Geschichte

Unser Name Emmaus ist der Name eines Ortes in Palästina, wo einige Verzweifelte die Hoff­nung wiedergefunden haben.

So steht es im Universalen Manifest der internationalen Emmaus-Bewegung, die im November 1949 von dem französischen Priester Abbé Pierre durch das Zusammentreffen mit einem Mann, der verzweifelt und einsam war, ins Leben gerufen wurde. Statt ihm Almosen zu geben, bat Abbé Pierre ihn, ihm „helfen zu helfen“, ihm zu helfen, angesichts der trostlosen Lage obdachloser Familien in den Vorstädten von Paris für diese Unterkünfte zu bauen. Durch diese Arbeit erhielt der Mann das wieder, was ihm vor allem fehlte: Einen Sinn im Leben.

So entstand die erste Emmaus-Gemeinschaft. Seither entstehen auf der ganzen Welt Emmaus-Ge­mein­schaften und Gruppen, deren Ziel es ist, soziale Ungerechtigkeit zu bekämpfen und sich für ein men­schen­würdiges Leben einzusetzen. Ein Zusammentreffen von: Menschen, die sich ihrer privilegierten Situation und ihrer sozialen Verantwortung angesichts der Ungerechtigkeit bewusst sind, und Menschen, für die das Leben keinen Sinn mehr hat. Sie beschliessen, ihre Tatkraft zu vereinen, um sich gegenseitig zu unterstützen und den Notleidenden zu helfen in der Überzeugung, dass jeder auch sich selbst hilft, indem er anderen hilft.

Das Ziel von Emmaus ist, sich dafür einzusetzen, dass alle Menschen, alle menschlichen Gemeinschaften und alle Nationen als gleichberechtigte Partner miteinander leben und sich gegenseitig helfen, ihren Lebens­unterhalt sicherzustellen, Selbstvertrauen zu finden und in gleicher Weise menschenwürdig zu leben.

Emmaus in Innsbruck begann 1997, damals war neben dem heutigen Leiter ein Comboni Missionar und ein Betroffener an der Gründung beteiligt. Es lief damals fast alles auf ehrenamtlicher Basis, erhalten wir heute breite Unterstützung für unsere Arbeit.

Emmaus in Innsbruck ist organisiert als gemeinnütziger Verein der Caritas der Diözese Innsbruck. Unser Ziel ist die Unterstützung und Begleitung von wohnungs- und arbeitslosen Männern, bei denen die Alkohol­problematik im Vordergrund steht. Nach abgeschlossener Alkoholentwöhnung bieten wir ihnen eine „trockene“ Wohngemeinschaft und einen betreuten Arbeitsplatz als Hilfsarbeiter im Bereich der Garten- und Grünanlagenpflege an.

Von der Abhängigkeit in ein eigenverantwortliches Leben, von der Ausweglosigkeit in eine hoffnungsvollere Zukunft!

Emmaus beschäftigt zur Zeit fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon sind acht Mitarbeiter in betreutem Wohn- und Arbeitsverhältnis, drei Arbeitsanleiter, eine pädagogische Mitarbeiterin, eine Büro­kraft, ein Zivildiener und ein Leiter der Einrichtung.