| Idee und Planung:
Wir wollten auch einmal die andere Seite der Mutter Erde kennen
lernen. Allerdings war uns von Anfang an klar, dass wir nur
einen Teil dieses riesigen Kontinents kennen lernen können.
Wir entschieden uns für den Westen. Also buchten wir
den Hinflug nach Darwin und den Rückflug von Perth. Wir
mieteten 2 Jeeps, die wir in Darwin übernehmen und in
Perth zurückgeben konnten. Ein größeres Problem
bei der Vorbereitung war die Einschränkung des Gepäcks
auf 20 kg. Da konnten wir nur das Notwendigste mitnehmen,
vor allem die Campingausrüstung.
Das Team: Leo Köck,
Peter Nothdurfter, Otto Schöpf, Willi Schatz, Gebhard
Neurauter, Siegfried Köck, Johann Vigl.
Ausgzug aus dem Tagebuch - 1. Versteckte
Schluchten:
Einen Rest von Nudeln und Salat vertilgen Peter und ich zum
Frühstück, dann räumen wir das Lager zusammen.
Die Nacht war wohltuend frisch, und am Morgen konnte man frühstücken,
ohne gleich ins Schwitzen zu kommen. Jetzt geht es weiter
nach Süden zum Karijini Nationalpark. Dort gibt es einige
Gorges (Schluchten) mit tiefen Pools. Den ersten davon wählen
wir aus und liegen gerade richtig. Ein über warmen Fels
rinnender Bach, ein tiefes Becken mit kühlem Wasser,
da lohnt es sich schon, ein paar Minuten zu Fuß zu gehen.
Das Typische an diesen Gorges ist, daß sie in ebene
Landschaft eingeschnitten sind und man sie nur aus der Luft
oder durch Zufall finden könnte. Man sieht sie erst,
wenn man direkt am Abgrund steht.
2. Schlechter Tag:
Willi, Otto und ich fahren voraus. Wir sind im Outback, kein
Verkehr. Willi ärgert sich, daß Gebi mit dem zweiten
Auto nicht in Sichtweite hinter uns fährt. Als wir ihn
einige Zeit nicht mehr sehen, bleiben wir stehen. Nach fünf
Minuten ist er immer noch nicht da. Also kehren wir um, um
ihm entgegenzufahren. Da sehen wir es schon von weitem: Das
Auto steht schief, und alles ist ausgepackt. Da muß
etwas passiert sein. Zuerst tippen wir auf ein Känguruh,
aber beim Näherkommen sehen wir schon die Bescherung:
Es war ein Reifenplatzer. Wenn es an einem Tag schon so gut
läuft, dann darf auch ein weiteres Mißgeschick
nicht fehlen. Wir fahren in eine falsche Straße ein,
weil sie mehr befahren scheint als die andere. Nach langer
Zeit landen wir bei einer Farm. Die Straße geht aber
weiter, nur nach ein paar km ist Schluß. Also heißt
es umkehren, obwohl laut Karte die Straße weitergehen
müßte. Eine junge Australierin klärt uns auf:
"That's outback." Wir üben uns in geduld, fahren
die ganze Strecke zurück, verbuchen 40 unnütze Kilometer
und bewegen uns auf der richtigen Straße wieder in Richtung
Mount Augustus.
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