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| Historischer
Hintergrund: Als am 22. Juni 1941 Hitler-Deutschland die Sowjetunion überfiel, wurde von der Deutschen Wehrmacht der Versuch unternommen, von Finnland aus die vom strategisch wichtigen Nachschubhafen Murmansk nach Süden gehende Eisenbahnlinie zu unterbrechen. Für die Erreichung dieses Kriegszieles wurden an mehreren Stellen, fernab jeglicher Zivilisation, Gebirgsdivisionen eingesetzt. Hoch im Norden griffen die 2. und 3. Gebirgsdivision direkt durch die weglose Tundra den Eismeerhafen Murmansk an. Die Rote Armee konnte den Vormarsch der deutschen Gebirgsjäger jedoch stoppen und es entwickelte sich nun ein jahrelanger Stellungskrieg am nördlichen Ende Europas. Die beiden Gebirgsjägerdivisionen waren schwer angeschlagen, sodaß die 3. durch die 6.Gebirgsdivision ersetzt werden mußte, die direkt aus dem warmen Griechenland in die Arktis versetzt wurde. Im Mai 1942 unternahmen die Sowjets den Versuch, die beiden Gebirgsdivisionen zu vernichten, indem sie durch Landeoperationen vom Meer aus und durch Flankenstöße aus der menschenleeren Tundra versuchten die Einheiten der Gebirgsjäger von ihren rückwärtigen Verbindungen abzuschneiden. Die beiden Divisionen konnten durch Aufbieten der letzten Reserven in wochenlangen Kämpfen, die auf beiden Seiten große Verluste forderten, diese Angriffe abwehren. Berichte: Johann Piff war Angehöriger der 1.Kompanie des Pionierbataillons 91. Als Ende April die sowjetischen Marineeinheiten in der linken Flanke der 6.Gebirgsdivision an Land gesetzt werden und die wenigen Sicherungsposten überrennen, werden ihnen verschiedene Alarmeinheiten, darunter auch das Pionierbataillon 91 entgegengeworfen. Bei diesem Einsatz in der Seenenge fällt Johann Piff. Im Buch 'Winterschlacht im Mai' von Karl Ruef ist über den Einsatz des Pionierbataillons 91 bei dem Johann Piff den Tod fand folgendes zu lesen: "Das Pionier-Bataillon 91
bestand aus dem Stab mit Nachrichtenzug (4:8:54), der 1.Kompanie
(1:14:116),
der 2.Kompanie (3:9:103) und der 3.Kompanie (2:10:90), insgesamt aus 10
Offizieren, 41 Unteroffizieren und 362 Mannschaften. Die Männer
besaßen
weder Tarnbekleidung noch Schi und waren nur mit leichten
Infanteriewaffen
ausgerüstet. Das Bataillon war am 29.April um 9 Uhr vormittags
alarmiert
worden ... und bis 20 Uhr geschlossen in der Seenenge... Johann Piff ruht heute auf
dem Soldatenfriedhof von Parkkina, der seit einigen Jahren vom
Volksbund
Deutsche Kriegsgräberfürsorge hergerichtet wird. Sein Grab
selbst
wurde noch nicht gefunden. |
| Quellennachweis:
Kriegerdenkmal, Grabstein, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Buch 'Gedächtniswerk 1939-1945', Buch 'Winterschlacht im Mai' von Karl Ruef |
