Tipps zur Brandverhütung
 

  Abfälle:
Die Zwischenlagerung leicht brennbarer Abfälle - zum Beispiel gebrauchte Putzlappen, Firnisrückstände - soll im Freien in verschlossenen Behältern erfolgen.
Glasflaschen nicht in Wald und Flur wegwerfen - Glasscherbe wirkt wie ein Brennglas.

■ Akkus:
Beim Ladevorgang des Akkus - Fotoapparat, Handy - kann es bei diesem zu einer Überhitzung kommen. Um einen Brand zu verhindern sollte eine nicht brennbare Unterlage verwendet werden.

■ Antennen:
Dachantennen für Funk, Radio, Fernseher etc. brauchen eine Erdung.

■ Asche:
In der vermeintlich erkalteten Asche können sich auch bis 72 Stunden noch Glutreste verbergen. Asche darf deshalb nie in brennbare Behälter, sondern nur in Metallbehälter mit Deckel geleert werden.

■ Beleuchtungskörper:
B
ei den Glühbirnen die maximale Watt-Zahl laut Angaben der Herstellerfirma nicht überschreiten.

■ Biomasseheizanlagen:
Bei Biomasseheizanlagen mit Vorratsbehälter den Fülldeckel erst öffnen, wenn sich die Förderschnecke in der Intervallförderung befindet. Wird der Vorratsbehälterdeckel bei komplettem Stillstand der Förderschnecke geöffnet, kann sich infolge eines Kamingegenzuges die Glut im Fördertunnel bis zum Vorratsbehälter fortpflanzen.
Bei Biomasseheizanlagen mit Raumaustragung sollen bei Stillstand der Förderschnecke - Standby der Heizanlage - keine Brennmaterialien jeglicher Art in die Glut geworfen werden. Durch das außergewöhnliche Feuer kann es im Fördertunnel in Richtung Brandschutzklappe zum Brand kommen.

■ Blitzschutz:
Für inneren und äußeren Blitzschutz sorgen.

■ Brandschutzklappen:
Brandschutzklappen in Lüftungsleitungen vorsehen.

■ Brandschutztüren:
Brandschutztüren immer schließen. Nicht offen festkeilen.

■ Brennstofflager:
Brennstofflager brandsicher ausstatten.

■ Bügeleisen:
Bügeleisen auf eine feuerfeste Unterlage stellen und genügend Abstand zu brennbaren Gegenständen einhalten.

■ Campieren:
Vergessen Sie beim Campieren nie, die Gasflaschen der Camping-Kocher oder -Lichter abzudrehen.

■ Dachboden:
Auf Dachböden dürfen
außer Erntegütern keine leicht brennbaren Materialien und keine brennbaren Flüssigkeiten gelagert werden. Alle Bereiche des Dachbodens müssen leicht zugänglich sein. Vor allem Kamine und Dachfenster von jeder Lagerung frei halten. Am Dachboden kein offenes Licht - Feuerzeug, Kerze - verwenden.

■ Dachdeckung:
Eine zu weiche Dachdeckung (Schindeln, Stroh) ist bei Funkenflug und Flugfeuer ein unzureichender Brandwiderstand.

■ Defekte bei elektrischen Geräten:
Lassen Sie Defekte bei elektrischen Geräten, Steckern und Leitungen unverzüglich reparieren. Bei einem Kurzschluss kann es zur Funkenbildung oder zu einem sich schnell ausbreitenden Kabelbrand kommen.

■ Dunstabzüge:
Die Filter von Küchendunstabzügen sollten regelmäßig gereinigt beziehungsweise ausgetauscht werden. Infolge der Fettablagerungen sind die Filter leicht brennbar.
Offenes Feuer ist tabu - deswegen nie direkt am Herd flambieren.

■ Elektrogeräte:
Ausschließlich geprüfte Geräte mit Prüfzeichen verwenden und nur vom Fachmann reparieren lassen. Am Ende der Benutzung das Anschlußkabel von der Steckdose herausziehen.

■ Fernseher:
Wird der Fernseher bzw. der Videorekorder in einem Schrank oder Wandverbau eingebaut, muss für ausreichende Belüftung gesorgt werden. Zwischen Wand und Gerät soll der Mindestabstand seitlich 15 cm und oberhalb 20 cm betragen.
Blumentöpfe, Deckchen und andere Utensilien haben auf den Apparaten nichts verloren.

■ Fett:
Überhitztes Fett kann zur Selbstentzündung führen. Brennendes Fett keinesfalls mit Wasser löschen, sondern „abdecken“ mit  - Geschirrdeckel oder Löschdecke. Auch kein tropfnasses Bratgut in heißes Fett einbringen, da durch das ausspritzende Öl Brand- und Verletzungsgefahr besteht. Frittiergeräte sind zwar mit einem Thermostat ausgerüstet, dürfen aber trotzdem nicht unbeaufsichtigt betrieben werden. Altes Fett ist leichter entzündbar als frisches, daher erhöht ein öfterer Fettwechsel die Brandsicherheit.

■ Feuerzeuge und Streichhölzer:
Feuerzeuge und Streichhölzer sind keine Beleuchtungsgeräte. Sie sind
außer Reichweite von Kindern aufbewahren.

■ Gas:
Flüssiggas ist schwerer als Luft. Flüssiggasbehälter in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau - Keller - lagern.
Bei entweichen des Gases sammelt sich dieses an der tiefsten Stelle am Boden
und stellt dort eine erhebliche Explosionsgefahr dar. Außerdem dürfen sie nicht in Treppenhäusern, Durchgängen und neben Ausgängen abgestellt werden. Sie müssen auch weiters vor Wärmestrahlung - Sonne, Wärmegeräte etc. - geschützt werden.
 
 Gasflaschen - Aufbewahrung - Lagerung:   Quelle: http://www.schoenhacker.at               Quelle: Linde-Gas (pdf 203 kb)

■ Gasflaschen - Wechsel:
Gasflaschen müssen immer absolut dicht angeschlossen werden. Nach jedem Wechsel ist eine Dichtheitsprobe mit Prüfspray oder Seifenwasser durchzuführen. Keinesfalls darf die Überprüfung auf Dichtheit durch „Ableuchten“ mit offener Flamme durchgeführt werden.

■ Gasgeruch:
Bei Wahrnehmung von Gasgeruch - Erd- oder Flüssiggas - besteht immer Explosionsgefahr.
Daher: Betroffene Räume sofort gut lüften, keinen Elektroschalter betätigen, keine Taschenlampe einschalten, Elektrogeräte weder aus- noch einschalten, keine elektrische Klingel betätigen, kein Telefon im betroffenen Haus benützen -auch kein Handy, alle Flammen sofort löschen, kein offenes Feuer verwenden, betroffenes Gebäude und Umgebung von Personen räumen - nicht läuten nur klopfen und rufen, Gaszufuhr absperren - Hauptventil der Hausanspeisung oder beim Gaszähler, Gasversorgungsunternehmen und Feuerwehr sofort benachrichtigen, Stromzufuhr durch Versorgungsunternehmen abschalten lassen, erst nach Freigabe durch das Gasversorgungsunternehmen oder durch die Feuerwehr die Stromversorgung wieder herstellen lassen und erst dann das Gebäude wieder betreten.

■ Gastherme:
Diese Geräte arbeiten mit offener Flamme. Sie verbrauchen Sauerstoff und geben Abgase an die Raumluft ab. Räume, in denen solche Geräte betrieben werden, sind deshalb öfter zu durchlüften. Außerdem soll der Einbau vom Professionisten erfolgen. Er überprüft auch die nötige Raumgröße.
Brennbare Materialien und Gegenstände sind wegen der Entzündungsgefahr von den gasbefeuerten Geräten fernzuhalten.

■ Glühlampen:
Die Oberflächentemperatur von eingeschalteten Glühlampen ist so hoch, dass abgelagerter Staub gezündet werden kann. Es sind deshalb nur Beleuchtungsgeräte mit Schutzgläsern über den Glühlampen zu verwenden.

■ Grillen:
Der Grillplatz soll windgeschützt sein, damit keine Asche herumfliegt.
Nicht unter dem Sonnen- bzw. Regenschirm und niemals in geschlossenen Räumen grillen.
Grillen Sie nicht im Wald oder in Waldnähe.
Stellen Sie den Griller standsicher auf. Er sollte nicht wackeln oder umkippen können.
Halten Sie genügend Abstand - mindestens fünf Meter - zu brennbaren Gegenständen und Materialien ein.
Verwenden Sie zum Entzünden der Grillkohle immer spezielle Grillanzünder (Zündwürfel, Trockenspiritus oder Grillpaste), keinesfalls Flüssigspiritus oder Benzin!
Nie den Griller von Kindern bedienen oder anzünden lassen.
Kinder nicht in der Nähe des Grills spielen oder herumtollen lassen – Sicherheitsabstand mindestens zwei bis drei Meter.

Behalten Sie die Feuerstelle immer gut im Auge!
Tropfendes Fett kann zur Flammenbildung führen. Alufolie oder Aluabtropftassen verhindern das weitgehend.
Den Griller niemals unbeaufsichtigt lassen.
Brennendes Fett niemals mit Wasser, sondern durch Abdecken löschen! Ansonsten besteht die Gefahr einer Fettexplosion!
Einen Kübel mit Sand, Feuerlöscher oder Löschdecke zum Löschen des Grillers bereit halten.
Die Restglut am besten mit Wasser ablöschen und in nicht brennbare Behälter geben. Keine Kartons oder Plastikkübel verwenden!
Wenn Sie die Restkohle im Griller lassen, unterbinden Sie die Luftzufuhr durch Abdecken mit einem Metalldeckel oder Metallverschluss.
Wechseln Sie den Standort des Grillers nur dann, wenn er schon abgekühlt ist. Nur ein kalter Griller lässt sich gefahrlos transportieren.


Gefahrlos grillen mit Gas.
Gasschlauch, Dichtung und Anschlüsse nach jeder Saison auf Risse und Sprödheit kontrollieren, sowie mit Lecksuchspray gasführende Teile überprüfen.

Gasflasche mit Grillwagen stabil verbinden und Flasche niemals liegend verwenden!

Gasgriller grundsätzlich mit geöffnetem Deckel anzünden.

Wenn der Griller nicht sofort zündet,  - nach 4- bis 5-maligem Versuch Gas verflüchtigen lassen und nach etwa 3 Minuten erneut probieren.

Funktioniert der Zünder nicht, niemals von oben mittels Feuerzeug anzünden – Stichflammengefahr! Investieren Sie in gute Geräte, die im Gehäuse eine Ausnehmung für das gefahrlose Anzünden haben.

Anzünden ohne automatische Zündung: Zuerst mit Feuerzeugflamme an den Brenner und dann erst die Gasflamme aufdrehen!

Bei Gasgeruch, das Grillgerät sofort abstellen und eine Dichtheitsprobe durchführen. Im Zweifelsfalle den Fachhandel zu Rate ziehen. Auf keinen Fall weiter in Betrieb nehmen!

Nach dem Grillen zuerst die Gasventile und dann erst das Flaschenventil abdrehen.

Die Flasche darf über Winter am Grill gelagert werden. Ratsam ist es, den Druckregler vom Flaschenventil abzuschrauben und mittels Kunststoffmutter das Gewinde zu schützen.

 

■ Heißarbeiten:
Zu diesen brandgefährlichen Tätigkeiten zählen: Autogen- und Elektroschweißen, Autogenes Schneiden, Flämmen, Löten, Schleifen und Trennschleifen.
Unbedingt erforderliche Brandschutzmaßnahmen bei Heißarbeiten sind: Freihalten der Arbeitsstelle von brennbaren Stoffen,
Bereitstellen geeigneter Löschgeräte vor Beginn der Heißarbeit - bei Flämmarbeiten ist zusätzlich immer eine gefüllte Löschleitung mit absperrbarem Strahlrohr vorzusehen, fachkundige Überwachung während der Heißarbeit, Nachkontrollen innerhalb von 2 bis 3 Stunden nach Beendigung der Heißarbeit.

 

■ Heizdecken:
Elektrische Heizdecken sollten niemals geknickt oder gefaltet sondern nur im ausgebreiteten Zustand verwendet werden.

Heizdecken n
ur zum Vorwärmen verwenden, da sonst die Gefahr eines Wärmestaus besteht und in weiterer Folge zu einem Brand kommen kann.

■ Installationen:
Elektro-Installationen, Gas-Installationen etc. sowie die erforderlichen Wartungs- und Reparaturarbeiten nur von Professionisten erledigen lassen. Verzichten Sie auf Eigeninstallationen und Eigenreparaturen!

■ Kachelöfen:
Lassen Sie beim Anheizen von Kachelöfen die Ofentür so lange offen, bis das Holz zu einem niedrigen Glutstock herabgebrannt ist. Schließt man die Tür zu früh, bilden sich brennbare Gase, die explodieren können.

■ Kamin:
Vor Beginn der Heizperiode sollten Feuerstätten und Kamine vom Rauchfangkehrer überprüft werden. Vorsicht auch bei Um- und Neueinbauten. Daher auch hier immer mit Professionisten arbeiten.

■ Kerzen:
Kerzenlicht nicht auf Dachböden, in Abstellräumen, in Kellern und in Scheunen verwenden.
Kerzen auf eine unbrennbare Unterlage stellen. Brennende Kerzen immer im Auge behalten! Löschen Sie diese beim Verlassen des Raumes!

■ Kraftfahrzeuge:
Verzichten Sie an Ihrem Fahrzeug auf Selbstreparaturen. Lassen Sie besonders Schweißarbeiten und Elektroinstallationen nur von Fachleuten durchführen.
Mit
einem Katalysator-Fahrzeug keinesfalls über eine trockene Wiese, Acker oder Waldboden fahren bzw. auch das Fahrzeug nicht dort abstellen. Der Katalysator wird sehr heiß und kann trockenes Gras, Stroh sowie Reisig entzünden.
Bei einem Autowrack nicht den Tank anbohren um Restbenzin entfernen zu können. Durch die Schleifkohlenfunken der Bohrmaschine können Benzindämpfe entzündet werden.

■  Öfen:
Öfen nicht mit brennbaren Flüssigkeiten anzünden - Explosionsgefahr!
Keine brennbaren Gegenstände im Nahbereich des Ofens lagern.

■  Offenes Feuer:
Offenes Feuer im Freien nie unbeaufsichtigt lassen.
Vor dem Verlassen der Feuerstelle sind alle Glutreste nachhaltig mit Wasser zu löschen. Bei starkem Wind ist im Freien jedes Verbrennen und jedes Anheizen eines Feuers unbedingt zu unterlassen. Funkenflug könnte einen Brand herbeiführen. Als Richtwerte für die Mindestabstände bei Feuer oder beim Verbrennen im Freien können angenommen werden: 30 m zu Bauten und öffentlichen Verkehrsflächen, 100 m zu Lagerungen leicht brennbarer Stoffe, 300 m zu Lagerungen brennbarer Flüssigkeiten.

■ Offene Kamine:
Verwenden Sie bei offenen Kaminen immer Funkengitter und halten Sie das Feuer ständig unter Aufsicht! Funken können meterweit fliegen und daher Bodenbeläge, Kleidung, Polstermöbel, Vorhänge, Papier usw. auch in größerer Entfernung entzünden.

■ Rauchen:
Rauchen Sie niemals im Bett. Wenn Sie mit einer brennenden Zigarette einschlafen, ist es bestimmt auch Ihre letzte. Denn lange bevor Ihr Bettzeug in Flammen aufgeht, entsteht tödlicher Qualm.
Das Rauchen im Wald ist nicht nur verboten, sondern auch brandgefährlich. Trockenes Laub oder Reisig brennt wie Zunder!
Werfen Sie Zigaretten oder andere Rauchzeugreste nie achtlos weg. Sorgsam ausgedämpfte und entsorgte Zigarettenkippen halten nicht nur die Umwelt sauber, sondern reduzieren auch die Brandgefahr.
Keinesfalls rauchen in brandgefährlicher Umgebung: Holz- Textil- Papierverarbeitende Arbeitsstätten, Theater, Warenhäuser -, beim Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten - Benzin, Farben, Fleckputzmittel, Lacke - auch wasserlösliche Lacke sind brennbar, Lösungsmittel etc..

■ Rauchmelder:
Die sogenannten Rauchmelder sind batterie- oder netzbetriebene Geräte. Sie können auch auf einfache Art und Weise überprüft werden (sollte regelmäßig gemacht werden, um die Funktionstauglichkeit festzustellen). Geeignete Montageorte für Rauchmelder sind Gänge und Stiegenhäuser, aber auch alle Wohnbereiche, vor allem Kinder- und Schlafzimmer.

Reise:
I
nspizieren Sie die Fluchtwege in Ihrem Urlaubshotel. Machen Sie sich mit dem Verlauf des Fluchtweges vertraut und kontrollieren Sie, ob er benützbar ist. Vergewissern Sie sich, dass alle Fluchttüren zu öffnen sind. Beachten Sie die Brandschutzhinweise im Hotel und am Zimmer. Standorte der Feuerlöscher und Wandhydranten erkunden. Brandmeldemöglichkeiten beachten - Brandmelder müssen sichtbar sein. Sich über Notrufmöglichkeiten informieren.

Scheune:
Bei schlecht getrocknetem Heu kann es zur Selbstentzündung des Heustockes kommen. Ist diese
Gefahr gegeben, soll regelmäßig die Temperatur mit einer Heusonde gemessen werden. Wird im Heustock eine Temperatur von 70 °C oder darüber gemessen, besteht bereits hohe Selbstentzündungsgefahr.
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor - Autos, Zugmaschinen etc. - dürfen in der Scheune nicht abgestellt werden.
Funkenflug, ein heißer Auspufftopf oder auch ein Kurzschluss in der elektrischen Anlage der Fahrzeuge können rasch und unerwartet zur Entzündung der eingelagerten, meist leicht brennbaren Güter, führen.

Schutzschalter:
Der Fehlerstrom-Schutzschalter - FI-Schalter - muss einwandfrei funktionieren. Er sollte einmal jährlich auf seine Funktion hin überprüft werden.
Alte FI-Schutzschalter sollten generell ausgetauscht werden. Fehlerstrom-Schutzschalter, die einen größeren Fehlerstrom als 300 Milliampere - 0,3 Ampere aufweisen, stellen keinen ausreichenden Personen- und Brandschutz dar.
Neue FI-Schutzschalter reagieren bereits bei Fehlerströmen unter 30 Milliampere.

Sicherungen:
Keinesfalls „geflickte“ - überbrückte - Sicherungen verwenden, da diese nicht den erforderlichen Überlastungsschutz gewährleisten.

■ Speisefett- und Öl:
Überhitztes Speisefett- und Öl kann zur Selbstentzündung führen. Fettbrände sind die häufigste Ursache für Küchenbrände. Brennendes Fett keinesfalls mit Wasser löschen. Auch kein tropfnasses Bratgut in heißes Fett einbringen, da durch das ausspritzende Fett Brand- und Verletzungsgefahr besteht. Frittiergeräte sind zwar mit einem Thermostat ausgerüstet, sollten aber trotzdem nicht unbeaufsichtigt betrieben werden. Altes Fett ist leichter entzündbar als frisches, daher erhöht ein häufiger Fettwechsel die Brandsicherheit.

■ Spraydosen:
Spraydosen enthalten brennbare Treibgase.
Sie müssen vor Wärmestrahlung geschützt aufbewahrt und dürfen nicht in der Nähe von offenen Flammen oder glühenden Gegenständen verwendet werden.

■ Steckdosen:
Die Verwendung von Mehrfachsteckdosen ist nur für den Anschluss von Kleingeräten - Fernseher, Kaffeemaschine, Radio, Videorecorder etc. - zulässig, nicht jedoch für Geschirrspüler und ähnliche Geräte.

■ Strahlungswärme:
Öfen und Rauchrohre aus Metall müssen von brennbaren Materialien mindestens einen halben Meter entfernt sein. Abstand bei geschlossenen Kachelöfen: 25 cm. Abstand bei offenen Kaminen: mindestens 1 m. Gegebenenfalls einen Hitzeschild dazwischen anbringen.

■ Verschmutzungen:
Staub, Spinnweben und andere Verschmutzungen in der Nähe von Klemmen und Steckkontakten können den elektrischen Kontakt beeinträchtigen und in weiterer Folge zu Bränden führen. Halten Sie daher Steckdosen, Verteilerdosen und ähnliches immer sauber.

■ Wärmegeräte:
Kaffeemaschinen, Kochplatten, Teewassererhitzer und ähnliches sind immer auf unbrennbarer Unterlage aufzustellen und sollten mindestens 50 cm Abstand zu brennbaren Materialien haben. Heizspiralen von Tauchsiedern müssen immer von Flüssigkeit bedeckt sein. Die Verwendung von Wärmegeräten mit offenen Heizspiralen sind grundsätzlich verboten.
Elektrische Wärmegeräte im Stall nur mit niedriger Oberflächentemperatur verwenden. Werden bei der Aufzucht zur Warmhaltung einfache „Heizlampen“ oder „Heizstrahler“ eingesetzt, gefährden diese nicht nur die Jungtiere, sie sind auch eine enorme Brandgefahr.

■ Wärmestau:
Legen Sie keine Kleidungsstücke zum Trocknen auf Wärmegeräte. Besondere Vorsicht bei Heizlüftern, da es durch das Verdecken der Lüftungsschlitze zum Wärmestau kommen kann!
Sind Verlängerungskabel aus optischen Gründen unter dem Teppich verlegt oder noch auf der Kabeltrommel aufgespult, kann es zu einem Wärmestau und damit zu einem Brand kommen. Elektrische Leitungen müssen Wärme abgeben können.
Kühlschrank, Lampen, Halogenleuchten, Waschmaschine und Wäschetrockner brauchen genügend Entlüftungsmöglichkeit.

■ Wald:
Im Wald ist zu jeder Zeit das Anzünden und Unterhalten von Feuern sowie das Rauchen und Hantieren mit offenem Licht grundsätzlich verboten. Besonders groß ist die Waldbrandgefahr im Frühjahr nach der Schneeschmelze sowie bei Trockenheit im Sommer und Herbst.

■ Wasserleitung auftauen:
Die Wasserleitung nicht mit einer offenen Flamme - Lötlampe etc. - auftauen. Nicht nur die offenen Flammen können brennbare Stoffe in der näheren Umgebung der Auftaustelle entzünden; auch die durch das Wasserrohr fortgeleitete Hitze kann in einen unkontrollierbaren Hohlraum oder in einen benachbarten Raum mit leicht entzündbaren Gegenständen - Papierabfälle etc. - ein Feuer entfachen.
Zum Auftauen sind geeignet: Dampfstrahlgeräte, Haartrockner, Heißluftgebläse, Heizlüfter, Heizmatten, Tücher die in heißes Wasser getaucht werden, Wärmflaschen, heiße Ziegelsteine.

■ Weihnachtszeit:
Adventkranz - Friedenslicht - Christbaum - Silvesterparty
Aufklärung der Angehörigen und Kind/er, welche Maßnahmen zu treffen sind, falls es zu einem Brand kommt?
Befindet sich der Adventkranz bzw. das Friedenslicht auf einer feuerfesten Unterlage oder auf einer mit Wasser gefüllten Keramikplatte?
Christbäume bis zum Fest möglichst im Freien aufbewahren und das Schnittende in Wasser oder Schnee stellen!
Ist der Adventkranz, das Friedenslicht bzw. der Christbaum nicht in der Nähe von Vorhängen oder anderen brennbaren Materialien aufgestellt? Vorhänge können sich durch Luftzug
bewegen.
Ist das Reisig des Adventkranzes vor dem Entzünden der Kerze mit Wasser besprüht worden?
Bereits acht Tage nach Aufstellung in beheizten Räumen kann es bei Brand zu
stichflammenartiger Brandausbreitung kommen!
Steht der Christbaum kippfest? Verwendung eines stabilen eventuellen mit Wasser gefüllten Ständers.
Sind alle Kerzen senkrecht angebracht und ist ausreichend Abstand zu anderem brennbaren Material - Äste, Weihnachtsschmuck? Achten Sie auf die Strahlungswärme!
Behalten Sie brennende Kerzen immer im Auge!
Löschen Sie alle Kerzen beim Verlassen des Raumes!
Spritzkerzen müssen unbedingt frei hängen - ohne Berührung zu Ästen bzw. Zweigen und Weihnachtsschmuck!
Christbaumschnee aus Spraydosen nicht bei brennenden Kerzen benützen!
Steht ein Eimer bzw. eine Gießkanne mit Wasser gefüllt für einen eventuellen Ernstfall in der unmittelbaren Reichweite?
Ist es bei meiner Silvesterparty unbedingt notwendig, offene Zündquellen zu benützen?
Sind die Partydekorationen wie Lampions, Girlanden usw. gut befestigt und von eventuell brennenden Kerzen bzw. anderen offenen Feuerquellen weit genug entfernt angebracht?
Ist genügend Freiraum für Fluchtwege gegeben?
Sind die Feuerwerksraketen weit genug vom Haus entfernt und vorschriftsmäßig aufgestellt?
Ist ein Feuerlöscher bzw. eine Löschdecke in nächster Nähe vorhanden?
Ist ein Aufkleber mit den Notrufnummern in der Nähe des Telefons bzw. auf dem Apparat angebracht?
Sind alle Vorbereitungen zum besinnlichen bzw. fröhlichen Feiern erledigt, um die offenen Feuerquellen bzw. das Partygeschehen ständig beobachten zu können?