PSYCHOTHERAPIE - VERHALTENSTHERAPIE

 

Verhaltenstherapie ist eine Therapieschule, die vom vorliegenden Problem ausgeht und eine individuelle Problemanalyse vornimmt.

Dabei wird die persönliche Entwicklung, speziell der vorliegenden Problematik, deren Entstehungsbedingungen und aufrechterhaltenden Bedingungen erarbeitet.

Weiters wird eine Analyse des "Systems" vorgenommen. Es wird erarbeitet, welche Rolle dem sozialen Umfeld bezüglich der Entstehung und Aufrechterhaltung der jeweiligen Problematik zukommt. Ziel ist es, den Fokus auf entsprechende Lösungen zu legen. Dabei wird, je nach Bedarf auf vergangene Erfahrungen und Fertigkeiten zurückgegriffen, die der Klient zur Bewältigung der momentanen Probleme benötigt.

Ziel der Therapie ist, nicht in der Vergangenheit steckenzubleiben, sondern im "Hier und Jetzt" Lösungen für ein Problem zu finden, d.h. Fertigkeiten zu erwerben, um Probleme zu lösen.

Die Verhaltenstherapie legt zudem großen Wert darauf, kognitive, emotionale und physiologische Ebenen zu berücksichtigen. Alle drei Bereiche sind für die Problembewältigung in unterschiedlich starker Ausprägung zu berücksichtigen. Die Verhaltenstherapie sucht nicht automatisch nach traumatischen Ereignissen oder nicht verarbeiteten Konflikten. Denn es gibt Problembereiche, wie beispielsweise "Angststörungen", die weitestgehend physiologische Auslöser haben.

Einen ganz wesentlichen Anteil nimmt die Transparenz ein, und das bedeutet, mit dem Patienten gemeinsam Erklärungsmodelle für die Entstehung seiner Problematik zu erarbeiten.