
Laienspiritualität
38: Egal
was, wie und wem Sie für Ihre Spiritualität
glauben - oder
auch nicht -, Sie könnten es in eigener Verantwortung und
Überzeugung
tun.
Beim
teilweisen oder ganzen "In-die-Hand-nehmen" Ihres Glaubens
mögen Ihnen meine Abhandlungen und Linkangaben helfen.
"Selig sind
die Armen im Geiste" meinte Jesus. "Im" Geiste, aber nicht "an" Geist.
Eines
der am häufigsten missverstandenen Zitate!
©
Rudolf
Fiala, 16.3.2010 Besuchszahl:

Die "Armen im Geiste" haben rein grammatikalisch absolut nichts mit der Bezeichnung "arm an Geiste" zu tun!
Die alternative Bibelstelle mit "... geistlich Armen ..." (Matthäus 5:3)
auch nicht.
Arm
an Geist sind Menschen, deren Intelligenzquotient und ihre Bildung
nicht ausreicht, ihr Leben ohne Hilfe menschenswert auszuüben und die
entsprechende Unterstützung durch andere Menschen brauchen.
"Arm im Geiste" ist eindeutig ein Begriff der Vorstellungswelt, wie reich, schön, erfolgsgerichtet etc.
Anders ausgedrückt "arm im
Geiste" ist sich vorzustellen, arm zu sein und nicht mehr die
größtenteils unnötigen Bedürfnisse des Reichtums zu haben, sie
vermehren zu wollen und dafür die finanziellen Voraussetzungen zu
schaffen.
Finanzielle Voraussetzungen, die oft nur durch größte
Anstrengungen, Kampf, Diffamierung bis zum ethisch unvertretbaren aber
moralisch üblichen Diebstahl dank "wasserdichter Verträge" erreicht werden
können.
Jesus meinte "Selig sind die Armen im Geiste, denn ihrer
ist das Himmelreich" und wenn er damit gemeint hat, dass der
Rückschritt aus Hasten, Rurcheln und auch Kampf zu seligeren Menschen
führen kann, dann hat er damit sicher recht.
Das Aufblühen vieler
Menschen nach ihrer Pensionierung - auch wenn sie über viel(!) weniger
Geld als früher verfügen können - ist ein ganz offensichtlicher Beweis
für den Lebensgewinn.
Vorausgesetzt sie sind so schlau gewesen, auch das "arm an Schulden" im Auge zu behalten.
Das "ihrer ist das Himmelreich" ist dann schon in diesem Leben gegeben!
Warum
ich diese kleine Abhandlung verfasst habe? Bei diversen Anlässen, auch vor
Kurzem, konnte ich miterleben, dass dieses Zitat immer wieder in
Richtung einer
unterstellten Dummheit anderer Menschen interpretiert wurde.
Erlebt samt
selbstgefälligem, spöttischen Lächeln des Wortspenders (sinngemäß): "Der ist ja ein
dummer Mensch; aber wie sagte schon Jesus: »Selig sind die Armen im
Geiste ... «"
Nun ..., der Wortspender war von meiner subjektiven Warte aus auch nicht "reicher an Geist", nur selbstherrlicher.
Und das hat mich nach vielen Jahren endlich dazu bewogen, diesbezüglich schreibend tätig zu werden.
Anzumerken
wäre noch, dass in vielen Predigten - zwecks vermutlicher
Vermeidung dieser sprachlichen Fehlinterpretation - die Formulierung "arm vor Gott"
verwendet wird. Sie brauchen diesen Satzteil nur samt Anführungszeichen
in zB. Google einzugeben und Sie bekommen ca. 15.000 Nennungen.
Rudolf
Fiala