| Den nachfolgenden Ausssagen liegen
folgende
Quellen zugrunde: Zeitzeugenberichte Friedrich Brettner, Die letzten Kämpfe des II.Weltkrieges, Pinka-Lafnitz-Hochwechsel Manfried Rauchensteiner, Der Krieg in Österreich 1945 Josef Paul Puntigam, Vom Plattensee bis zur Mur Franz Posch, Die Geschichte des Bezirkes Hartberg Christopher Duffy, Der Sturm auf das Reich Hugo Portisch, Österreich II Roland Kaltenegger, Weg und Kampf der 1. Gebirgsdivision 1939-1945 Roland Kaltenegger, Chronik der 9. Gebirgsdivision (Kampfgruppe 'Semmering') Dr.F.M.v.Senger u. Etterlin jr., Die 24.Panzerdivision 1939-1945 |
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Wie
im Bericht über die Kämpfe im Bezirk Oberwart bereits
erwähnt, sind ab 6. April auch die Ortschaften des
Bezirkes Hartberg zu Schauplätzen der kriegerischen
Auseinandersetzungen geworden. Die nun folgenden Kampfhandlungen lassen
sich grob in vier Abschnitte gliedern:
*
Erkundungsvorstöße der Roten Armee in das obere Lafnitztal
bis 12.4.
* Angriff des V.Gardekavalleriekorps mit dem Ziel den Raum Fischbach von 13.4. bis 16.4. * Gegenangriff des III.Panzerkorps von 16.4. bis 24.4. * Abschließende Kämpfe im Hochwechselgebiet bis Kriegsende Sowjetische
Vorstöße in das obere Lafnitztal
30.3.:
Der Befehlshaber
des Wehrkreises XVIII, General Julius Ringel, verlegt seine
Befehlsstelle von Salzburg nach Graz, um von hier aus die Ersatztruppen
besser führen zu können.1.4.: Im Joglland stellt sich der Sperrverband Motschmann bereit, der sich aus den Einheiten zusammensetzt und in weiterer Folge durch das SS-Polizeiregiment 13 aufgenommen wird. 5.4.: Die Rote Armee erobert in einem Zug den nördlichen Teil des Bezirkes Oberwart. Die Rest der Divisionsgruppe Krause ziehen sich nach Westen in die Gegend von Buchschachen und Markt Allhau zurück. Das Gebiet um Friedberg wird von Alarmeinheiten der Gruppe Arko III (Oberst Semmer) gesichert. 6.4.: Das sowjetische XXX.Schützenkorps erreicht gegen 10.00 Uhr fast kampflos Friedberg und Pinggau, nachdem es von Pinkafeld aus über Sinnersdorf, Sparberegg und Ehrenschachen nach Norden marschiert ist. Nur bei Schäffernsteg leistet der Volkssturm geringen Widerstand gegen die überlegene Rote Armee. 7.4.: Die Rote Armee führt bis zu 30.000 Mann in das Gebiet von Friedberg nach und unternimmt Aufklärungsvorstöße in das obere Lafnitztal. So werden noch an diesem Tag Rohrbach, St. Lorenzen, Bruck und Mönichwald besetzt. Gegen 15.00 Uhr erreichen die Spitzentrupps Waldbach und am Abend sogar St. Jakob. Damit ist der linke Flügel des III.Panzerkorps und somit der 6.Armee weit nach Westen überflügelt. 8.4.: An diesem Tag regt sich der erste deutsche Widerstand entland des Einbruchgebietes. So gibt es Kampfhandlungen mit deutschen Splitterverbänden bei Reinberg und Riedersberg. Die Rote Armee beschießt mit Stalinorgeln Vorau und vom Pfaffensattel dringen sowjetische Einheiten ins obere Feistriztal vor und besetzen Rettenegg. Sie gehen über die Geländepunkte Eckberg und Ochsenkopf auf St. Jakob vor und vereinigen sich dort mit den entlang der Lafnitz vorgedrungenen Einheiten. Deutsche Gegenmaßnahmen: Bereits am 6.4. wurde die bei Fürstenfeld kämpfende 1. Panzerdivision dem III.Panzerkorps unterstellt. Sie wird in Weiz versammelt und für einen Gegenangriff in Richtung Norden bereitgestellt. Zusätzlich gelingt es in der Nacht vom 8. auf 9.4. Einheiten des Sperrverbandes Motschmann die sowjetischen Truppen bis nach Mönichwald zurückzudrängen. 9.4.: Die Sowjets besetzen wieder Waldbach. 10.4.: Die 1.Panzerdivision führt ihren Gegenangriff durch. Das Panzergrenadierregiment 113 stößt über den Steinbauerkogel und das Schloffereck zur Paßhöhe 1030, Kreuzwirt vor. Der Stoß der 1.Panzerdivision geht jedoch ins Leere, da die Sowjets das obere Lafnitztal nur mit geringen Aufklärungskräften besetzt haben. Die Einheiten der Panzerdivision werden daher wieder abgezogen und das SS-Polizeiregiment 13 (Sperrverband Motschmann) übernimmt wieder die Sicherung dieses Gebietes. 12.4.: Von der deutschen Aufklärung wurde in den letzten Tagen auf sowjetischer Seite die Anwesenheit des V.Gardekavalleriekorps erkannt. Dieses Korps besteht neben drei Kavalleriedivisionen (11. Garde-, 12. Garde- und 63. Kavalleriedivision) aus vier Panzerregimentern (57., 60., 71.Panzerregiment und dem 150. Garde-Panzerregiment) und dem 1896. Sturmgeschütz-Regiment, einer Streitmacht der die Deutschen wenig entgegenzusetzen haben. Als Gegenmaßnahme befiehlt das III.Panzerkorps die Bildung einer neuer Divisionsgruppe Krause. General Krause trifft an diesem Tag in Vorau ein, wo im der Schutz des nördlichen Lafnitztal und der nördlichen Armeeflanke übertragen wird. An Truppen stehen ihm lediglich der Sperrverband Motschmann mit dem SS-Polizeiregiment 13 zur Verfügung. Die Einheiten seiner alten Divisionsgruppe (im wesentlichen drei Bataillone der 1. Gebirgsdivision) werden der 1.Gebirgsdivision unterstellt, die nun auch die Gegend um Buchschachen und Markt Allhau mitverteidigen muß. Um die Front dieser Division zu verkürzen, werden die zum Teil noch im Strem- und Pinkatal haltenden Einheiten auf die Lafnitzvorstellung zurückgenommen. Angriff
des V.Gardekavalleriekorps
13.4.:
Wie bereits seit
Tagen von der deutschen Führung erwartet, beginnt der Angriff des
V.Kavalleriekorps durch einen Vorstoß der
11.Gardekavalleriedivision und Panzereinheiten. Der Angriff wird vom
XXX.Schützenkorps unterstützt, das seine
36.Gardeschützendivision auf Wenigzell, die
68.Gardeschützendivision in Richtung Feistritztal und die
155.Schützendivision in Richtung Vorauer Becken angreifen
läßt. Die schwachen Kräfte des Sperrverbandes
Motschmann haben gegen diese Übermacht keine Chance und daher
werden Mönichwald, Waldbach und St.Jakob wieder von den Sowjets
erobert. Wenigzell brennt zur Hälfte nieder und wird ebenfalls
besetzt. Das 41. Gardekavallerieregiment stößt auf Strallegg
und das 39.Gardekavallerieregiment auf Ratten vor. In der Nacht wird
auch das nominelle Angriffsziel Fischbach erreicht.14.4.: Das III.Panzerkorps wollte noch am 13. das Lafnitztal sperren und befahl daher dem SS-Polizeiregiment 13 einen Angriff über die Lafnitz. Dieser Angriff wird einen Tag später um 9.00 Uhr südlich von Mönichwald durch ein verstärktes SS-Bataillon durchgeführt. Die hohe sowjetische Truppenkonzentration und vorallem die Anwesenheit von Panzern, die den Angriff unter hohen Verlusten für die Deutschen zusammenschießen, führen aber zum Abbruch dieses verlustreichen Vorhabens. Die deutschen Stäbe rätseln in diesen Stunden über das Ziel des sowjetischen Angriffes im oberen Lafnitztal. Denkbar sind für sie drei mögliche Varianten: ein Vorstoß ins Mürztal um die Semmeringverteidigung von hinten zu öffnen, die Einkesselung der 6.Armee durch einen Vorstoß durch das Feistritztal nach Süden und einem gleichzeitigen Angriff von Panzerkräften im Raabtal sowie als dritte Möglichkeit ein Stoß in das Zentrum der 6.Armee, um deren Front zum Einsturz zu bringen. Auf sowjetischer Seite werden, wie Forschungen nach dem Krieg ergeben haben, hingegen nach dem Fall von Wien (am 13.4) ganz andere Absichten verfolgt. Man möchte in Österreich nur mehr begrenzt offensiv werden und nur jene Räume erobern, die nach dem Ende des Krieges zur sowjetischen Besatzungszone gehören. Das Hauptaugenmerk der Sowjetmacht richtet sich von nun an auf die Tschechoslowakei, in der die Rote Armee noch große bedeutende Gebiete zu erobern hat. Als Folge dieses Zielwechsels wird der 3.Ukrainischen Front befohlen die 6. Gardepanzerarmee an die nördlich stehende 2.Ukrainische Front abzugeben und die 9.Gardearmee ebenfalls für einen Einsatz in der Tschechoslowakei in Reserve zu halten. Für die in Österreich verbleibenden Einheiten wird in Niederösterreich das Erreichen des Raumes um Sankt Pölten und in der Steiermark der Raum Fischbach befohlen. Warum für das V.Gardekavalleriekorps und das XXX.Schützenkorps ausgerechnet die Höhenzüge um Fischbach mitten im Joglland als Ziel auserkoren werden, konnten auch ausführliche Recherchen österreichischer Militärhistoriker nach dem Krieg nicht eindeutig klären. Die Verschiebung zweier wichtiger Armeen in das nördliche Niederösterreich bzw. in die Tschechoslowakei hat in weiterer Folge auch Auswirkungen auf die Kämpfe in der Steiermark, so werden die Einheiten der 26.Armee bald im südlichen Niederösterreich benötigt und durch Einheiten der 27.Armee ersetzt. Diese Nordverschiebung der sowjetischen Divisionen wird sich natürlich in den nächsten Tagen und Wochen auch sehr günstig für das Fortschreiten des deutschen Gegenangriffes im Joglland auswirken, doch davon später. Generalleutnant Krause beschreibt in seinen Erinnerungen die oben genannten Vorgänge folgendermaßen: "Die Lage am Nordflügel der Armee war dadurch schwierig, daß der Gegner von Friedberg nach Westen Gelände gewann und nach zurückdrücken der eigenen Sicherungen bei St.Lorenzen südwestlich davon das Lafnitztal erreichte, dadurch das nunmehr stärkere Kräfte, die auf ein Kavalleriekorps geschätzt wurden, vorgingen. Die Armee hatte daher die Bildung einer Divisionsgruppe befohlen, die in Gegend nördlich Vorau die Sperrung des Lafnitztales erzwingen und die Sicherung der nördlichen Armeeflanke gegen ein Vorgehen des bereits durchgebrochenen Gegners nach Süden im Raume um Wenigzell bzw. im Feistritztal nördlich Birkfeld gewährleisten sollte. Da gleichzeitig durch Umgruppierung innerhalb der Armee die 1.Volksgebirgsdivision wieder vereinigt und damit den Abschnitt der (alten) 'Divisionsgruppe Krause' übernehmen sollte, erhielt ich den Befehl, nach Übergabe des bisherigen Abschnittes am 12.4. vormittags an die 1.GD die oben erwähnte Aufgabe im Lafnitztal und westlich davon zu übernehmen. 12. April: Am Vormittag verlegte ich den Gefechtsstand nach Vorau-Kreuzwirt, wo ich von dem Kommandierenden General des III.Panzerkorps General Breith persönlich in die neue Aufgabe eingewiesen wurde. Es standen folgende Truppen zur Verfügung: Für die Sperrung des Lafnitztales das bereits in Vorau am Tage vorher eingetroffenes SS-Polizeiregiment 13 Motschmann mit zwei Bataillonen und Regimentseinheiten sowie einer Batterie. Es bestand aus älteren Jahrgängen, darunter viele Volksdeutsche aus Kroatien. Ausrüstung 1a voll, Stärke zusammen etwa 1.000 Mann, geringe Kampferfahrung, aber einsatzbereit im Rahmen der körperlichen Einsatzfähigkeit. Das Regiment hatte Sicherungen bis auf die Höhen südlich der Lafnitz im Abschnitt Reinberg - südlich Mönichwald vorgeschoben, die aber wegen des gewölbten Abfalles der Höhen kaum Einsicht und Wirkung in den Talgrund hatten. Die Meldungen besagten, daß der Gegner die Höhe nördlich des Flusses stark besetzt habe, und auch weiterhin stärkere Bewegungen von motorisierten Fahrzeugen von Bruck aus beobachtet waren. Es wurde daher, entsprechend der Weisung des Kommandierenden General, für den 13.4. der Angriff des Regiments über die Lafnitz westlich Bruck mit dem Ziel befohlen, zunächst den Höhenrücken nordwestlich Bruck zu nehmen, um von dort aus ein weiteres Vorgehen des Gegners auf der Talstraße nach Westen zu verhindern. Für den zweiten Auftrag, Sicherung der Nordflanke der Armee gegen den bereits durchgebrochenen Gegner, standen nennenswerte Kräfte zur Zeit nicht zur Verfügung. Es wurden aus Schreibern rückwärtiger Stäbe und aus bisher in Wachdienst eingesetzten Landeschützen und Volkssturm Einsatzgruppen gebildet. Sie hatten Sicherungen auf den nach Wenigzell und im Feistritztal nach Norden führenden Straßen vorgetrieben, deren Kampfwert durchaus fragwürdig war. Es war bereits der Antransport der 117.Jägerdivision in den Raum Mürztal, nordwestlich St.Kathrein eingeleitet, die in einigen Tagen einsatzbereit sein sollte. Das im Lafnitztal durchgebrochene russische Kavalleriekorps wandte sich zunächst in nordwestlicher Richtung auf St.Kathrein, sodaß die Sicherungen der Divisionsgruppe zunächst nicht angegriffen wurden. 13.April: gegen 09.00 Uhr trat das SS-Polizeiregiment 13 Motschmann befehlsgemäß mit einem verstärkten Bataillon zum Angriff über die Lafnitz aus dem dem Wald südlich Mönichwald an und erhielt sofort sehr schweres Feuer aus dem Dorf und den gegenüberliegenden Waldrändern. Gleichzeitig traten sowjetische Panzer auf der Straße im Lafnitztal ins Gefecht, zu deren Bekämpfung geeignete Waffen nicht zur Verfügung standen. Die bis zur Lafnitz vorgekommenen ersten Wellen hatten erhebliche Verluste, die Fortsetzung des Angriffes erschien daher aussichtslos, er mußte eingestellt werden. Seit Mittag des Tages griff der Feind bei Reinberg in das Tal des Voraubaches hinein an, wo die Sicherungen zugunsten der Schwerpunktbildung für den eigenen Angriff auf Mönichwald hatten geschwächt werden müssen, sie wurden bis zum Abend bis an den Weissenbachgrund zurückgedrückt. Dieser Rückschlag machte eine Umgruppierung nach Südosten notwendig, obwohl auch bei Mönichwald Angriffsvorbereitungen des Gegners gemeldet wurden. 14.April: Im Laufe des Vormittages erfolgte der erwartete konzentriete Angriff gegen Vorau, der nach Umgehung des eigenen linken Flügels südwestlich Mönichwald schnell Gelände gewann und im Laufe des Nachmittags zum Verlust von Vorau führte. Das SS-Polizeiregiment 13 Motschmann wurde unter erheblichen Verlusten nach Süden auf Puchegg geworfen, wohin der Feind nachfolgte. Unabhängig von dem Kampf um Vorau hatte der Gegner nach Überschreiten der Lafnitz in Gegend Mönichwald Kräfte nach Südwesten, nach dem Paß bei Wilderhöfer vorgetrieben, wo er gegen Mittag in Bataillonsstärke erschien, und die Verlegung des Gefechtsstandes zuerst nach Miesenbach notwendig machte. Abends wurde er nach Birkfeld verlegt. Der Gegner besetzte die Anhöhe beim Kreuzwirt und erreichte, von Norden kommend Wenigzell. Er ging aber zunächst nicht weiter nach Westen vor." 15.4.: Die sowjetischen Verbände gehen weiter in Richtung Süden und Südwesten vor. Am Nachmittag dieses Tages ziehen sich die deutschen Sicherungen von Vorau nach Süden zurück. 16.4.: Am Morgen marschieren die Sowjets in Vorau ein. Das SS-Polizeiregiment wird nach Süden auf Puchegg zurückgeworfen. Es gelingt dem Regiment sich wieder zwischen Wildwiesen und dem Masenberg zu fangen. Auch Kleinschlag und Grafendorf gehen an diesem Tag verloren. In Schachen, Puchegg und Vorau brennen viele Häuser ab. Im Westen versucht eine sowjetische Kräftegruppe über die Schanz in das Mürztal vorzudringen. Dieser Versuch führt natürlich bei den deutschen Stäben zu wilden Spekulationen über das Ziel der sowjetischen Angriffe (siehe oben). ![]() (Originalquelle: Franz Posch, Die Geschichte des Bezirkes Hartberg) Einheiten des XXX. und des CXXXV.Schützenkorps und vorallem die Kavalleriedivisionen und Panzerregimenter des V.Gardekavalleriekorps stoßen tief in die Flanke des III. deutschen Panzerkorps vor. Während sich an der Lafnitz und im südlichen Teil des Oberwarter Bezirkes die Einheiten der 1. Gebirgsdivision behaupten, befinden sich im Einbruchsraum nur deutsche Splitterverbände. Als wesentliche Verstärkung wird im Mürztal die 117. Jägerdivision ausgeladen, die von der Heeresgruppe E antransportiert wird. Zur Ansicht in Originalgröße auf die Karte oder hier klicken. Der
deutsche Gegenangriff:
14.4.:
Die deutschen
Gegenmaßnahmen, um den Vorstoß des V.Gardekavalleriekorps
abzufangen, laufen bereits seit 14. April an. Ein wahrer
Glücksfall für diesen Gegenschlag ist der Antransport der
117.Jägerdivision von der Heeresgruppe E, deren vorderste
Einheiten an diesem Tag in Mürzzuschlag ausgeladen werden. Neben
dieser Jägerdivision werden noch Einheiten der 1.Panzerdivision,
der 1.Gebirgsdivision und der 9.Gebirgsdivision aufgeboten, die den
Semmering verteidigt.15.4.: Die 1.Panzerdivision wird in Ilz versammelt. Das Panzergrenadierregiment 113 kommt bereits am Abend dieses Tages den stark bedrängten Einheiten des SS-Polizeiregimentes 13 zur Hilfe. 16.4.: Die deutschen Divisionen formieren sich zum Gegenangriff: 9.Gebirgsdivision: Vorstoß nach Süden über den Fröschnitzsattel 117.Jägerdivision: Vorstoß nach Osten über Krieglach, Alpl, St.Kathrein auf St. Jakob/Waldbach 1.Panzerdivision unterstützt vom Gebirgsjägerregiment 98 der 1.Gebirgsdivision von Birkfeld, Pöllau nach Norden und Nordwesten Die sowjetischen Truppen leisten der nach Norden vorgehenden 1.Panzerdivision heftigen Widerstand. So wehrt sich beim Kreuzwirt das 436.Schützenregiment der 155.Schützendivision gegen den Angriff des I./PGR 113 (1.Bataillon des Panzergrenadierregiments 113), der IV./PAR 73 (4. Abteilung des Panzerartillerieregiments 73) und Teile PR1 (Panzerregiment 1). Östlich von dieser deutschen Kräftegruppe geht das Panzerpionierbataillon 37 über die Zissertaverne in Richtung Vorau vor. Die 2.Kompanie des PGR 113 ausgerüstet mit Schützenpanzerwagen vernichtet beim Vormarsch Teile eines sowjetischen Schützenregimentes und nimmt den Stab gefangen. Es gelingt der Kompanie die von Vorau nach Westen führende Straße zu erreichen und sie zu sperren, sodaß die weiter westlich befindlichen Teile der Roten Armee nun von hier keinen Nachschub mehr empfangen können. Das der 1.Panzerdivision unterstellte Gebirgsjägerregiment 98 greift von Miesenbach aus den Höhenzug 'Toter Mann' an und kämpft dort gegen Einheiten der 236. Schützendivision. 17.4.: Rettenegg im oberen Feistritztal ist wieder in deutschter Hand. Die 1.Panzerdivision erobert im Süden des Kampfgebietes die Ortschaften Schachen und Puchegg zurück, sonst können die deutschen Einheiten keine weiteren Fortschritte vermelden. Am linken Flügel, im Feistritztal, gibt es sogar eine Krise, da die Sowjets durch einen Vorstoß auf Birkfeld versuchen die 1.Panzerdivision auszuhebeln. Freigewordene Teile der Panzerdivision beseitigen jedoch die Gefahr, indem sie den sowjetischen Angriff entlang der Feistritz abwehren. Im Osten der Front werden Seibersdorf und Wagendorf von deutschen Kräften zurückerobert. 18.4.: Das Jägerregiment 749 der 117.Jägerdivision erobert von Alpl her kommend Ratten im Feistritztal. 19.4.: Die Sowjets ziehen sich aus dem Gebiet um Fischbach zurück, um nicht von der 117.Jägerdivision abgeschnitten zu werden. 20.4.: Das Jägerregiment 749 setzt über den Ochsenkopf den Angriff auf St.Jakob fort und bleibt am nächsten Tag beim Arzberg vor Waldbach liegen. 21.4.: Südlich des Jägerregimentes 749 kämpft sich das Schwesterregiment 737 bis zur Steinberghöhe westlich Waldbach vor. 22.4.: Die 1.Panzerdivision stößt in Richtung Wenigzell vor. In der vorangegangenen Nacht haben Stoßtrupps des Panzerpionierbataillons 37 bei der Grauen Steinwand Minenriegel auf der sowjetischen Nachschubstraße verlegt, auf die nun die zurückweichenden Rotarmisten auffahren. Als die nachstoßenden deutschen Angreifer den Minenriegel erreichen, erbeuten sie 20 verlassene Sowjetpanzer. Das I./PGR 1 (1.Bataillon des Panzergrenadierregimentes 1) erobert am Nachmittag Wenigzell zurück. Auch die 117.Jägerdivision verzeichnet wieder Vorschritte, so erreicht das Jägerregiment 749 das Höhengelände nördlich von Wenigzell und das Schwesterregiment 737 geht südlich von Waldbach nach Osten vor. 23.4.: Deutsche Aufklärungsflugzeuge stellen zurückflutende Verbände im Lafnitztal fest. Die 1.Panzerdivision beabsichtigt Vorau zurückzuerobern. Der Angriff beginnt um 4.15 Uhr mit einem Feuerschlag der Artillerie. Gegen Mittag marschieren die deutschen Panzergrenadier in Vorau ein. Das berühmte Stift ist von den Sowjets geplündert und im Zuge der Kampfhandlungen in Brand geschossen worden. Die 1.Panzerdivision stößt weiter in Richtung Reinberg vor und treibt den Feind bis nach Rohrbach zurück. Zahlreiche Waffen und Hunderte Gefangene bleiben als Beute auf dem Schlachtfeld zurück. 24.4.: Eichberg und Kleinschlag sind wieder in deutscher Hand. Die Höhenrücken nördlich das Lafnitztales sind aber immer noch von den Sowjets besetzt. Bei der Roten Armee wird nun, wie bereits beschrieben die 26.Armee durch die 27.Armee abgelöst. Auch die deutschen Einheiten werden in den nächsten Tagen zur anderen Verwendung herausgezogen. Die 117.Jägerdivision, die bei dem Gegenangriffen der letzten Tagen etwa 850 Mann an Toten und Verwundeten verloren hat, wird zur 6.Panzerarmee nach Niederösterreich in den Raum Hainfeld verlegt. Die 1.Panzerdivision verlegt nach Hartberg und löst dort an der Lafnitz die verbliebenen Teile der 1.Gebirgsdivision ab. Die 1.Gebirgsdivision wiederum verlegt in das Wechselgebiet und steht in den letzten Kriegstagen im Zentrum eines heftig geführten Gebirgskrieges. Die Ortschaften des oberen Lafnitztales haben in den verbleibenden Tagen bis zum Kriegsende vorallem unter den Artillerieduellen zu leiden, die noch manches Opfer fordern und noch manches Haus in Flammen aufgehen lassen. ![]() (Originalquelle: Franz Posch, Die Geschichte des Bezirkes Hartberg) Der deutsche Gegenangriff durch die 1. Panzerdivision und die 117.Jägerdivision bereinigt die Lage in der linken Flanke des III.Panzerkorps. Die russischen Divisionen müssen sich weit nach Osten zurückziehen. Die erreichten Stellungen werden bis zum Ende des Krieges behauptet. Zur Ansicht in Originalgröße auf die Karte oder hier klicken. Der Einsatz der I.Abteilung Panzerregiment 24 Die
Pantherabteilung der 24.Panzerdivision, die I./PR24, wird getrennt von
ihrer Stammdivision im Jänner 1945 nach Ungarn verlegt, wo sie
wechselnden Unterstellungsverhältnissen harte Kämpfe
durchstehen muß. Ende März ist sie dem IV.SS-Panzerkorps
unterstellt, ab Mitte April bis Kriegsende dem III.Panzerkorps. Im
Rahmen des Gegenangriffes der deutschen Verbände in der
Oststeiermark nimmt sie an folgenden Gefechten teil:
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