DER TOD VON LOUIS XIV. – La mort de Louis XIV.

Frankreich/Spanien/Portugal 2016 – Regie: Albert Serra – Kamera: Jonathan Ricquebourg – Schnitt: Ariadna Ribas, Albert Serra, Artur Tort – Mit: Jean-Pierre Léaud, Patrick d'Assumçao, Marc Susini, u. a. – 115 Min. OmU (Französisch) – Alter: k. A.

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Versailles, August 1715. Zurück von der Jagd, verspürt Louis XIV. Schmerzen in seinem Bein. Hohes Fieber bricht aus: Fortan muss der König von seinem Sterbebett aus regieren. Die Schar an Höflingen, Ministern und Würdenträgern, die sich um ihn sammelt, plant bereits seine Nachfolge. „L’etat c’est moi – Der Staat bin ich” – Dieses Dogma beginnt zu bröckeln und die Sonne fällt langsam vom Himmel über Versailles.
Auf ausführlichen medizinischen Berichten und den Memoiren des Herzogs von Saint-Simon basierend, stellt DER TOD VON LUDWIG XIV. ein schräges neoklassizistisches Kammerspiel dar: ein kraftvolles Stück reine Magie von Albert Serra, einem der gegenwärtig innovativsten Filmemacher. Hauptdarsteller – Ehrenpalmen-Träger von Cannes, Truffaut-Ikone und Nouvelle-Vague-Veteran – Jean-Pierre Léaud erhielt für die Verkörperung des untergehenden Sonnenkönigs 2017 einen Lumiere-Award als bester Schauspieler.

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