SOMATISIERUNGSSTÖRUNG

 

Die Somatisierungsstörung ist gekennzeichnet durch verschiedene, wechselnde Beschwerden: z.B. Übelkeit, Bauchschmerzen, häufiger Durchfall, Blähungen, Brustschmerzen, Atemlosigkeit ohne Anstrengung, unangenehme Taubheits- oder Kribbelgefühle in den Extremitäten, Schmerzempfindungen, die über ca. zwei Jahre bestehen.

Die Personen leiden sehr unter ihren Beschwerden und suchen mehrfach Ärzte oder Kliniken auf. Trotz der Versicherung der Fachleute, dass keine ausreichende körperliche Ursache für die körperlichen Beschwerden gegeben ist, bleibt die Unsicherheit und das Bedürfnis nach einer befriedigenden Erklärung bestehen.

Teilweise fühlen sich die Klienten von den Fachleuten und den Menschen ihrer Umgebung nicht mehr Ernst genommen, was den Leidensdruck noch erhöht. So nehmen sie aufwendige Untersuchungen oder gar operative Eingriffe in Kauf, um dem Leiden endlich ein Ende zu setzen und endlich eine Diagnose zu haben, die belegt, daß man sich die Beschwerden nicht eingebildet hat.

Die Behandlung dieser Störung beinhaltet: bisherige Lösungsversuche aufgeben (z.B die Untersuchungen), Informationsvermittlung über die Entstehung der Störung, gedankliche Neubewertung, positive Selbstgespräche, Umgang mit Belastungen und Konflikten und das Akzeptieren von körperlichen Veränderungen.