| Den nachfolgenden Ausssagen liegen
folgende
Quellen zugrunde: Zeitzeugenberichte Friedrich Brettner, Die letzten Kämpfe des II.Weltkrieges, Pinka-Lafnitz-Hochwechsel Manfried Rauchensteiner, Der Krieg in Österreich 1945 Roland Kaltenegger, Chronik der 9. Gebirgsdivision (Kampfgruppe 'Semmering') |
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Die in den Endkämpfen im
Jahre
1945 im Bezirk Oberwart und in der Oststeiermark eingesetzten
Einheiten
der Deutschen Wehrmacht gehören zur Heeresgruppe Süd. Diese
deutsche
Heeresgruppe gliedert sich von Norden nach Süden in folgende
Armeen: Für den Bezirk Oberwart
und die Oststeiermark zeichnet die
6. deutsche Armee verantwortlich, die schon zweimal in diesem Krieg in
Kesselschlachten vernichtet worden ist (1942/43 in Stalingrad, 1944 im
heutigen Moldawien). Im Bezirk Oberwart sind Einheiten des
III.Panzerkorps
eingesetzt. Dieses Panzerkorps besteht wie kein anderes Korps der
Heeresgruppe
Süd aus unzähligen Splitterverbänden. Ein Panzerkorps
ist
es nur dem Namen nach. Die Volkssturmbesatzung im Raum
Rechnitz
(Kommandant Hauptmann Osterroth) besteht aus folgenden Einheiten:
Ende März werden folgende
Verstärkungen
in den Bezirk Oberwart verlegt: In der Kriegsliteratur werden für die Gliederung der III.Panzerkorps ferner noch ein Grenadierbataillon Büttner und einzelne Bataillone des SS-Regiments Ney erwähnt. Das SS-Regiment Ney setzt sich aus ungarischen Volksdeutschen zusammen, die ursprünglich zur 22. SS-Kavalleriedivision, die in Budapest untergegangen ist, gehörten und die zur Aufstellung der 37. SS-Kavalleriedivision 'Lützow' herangezogen werden. Im Internet gibt es Hinweise, daß es nach dem Krieg eine Gerichtsverhandlung mit dem Regimentsführer Ney als Angeklagten gegeben hat, wo ihm die Erschießung von ungarischen Juden und Zwangsarbeitern an der Reichsgrenze vorgeworden wurde. Nähere Details konnten leider nicht ermittelt werden. Viele dieser Splittereinheiten sind nur schlecht ausgebildet und ausgerüstet. Aufgrund der Vielzahl dieser kleinen Einheiten ist es sehr schwierig die Anzahl der Kampftruppen des III.Panzerkorps im Bezirk Oberwart zu schätzen. Man kann wohl von ungefähr 20.000 Mann ausgehen. Für die Kämpfe in der
Steiermark
werden dem III.Panzerkorps dann später wesentliche
Verstärkungen
zugeführt, um den Zusammenbruch der 6.Armee zu verhindern: |
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Die sowjetischen Einheiten
Die Hauptlast der Kämpfe im
Bezirk Oberwart
trägt zuerst die 26. Armee
(Generalleutnant N.A.Gagen, Mitglied des Kriegsrates V.I.Druzinin, Chef
des Stabes Generalmajor B.A.Fomin). Diese Armee
besteht
aus
folgenden Einheiten: Für die Kämpfe in der Steiermark wird dieser Armee noch das V. Garde-Kavalleriekorps (Generalmajor S.I.Gorskov) mit der 11. und 12. Garde-Kavalleriedivision, der 63. Kavalleriedivision, den Panzerregimentern 57., 60. und 71., dem 150. Garde-Panzerregiment und dem 1896. Sturmgeschütz-Regiment unterstellt. Bei den Kämpfen um Rechnitz
sind Ende
März auch Einheiten der nach Wien zielenden 9. Gardearmee
(Generaloberst V.V.Glagolev, Mitglied des Kriegsrates Generalleutnant
G.P.Gromov, Chef des Stabes Generalmajor S.E.Rozdestvenskij) beteiligt.
Es ist dies hauptsächlich das XXXVII.
Gardeschützenkorps (Generalleutnant
P.V.Mironov)
mit der 98., 99. und 103. Gardeschützendivision. Ab Mitte April verlegt die
sowjetische Führung den Schwerpunkt weg von der 3.Ukrainischen
Front hin zur 2.Ukrainischen Front, um ihre strategischen Ziele in der
Tschechoslowakei zu erreichen. Diese Strategieänderung führt
zum Übertritt der 6.Gardepanzerarmee zur 2.Urkainischen Front und
zum Herauslösen der 9.Gardearmee in die Reserve. Die 26.Armee
ersetzt nun diese Großverbände in Niederösterreich und
wird ihrerseits im Lafnitzabschnitt durch das XXXIII.Schützenkorps
der 27.Armee (Generaloberst
S.G.Trofimenko, Mitglied des Kriegsrates Generalmajor P.V.Sevastjanov,
Chef des Stabes Generalmajor G.M.Bragin) abgelöst. Diese Armee
besteht aus folgenden Einheiten: Eine sowjetische Schützendivision besteht auf dem Papier aus ungefähr 9.000 Mann. Sie ist daher kleiner als das deutsche Gegenstück. Ein Schützenkorps hat somit die Kampfkraft von fast zwei deutschen Infanteriedivisionen. Die Gardeschützendivisionen sind bezüglich Bewaffung und Versorgung besser als die herkömmlichen Divisionen ausgestattet und haben daher auch einen höheren Kampfwert. Ein sowjetisches Panzerregiment hat eine Soll-Stärke von ca. 40 Panzern. Entscheidend wirkt sich vorallem
aus, daß
die Rote Armee ihre Menschen- und Materialverluste viel schneller als
die
Wehrmacht ausgleichen kann. Man muß daher die Kräfte der im
Bezirk Oberwart eingesetzten 26. Armee mit drei Schützenkorps und
einem Gardekavalleriekorps auf fast 100.000 Mann ansetzen. |
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