SHG Fibromyalgie

Home
Willkommen
Mein Name ist ...
Fibromyalgie
Selbsthilfegruppen
Ärzte & Kliniken
Therapie
News
Allgemeine Tipps
Forum
Download
Links
Gästebuch

News

Die richtige Ernährung bei Fibromyalgie
von Maria von Kageneck

Wer an Fibromyalgie erkrankt ist, sollte sich im Grunde so ernähren, wie es auch für andere rheumatische Erkrankungen empfohlen wird:

Vollwertig und cholesterinarm mit vorzugsweise zwei bis drei Mal wöchentlich Seefisch, Vermeiden von Innereien und daraus hergestellten Produkten, starke Reduzierung von Produkten aus Schweinefleisch, Bevorzugung von fettarmer Milch- und Milchprodukten sowie fettarmen Käsesorten.

Bei Koch- und Speisefetten sollten die Körner- und Keimöle besonders eingesetzt werden. Üben Sie Zurückhaltung beim Einsatz von Süßstoffen, Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen und Farbstoffen. Die Reizbarkeit des Darmes wird dadurch verstärkt!

Bei der Fibromyalgie handelt es sich ja bekanntlich um eine chronische Schmerzkrankheit, die nicht die Gelenke, sondern die umliegenden Weichteile wie Sehnen, Bänder und Muskeln betrifft. Damit verbunden ist eine Einschränkung der Kau-, Schluck- und Verdauungsorgane. Die Nahrungsaufnahme alleine kann schon durch die Einschränkung der Kaumuskulatur zu Problemen bei dem Zerkleinern der Nahrung führen. Herrscht hier eine Problematik vor, baut man intuitiv die Zufuhr von Obst und Gemüse ab und senkt somit die Aufnahme von nötigen Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen etc.

Die Technik des Zerkleinerns in Form von Reiben, Schneiden oder Zerkleinern über Küchenmaschinen hilft hier die Problematik etwas einzudämmen. Außerdem führen wir über Obst und Gemüse den sekundären Pflanzenstoff Serotonin zu, der bei Fibromyalgie eine Rolle spielt.

Deshalb ist die Zufuhr von täglich 5 Portionen Obst und Gemüse in üblichen Portionsgrößen zu empfehlen. Der Magen- und Darmtrakt kann bei diesem Krankheitsbild ebenfalls besonders belastet sein. Durch die Zerkleinerungsempfehlungen hat man in diesem Bereich schon Hilfe erfahren um auch die großen Flatulenzprobleme (Darmblähungen) besser in den Griff zu bekommen! Zusätzlich sollte man:

Mittags 1 Esslöffel Kümmel mit kochendem Wasser aufgießen, den Sud nach einer zehnminütigen Ziehzeit trinken. Am Abend einen Fencheltee, einen Pfefferminztee oder einen Zitronenmelissentee trinken. Da die Darmbakterienflora teilweise angegriffen ist, empfiehlt es sich, noch einen Joghurt, der z.B. rechtsdrehend Milchsäurebakterien enthält (ist auf den Bechern gekennzeichnet!) zu sich zu nehmen. Am Morgen ist es ein Einstieg in den Tag, mit einem Kaffeelöffel Haferkleie, kombiniert mit Sonnenblumen- und Sesamkörnern zu beginnen. Durch diese Joghurt-Ballaststoffanreicherung wird auch gleichzeitig etwas für den Ballaststoffhaushalt getan und es beruhigt die Magen- und Darmnerven!

Kaffee ist kein Problem, wenn nicht mehr als drei Tassen täglich getrunken werden. Manche Fibromyalgiepatienten trinken aber deutlich mehr, um damit die tagsüber auftretende Müdigkeit zu überbrücken, die aus dem nächtlichen "Nicht-richtig-schlafen-können" resultiert. Statt Kaffee hat sich hier der asiatische Grüne Tee bewährt, wenn er zusätzlich in den Vormittagsstunden getrunken wird. 
Zum Aufbrühen wird gekochtes, auf  70 bis 80 Grad abgekühltes Wasser benutzt (diese Temperatur ist etwa acht Minuten nach dem Kochen erreicht). Wenn man die Ziehzeit von drei Minuten nicht überschreitet, dann zeigt der Genuss von vier Tassen Grünen Tees bald seine Wirkung. Er regt an, reizt dabei aber nicht die Magen- und Darmnerven und dämmt die Erschöpfungszustände ein!

Schokolade wird häufig in den Abendstunden zur zusätzlichen Beruhigung gegessen. Als "Betthupferl", also in kleinen Mengen gegessen, ist das kein Problem. Häufig steigert sich aber die Menge, da die Beruhigung durch die Schokolade kaum mehr gespürt wird. Das Phänomen der "restless legs" bei diesem Krankheitsbild kann eine zusätzliche Verschlechterung durch den Konsum von Schokolade, Alkohol und Kaffee erfahren.

Da es sich bei der Fibromyalgie um eine chronische Erkrankung handelt, erfordert dies eine gesamte Umstellung der Essensgewohnheiten. Damit bei diesem chronischen Krankheitsbild durch die starken Schmerzen trotzdem am pulsierenden Leben durch z. B. Einladungen teilgenommen werden kann, sollte vorher in Ruhe alles vorbereitet und organisiert sein.

M. Gräfin v. Kageneck, Ernährungsberatung EB/DGE Rheumaklinik G.m.b.H., D-79713 Bad Säckingen

 

Copyright © 2000-2004 powered by sign ) your ) web )


In Partnerschaft mit Amazon.de