Weitergeführt wird aber hier:
49. "Gott geschieht": Ein
kleiner Satz entlarvt die Unnotwendigkeiten jedes traditionellen
Fundamentalismus
52. Gott und wir:
gebunden im kontinuierlich fließenden Jetzt, 22.1.2011
Ansatz
zur Bereinigung des frustrierenden Theodizee-Problems. Nur
die Anthropodizee bleibt über!
All
das fast unendlich viele Geschriebene über Gott hat fast unendlich
viele Widersprüche samt Grausamkeiten, Lügen, ohne
Barmherzigkeit und Gnade. Ein unterstellt ehrloser Gott.
Ein
durch die Jahrtausende
zuschauender Gott müsste daran verzweifeln, sofern Sein
Mitgefühl über das eines Försters vor einem
Ameisenhaufen, vor einem sich selbst durch Makromanie zerstörenden
Ameisenhaufen,
hinausgeht.
Alle kumulierten physischen und
psychischen
Ereignisse durch und von vielen Menschen, aber auch noch mehr Tieren:
Ein riesiger Abfallberg der Geschichte jedes Einzelnen und des ganzen
Planeten Terra.
In oder neben diesem Haufen soll ein
Gott stehen? Durch die Äonen?
"Durch
die Äonen" ist eine Formulierung, die uns, der wir immer wieder
mit den Spuren der Vergangenheit befasst sind, ein wohlbekanntes
Konstrukt.
Aber ist dieses Konstrukt, nämlich dass
es eine
Vergangenheit gibt, eine Gegenwart gibt und eine Zukunft geben wird
eigentlich beweisbar?
Ich denke nicht! Beweisbar ist
das
Vorhandensein der Spuren der Vergangenheit, selbstverständlich,
aber selbst die Vergangenheit, die vor einem Augenblick noch "jetzt"
war, existiert im Jetzt nicht mehr. Unwiederbringlich nicht mehr!
Und
auch wir selbst "existieren" nicht mehr in der Vergangenheit, nur im
"Jetzt".
Atome, ihre Teilchen in
Wellenform,
Wellen, Felder, Quanten und Leerraum
dazwischen glauben wir
immer besser zu verstehen.
Aber was ist "Information" und ggf.
ein "Informationsquant" wirklich?
Informations-"Quant"?
Die Wissenschaft
wird aufschreien und uns erklären, das Information letzendlich
Beziehung ist. Beziehung in Physik, Chemie und jeder anderen Form der
technischen Wissenschaften.
Tja, und was ist der Mechanismus
der Beziehung? Kräfte? Felder? Im "Morphogenetischem
Feld"? Beziehungen bis zur Selbstvernichtung?
Und
auch soziologische Beziehungs-Information bis
zur Kunst in jeder Form. Natürlich auch in der Religion.
Aber
in der Religion wird es bereits nebulös, sofern Glaube und die
Gnade einer hohen Entität ins Spiel kommt; also der
wissenschaftliche Bereich verlassen wird. Und Informationsart-Begriffe
wie Intuition,
Empfindung, Empathie etc. berücksichtigt werden.
Oder wenn
der
evangelische Theologe Rudolf Bultmann Gott als "die alles
bestimmende Wirklichkeit" definiert. Da
ist freilich auch in dieser alles bestimmenden
Wirklichkeit Platz für das Böse an sich, wobei das, was der
Mensch in seinem Individualismus als "böse" empfindet nicht das sein
muss, was in übergeordneten Sinn "böse" ist. Und vieles, das der Mensch
als "gut" empfindet führt zur immer weiter fortschreitenden Vernichtung
der Biosphäre; ist also im übergeordneten Sinn eigentlich böse.
Im
Atombereich und der Kosmogenese habe wir doch so wunderbare, eine
unbestimmte Zeit lang geltende Theorien, deren Wirklichkeit kaum
angezweifelt wird. Bis sie durch ein neues wieder prinzipiell
unbeweisbares Konzept ersetzt wird.
Kurt Gödels
"Unvollständigkeitssatz": »Jedes
hinreichend
mächtige formale System ist entweder widersprüchlich oder
unvollständig.«
Pech
für die Wissenschaft, besonders für jene Gebiete, die gar
nicht
"Wissenschaft" sind, sondern eine Anhäufung von Annahmen,
Unterstellungen,
Folklore und selbstsüchtig gepflegen Traditionen.
Betrachten wir
doch einmal den Urknall:
Aus
einer unendlich gekrümmten, unendlich dichten Singularität
soll der Big Bang entstanden sein! Der Big Bang irgendwelche
Milliardstel
Sekunde danach wird Stoff für Spekulationen und in tausenden
Bücher aufbereitet. Rein theoretisch, versteht sich.
Das
mit dem unendlich gekrümmten Raum der fiktiven Singularität
hat nur eine Problem: es ist mit einem einfachen mathematischen Beweis
demonstrierbar, dass der "unendlich" gekrümmten Raum
tatsächlich die Ausdehnung NULL hat! NULL, und Null
heißt schlicht NICHTS! Wobei in einem schlichten "Nichts" auch
nicht eine unendlich dichte Masse einer Singularität versteckt
sein kann. Was man uns Laien auf hochwissenschaftliche Art einzureden
versucht!
Der mathematische Beweis in einfacher
Sprache:
Die
"Krümmung" einer Kurve/Fläche ist derart definiert, dass zB. ein
großer Kreis (oder Kugel etc.) eine geringe Krümmung hat,
ein kleinerer Kreis eine größere.
Man kann die Fläche dieses
Kreises natürlich im Zusammenhang mit seiner Krümmung bestimmen, woraus
sich ergibt:
kleine Krümmung => großer Inhalt ; große
Krümmung => kleiner Inhalt
Woraus vereinfacht
folgt X dividiert durch die Krümmung ergibt den Inhalt. I=X/K
Und
jetzt die einfache Grenzwertbildung: Wenn jetzt die Krümmung K
gegen unendlich geht und im Grenzfall "unendlich" ist, also
I=X/Unendlich, dann ist Raum-Inhalt I schlicht und
einfach NULL! Ohne Platz weder für unendlich dichte Massen
noch für ein einziges Atom oder Quant.
(Die
Mathematiker
unter meinen Lesern mögen die weitschweifige Darlegung von Limes
X/K für K gegen Unendlich grinsend entschuldigen.)
Nun
gut, irgend etwas ähnliches wie den Urknall hat es offensichtlich
gegeben. Aus dem absoluten Nichts, kein Raum, keine Zeit, keine Energie
in Form von Masse oder Strahlung..., NICHTS eben. Und somit
folgerichtig auch keine "Information". Kein "Gotteswort".
Aber
wie heißt es in der Bibel:
Am Anfang war das WORT
(=INFORMATION!)
(Und
kein Mensch weiß, was Information an sich quasi mikroskopisch
wirklich ist.
Makroskopisch: Zusammenhänge von
konstanten oder veränderlichen Zuständen,
zweifelsfrei.)
Wie hätte sonst, der (erste) Urknall gewusst, wie
er zu
knallen hat! Klingt lustig, ist es aber überhaupt nicht.
Damit
wird das Paradoxon offensichtlich: Wenn NICHTS existierte, wo war dann
Raum, Zeit, Energie für den "über den Wassern schwebenden"
Geist? Nur ein nutzloser Nebengedanke hier, aber interessant allemal.
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So weit der Beginn der
Abhandlung, deren logische Weiterentwicklung seinerzeit unterblieb.
Weitergeführt wird aber hier:
49. "Gott geschieht": Ein
kleiner Satz entlarvt die Unnotwendigkeiten jedes traditionellen
Fundamentalismus
52. Gott und wir:
gebunden im kontinuierlich fließenden Jetzt, 22.1.2011
Ansatz
zur Bereinigung des frustrierenden Theodizee-Problems. Nur
die Anthropodizee bleibt über!
Rudolf
Fiala