Idee und Planung:
Nachdem wir im letzten Sommer eine große Wanderung
mit schweren Rucksäcken gemacht haben, wollten wir heuer
eine Radtour in Canada machen. Peter hatte die Idee, ein Auto
zu mieten. Damit war das Gepäckproblem gelöst, und
es konnten auch Freunde mitfahren, die nicht radeln wollten.
Unsere Route: Von Vancouver über Whistler
und Pemberton nach Williams Lake, von dort hinaus zur Küste
nach Bella Coola, mit der Fähre hinunter nach Vancouver
Island, von Norden nach Süden komplett durch, mit der
Fähre zurück aufs Festland und nach Vancouver, gesamte
Radlerstrecke: 1.611 km
Die Mannschaft:
Radfahrer: Peter Nothdurfter, Gebhard Neurauter
und Johann Vigl
Autofahrer: Leo Köck, Otto Schöpf, Siegfried
Köck, Michael Wetzel und Werner Thurner
Auszug aus dem Tagebuch:
Der Bär: Wir sind jetzt auf Vancouver
Island und fahren die Straße 19 nach Süden. Und
gleich haben wir Bärenkontakt, sogar zweimal hintereinander.
Während die ersten zwei, vermutlich Mutter und Junges,
sofort die Flucht ergreifen, lässt sich der zweite, ein
älteres und größeres Exemplar, nicht stören.
Er frisst neben der Straße und will nicht verschwinden.
Wir sind sofort stehen geblieben, damit er uns nicht als Angreifer
ansieht. Jetzt ist guter Rat teuer. Doch meine Idee, durch
enges Beieinanderfahren ein großes Tier zu spielen,
funktioniert. Wir fahren ganz langsam los, und als wir näher
kommen, flüchtet der Bär...
Garantie in Canada? Am Morgen versuchen wir
bei der Tankstelle, unsere Bremsen reparieren zu lassen. Der
Mechaniker telefoniert mit dem Autovermieter, der lehnt aber
jede Kostenübernahme ab. Dann empfiehlt uns der Mechaniker,
nach Campbell River zu fahren. Dort ist eine Chevrolet –
Niederlassung, und da könnte die Sache vielleicht auf
Garantie gemacht werden. Aber wir haben Pech. Keine Garantie.
Nach langem Herumfragen findet Werner eine Werkstatt, die
unser Auto wieder bremsfähig macht. Als wir eintreffen,
erwartet uns Siggi und beschreibt uns den Weg zur Werkstatt.
Aber wir finden nicht hin und suchen einander eine Zeit lang,
bis wir aufeinanderstoßen. Dann fahren wir aus der Stadt
hinaus zum Elk Falls Campground. Es erwartet uns eine riesige
Anlage mitten im Wald. Wir sind froh, dass das Auto wieder
Bremsen hat. Natürlich werden wir versuchen, das für
die Reparaturen ausgegebene Geld vom Autoverleiher wieder
zu bekommen. Und mit Groll erinnern wir uns daran, dass wir
das Auto trotz kaputter Handbremse und undichtem Reifen übernommen
haben. Der Mechaniker hat gesagt, die kaputte Handbremse war
am Bremsdefekt Schuld. Das habe ich mir von ihm auch schriftlich
bestätigen lassen.
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