Idee und Planung:
Im Frühjahr dieses Jahres erfuhr ich von Peter,
dass er eine Islandreise plant. Ich war mir lange nicht sicher,
ob ich dabei sein kann. Aber mit der Zeit wurde es immer sicherer,
und zwei Monate vor der Abreise sagte ich endgültig zu.
Zur Vorbereitung gehört zuerst einmal eine grundsätzliche
Information aller Teilnehmer, damit sich keiner etwas erwartet,
was dann nicht eintrifft. Außerdem muss jeder wissen,
wie er sich vorzubereiten und einzustellen hat und welche
Ausrüstung notwendig ist.
Das Team: Ludwig Buelacher,
Dr. Werner Unsinn, Leo Köck, Walter Köll, Werner
Walch, Peter Nothdurfter, Willi Schatz, Otto Schöpf,
Kurt Treffner und Johann Vigl.
Auszug aus dem Tagebuch:
Wie geplant ist um Punkt 8.00 Uhr Abmarsch. Ein kräftiges
Frühstück soll uns mit der nötigen Energie
versorgen. Wir rechnen mit einer Gehzeit von rund 9 Stunden.
Dann geht es los in Richtung Rückseite des Berges. Der
eigentliche Aufstieg ist kurz, aber steil. Früh am Tag
oder nach einer kalten Nacht würde man Steigeisen brauchen.
Wir schaffen es aber ohne. Auf dem Gletscherplateau geht es
dann leicht, und bald stehen wir vor dem Gipfelaufbau. Den
schaffen wir auch noch, und auf 1682 m Seehöhe beglückwünschen
wir uns zum Gipfelsieg und freuen uns über das wunderbare
Wetter. Wir haben einen Tag erwischt, wie es sie am Herdubreid
wohl selten gibt. Die Aussicht entschädigt für die
Anstrengungen, und ganz klein zu unseren Füßen
sehen wir den Campingplatz mit unserem Himmelzelt...
Unser nächstes Ziel ist der Riesenvulkan Askja. Der Krater
hat gut und gern einen Durchmesser, der der Länge des
Gurgltales entspricht. Im Krater liegen drei Seen, wovon einer
stark schwefelhaltig und warm ist. Also wird gebadet. Auf
dem Hin- und Rückweg holen sich die Leichtsinnigen nasse
Füße, denn es liegt noch Schnee auf der Askja.
Und dazwischen gibt es jede Menge Schlamm und Wasser. Zu allem
Überfluss beginnt es auch noch zu regnen, und wir erleben
Island wieder einmal von seiner unbequemen Seite.
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