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Dipl.-Ing. Gottfried Haider
Stand 2.5.2007

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Überblick Themen:

Starthilfe mit Starthilfekabel

Reinigungsfahrt für Kurzstreckenfahrzeuge

Probleme mit induktivem Impulsgeber
Leerlaufprobleme bei elektronischer Einspritzung
Luftwiderstand - Kraftstoffverbrauch
Radwechsel
Steinschlag Windschutzscheibe
PKW als Transporter
Elektrischer Fensterheberdefekt
Winterreifen im Sommer?
Zündungsprobleme bei Kälte
Firmenzeichen Reinigung
Notreparatur der Beleuchtung
Fensterenteisungsspray - Fensterheber
Quietschen der Gelenke
Marderschaden  
Startprobleme Autobahnparkplatz
Vorsicht beim Batterieabklemmen
Stromschlag beim Einsteigen
Alter von Verschleißteilen
Service in der Fachwerkstatt
Elektronikprobleme- Kontakte    
Autoradio Stromverbrauch         

Ein Auszug dieser Tipps ist auch im neuen Buch PKW-MotorInfo nachzulesen !  
PKW-MotorInfo

Starthilfe mit Starthilfekabel

Mit den tiefer werdenden Außentemperaturen, bei gleichzeitigem Ansteigen der Luftfeuchtigkeit, erreichen altersschwache Autobatterien die Grenze Ihrer schon verminderten Kapazität.  Nach einigen Fehlversuchen sucht man Hilfe bei Nachbarn  mit  Neuwagen und Starthilfekabel.

Dabei ist eine hohe Dauerdrehzahl  im Leerlauf
unbedingt zu vermeiden, da sie schlecht für den Motor und die Umwelt ist.
 
Das Spenderfahrzeug soll, nur während des Startversuches, mit erhöhter Drehzahl laufen.
Die hohe Zusatzbelastung durch das Empfängerfahrzeug (Zusatzwiderstände, Starterbetätigung, bei Diesel Vorglühen etc.), wird dabei  mit erhöhter Spannung abgefangen.
Dieser kurzzeitige Drehzahlanstieg im Leerlauf ist zwar nicht günstig für Spendermotor und Umwelt, aber da kurzfristig nicht von großer Bedeutung.
Wenn die ersten Versuche keinen Erfolg zeigen, sollte man den Starter etwas auskühlen lassen. Der Spendermotor sollte aber im Leerlauf kurz weiterlaufen, damit die schwache Empfänger-Batterie etwas geladen werden kann.

Schlecht wäre es, zu versuchen die schwache Empfängerbatterie durch erhöhte Drehzahl über einen längeren Zeitraum zu laden.


 "Reinigungsfahrt" für "Kurzstreckenmotoren"

Stadtbewohner kennen die Problematik nur allzu gut. Die Fahrt zur Arbeit, die Einkaufsfahrt, die Fahrt zum Arzt etc. läuft ganz selten ohne Stopp and Go Phasen und Verkehrsstau ab. Der Motor kommt nur kurzfristig auf Touren und die Leerlaufphasen an der Ampel oder im Stau überwiegen.
Die Folge sind eine schlecht nachgeladene Batterie und Verunreinigung im Motor, an den Brennräumen, Ventilen, Einspritzdüsen, Turbolader,....
Mit  oft mysteriösen und hypochondrischen Motorbetriebstörungen. Wichtige Geber und Sensoren arbeiten durch Ablagerungen nur zeitweise, der Motorleerlauf ist unregelmäßig, es treten Motorrucklen und  Geräusche auf, der Verbauch steigt an.
Gönnen Sie dem Motor Ihres Autos doch 2 bis 3mal im Monat eine zügige "Reinigungsfahrt" in der verkehrsarmen Zeit (Sonntag vormittag ?). Es muß ja nicht gleich die Autobahn sein.
Sie werden überrascht sein, wie gut der Motor danach läuft.  Ablagerungen werden freigebrannt, die Batterie wird ordentlich geladen, Ölklumpen an Geberköpfen werden weggespült und weggefiltert. Die Lagerungen  laufen durch die normale Betriebstemperatur mit optimalen Spiel und Schmierfilm. Die Motorentlüftung wird durchgespült und funktioniert wieder einwandfrei usw.


Probleme mit dem induktiven Impulsgeber, OT Geber, Drehzahlgeber    
werden vielfach nur durch Verschmutzung und schlechtem Kontakt der Verkabelung ausgelöst.
Der Geber zählt die Impulse, die durch elektromagnetische Marken auf einem verzahntem Zählrad  auf Schwungrad, oder vorderer Kurbelwelle ausgelöst werden.
Mit diesen Werten wird der ideale Zündzeitpunkt errechnet. Da diese wichtige Elektronik sehr exponiert  an der Motorunterseite  angebracht ist, wird diese auch durch Schmutz, Streusalz, Spritzwasser .... stark "beansprucht." Nur um festzustellen, ob es auch dieser Geber ist, der unrunden Motorlauf verursacht, nimmt man einfach den bewährten Elektronikspray und sprüht das Kabel und den Stecker ( noch nicht abgezogen) ordentlich ein. Zeigt sich dann nach einigen Minuten eine merkbare Besserung, dann  zahlt es sich aus gründlicher zu reinigen und auch das Kabel genauer zu checken.
Bei Motoren die das Zählrad im ölbenetzten Raum innerhalb des Motors (auf der Kurbelwelle) angebracht haben, bringt eine Ölwechsel oft eine schlagartige Besserung des  OT- Signales. Altes Öl, das selten bewegt wird, bildet Klumpen und Ablagerungen, die sich besonders bei kaltem Motor auswirken und den Geberkopf benetzen.
 Bei längerer zügiger Fahrt kann  die Verschmutzung wieder weggespült werden. Der Motor läuft wieder normal.  Steht der Motor dann wieder längere Zeit, oder läuft der Motor im Frühverkehrsstau mit geringer Drehzahl oder im Leerlauf, dann können sich wieder Ablagerungen festsetzen, die nicht mehr weggespült werden können.
Daher nicht beim Ölwechsel sparen und zumindest einmal  jährlich, auch bei geringer Kilometerleistung, wechseln.


Probleme durch zu langen Motor-Leerlauf
Die modernen Benzineinspritzmotoren haben eine Vielzahl an Gebern, Stellern, Reglern...
Die Leerlaufdrehzahl muß nicht mehr eingestellt werden. Sie wird z.B. bei der Motronic mit einem Luft Bypassventil, dem Leerlaufdrehsteller und dem elektronischen Regler geregelt. Es wird Luft vor der geschlossenen Drosselklappe entnommen und über dieses Drehkolbenventil in das Saugrohr geleitet. Der Luftmengenmesser leitet dann die Schritte ein, die zu einer ausreichenden Benzinmehrmenge führen.
Zu langer Leerlauf kann besonders bei älteren Motoren (höheres Blow By) zu einer Verölung des Drehkolbens führen, sodaß dieser nicht mehr fehlerfrei arbeitet und eine markantes Magerruckeln des Motors verursacht, das sich besonders beim Stopp an der Verkehrampel bemerkbar macht.
Besonders nach dem intensivem Abgastest im Rahmen der jährlichen Fahrzeugüberprüfung kann dieses Magerruckeln auftreten, und ist dann der Grund für den Tausch von Zündkabeln, Zündkerzen, Luftmengenmesser..., obwohl diese Teile eigentlich noch brauchbar waren. Man kann diesen Leerlaufdrehsteller leicht ausbauen und einschliesslich der Schlauchleitungen vom Öl befreien, sowie die Drehkolben-Freigängigkeit prüfen. Nach einer kurzen Einlaufphase läuft der Motor wieder wie eine Nähmaschine.

Der Luftwiderstand des modernen PKW´s wird ständig verbessert.
Hauptgrund ist der direkte Zusammenhang zwischen Kraftstoffverbrauch und dem Luftwiderstand der Karosserie.
Je kleiner der Luftwiderstandsbeiwert und je kleiner die Fahrzeug-Frontfläche ist, umso kleiner ist auch der Verbrauch.
Besonders bei höherer Fahrzeuggeschwindigkeit.
Die windschlüpfrig gestaltete Form verliert jedoch seine Wirkung, wenn bei rascher Fahrt das Seitenfenster oder das Schiebedach  geöffnet ist.
Jede Störung der Stromlinien entlang der Außenkontour in Form einer Öffnung oder einer eintretenden Kante, wie beim Schwenkfenster oder bei einem Heckspoiler verzögert die Strömung und erhöht den Widerstand. Der erhöhte Aufwand vergrößert in Folge auch den Verbrauch.
Deshalb bei Autobahnfahrt alle Fenster ganz geschlossen halten und die Lüftungsschlitze im Fahrzeug bei Hitze ganz öffnen.
Diverse Zubehör Spoiler haben zwar eine gute Wirkung in Richtung erhöhtem Abtrieb und verbesserter Kurvengeschwindigkeit.
Der höherer Abtrieb wird jedoch durch Zusatzspoiler bei den modernen optimierten Fahrzeugen mit höherem Verbrauch bezahlt.
Nur Oldtimer können mit diesem Zusatz windschlüpfriger gemacht werden.
Dies geschieht meist durch einen flachen Heckspoiler, der eine Kantenverlängerung am Kofferraumdeckel bildet und durch eine spezielle Formgebung den Luftwirbel hinter dem Heck derart beeinflußt, das die Kontour-Strömungsgeschwindigkeit am Fahrzeugende vergrößert wird.
Der Luftstom wird verzögert und der Widerstand (Abtrieb) größer, wenn der Spoiler im Wind (Heckspoiler hochgedreht) steht.

Rechtzeitiger Räderwechsel  Sommer auf Winterräder:  
Der Winter macht sich oft schon im November kräftig bemerkbar.
Zumindest die Neigung zu regnerischem, feuchtem Wetter nimmt  zu.
Daher ist es Zeit, rechtzeitig an den Reifenwechsel zu denken.  
Ältere Sommereifen mit knapp ausreichender Profiltiefe könnten in nächster Zeit nicht mehr ausreichend Fahr-Sicherheit bieten.
Der Wechsel im Oktober, bei noch angenehmen Außentemperaturen, kann in Ruhe und Konzentration durchgeführt werden.
Mit dem Fahrzeuggewicht und der größeren Hubhöhe beim schweren Fahrzeug steigt auch die Neigung zum Umkippen des Serienwagenhebers.

Eine Absicherung (Abroll-Blockierung eines Rades) des Fahrzeuges, zusätzlich zur angezogenen Handbremse und  dem 1.Gang Einlegen, ist daher sehr ratsam.
Zwei Holzkeile unter das gegenüberliegende Hinterrad  verhindert das Wegrollen des Fahrzeuges in beide Richtungen.
Zusätzlich kann man noch ein abgenommenes Rad an der angehobenen Seite unter den Rahmen schieben.
Mensch und Achsteile (Bremsscheibe) können dadurch vor dem Schlimmsten bewahrt werden.

Notreparatur eines Steinschlages an der Windschutzscheibe:
Leider werden die Steine, die letztlich zu einer Einschlagstelle auf der Windschutzscheibe führen auch an Feiertagen und Wochenenden aufgewirbelt.
Bis man nun endlich einen Termin für eine Reparatur bekommt, muß man besonders im Winter und bei oftmaligen Temperaturwechsel (am Tag Tauwetter - in der Nacht Gefrieren) verhindern, das Wasser in den Riß gelangt und über Nacht gefriert.
Das führt zu "Frostaufbrüchen" oder mindestens zu einer stetigen Zunahme der Rißlänge.
Bei Plusgraden kann der Riß mit einem Komponentenkleber und wasserdichtem Power-Tape abgedichtet und stabilisiert werden.

PKW als Transporter ?
Glücklich ist, wer schon einen Kleinbus oder einen Kombi besitzt. Was aber tun, wenn man rasch sperrige Güter wie Fernseher, Waschmaschine,..etc transportieren muß und nur ein PKW mit Stufenheck verfügbar ist?
Bei vielen PKW´s gibt es schon die Möglichkeit mit wenigen Handgriffen die Rücksitzbank (zumindest die Sitzfläche) zu demontieren.
Die dadurch gewonnene Ladehöhe von bis zu 50cm mehr ermöglicht nun die Aufnahme einer Kühlbox, eines TV-Gerätes, oder gar eines Mofas (Opel Omega 1991). Das schadenfrohe Grinsen der Zuseher beim Einladen ändert sich schlagartig in ein ungläubiges Staunen.
Eine Grenze ist freilich durch die lichte Weite der Fahrzeugtür gegeben - sonst wären noch sperrigere Güter transportierbar.

Defekt bei den elektrischen Fensterhebern:
Besonders bei älteren Fahrzeugen gibt es früher oder später Probleme mit den elektrischen Stellmotoren für die Seitenfenster. Bleibt nun das Fenster in der OFFEN-Stellung stehen und läßt es sich auch nicht "durch ein verzweifeltes mit der Faust auf die Verkleidung schlagen" in Bewegung setzen, müßte man das offen stehende Fenster aus Sicherheitsgründen zumindest manuell schließen können.  Das ist aber nur nach einer aufwendigen Demontage der Türverkleidung und dem Aushängen des Gestänges möglich. Dafür ist aber schon ein hohes handwerkliches Niveau notwendig.
Hat man nun keine andere Wahl, weil "Nacht und Nebel" herrscht und auch keine FahrzeugEinstellmöglichkeit vorhanden ist, sollte man doch versuchen die Abdeckung abzuschrauben und  die Steckverbindungen mit Kontaktspray einzusprühen -  Das Gestänge erträgt sicher auch einen Schmiernebel. Sehr oft arbeitet dann der vermeintlich kaputte Stellmotor wieder wie neu. Bevor der teure Stellmotor (meist nur mit zugehörigem Gestänge erhältlich) getauscht wird, sollte man diese Wartungsarbeiten versuchen.
PS: Eine Blockierung der Fensterheber kann auch bei Betätigung ohne Zündschlüssel und gleichzeitiger mechanischer Blockade (kann auch eine Verschmutzung oder ein Festkleben der Scheibe im Dichtungsbereich sein) der Scheibe auftreten. - Dann wird die eventuell vorhandene "Diebstahlsicherung" ausgelöst. Diese wird aber mit dem Einsatz des Zündschlüssels wieder deaktiviert.

Winterreifen über den Sommer  benutzen ?
Problemstellung:
Die Sommereifen sind weit mehr abgefahren als die fast neuen Winterreifen.
Soll man die Abnützung der beiden Reifenarten nicht dadurch angleichen könnte indem man die Winterreifen einfach eine Saison über den Sommer oben läßt?
Nein!--Das ist nach meiner Erfahrung nicht zu empfehlen. Die Winterreifen haben nicht nur ein gröberes, tieferes Profil, sondern auch eine weichere, temperaturempfindlichere Mischung. Das ergibt bei Sommertemperaturen und aufgeheizter Fahrbahn empfindlich höheren Verschleiß und auch verminderte Fahrsicherheit.
Fährt man trotzdem mit den Winterreifen über den Sommer könnten nun auch die Winterreifen für den Winter unbrauchbar werden. Daher eigene Felgen für Wintereifen als auch für Sommereifen und regelmäßig ummontieren .

Probleme mit  Einspritzung  und Zündung bei extremer Kälte :
Besonders bei nicht mehr ganz so neuen Autos, kann es durch gefrierendes Kondensat im Luftmengenmesser zu  Bewegungseinschränkung des Kolbens und zu "Kontaktproblemen" an Steckern Zündung und Einspritzung kommen. Wenn die Auslenkung des Luftmengenmessers  stellenweise blockiert wird , bekommt der Motor zu wenig Kraftstoff und beginnt zu "stottern". Das zeigt sich aber erst nach dem Kaltstart und Warmlauf, da bis zum Erreichen der Betriebstemperatur eine zusätzlich Kraftstoffanreicherung aktiv ist, die diesen Mangel ausgleicht.
Abruptes Gasgeben bringt da wenig. Der Drehkolben bleibt dabei meist an noch ungünstigerer Stelle stecken oder wird eingebremst.
Besser ist es mit sanftem Gaspedaldruck weiterzufahren und Beschleunigungen (wenn möglich)  zu vermeiden.  Ein Aufenthalt in einer geheizten Garage wäre hier wohl am besten. Das Aufheizen mit Lötlampe etc. kann jedoch lebensgefählich sein. Der leichte dosierte Schlag auf das Gehäuse kann die Blockierung (Behinderung)  lösen.

Autopflege im Bereich von Firmen -,und Typenschilder
Das Reinigen und Wachsen des Lackes im Bereich von Logos und Typbezeichnungen ist schwierig bis unmöglich, weil diese meist erhaben ca.2-3mm aus der Lackoberfläche ragen und kleine Krater bilden. Mit der Zahnbürste oder Wattebausch etc. ist das nur eine halbe Sache und sehr mühsam. Die meisten dieser Teile sind aber nur aufgesteckt.
In mehreren kleinen Bohrungen  im Blech ragen Bolzen die leicht einrasten. Wenn man nun vorsichtig mit einem kleinen Schraubenzieher zwischen Blech und Schriftzug eindringt, kann man diese Teile leicht lösen und Lack und Schriftzug ohne Probleme reinigen. Das Montieren ist noch einfacher - Federbolzen in Bohrungen einführen und leicht andrücken, bis das Teil eingerastet ist. Zu oft würde ich diesen Vorgang jedoch nicht empfehlen - Es muß ja nicht bei jeder Lackpflege sein!

Notreparatur der Beleuchtung mit dosiertem Schlag?
Die Ersatzlampenbox wird bei Neuwagen mitgeliefert.
Bei Gebrauchtautos sollte man rechtzeitig die, für das jeweilige Fahrzeug, richtige Box besorgen.
Besonders nach den Wintermonaten sollte man die Funktion der Lichtanlage öfters prüfen.
Trotzdem wird man fallweise während der Fahrt in der Dämmerung oder bei Nachtfahrt von anderen Verkehrsteilnehmern angeblinkt , weil man "einäugig" unterwegs ist.
Der Lampentausch bei fehlender Außenbeleuchtung und ungünstiger Parkgelegenheit ist sehr schwierig.
Manchmal ist das günstige Lampenboxangebot doch nicht für den Fahrzeutyp geeignet.
Oder man findet sie in der Dunkelheit nicht.
Wie ich schon mehrmals erfahren durfte, hilft ein  leichter dosierter Schlag  mit der Hand auf das Scheinwerferglas über die Extremsituation hinweg. Sehr oft handelt es sich bei einem Lampenausfall nur um "Kontaktschwierigkeiten", die man vorübergehend mit dieser Erschütterung  beheben kann. Am Fahrziel angekommen, kann man dann die notwendigen fachkompetenten Schritte setzen.

Vorsicht bei der Anwendung von Fensterenteisungssprays?
Bei stark vereisten Fensterscheiben ist der Einsatz von Enteisungssprays oft die einzige Möglichkeit die beinharte Eisschicht  an den Fensterscheiben ausreichend zu entfernen. Dabei ist eine Sprühblende aus Karton, Kunststoff... sehr zu empfehlen. Diese soll verhindern, daß der Sprühnebel nur die Scheiben und nicht die angrenzenden Lackteile und Fensterdichtungen benetzt. Besprüht man ungewollt  Lackteile, so entsteht dort eine klebrige Schmutzschicht, die nur mit großer Mühe wieder entfernt werden kann. Besonders unangenehm und überraschend ist es aber, wenn  das Seitenfenster nicht mehr mit dem elektrischen Fensterheber geöffnet werden kann, weil Spray zwischen Fensterdichtung und Fensterscheibe gelangt ist und nach tagelangem Parken und inzwischen Plustemperaturen festgeklebt ist.
Ich habe nur zwei verschiedene Fabrikate verwendet  - Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, das andere Produkte diesem Umstand Rechnung tragen und bedenkenlos auch auf Lack und Dichtungen gesprüht werden können.

Quietschen der Gelenke durch Schmierung ärger?
Das lästige, oft nervenbelastende , Quietschen von Gelenken (Tür-, Sitzhalterungsgelenke...) kann sich nach dem Ölen oder Fetten verschlechtern. Das klingt im ersten Moment  unglaubwürdig - hat aber eine logische Begründung.
Dann nämlich wenn das Gelenk zufolge eines Fertigungsfehlers oder Wärmedehnung keinen Platz mehr für einen durchgehenden Schmierfilm läßt und die zu wenig steife Schanieranlenkung durch mehrmaliges Festgehen und Lösen während des Türöffnens akustisch angeregt wird. Meist tritt dieses Quietschen erst zufolge eines Wassereintritts auf.
Nach dem Abtrocknen ist  die Lärmquelle oft wie durch ein Wunder verschwunden.

Der Marder hat zugeschlagen!
Beim ersten Mal war es nur ein Schokoriegel - siehe weiter unten
Der PKW stand ca. 1Woche in einer "ruhigen" Nebenstraße in der Nähe von Grünanlagen. Ausgerechnet an diesem Tag war ich in Eile und verzichtete auf eine Kontrolle des Motorraumes. Start - Motor läuft auf zwei Zylinder - stelle Motor sofort ab. Nach einem Blick auf den Motor erkannte ich den Grund. Zwei Zündkabel komplett durchgebissen, ein Kabel fast durchtrennt.
Die Beschaffung der Kabel für ein Fahrzeug Baujahr 1991 gestaltete sich als sehr aufwendig. Ich konnte jedoch ähnliche Kabeln von jüngeren Fahrzeugen dieses Typs bekommen, die auch einwandfrei paßten. Kosten ca.ATS1000,-
Es ist daher ratsam bei längerer Parkdauer (besonders wenn Grünanlagen angrenzen), das Fahrzeug doch in einer Straße mit ständigem Verkehr abzustellen. Der Marder sucht sich zuerst ein einigermaßen ruhiges Plätzchen im Motorraum eines scheinbar ortsfesten Fahrzeuges, legt dort fallweise Nahrungsmitteldepots an, und beißt dort im Bereich dieses "Ruheplatzes" an wegstehenden   Kabeln und Schläuchen (vielleicht um seinen Bau zu verbessern und auszubauen - störende Hindernisse zu beseitigen). Mögliche Abhilfe:  Kabel zusammenzufassen und möglichst wandnah  verlegen - wegstehende Kabel  armieren (Schutzrohr mit großem Durchmesser - z.B. biegsames Elektro-Kabelschutzrohr).


Autobahnrast - Motor läßt sich nicht mehr starten!
Nach einer langen Autobahnfahrt machen Sie eine Pause auf einem unbeleuchteten Autobahnparkplatz -
Fahrer und Motor haben eine Abkühlung verdient - Sie betätigen den Startschlüssel und das gewohnte Geräusch des durchdrehenden Starters fehlt plötzlich - der Motor startet trotz leuchtender Ladekontrolle nicht - nichts bewegt sich. Die Kontrolle von Leitungen und mechanischen Teilen ist fast unmöglich, weil der Abstellplatz unbeleuchtet ist. Die Suche nach der Notrufsäule kann im Finstern lebensgefährlich sein.
Die Ursache für diesen Totalausfall Ihres Fahrzeuges ist aber meist leicht behebbar. Entweder der Einrastmechanismus des Starters "klebt" (Rest-Magnetismus, Aufheizung durch Wärmestau) fest. - Ein Schlag mit einem Hammer auf das Stahlgehäuse des Starters genügt für die Behebung.
Oder das Starterritzel trifft mit dem Zahnkopf auf einen Zahnkopf des Starterkranzes - Gang einlegen und Fahrzeug vor-, und zurückbewegen.


Batterie extern aufladen - "Kraftstoffverlust"?
Nachdem es die Zentralverriegelung schon lange Zeit in Serie gibt, ist es für den Großteil der Autofahrer sicher bekannt, das nach dem Abklemmen der Autobatterie die Zentralverriegelung nicht mehr funktioniert. Jede einzelne Tür muß (wenn nicht schon vorher verschlossen) extra abgesperrt werden - auch die Tankverschlußklappe und der Kofferraumdeckel (Werkzeugverlust etc.).
Das ist aber bei Stellung offen der Zentralverriegelung und abgeklemmter Batterie nicht mehr möglich.
Daher (eh kloar - aber im Stress vergißt man das leicht):
1.Motorraumklappe (Hebel im Innenraum) entriegeln.
2.Absperren mit Zentralverriegelung wie üblich.
3.Batterie abklemmen und - für das über Nacht aufladen -  ausbauen.
4.Motorraumdeckel schließen.
5.Wenn etwas im Innenraum vergessen wurde, kann ja jede Tür einzeln noch aufgeschlossen werden.



Elektroschock beim Einsteigen?
Sie gehen zu Ihrem Auto greifen zur Türschnalle und bekommen einen leichten bis leicht schmerzhaften Elektroschlag in die Fingerspitze! Wenn es nur an Ihrer Kunststoffschuhsohle liegt, die Sie an dem dazu passenden Untergrund beim Gehen  elektrostatisch aufgeladen haben - ist das harmlos. Wenn die Ursache jedoch an einem stromführenden Kabel liegt, das die Karrosserie berührt (weil schlecht montiert oder gelockert), kann das aber auch dramatische Folgen haben.
Denken Sie nur, wenn beispielsweise beim Öffnen des Tankverschlusses diese Ladung plötzlich abgebaut wird, das Benzin - Luftgemisch -Verhältnis und die Umgebungstemperatur für eine Zündung übereinstimmt!
Es ist sehr ratsam eine Fachwerkstätte aufzusuchen.


Bestimmung des Alters von Verschleißteilen:
Das Alter der Antriebsteile, die regelmäßig nach den Angaben des Fahrzeugherstellers getauscht werden müssen, kann mit Hilfe einer Produktions-Codezahl  bestimmt werden. Diese Nummer ist  beispielsweise auf dem Riemenrücken aufgedruckt und kann auch bei eingebautem Riemen abgelesen werden. Beim Nachsehen ist  jedoch Vorsicht geboten - denn es dürfen auf keinen Fall Schmutz oder kleine Teile in den Ablaufbereich des Riemens geraten!
Mit der beispielsweise dreistelligen Nummer (247) kann man Woche (24=24KW) und Jahr (7=1997) der Fertigung feststellen.


Warum es besser ist, die Fachwerkstätte und Servicefirma möglichst nicht zu wechseln!
Wem ist es nicht schon passiert, daß er vor Durchführung der Jahresinspektion oder einer Reparatur über frühere Wartungsarbeiten und dem Austausch von Teilen befragt wurde. Ob, beispielsweise die Stoßdämpfer oder der Zahnriemen schon einmal getauscht wurden. Oder wie alt die Starterbatterie ist?
Wurde im Idealfall das Auto beim Kfz-Betrieb X gekauft und dort auch alle Service und Reparaturarbeiten durchgeführt, so kann die "Leidensgeschichte" Ihres Fahrzeuges (fahrende Sparbüchse) über Rechnungen  und Computerbuchungen abgerufen werden. Regelmäßige Wartungsarbeiten und Routinetausch von Verschleißteilen können richtig getimed werden. Kosten durch unnotwendiges Erneuern von Teilen vermieden werden.


Wie kommt der Schokoriegel in den Ansaugraum des Gebläses?
Es ist besondere Vorsicht geboten, wenn man Bonbons, Schokoriegel, Brotstücke,... unter der Motorhaube, meist in den Hohlräumen vor dem Ansauggitter des Innenraumgebläses, findet.
Der Verdacht liegt nahe, daß  sich ein "Nagetier oder kleines Raubtier" während des mehrtägigen Parkens einen Depot und Ruheraum eingerichtet hat. Da nicht auszuschließen ist, daß der Marder nicht schon an den Schlauchleitungen und Kabeln genagt hat, ist es sehr ratsam diese vor Fahrtantritt zu kontrollieren. Danach Starten und bei geöffneter Motorhaube im Leerlauf eine Sichtkontrolle (besser nicht bei laufenden Motor hantieren) machen.


Elektronikprobleme:
Moderne Fahrzeuge sind mit High-Tech-Motoren ausgestattet, die eine Vielzahl
an elektronischen Bauteilen notwendig machen.
Elektronische Kraftstoffeinspritzung, elektronische Zündanlage,.....
Besonders im Herbst und Winter treten, auch bei bester Isolierung und Abschirmung
plötzlich Probleme beim Starten und Warmlaufen , aber auch während längerer Autobahnfahrten
auf. In der Reparaturwerkstätte angekommen, können diese Probleme plötzlich (durch Wärmeeinwirkung und Wegfallen des kalten Fahrtwindes) verschwinden, und Sie stehen als
Besitzer eines "hypochondrischen* Fahrzeuges" da. Kurz nachdem Sie die Werkstatt verlassen haben, fängt der Motor auch schon wieder zu "ruckeln"(Kälteeinwirkung) an.
Daher:
Bevor Sie einzelne Bauteile wie Luftmengenmesser, Zündkabel mit Stecker, diverse Stecker,
u.a....austauschen lassen. Versuchen Sie es doch einmal mit handelsüblichem Elektronikspray , den Sie
auf, oder besser in den abgezogenen Stecker, und über Zündkabeln (Vorsicht nicht bei heißem Motor, und nicht auf Auspuffkrümmer)  sprühen.
Auch das Abziehen und wieder Aufstecken von Steckern kann schon helfen.
Ich habe mir mit regelmäßiger Anwendung dieses Tips, den Austausch von
vermeintlich "undichten und vereisungsanfälligen", elektronischen Bauteilen erspart.
Der bei feucht, kaltem Wetter ruckelnde, oft ausgehende Motor, läuft nun wie eine "Nähmaschine".
Vermeintlich defekte Leuchten "leben" wieder. Der laut Anzeige ständig im blauen, kalten Bereich
laufende Motor hat doch die richtige Betriebstemperatur, nachdem der Stecker auf dem Kühlwassertemperaturfühler eingesprüht und die Kontaktluft  mit der Zange beseitigt wurde.


"Batteriefresser" Autoradio ?
Das Autoradio kann bei tagelangem Nichtbetrieb des Fahrzeuges die Batterie völlig entleeren, wenn es so angeschlossen ist, daß es bei abgezogenem Startschlüssel und somit ausgeschaltener Zündung weiter in Betrieb (z.B. bei der Wagenwäsche, Camping..) genommen werden kann ( das Stand-By Lämpchen des Autoradios leuchet ). Bei Verwendung einer schon geschwächten Batterie, noch dazu im Winter, ist  eine Änderung des Autoradio-Anschlusses in der Fachwerkstätte sehr empfehlenswert.



* Hypochondra - Eingebildeter Kranker
PS: Für erfahrene Pannenfahrer und kompetente Mitarbeiter von Fachwerkstätten sind diese Tips sicher bekannt. Für den "Autofahrer" jedoch hilfreich.

Copyright 2000 bis 2007 Gottfried Haider

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Für die Anwendung dieser Tipps kann keine Haftung für Schäden und Folgeschäden übernommen werden!

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