Panikattacken

können mit oder ohne Agoraphobie (Platzangst) auftreten. Sie treten häufig plötzlich, manchmal sogar mitten im Schlaf auf. Teilweise sind sie mit der Zeit schon erwartet.

Panikattacken sind gekennzeichnet durch

  • körperliche Symptome: Herzklopfen, Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Benommenheit, Schwitzen, Brustschmerzen, Engegefühle in der Brust usw.
  • Empfindungen: "Angst zu sterben", "Angst verrückt zu werden" oder "Angst, die Kontrolle zu verlieren"
  • Gedanken: wie "jetzt ist es wieder soweit" oder "nicht schon wieder" und
  • Handlungsmuster: die Suche nach Hilfe von außen, beispielsweise beim Notarzt, im Krankenhaus, bei Angehörigen oder durch Medikamente.

Nach dem Auftreten einer erstmaligen Panikattacke, der häufig körperliche oder psychische Belastungen (Streß) vorausgegangen sind, kann ein Teufelskreis der Angst in Gang gesetzt werden. Dieser Kreislauf kann sich so ausweiten, daß er letztendlich den Lebensalltag beherrscht.

So schnell man in eine Angsterkrankung hineingeraten kann, so gut und rasch ist sie behandelbar. Sofern Sie an sich oben genannte Symptome erkennen, sollten Sie nicht zögern, eine Angstambulanz oder einen/eine Psychotherapeuten/in aufzusuchen.

Die Verhaltenstherapie hat bei der Behandlung von Panikattacken ausgezeichnete Behandlungserfolge.

 

Literaturempfehlungen:

"Wenn Angst krank macht - Störungen erkennen, verstehen und behandeln"; Hans-Ulrich Wittchen; Mosaik Verlag

"Wenn Angst das Leben lähmt - Ihr Weg aus der generalisierten Angst"; Hans-Ulrich Wittchen; Mosaik Verlag

"Angst - Angsterkrankungen - Behandlungsmöglichkeiten" ; Hrsg. Wittchen, Hexal-Ratgeber, Karger Verlag