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Schiltern

Katastralgemeinde Schiltern


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Wer nach Schiltern will, erreicht es, indem er entweder vor dem
Stauteich im Loistal nach rechts abbiegt oder die alte Schilterner Straße
benützt, die vom Stadtzentrum in Langenlois in zahlreichen Kurven durch
Weinkulturen zur Höhe des Schiltingerberges in 366 Meter Höhe führt
und dabei immer wieder schöne Ausblicke auf Langenlois, in das
Tullnerbecken und ins Voralpenland bietet.
"Schiltern" - der Name bedeutet "zu den
Schildmachern". Ihn führen auch die ersten Grundherren, es sind
die Herren von Siltarn. Die ersten Ansiedlungen sind frei und offen, die
Zeiten aber unruhig und gefahrvoll. So werden zum Schutz gemeinsame
Zufluchtsorte gebaut, die Hausberge. Es sind künstlich aufgeschüttete,
oben abgeplattete Kegel- oder Pyramidenstümpfe, umgeben von mächtigen
Palisadenzäunen. Ein hölzerner Wehrturm steht im Innern.
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Geschichtlicher Überblick


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Der Schilterner Hausberg ist von besonderer Art. Er hat eine Mauerkrönung.
An drei Seiten ragen heute noch Mauerreste auf, von einer Mächtigkeit
und Eigenart (aus schiefliegenden Platten geformte Zwischenteile), die
staunen läßt. Es ist die "Zorimaurer" (mittelhochdeutsch
"zarga"=Einfriedung). Die Herren von Schiltern bauen ihre Burg
gleich neben der Zorimauer. Die heutige Pfarrkirche soll ja aus der
Burgkapelle entstanden sein. 1280 geht der ganze Schilterner Besitz auf
die Ritter des nahegelegenen Chrantzekk (Kronsegg) über. Die
Zorimauerburg wird nun nicht mehr gebraucht, nicht weiter ausgebaut, und
verfällt. Wer Kronsegg erbaut, und wann, ist gänzlich unbekannt. Es
ist eine stattliche Burg, im Loistal auf einem schmalen Berggrat
gelegen. (Chranz=schön, egg=Bergschneide).
Das Geschlecht der Leysser, im Dreißigjährigen Krieg, beginnt als
Protestanten den Wirtschaftshof der einstigen Burg Schilterns zu einem
Schloß auszubauen. Gründe dafür waren, daß Kronsegg von den Schweden
zerstört worden sein soll (belegt ist es nicht), eher schon der
Umstand, daß die Bergburgen ihre Bedeutung von einst verlieren, und den
neuen Kriegswaffen nicht mehr standhalten, genügt auch die wohnliche
Anforderung der Zeit nicht mehr.
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Schloß Schiltern


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Die Herren von Hackelberg (Karl, Freiherr von Hackelberg) leitet 1683
von Krems aus die erfolgreiche Abwehr gegen die Türken. Die Pfarrkirche
wird wieder aufgebaut und Kronsegg als Pulver- und Bleilager, sowie als
Zufluchtsort genützt. Der letzte der Herren von Schiltern (Graf
Aichelberg), verkauft schließlich des Schloß und den Grundbesitz an
die Stadt Langenlois (1928) von wo es 1930 weitergeht an "Die
Englischen Fräulein Krems". Diese führen darin ein Kinderheim und
eine Schule bis in die 90er Jahre. Heute wird das Schloß als
Psychosoziales Zentrum geführt.
Schloß Schiltern also ist voller Leben, Kronsegg aber eine Ruine. Später
übernimmt die Gemeinde den Besitz und befestigt die Burganlage soweit,
daß der Interessierte nun Zugang hat. Gegenüber der Ruine liegt der
Burgstall, jene geschichtliche Fluchtburg wo Funde aus der Bronze- und
der Laténezei Zeugnis früher Besiedlung geben.
1972 wird Schiltern mit Langenlois vereinigt und es dauert noch bis 1997
bis sich alle Schilterner als gleichwertige Partner einer Gemeinschaft,
"als Stadtgemeinde Langenlois" fühlen. |
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