2. SS-Panzerdivision 'Das Reich'
 

Gliederung:

SS-Division 'Reich' (ab 1940):
SS-Infanterieregiment 'Deutschland'
SS-Infanterieregiment 'Der Führer'
SS-Infanterieregiment 11
SS-Kradschützenbataillon 'Reich'
SS-Artillerieregiment 'Reich'
SS-Aufklärungsabteilung 'Reich'
SS-Panzerjägerabteilung 'Reich'
SS-Fla-MG-Bataillon 'Reich'
SS-Pionierbataillon 'Reich'
SS-Nachrichtenabteilung 'Reich'
SS-Nachschubtruppen 'Reich'

2.SS-Panzerdivision 'Das Reich' (ab 1943):
SS-Panzergrenadierregiment 3 'Deutschland'
SS-Panzergrenadierregiment 4 'Der Führer'
SS-Panzerregiment 2
SS-Panzeraufklärungsabteilung 2
SS-Sturmgeschützabteilung 2
SS-Panzerjägerabteilung 2
SS-Flakabteilung 2
SS-Panzerpionierbataillon 2
SS-Panzernachrichtenabteilung 2
SS-Feldersatzbataillon 2
SS-Nachschubtruppen 2

Geschichte:

1940:
Aufstellung der Division am 1.4.1940 aus den SS-Standarten der SS-Verfügungstruppe. Im Dezember erfolgt die Umgliederung zu einer motorisierten Infanteriedivision. 
Die Division wird in den folgenden Jahren immer wieder als Feuerwehr an besonders gefährlichen Frontabschnitten eingesetzt. Diese Kämpfe führen dazu, daß die Division mehrmals aufgerieben wird, sodaß den Freiwilligen der ersten Jahre bald Zwangsrekrutierte, darunter viele Volksdeutsche, folgen. Die Härte der Einsätze drückt sich in einer überdurchschnittlichen Anzahl an verliehenen Ritterkreuze an Angehörige der Division aus, mit dem Namen der Division ist aber vorallem das Massaker von Oradour-sur-Glane für ewige Zeiten verbunden, dem mehr als 600 französische Zivilisten zum Opfer fallen. 
1941:
Teilnahme am Balkanfeldzug: Die Division wird im Raum Moravita bereitgestellt und stößt über Vrsac, Uljma, Pancevo auf Beldgrad vor.
Teilnahme am Rußlandfeldzug als Teil der Panzergruppe 2 (Guderian), die zur Heeresgruppe Mitte gehört. Bereitstellung im Raum Baranow. Vormarsch über Kobrin, südlich Baranowitschi, südlich Minsk, Tscherwen zur Beresina. Angriff über die Beresina, über den Drut zum Dnjepr bei Schklow. Durchbruch durch die Dnjepr-Stellung. Einsatz im Jelnja-Bogen. Herauslösen der Division am 8.8. als Heeresgruppenreserve.
Am 2.9. wird die Division wieder der nach Süden angreifenden Panzergruppe 2 (Guderian) unterstellt. Mit dem Vormarsch über Ssosniza, die Desna bei Makoschino, Pliski auf Priluki nimmt die Division an der Kesselschlacht von Kiew teil. Anschließend Kämpfe im Raum Romny.
Ab 23.9. Teilnahme am Unternehmen 'Taifun', dem Angriff auf Moskau im Rahmen der Panzergruppe 4. Vorstoß über den Oster, Gshatsk auf Borodino. Durchbruch der 1. Moskauer Schutzstellung bei Borodino. Weiterer Vormarsch über Moshaisk, Rusa auf Istra (2. Moskauer Schutzstellung) bis auf 27 km vor Moskau. Das SS-Infanterieregiment 11 wird wegen der großen Verluste aufgelöst. 
1942:
Das Regiment 'Der Führer' wird ab Mitte Januar nordwestlich Rshew eingesetzt. Die Division wird in den Raum Ssytschewka verlegt. Mitte April wird die Division herausgelöst und zur Wiederaufstellung nach Westen auf den Truppenübungsplatz Bergen verlegt. In den vorangegangenen Kämpfen wurde die Division faktisch aufgerieben, so hat das Regiment 'Der Führer' noch eine Gefechtsstärke von 35 Mann (von weit über 2000).
In der Aufstellungsphase verlegt die Division nach Nordwestfrankreich. Im November nimmt sie an der Besetzung Rest-Frankreichs teil.
1943:
Im Jänner Verlegung der Division zusammen mit den SS-Divisionen 'Leibstandarte' und 'Totenkopf' an die Ostfront in den Raum Charkow. Abwehrkampf im Raum Olchowatka. Rückzug auf Charkow. Räumung der Stadt. Anschließend Kämpfe im Raum südlich von Charkow, bei denen die nach der Schlacht von Stalingrad aus Osten vorstoßenden russischen Panzerspitzen eingekesselt und vernichtet werden. Nach Bereinigung der Lage erfolgt die Rückeroberung der Stadt Charkow durch die drei SS-Divisionen. Danach Angriffskämpfe auf Tschugujew und Errichtung einer Abwehrfront am Donez. Sicherung und Auffrischung in Charkow.
Teilnahme am Unternehmen 'Zitadelle'. Bereitstellung im Raum Belgorod. Panzerschlacht bei Prochorowka und Stochoroschewoje. Absetzen auf die Ausgangslinie und Verlegung in den Raum Stalino. Angriffskämpfe am Mius-Brückenkopf bei Stepanowka und Marinowka.
Im August wird die Division herausgelöst und wieder nach Charkow verlegt. Abwehrkämpfe nordwestlich der Stadt, danach Rückzug bis zum Dnjepr bei Krementschug. Abwehrkämpfe an den Dnjepr-Brückenköpfen und bei Fastow, Shitomir und Berditschew.
Im Dezember werden die kampfkräftigen Teile zur 'Kampfgruppe Das Reich' zusammengefaßt, die restlichen Truppenteile werden nach Deutschland verlegt. 
1944:
Die Kampfgruppe wird bis Mitte April im Raum Shitomir, Schepetowka, Ljubar eingesetzt, bricht mit dem wandernden 'Hube-Kessel' der 1.Panzerarmee bei Kamenez-Podolsk nach Westen durch und wird danach aus der Front genommen und zur Auffrischung nach Frankreich geschickt.
Verlegung der Truppenteile nach Südwestfrankreich in den Raum Montauban, wo die Wiederaufstellung erfolgt. 
Nach der Invasion in der Normandie wird die Division nach Norden verlegt. Auf dem Marsch zur Invasionsfront wird ein Bataillonskommandeur des Regimentes 'Der Führer' entführt und ermordet, ferner werden deutsche Sanitätseinheiten von Partisanen angegriffen. Bei der Suche nach dem verschwundenen Offizier wird der 3. Kompanie dieses Regimentes durch den Kommandeur des I.Bataillons befohlen, die Ortschaft Oradour-sur-Glane dem Erdboden gleichzumachen. Über 600 Zivilisten, darunter in der Mehrzahl Frauen und Kinder werden bei diesem Massaker getötet. Der verantwortliche Bataillonskommandeur sucht an der Invasionsfront den Tod, die 3. Kompanie, die sich zu einem Drittel aus Volksdeutschen aus dem französischen Elsaß zusammensetzte, wird bei den Kämpfen weitgehend aufgerieben. Nach dem Krieg werden mehrere überlebende Angehörige dieser Kompanie zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
Einsatz der Division im Raum St.Lo und südwestlich Argentan. Ende August Absetzen über die Seine. Danach Rückzug über Soissons, Guise, Avesnes, Givet, Bastogne bis zum Westwall. Ende Oktober erfolgt Auffrischung der Division bei Neheim.
Teilnahme an der  Ardennen-Offensive. Angriff über Crombach, Lierneux auf Grandmenil. Kämpfe bei Mormont. Danach wieder Rückzug auf den Westwall. Anschließend wird die Division im Raum Salmrohr neuerlich aufgefrischt. 
1945:
Verlegung der Division Mitte Jänner über Österreich nach Ungarn. Teilnahme am Unternehmen 'Frühlingserwachen'. Angriffskämpfe südlich Stuhlweißenburg. Die russische Wien-Offensive erzwingt den Rückzug der Division über Nagyigmand, Bana, über die Raab, Kapuvar zum Einserkanal. Dann weiter über Ödenburg, Eisenstadt nach Wien. Kämpfe im Raum Ebergassing, Gumpoldskirchen, Guntramsdorf und in Wien (Ostbahnhof, Danauinsel, Floridsdorfer Brücke). Divisionsreste verlegen Mitte April als Armeereserve nordwestlich Tulln. Abwehrkämpfe bei St.Pölten. Ende April wird die Kampfgruppe 'Das Reich' in die die Tschechoslowakei zur Heeresgruppe Mitte abtransportiert. Teile werden bei Dresden, in Passau und an der Enns eingesetzt. Das Regiment 'Der Führer' gelangt nach Prag und kann viele deutsche Zivilisten aus der Stadt evakuieren. Die Masse der Division kommt in amerikanische Gefangenschaft.


Folgende Riedlingsdorfer waren Angehörige dieser Division:

Kaipel Johann (20)

Das folgende Foto wurde im Juli 1941 in Rußland aufgenommen. Es zeigt das
Grab von zwei Angehörigen der 7.Kompanie des Regimentes 'Der Führer'.


 
 

Weitere Fotos des SS-Panzerregimentes 4 "DF"


 

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