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| Berichte:
Josef Pöll war Angehöriger der 10.Kompanie des IR131 das zur 44.Infanteriedivision gehörte. Diese Division war im Winter 1941/42 im Rahmen der 6.Armee östlich von Charkow eingesetzt und hat dort an entscheidender Stelle die nördliche Flanke des russischen Einbruchsraumes von Isjum gehalten. Im Frühjahr versuchten sowohl die deutsche als auch die sowjetische Armee im Raum Charkow offensiv zu werden, wodurch sich nach anfänglichen Rückschlägen für die deutsche Seite die Kesselschlacht bei Charkow entwickelte, die mit einer verheerenden sowjetischen Niederlage geendet hat. Das IR 131 hat bei dieser Schlacht an entscheidender Stelle gekämpft und wie dem folgenden Bericht aus der Geschichte der 44.Division zu entnehmen ist, einen hohen Blutzoll entrichtet: "Der russische Stoß kam so unerwartet und hart, daß die deutschen Linien überrannt wurden. Erst 20km vor Charkow gelang es der schnell herangeführten 3. und 23.PD sowie der 71.ID, in deren Verband das IR131 kämpfte, den nördlichen Zangenarm zum Stehen zu bringen... Den Abschnitt der 44.Division sollte Anfang Mai für die bevorstehende deutsche Offensive die aus Frankreich herangeführte 71. Division übernehmen. Das IR 131 war gerade zu jenem Zeitpunkt in Balakleja durch das IR 194 abgelöst worden, als der russische Angriff nördlich und südlich von Charkow losbrach. Für das IR 194 wurde nun das IR 131 der 71.ID unterstellt und am 12.5. von Balakleja über Mospanowo-Malinowka-Tschugujew-Sarosnoje in den Raum Nepokrytaja in Marsch gesetzt, wo es am 15. eintraf... Die 71.ID kam an der Babka mit Front nach Osten zur Sicherung des zurückgewonnenen Raumes zum Einsatz... Der folgende Tag, der 17., sollte für das IR 131 einer der verlustreichsten Tage werden. Nach starken Artillerie- und Granatwerfereinsatz griff der Feind in immer neuen Wellen an. Nur unter schweren Verlusten, das Regiment verlor um Nepokrytaja 103 Mann an Toten und 27 an Verwundeten, konnte die Stellung gehalten werden." ![]() Karte mit dem Kampfgebiet um
Petrowskoje (Quelle: Divisionsgeschichte 44.ID) Leutnant Ernst Frank, ein Offizier
aus Josef Pölls 10.Kompanie, hat folgenden Brief an die Gattin
geschrieben:
Die obige Karte stammt aus
dem Nachlaß von Josef Pöll und zeigt noch einmal den Wald
östlich
von Höhe 214,3 Über den Tod von Josef
Pöll gibt es ferner einen Hinweis in einem Brief von Adolf
Kaipel, der diesen an seine Schwester Maria am 19.5.1942
geschrieben
hatte: Das Grab von Josef Pöll konnte bis jetzt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge noch nicht gefunden werden. Da es aber sehr gut dokumentiert ist, besteht die Hoffnung, daß Josef Pöll und seine Kameraden eines Tages auf den großen Sammelfriedhof nach Charkow umgebettet werden. |
| Quellennachweis:
Kriegerdenkmal, Sterberegister Gemeinde Riedlingsdorf, Brief von Kaipel Adolf, Nachlaß von Josef Pöll, Divisionsgeschichte 44.ID |
