht 42.Dh5+ Lh6 43.Dxh6#
41...        Td7xd5
42. De8-h5+  Kh7-g8   
43. Sf5-e7+  Kg8-f8
44. Se7-g6+  Kf8-g8
45. Dh5xd5+  Dd3xd5   
46. Sg6-e7+  Kg8-f7
47. Se7xd5
Weiß hat die Qualität gewonnen und
verwertet nun seine verbundenen Freibauern.
47...        Tb4-b3
48. Kg1-g2    b7-b5   
49.  e3-e4    c5-c4
50. Tc2-e2   Sa4-c5
51.  e4-e5   Tb3-d3   
52. Sd5-b4   Td3-b3
53. Sb4-c6   Tb3-a3
54.  f4-f5   Ta3-a6   
55. Sc6-b4   Ta6-h6
56. Sb4-d5   Th6-h5
57.  e5-e6+  Kf7-e8   
58.  e6-e7   Th5-h8
59.  f5-f6   Ke8-f7
60.  f6xg7+  Kf7xg7
1-0

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