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| Historischer
Hintergrund: Als am 22. Juni 1941 Hitler-Deutschland die Sowjetunion überfiel, wurde von der Deutschen Wehrmacht der Versuch unternommen, von Finnland aus die vom strategisch wichtigen Nachschubhafen Murmansk nach Süden gehende Eisenbahnlinie zu unterbrechen. Für die Erreichung dieses Kriegszieles wurden an mehreren Stellen, fernab jeglicher Zivilisation, Gebirgsdivisionen eingesetzt. Während hoch im Norden der direkte Angriff auf Murmansk durch die 2. und 3. Gebirgsdivision unter blutigen Verlusten zusammenbrach und zu einem Stellungskrieg erstarrte, wurde im Mittelabschnitt der Finnlandfront die 6.SS-Gebirgsdivision und eine finnische Division angesetzt. Auch hier konnte die Eisenbahnlinie nicht erreicht werden. Die finnische Division wurde 1942 durch die 7.Gebirgsdivision abgelöst. Berichte: Josef Lackner war Angehöriger der 2.Kompanie des Gebirgspionierbataillons 99, das zur 7.Gebirgsdivision gehörte. Im Jahre 1943 gab es im Bereich der 7.Gebirgsdivision ein größeres Angriffsunternehmen, dessen Ziel es war, eine Hügelkette, den sogenannten Bunkerrücken, zu erobern. Bei diesem Angriffsunternehmen ist Josef Lackner gefallen. Der Divisionsgeschichte der 7.Gebirgsdivision 'Schicksalsweg und Kampf der "Bergschuh"-Division' ist folgender Bericht über die Kampfhandlungen am Bunkerrücken entnommen: "Der Angriff auf den sogenannten
'Bunkerrücken' durch die Kampfgruppe Schuler zählte 1943 in
Karelien
zur herausragenden Waffentat. Dieser Bergrücken, der im Abschnitt
der sowjetischen 85.Marine-Schützen-Brigade südlich des
Kangaschwara
lag und den die Sowjets in rund eineinhalbjähriger Schanzarbeit zu
einem festungsartigen Stützpunkt ausgebaut hatten, war auch nach
der
finnischen Offensive im Jahre 1941 in russischen Besitz geblieben. Es
war
eine Höhe, die mit dichtem Wald bedeckt war. Von ihr aus konnte
derjenige,
der sie besaß, das ganze Hinterland des Gegners einsehen....
Josef Lackner ist wie sein Kompanieführer am 10.8.1943 auf dem 'Bunkerrücken' gefallen. Sein Grab befindet sich auf dem Soldatenfriedhof von Salla. Über die genaue Grablage gibt es aber keine Angaben. |
| Quellennachweis:
Kriegerdenkmal, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Sterbearchiv Gemeinde Riedlingsdorf |
