„Rot
-
ich weiß
-
rote“ Flecken in James
Joyces Leben und Werk
Wenn das Thema Joyce und Österreich zur Sprache kommt, ist
meist von den früheren k. u. k. Hafenstädten Pula und Triest die Rede, die bis
zum Ende des Ersten Weltkrieges zum österreichischen Staatsgebiet gehörten und
Joyce mehrere Jahre als Wohnort dienten. Allerdings sind auch drei Städte der
Republik Österreich mit Joyces Leben und Werk verbunden: die Vorarlberger
Grenzstadt Feldkirch, wo Joyce 1932 drei Wochen lang an „The Mime of Mick, Nick
and the Maggies“ gearbeitet und erklärt hat, dass sich dort am Bahnhof 1915 das
„Schicksal des ‚Ulysses’“ zu seinen Gunsten entschieden hat, die Tiroler
Landeshauptstadt Innsbruck, wo er 1928 fünf Tage geurlaubt hat, und die
Festspielstadt Salzburg, die durch einen fünfwöchigen Aufenthalt (1928),
Adolph Johannes Fischers „Fluviana“-Fotografien
sowie die Entstehungsgeschichte von „Gas from a Burner“ (1912) mit Joyces Leben und Werk
verschränkt ist.
Auch Wien ist mehrfach mit Joyce verbunden, wobei es eine Art Resümee war, dass
Joyce das englische Wort „vain“ in seinen Notizbüchern unter Anspielung auf die österreichische
Hauptstadt zu „vien“ abgewandelt hat. Schließlich wurde eine Ende 1907
ausgesprochene Einladung nach Wien, der die ernsthaft erwogene Überlegung folgte,
dorthin zu
übersiedeln, verworfen. Jahrzehnte später scheiterte die im August 1928 geplante Wien-Woche an Joyces Augenleiden, einer Hitzewelle und vermutlich auch dem
Auftrieb des damals in Wien stattfindenden Sängerfestes. Aber für „Finnegans Wake“ hat Joyce unter anderem den Wien-Artikel der „Encyclopædia Britannica“
verwertet, weshalb im „Haveth Childers Everywhere“-Kapitel mehrere Wiener
Straßennamen, Orte und Personen genannt werden.
Joyces Aufenthalte in Innsbruck, Salzburg und Feldkirch, seine überraschende
Unterstützung des Aufrufes zur Gründung einer „Adolf Loos“-Schule (1930) sowie
seine unerwartete Unterstützung der Glückwunschadresse zu Sigmund Freuds 80.
Geburtstag (1936), aber auch seine eher distanzierte Bekanntschaft mit dem
österreichischen Erfolgsautor Stefan Zweig wurde von der Joyce-Forschung bislang
eher vernachlässigt. Demgemäß dokumentieren die nachfolgenden Rechercheergebnisse über die „rot -
ich weiß - roten“ (Ernst Jandl) Flecken in James Joyces Leben und Werk dessen vielfältigen
Beziehungen zu Österreich in der Absicht diese bekannt und bekannter zu machen.
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Fakten zur Bekanntschaft zwischen James Joyce
und Stefan Zweig
Andreas Weigel:
Das
Ende einer langlebigen Legende. Fakten zur
Bekanntschaft zwischen
James Joyce und Stefan Zweig. In: Michael Ritter (Hrsg.):
praesent 2010. Das österreichische Literaturjahrbuch.
Wien: präsens 2009
(Erscheint im Spätherbst 2009). |

James Joyces Widmung in Stefan Zweigs
Ulysses-Exemplar
Andreas Weigel:
Meteorit trifft Zweig.
Über James Joyce und Stefan Zweig und Salzburg noch
dazu: Anmerkungen zu einem disparaten Verhältnis. In: „Die Presse“, „Spectrum“,
Zeichen der Zeit, 13. Juni 2009. S.IV. |

Joyces Unterstützung des Adolf Loos-Schulgründungsaufrufes
Andreas Weigel: Verlorener Aufwand. Der gemeinsame
Aufruf von
Karl Kraus, Arnold Schönberg, Heinrich Mann, Valéry Larbaud und James Joyce
zur Gründung einer „Adolf Loos Schule“. In: Michael Ritter (Hrsg.):
praesent 2009. Das österreichische Literaturjahrbuch. S.37-54. Wien:
präsens 2008. |
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Historische Ansichtskarte des Hotels und
Restaurants Mirabell in Salzburg
Andreas Weigel:
Adolph Johannes Fischers
Porträt von James Joyce im "Salzburg Museum". „Salzburger Nachrichten“,
Kultur. S.14. 11. Oktober 2007. |

Das Gebäude des früheren Hotels und
Restaurants Mirabell in Salzburg heute
Andreas Weigel:
James Joyce. Spurensuche in Salzburg. „Salzburger Nachrichten“, „Das
Wochenende“, Bloomsday, 16. Juni 2007. |

Familie Joyce 1932 in Vorarlberg. (Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale University)
Andreas Weigel:
Feldkirch und das Schicksal. Zum 125. Geburtstag von James Joyce. Erinnerungen an den hohen Gast. „St. Galler Tagblatt“,
Kultur. Freitag. 2. Februar 2007. |
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James Joyces Aufenthalte in Österreich.
Innsbruck (1928),
Salzburg (1928) und
Feldkirch (1915, 1932)
Andreas Weigel: James Joyces Aufenthalte in Österreich.
Innsbruck (1928),
Salzburg (1928) und
Feldkirch (1915, 1932). In: Michael Ritter (Hrsg.): praesent 2006. Das
österreichische Literaturjahrbuch. Das literarische Geschehen in Österreich
von Juli 2004 bis Juni 2005. S.93-105. Wien:
präsens 2005. |

James und Lucia Joyce 1932 auf der Blumeninsel
Mainau. (Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale University)
Andreas Weigel:
„Ulysses“ in Feldkirch.
Drei Neuerscheinungen zur Biographie von James
Joyce: Marc Dachys The Complete Recordings, Eugene Jolas' Man from
Babel und Maria Jolas' Woman of Action (A Memoir and Other Writings).
„Wiener Zeitung“, „Extra“, 11. Juni 2004. |

Familie Joyce 1932 in Feldkirch. (Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale University)
Andreas Weigel: Es war einmal vor langer Zeit in Vorarlberg.
James Joyce und Feldkirch. In: Marieke Krajenbrink und Joachim
Lerchenmueller (Hrsg.).
Yearbook of the
Centre for Irish-German Studies 2000/01. Trier: Wissenschaftlicher
Verlag 2001. S.159-177. |
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Familie Joyce mit Eugene Jolas 1932 in Feldkirch. (Beinecke Rare
Book and Manuscript Library, Yale University)
Andreas Weigel:
Das Schicksal des „Ulysses". James Joyce und Feldkirch, Vorarlberg. In:
„Montfort. Vierteljahreszeitschrift für Geschichte und Gegenwart
Vorarlbergs“. 52. Jahrgang. 2000. Heft 3. S.289-301. |

Lucia Joyce 1932 in Feldkirch. (Beinecke Rare Book
and Manuscript Library, Yale University)
Andreas Weigel: Ein tierischer
Namenskonflikt. Streit zwischen Hypobank und Hotel Löwen vereitelt
Joyce-Ehrung. In: „Wiener Zeitung“ vom 6. Juli 2000. S.10. |

Familie Joyce 1932 in Feldkirch. (Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale University)
Andreas Weigel:
Failedkirch und Joyce. Die Montfortstadt möchte seit sechs Jahren Joyce
würdigen. In: „St. Galler Tagblatt“ vom 3. Juli 2000. S.16. |
Kultur-Kehraus: Einige Beiträge zu Literatur und Musik
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Andreas Weigel:
„Spielräume“. Vertonte
Tätowierungen. (ORF, Ö1. 22. November 2009, 17:30-17:55). |

Andreas Weigel:
„Spielräume“. Tierische Lieder.
(ORF, Ö1, 4. Oktober 2009. 17:30-17:55). |
.jpg)
Andreas Weigel:
„Spielräume“. Luft & Liebe.
(ORF, Ö1, 18. Jänner 2009. 17:30-17:56). |
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Andreas Weigel:
Pyjama und Verbrechen. Warum Adolf Loos wegen Kindesmissbrauch angeklagt
wurde und mit einer bedingten Haftstrafe davonkam. „Die Presse“, „Spectrum“.
16. August 2008. S.IV. |

Andreas Weigel:
„Spielräume“. Leopold Bloom & der Pop.
James Joyces Leben und Werk in der
Pop-Musik. ORF, Ö1, 15. Juni 2008, 17:30-17:56. |

Andreas Weigel. „Spielräume Spezial“ über den
Folk-Musiker Bob Gibson.
(ORF, Ö1, 3. Dezember 2006, 17:10-17:56). |
|

Andreas Weigel:
„Brille ohne Gläser“. Mustergültig misslungene CD-Edition von Karl Kraus'
Zeitschrift „Die Fackel“. In: Michael Ritter (Hrsg.): praesent 2007. Das
österreichische Literaturjahrbuch. Das literarische Geschehen in Österreich
von Juli 2005 bis Juni 2006. S.37-59. Wien:
präsens 2007 (Kurzversion). |

Andreas Weigel: „Spielräume Spezial“ über den
Rockabilly-, Blues- und Country-Musiker
Billy Lee Riley (ORF,
Ö1, 5. November 2006, 17:10-17:56). |

Andreas Weigel: „Spielräume Spezial“ über Leben, Lieder
und Texte des Multitalents
Shel Silverstein (ORF, Ö1, 28. Mai 2006, 17:10-17:56). |
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Andreas Weigel:
Hans Wollschlägers 70. Geburtstag. „Kultur online“ (17. März 2005) Die
Fotografie verbirgt Hans Wollschläger und Andreas Weigel 1999 auf dem Dach
des
Hundertwasserhauses. |

Andreas Weigel: Verlorene Liebesmüh.
Eric Claptons schwerfällige Reverenzen an Robert Johnson. „Kultur
online“ (13. Januar 2005). |

Andreas Weigel: Kleine Scheibe, große Hits.
Neil Youngs erfolgreichste Lieder. Neil Young Greatest Hits. „Kultur
online“ (30. Dezember 2004). |
Artikel über „Neue
Medien“: Ausgewählte CD-ROM-Editionen und Parlaments-Homepage
|

Andreas Weigel:
Friedrich Pfäfflin (Hrsg.): Die Fackel. Herausgeber Karl Kraus. Nr.
1-922 (1899-1936). Volltextausgabe mit Bibliographie und Register von
Wolfgang Hink. (Kultur Online, 5. Jänner 2005). |

Andreas Weigel:
Glänzend runde
Germanistik: Killy, Kindler, Wilpert, Zmegac und das KLG auf CD-ROM (Die
Presse, Spectrum, 20. November 1999). |

Andreas Weigel:
Transparentes »Hohes Haus«.
Besprechung der Homepage des Österreichischen Parlaments (Die Presse,
Spectrum, 22. August 1998). |
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Andreas Weigel:
Arno Schmidt:
Werke und Konkordanz. Die Bargfelder
Ausgabe auf CD-ROM. Realisierung von Günter Jürgensmeier. Eine Edition
der Arno Schmidt Stiftung im Haffmans Verlag. Zürich: Haffmans 1997
(Die Presse, Spectrum, 13. Juni 1998). |

Andreas Weigel:
Joseph von Westphalen »Mein
Kosmos«. München: systhema 1996 (Falter. Nr.59. 1997). |

Andreas Weigel: Kunterbunte Silberscheibchen:
Neue Medien: Alte Hüte in neuen Schläuchen? (Falter. Nr.40. 1996). |
|

Andreas Weigel:
Cinemania 97, Music Central 97.
Microsoft 1996
(Standard, Album, 22. November 1996). |

Andreas Weigel:
Encarta 97 Enzyklopädie.
Microsoft 1996
(Standard, Album, 15. November 1996). |

Andreas Weigel:
Karl-Heinz Müther: Multimedia CD-ROM Arno
Schmidt. Bibliographie und audiovisuelle Zeugnisse zu Leben, Werk und
Wirkung. Bielefeld: Aisthesis 1995
(Standard, Album, 19. April 1996). |
Wikipedia- und
Salzburg-Wiki-Beiträge
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Von mir neu erstellte Artikel:
Herbert Amry,
Internationaler Bund der Tierversuchsgegner,
Karl Heinz Burmeister,
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Friedhelm Rathjen,
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Senn,
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Anton Toldt. |
Andreas Weigel, technischer Chemiker (Absolvent
der „Rosensteingasse“), promovierter Germanist,
langjähriger Pressereferent. Autor einer zweibändigen
Monografie über Hans Wollschlägers
experimentellen Roman „Herzgewächse oder Der Fall Adams“. Zahlreiche Beiträge
für den ORF-Hörfunk, Zeitungen, Zeitschriften und mehrere Literaturjahrbücher. Ein langjähriger Schwerpunkt sind Recherchen zu und Dokumentationen über James
Joyces Österreich-Bezüge, wofür es auch die folgende
James Joyce
Austriaca-Mailingliste gibt.
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