| Den nachfolgenden Ausssagen liegen
folgende
Quellen zugrunde: Zeitzeugenberichte Friedrich Brettner, Die letzten Kämpfe des II.Weltkrieges, Pinka-Lafnitz-Hochwechsel Manfried Rauchensteiner, Der Krieg in Österreich 1945 |
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Ersatz- und Ausbildungsbataillon 11 Das SS-Panzergrenadier Ersatz- und
Ausbildungsbataillon
11 mit Standort Graz ist eine der Einheiten, die dem Befehlshaber des
linken
Flügels der 6.Armee, Gerneralleutnant Krause, Ende März als
Verstärkung
geschickt wird. Dieses Bataillon ist die Ersatzeinheit der 11.
SS-Panzergrenadierdivision
'Nordland', die zur gleichen Zeit vor Berlin kämpft und dort in
den
letzten Kriegswochen untergeht. Das Stammpersonal des Ersatzbataillons
setzt sich daher auch hauptsächlich aus Offizieren und
Unteroffizieren
der 'Nordland'-Division zusammen und hier hauptsächlich aus
Männern
des SS-Panzergrenadierregiment 23 'NORGE'. Die Mannschaften sind meist
junge Holländer, von denen viele erst 16 oder 17 Jahre alt sind
und
noch keine Fronterfahrung besitzen.
Am Güterweg Buchschachen-Oberwart steht heute das sogenannte 'Soldatendenkmal', das an 21 Gefallene erinnert, die aus Feld- und Waldgräbern 1947 hier zusammengebettet wurden. Zu Gerüchten, daß hier ein Massaker an Angehörigen des SS-Panzergrenadierbataillons stattfand siehe den anschließenden Text. ![]() (Originalquelle: Prof. Friedrich Brettner, Die letzten Kämpfe des II.Weltkrieges, Pinka-Lafnitz-Hochwechsel, Telefonische Bestellung direkt beim Autor unter 02662/43430) Der Rückzug beginnt am 6. April und führt von Rechnitz über den Hirschenstein nach Glashütten, von dort weiter in Richtung Schönau/Rauhriegel, an Stadtschlaining und Alt-Schlaining vorbei nach Süden und dann weiter in Richtung Westen zwischen Drumling und St.Martin hindurch. Am 7.April wird von Unterschützen her kommend das breite Pinkatal nördlich von Oberwart beim Josefsberg durchquert. Im Waldgebiet westlich von Oberwart werden sowjetische Feldstellungen überwunden und am Morgen des 8. Aprils werden die deutschen Linien (schwarz gezeichnet) erreicht. Das grüne Rechteck zeigt den heutigen Standort des Soldatendenkmals, das an 21 Gefallene erinnert, die in der näheren Umgebung in Feld- und Waldgräbern ihre vorläufige Ruhe fanden. Zur Ansicht in Originalgröße auf die Karte oder hier klicken. Das Pinkatal nördlich von Oberwart. Blickrichtung vom Westhang des Tales in Richtung Ost-Nord-Ost. Hier an dieser Stelle hat das SS-Ersatzbataillon vermutlich das Pinkatal durchquert (genaue Augenzeugenberichte liegen leider nicht vor). Die grüne Linie zeigt den Verlauf der Eisenbahnlinie und der Bundesstraße. Die roten Linien sind die Stoßrichtung des sowjetischen Gegenangriffes von Oberwart heraus in die Flanke des SS-Bataillons. Die blauen Linien zeigen die Vormarschrichtung des Bataillons bei der Durchquerung. Die Ortschaft Unterschützen liegt hinter dem Osthang des Pinkatales. Im Waldgebiet im Bildvordergrund haben die Sowjettruppen zahlreiche Feldstellungen angelegt, die von der SS-Einheit von rückwärts durchbrochen werden. Zur Ansicht in Originalgröße auf das Bild oder hier klicken. ![]() 'Soldatendenkmal' bei Buchschachen Dieses Denkmal erinnert an die gefallenen Soldaten, die hier im Jahre 1947 aus Feldgräbern zusammengebettet wurden. Die Inschrift auf dem Denkmal lautet: 'Die hier 1945 gefallenen Soldaten wurden 1969 in den neu errichteten Soldatenfriedhof Mattersburg umgebettet.' In der Gegend von Buchschachen hält sich hartnäckig das Gerücht, daß hier an dieser Stelle Soldaten, die sich bereits ergeben hatten, von der Roten Armee massakriert wurden. Wer diese Soldaten waren und welcher Einheit sie angehörten ist nicht bekannt. Nachforschungen beim Österreichischen Schwarzen Kreuz und beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge haben diese Gerüchte eher entkräftet als bestätigt. Daß bei den Endkämpfen gelegentlich auf beiden Seiten kein Pardon gegeben wurde, dafür gibt es durch Zeitzeugen belegte Beispiele. Wenn die Rote Armee in Buchschachen aber tatsächlich Gefangene exekutiert hat, dann vermutlich nur einzelne Soldaten oder kleinere Gruppen, jedoch auf keinen Fall eine größere Einheit. Hier der Originaltext aus der Antwort des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vom 12.7.2004: "Im Jahr 1961 sind in Buchschachen 42 Gefallene exhumiert und zum Soldatenfriedhof Mattersburg/Burgenland überführt worden. 1971 wurde noch ein Feldgrab gefunden. Die Gebeine kamen ebenfalls nach Mattersburg. Die Namen sind uns leider nicht bekannt. Im Umbettungsbericht vom 10.10.1961 heißt es: Die Gefallenen waren auf zwei Anlagen zur Ruhe gebettet und zwar auf dem Ortsfriedhof und auf der Waldanlage 'Taberschluchten'. Die Zusammenlegung auf dem Ortsfriedhof erfolgte im Jahr 1947 durch die Gemeinde auf Anordnung und unter Aufsicht der russischen Besatzungsbehörden. Sämtliche Papiere, Erkennungsmarken usw. sind abgenommen und beschlagnahmt worden. Die Grabanlage im Wald 'Taberschluchten' mit 21 unbekannten Soldaten sind ebenfalls 1947 aus den umliegenden Feld- und Waldgräbern zusammengebettet worden. Alle Hinweise auf Identität fehlen. Augenzeugen waren nicht mehr zu ermitteln. Im Ortsfriedhof soll sich noch ein Massengrab mit 61 gefallenen Angehörigen der Roten Armee befinden." Zur Ansicht in Originalgröße auf das Bild oder hier klicken. |
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