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Dechantskirchner Chronik

Wir schießen den Pfeil 

 

 Urgeschichte:

 

Serpentin-Lochbeil aus der jüngeren Steinzeit
 (3. Jahrtausend v. Chr.)
Photo Stiftsarchiv Vorau

Serpentin-Lochbeile und Äxte wurden in Hartberg, Vorau, Friedberg, Waldbach, St. Lorenzen am Wechsel und Rohrbach an der Lafnitz gefunden. Sie geben Zeugnis über die Jüngere Steinzeit (Neolithikum 3. und frühes 2.Jahrtausend v. Chr.) und stellen die haltbarsten Hinterlassenschaften dieser Zeit dar. Weitere Funde stellen eine Hallstattzeitliche Keramik aus einem Hügelgrab in Vorau (8./7. Jahrhundert v. Chr.) dar. 
In der Zeit der Römer (15 v. Chr.) gehörte unser Gebiet zum Imperium Romanum, der dauerhaftesten Großraumordnung der Geschichte.
Für eine Besiedelung des Gebietes um Dechantskirchen in römischen Zeiten geben zwei Grabsteine, aus Marmor gehauen, Zeugnis. Sie befinden sich an der alten Friedhofsmauer, östlich der Kirche.
Der erste überlieferte nur noch den Namen eines gewissen Masculus MASCULO
der zweite war ein Grabstein für Calvisius, den Sohn des Calventius CALVISIO CALVENTI (i filio).

                Grabstein 1                      Derzeitiger Standort                       Grabstein 2

Quelle: Gruber Gerhard


Geschichte:

Zeit

Inhalt

Ende 6. Jahrhundert Slawen dringen in die Steiermark ein und lassen sich in den Tälern der Oststeiermark nieder. Der Flussname Lafnitz (Weißenbach) deutet auf diese Zeit hin. 
Lafnitz Urkundlich erstmals im Jahre 864  als Labenza  genannt

Ende 8. Jahrhundert Am Ende des 8. Jahrhunderts wurde die Gegend durch die Awarenfeldzüge Karl des Grossen ein Teil des Fränkischen Reiches. Der Erzbischof von Salzburg erhielt von König Ludwig dem Deutschen das Dorf "Wisitindorf " an der Lafnitz (ad Labenza ad Wisitindorf), in der Nähe des heutigen Rohrbach (heute in etwa Limbach, Koglerau und Rohrbach-Schlag). 

Ende 9. Jahrhundert Die ganze heutige Ost- und Mittelsteiermark geht an Ungarn verloren. Teilweise Rückgewinnung durch den Sieg Otto des Großen in der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg. Entgültig wurde die Oststeiermark durch König Heinrich III im Jahre 1043 zurückerobert.

1043 Der Feldzug durch König Heinrich III war für die Oststeiermark ein bedeutendes geschichtliches Ereignis, weil dadurch die Lafnitz die Grenze des Deutschen Reiches gegen die Ungarn wurde.

1050 Die Grafen von Formbach erben die nördlich des Masenberges und nördlich Hartberg gelegenen Grenzgebiete bis zur Pisting nördlich Wiener Neustadt

1122 Beendigung des Investiturstreites und Rodung der riesigen Waldlandschaften.
Gründung Hartbergs und Errichtung einer Pfalz von Markgraf Leopold der Starke.
Für die Siedler, die damals die Pittenfurche entlang über den Wechsel (damals Hartberg genannt) zogen, und deren Weg über Grafendorf durch unbesiedeltes Gebiet nach Hartberg führte, wurde bald durch die Gründung von Dechantskirchen eine weitere Station auf ihren langen Weg errichtet

1155 Kloster Admond bekommt, verliehen von Erzbischof Eberhart 1. von Salzburg, zwei Huben im Dorf Dechantskirchen, mit dem Zehetrecht zwischen Pinka und Lafnitz. Otakar, der Archidiakon von Fischa war Nutzer des Zehetsrechtes bis an sein Lebensende. Er verwendete das Einkommen aus den 2 Huben zum Nutzen der Gegend und erbaute, vermutlich schon 1150, an der alten Römerstraße mitten im Urwald eine Kapelle. Das Dorf wurde "in villa Dechanschirche" genannt, Gründer war vermutlich Graf Ekbert III. von  Formbach-Pitten.

1163 Markgraf  Otakar III. von Traungau gründet das Stift Vorau, Das Stift erhielt neben dem Vorauer Gut noch den ganzen ehemaligen Gerichtsbezirk Friedberg mit den heutigen Gemeinden Dechantskirchen, Friedberg, Pinggau, St. Lorenzen am Wechsel, Schäfern und Schlag. Teile, wie Spital am Hartberg (Besitz der Johanniter), die zwei Huben in Dechantskirchen (Besitz von Kloster Admond) sowie das Gebiet um Lombach gehörten nicht mehr dazu. Bis 1171 ist das Stift Vorau eindeutig als Besitzer ausgewiesen. 

1171 Leopold von Erlach (oft auch Leopold von Pitten genannt), der Erbauer der Burg Thalberg, war danach der Besitzer des gesamten Gebietes. Somit war auch Dechantskirchen ein Teil dieser Herrschaft (Rodungsherrschaft).

1209 In der Zeit des "Ulrich von Burgfeld" ein, im Gefolge der Krummbacher genannter Ritter, gingen die Rodungen bereits Richtung Wechsel. Burgfeld war bereits genannt und die Anlage des Dorfes Stögersbach (Name kommt von "schaler Steg") fällt vermutlich auch in die Zeit des 13. Jahrhunderts. 

1287 Erstmalige  urkundliche Erwähnung von "Lympach"  dem heutigen Limbach.

1381 Erstmalige  urkundliche Erwähnung von "Chreuspach"  dem heutigen Kroisbach.

1396 Erstmalige  urkundliche Erwähnung von "Stegerspach" .

Mit dem 13. Jahrhundert war die Kolonisationszeit im Gebiet um Dechantskirchen förmlich abgeschlossen, wenn sie auch in den höheren Lagen bis ins 14. Jahrhundert hineingereicht hat. 

 

 

 

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