I did it My
Way!
Ende der klerikalen(!)
Abhandlungen und
Abschied
von meinen fundamental-klerikal, evangelikal etc. gebundenen
Lesern.
Dazu
hören Sie den Choral
"Jesus bleibet meine Freude" auf meinem Synthesizer, wenn Sie Skripte
auf meiner Seite erlaubt haben. Bitte warten, bis die "Besuchszahl"
erscheint, dann beginnt auch kurz darauf der Choral.
Hinweis-Links
sollten Sie
mit der Mitteltaste/Scrollrad anklicken, weil sonst beim
Rückkehren zu dieser Seite der Choral neu gestartet wird.
© Rudolf
Fiala, 15.8.-20.9.2010; wird bei Notwendigkeit ergänzt.
Besuchszahl:

22.8.
Wichtiger Nachtrag nach "Das Evangelische Wort" von Superintendent Paul
Weiland im Österr. Radio.
10.10. Wichtiger Nachtrag einer
Predigt von Pfarrer Kluge/Dorotheergasse »hier«
Textkorrektur 27.3.2011:Unten mit
roter Schrift
Seit
2008 sind es jetzt auf meiner Spirituellen Website 47 Abhandlungen
geworden. In den Lebensjahren 65 - 68.
Intrinsisch motiviert
und aus Freude an der "Sache",
die man unter dem Begriff
"Eigenverantwortliche Gläubigkeit" zusammenfassen kann.
Mit
der Voraussetzung, dass es Gott und/oder ein Göttliches Prinzip geben
könnte.
Das
ist und bleibt - bis auf Weiteres - unbestätigt, genau so wie das aus
den letzten 2000 Jahren Naheliegendere, nämlich dass einen Teufel gibt.
Oder
eine helle und dunkle Seite Gottes, wie angeblich
„spannend” diskutiert
wird. Siehe z.B. diese
Predigt.
Vielleicht ist auch dabei Luther wieder
einmal der advocatus diaboli: „Gott kann nicht Gott
sein, er muss zuvor ein Teufel werden, ...”
Für
diesen Lutherausspruch sind vermutlich die Worte der Lutherischen
Superintendentin Luise Müller zutreffend, sinngemäß: Ihr wäre es
lieber, wenn Luther weniger gesprochen hätte. Weiters: "Kein
Grund
für Heldenverehrung", zitiert zum Reformationstag 31.10.
Die
auf Inspiration, Emotion und Empfindung, aber auch auf eigenen
privaten und
kulturellen Erfahrung
beruhenden
Abhandlungen basieren definitiv nicht auf menschengeschaffenem
ekklesialem Wissen - das ist nur manchmal ein passendes Hilfsmittel
- und sind damit von jeder einschnürenden
Schultheologie frei und
unabhängig.
Woraus schlüssig folgt, dass ich kein
Geschäft
durch
eine indoktrinierte und weiter zu indoktrinierende Existenz eines
Gottes um jeden Preis - man denke nur an die vielen Glaubenstoten -
aufrechtzuerhalten habe. Also in meiner Gottes-Empfindung völlig frei
und unbehindert bin. Und meine Leser völlig frei in der Beurteilung
meiner Glaubwürdigkeit.
Was weiter bedeutet, dass es in diesem
Zusammenhang völlig egal ist, ob es Gott tatsächlich gibt oder die
Atheisten recht haben. Denn ich muss ja nicht zur Aufrechterhaltung
und/oder Schmierung einer "Glaubens"-Maschinerie unbedingt rechthaben.
Meine
niemandem
schadenden
Empfindungen - und die "unschädlichen" jedes anderen Menschen - sind
ausschließlich Privatsache. Daraus resultieren weder Kranke, noch Tote.
Dass
das beim "organisierten/institutionalisierten Glauben" durchaus auch
anders sein kann, und
seit Beginn der Bibel auch ist, ist ja kein Geheimnis.
Wobei
noch dazukommt, dass Glaubensgemeinschaften/Kirchen keine effektive
konstruktive Fehlerkorrektur-Kultur haben! Kreatives
Potential zur
Erneuerung liegt brach, da nicht erwünscht, ja ggf. sogar mit
Ausschluss oder Entzug des Lehramtes geahndet wird.
Korrekturprozesse
benötigen Jahrzehnte oder Jahrhunderte und sind nur möglich, wenn der
Primus inter Non-Pares
dazu bereit ist. Leider führen derartige Chef-Prozesse auch manchmal zu
noch mehr Fundamentalismus, also zurück zu einem bereits überwunden
geglaubten Zustand. Pro forma abgesegnet durch ein Konzil.
"Ein
allmächtiger Gott braucht keine Diener, sondern Mitarbeiter!"
*
* *
* * * * * * *
Nochmals
zum Anfang:
Der Beginn war eine
Abhandlung zum Ich (
1.
Das
"Ich" und seine Verbindung zum Du - spirituell empfunden, 22.2.2008
Mit
einer
umfangreichen
Linksammlung zu vielen Details und Inkonsistenzen in religiösem
Kontext.)
Der
Grundgedanke war die altruistische Beziehung zwischen Ich und Du und
wurde durch eine im Internet befindliche Abhandlung zum "Du"
verursacht. Aber nicht nur dadurch ...
Die
daraus resultierenden Suchen im Internet machten mich mit Tatsachen auf
dem Feld der Religion bekannt, von denen ich als Laie nicht die
geringste Ahnung gehabt habe. Beispielsweise die Tötungsbefehle von
Moses sofort nach Erhalt
von „Du sollst nicht töten”, die Diskrepanzen zwischen
Jesus und dem wahren Religionsgründer
Saulus/Paulus, die erstaunlich und grausamen Details der römischen
Kirche im
ersten Jahrtausend, und weiter bis zu und während Martin Luther; samt
Luthers Grauslichkeiten ab 1525. Auch bei seinen
Geistesfolgern wie
Wilhelm II, Richard Wagner, letztendlich bis zu Hitler und noch darüber
hinaus.
Mein Wissensstand stieg und heute bin ich so
weit, dass mir ein Rückzug aus den Beleuchtungsversuchen der
Philosophie des eigentlich größtenteils
gescheiterten kirchlichen(!) Christentums
sehr sinnvoll erscheint. Endgültig hin zur "Eigenverantwortlichen
Gläubigkeit",
frei von in der Kindheit bis zur Matura lutherisch indoktriniertem
Pseudowissen durch eine in
sich nicht als wahr bestätigbare Wissenschaft namens Theologie -
richtigerweise wohl Ekklesiologie.
Möchte
aber nochmals betonen,
dass ich die sinnvolle Arbeit der wirklich ethisch
motivierten Kirchenleute geistlichen oder weltlichen Standes
zugunsten
der Kirchenmitglieder
keinesfalls in Frage stelle. Die dabei nur zu oft aus dem eigenen
Dunstkreis wie zB. durch Macht- und/oder Kindesmissbrauch gestört
werden.
(Zur
Klarstellung: Ich wurde trotz lutherischer Taufe nicht lutherisch
konfirmiert, bin seit der Heirat bei der
Österr. Evang.
Reformierten Kirche H.B.
und erkenne keinen Grund, diese zu verlassen. Ich sehe da für
mich keine
unüberbrückbaren Gegensätze zu meiner eigenverantwortlichen
Gläubigkeit! Wenn der reformierte Pfarrer auch keine intolerablen
Gegensätze sieht, umso besser ...
Papier
ist geduldig, auch die uralten menschengeschaffenen Katechismen
"Augsburg" oder "Heidelberg" sind vermutlich in manchen Teilen total
überholt, ja sogar für heutige Gottesempfindungen, aber auch für die
Gnadenlehre leider kontraproduktiv. Beweise sind jederzeit auffindbar.
Wie einerseits die alt-postulierte Personen-Trinität, und dagegen die
Gedanken vom leitenden Univ. Prof. U. Körtner zur "Unnotwendigkeit
einer personalen Konnotation Gottes an sich". Ebenso - daraus
folgend
- eine Verkündigung ("Kerigma") der jesuanischen
Inhalte,
egal ob Jesus wirklich gelebt hat oder nicht. Beides ein
unüberbrückbarer Gegensatz zu den Katechismen!)
In
diesen 2,5 Jahren
stolperte
ich über viele, aus der angenommenen Existenz eines Gottes kirchennahe Probleme und bedenkliche,
selbstgerechte
Unterstellungen in
die Person eines Deus absconditus trotz seiner prinzipiellen
Unerklärlichkeit.
Diese Probleme mit meiner
Intelligenz samt
Querdenkertum
und Unabhängigkeit von fundamentalistischen Denkweisen zu erforschen
und abzuhandeln, war naheliegend und - welche Überraschung -
machte manchmal sogar Freude.
Seltsamerweise wuchsen die
Abhandlungen während ihrer Entstehung in immer mehr Details hinein,
obwohl das von mir a priori gar nicht geplant war.
Gar
besonders
überraschend ist das nicht, denn bei intensiver Beschäftigung bemerkt
man immer mehr Widersprüche bis zu offensichtlichen Lügen des
Etablishments.
Für "Gehirnfutter" war ausreichendst gesorgt ...
Für
die bereits einmal nach personenbezogenen, enttäuschenden Erkenntnissen
- nämlich in der Abhandlung 13 am 6.1.2009 geäußerte Absicht des "Ende der Vorstellung"
- war damals noch nicht die Zeit gekommen, die Gründe sind unter
anderem
in den seit damals entstandenen Abhandlungen der Gruppen "Gottessuche
und Wege" und "Befreite Lebensfreude", aber nicht nur, zu finden. Siehe Hauptseite
*
* *
* * * * * * *
Nun,
im Juli/August 2010 ist mir so viel "Gehirnfutter" zugeflogen,
dass es mir emotional zu viel wurde und ist. Erbarmungslosigkeit
und daraus Hoffnungslosigkeit um und um;
Lebensqualitätsverlust.
Zuviel
"Dünger" und dieser scheint sich im Internet progressiv
zu vermehren. Zuviel des Pseudo-Gutgedachten, oft ohne jeden
Wirklichkeitsgehalt. Schönreden, Bluff ("Wer nicht blufft, ist ein
Idiot!" Univ.Prof. Mag. Dr. Manfred Prisching),
Manipulationsmethoden.
Angemaßtes Gotteswissen -
prinzipiell unbeweisbar -
reine Phantasie
durch Jahrtausende und weiter in den Predigtschmieden. Wobei sich
"Phantasie"
und "Lüge" oft sehr nahestehen; samt vermutbarer psychopathologischer
Vorgänge manischer Märchenerzähler (z.B. Blutphantasien
in Joh. 6, 47-58, als auch die numerologischen Spielereien und weitere
angeblich von Gott übermittelte Absurditäten in der Offenbarung des
(anderen?) Johannes.)
Daraus resultierend: Traurigkeit;
zuviele argumentative Irrtümer intelligenter, aber trotzdem
spiritueller Menschen!
Auch
noch diese Verblendungen, die Gott (oder dem panentheistischen
Gottesprinzip) unterstellen, Duisburg als göttliche rächende
Strafe geschehen zu
lassen. Ähnliches gab's vom gleichen röm. kath. bischöflichen Autor
auch
schon vor Jahren zu Aids als Strafe Gottes. Ja, im Unterstellen waren
und sind die Fundamentalisten ja besonders geübt. Und von anderen
Linientreuen hat man Ähnliches ja schon zur Flutkatastrophe in New
Orleans und dem Erdbeben in Haiti gehört. Ein mit dem Gießkannenprinzip
zufällig Anwesende
strafender Gott. Quasi lokale Sippenhaftung, und das 60 Jahre nach dem
Dritten
Reich. Also gegen Gottes Ehre
und für Gott als
Schreckgespenst.
Über
solche Fehlleistungen könnte man ja als Nicht-Römer kopfschüttelnd
hinwegschreiten; "könnte", doch unser Gott ist vermutlich(!) der selbe!
Apropos
die Absurdität
der angeblich "kirchlich
begrüßten Strafen Gottes": Beim großen Erdbeben und
Tsunami in
mittelalterlichen Lissabon blieb das
Rotlichtviertel Lissabons,
die Alfama, allerdings verschont.
Aus
zB. http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_von_Lissabon
Auch
Sexualität ist gottgewollt, auch wenn es die Moralinsauren noch so
stört!
(Apropos: Für die Juden ist die Sexualität nicht mit
der Erbsünde verbunden!)
Hier
soll jetzt aber nicht nur der Traurigkeit Raum gegeben werden:
Wenn es nicht immer wieder spirituelle Glanzlichter gegeben hätte und
auch gibt, wäre meine Spirituelle Homepage vermutlich gar nicht
entstanden. Glanzlichter wie gerade aktuell im Sommer 2010 aus der
Lutherische Stadtkirche Wien Predigt
25.7.2010 und Predigt
1.8.2010.
Ehre,
wem Ehre gebührt; über alle Meinungsunterschiede hinweg! Das oft
gehörte "Wir sollten
reden miteinander ...", ist immer besser, als nur
der Traurigkeit
durch die Diskrepanz zwischen der hehren Theorie und den
selbstbestimmten Lebensdetails - auch auf Basis von Missverständnissen
- Platz
einzuräumen.
»Klopfe
an, dann wird Dir aufgetan ...«
*
* *
* * * * * * *
Aber
auch sichtlich als positiv gedachte Statements entpuppen sich im Sinne
Sir
Poppers bald als unklare Konstrukte.
Beispiel #1
Martin Luthers Ausspruch: „Auf
dem Nichts zu stehen,
das müsse der Glaube lernen”
Klingt im ersten Ansatz
progressiv und hoffnungerweckend. Gebe gerne zu, das hat mich
oberflächlich
vor 2 Jahren auch begeistert. Bevor ich über "das absolute Nichts"
nachgedacht - eben wegen Luther, seltsam nicht? - hatte.
Aber:
Wenn Luther wirklich "Nichts" gemeint hat, wäre wohl ein
glaubenschaffender oder scheinbar glaubwürdiger Gott auch "Teil des
Nichts"!
Woraus folgt: "Teil des Nichts" wohl gleich bedeutend
mit "Es gibt keinen Gott" Eben „Auf dem Nichts, dem Nicht-Gott zu
stehen ..."
Logisch,
oder? (Mengenlehre: Die Umfassungsmenge ist bei Luther "Nichts", also
ist der davon umfasste Gott ebenfalls "Nichts")
Luthers
Geschenk an die agnostisch oder
atheistisch gewordenen Klerikalen, ein
Drama für die Gottgläubigen.
Beispiel
#2, im Internet gelesen und sicher in bester Absicht
verfasst:
„Der
liebende Mensch
ist der Beweis: Gott ist!
Der liebende Mensch ist der
letzte, der höchste, der nie zu übertreffende Beweis Gottes.”
Klingt
wunderbar, keine Frage und
ist, wie ich die Verfasserin kenne, auch so gemeint.
Kann,
ja muss man aber auch so auffassen, dass
für jene armen Menschen, die der erfüllten Liebe nicht teilhaftig sind
bezw. sein können, dieser "nie
zu übertreffende Beweis Gottes", eben das "Gott ist!" nicht erlebbar
und
somit als Beweis nicht akzeptierbar ist. Auch für jene, deren Liebe
abgelehnt wird,
hoffnungslos und bis zum Erkalten. Erkalten der Liebe und folgerichtig
des hier optimistisch angenommenen Gottesbeweises. Traurig, nicht wahr?
Wie heißt es sogar in 1. Joh 4,8:
„Wer nicht liebt, hat Gott nicht
erkannt; denn Gott ist die Liebe.” Diese
Zitat habe ich erst nach Fertigstellung dieser Abhandlung
zufälligerweise(?) am 22.8. nach einer Textsuche wegen 1. Joh 4,18
(Strafthematik) gelesen.
Es bestätigt die Logik in oberem Beispiel #2. Keine Liebe, kein
erkennbarer Gott. Na, DAS kann wohl nicht sein, nicht wahr?
Für
meine laienhafte, in einem Grenzbereich (re)agierende Argumentation
beseitigen derartige Funde, wie auch die Sendung von SI Weiland, die
oft emotional belastenden Zweifel.
Die
Erwähnung
der Liebe
in Predigten ist ohnedies eine sehr zweischneidige Angelegenheit und
ich habe es im Sommer 2009 schon hier in Gottesliebe
dargelegt.
Viel
zu viel Nicht-Liebe in der Menschheit und - als ungefähr
repräsentativer
Bevölkerungs-Durchschnitt - auch im Predigtpublikum.
Wenn man diese Verknüpfung
von Gott und Liebe für unbedingt und wahr
hält, hätte Aristoteles einen starken Beweis gegen Gott, also gegen die
Existenz Gottes gefunden!
Er sagte: „Wenn
auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich!”
und wir alle wissen doch um die Unentbehrlichkeit von Gesetzen, also
von der NICHT-Existenz einer umfassenden Liebe auf der Erde. Womit bei
der so gerne gepflogenen Gleichsetzung von Liebe=Gott aristotelisch die
NICHT-Existenz Gottes als wahr anzunehmen wäre.
* * *
* * * * * * *
Traurig,
traurig ... soviel schnellgesprochen Gutgemeintes in den
Glaubenswelten, unbeweisbar
und
oft in sich widersprüchlich. Auch mit der Gefahr des
Zirkelschlusses und
seiner inhärenten Unrichtigkeit und/oder Sinnlosigkeit.
Ein
passendes Diskussionsbeispiel wäre die Trinität und insbesondere die
offizielle röm. kath. Auffassung, kurz mathematisch: 1=3 und 3=1.
Das ist
ja noch harmlos, quasi ein faustisches Hexeneinmaleins. Welche
Problematik es durch sie aber gibt kann man
hier ab ca. der Hälfte finden: In Heiliger
Geist , und auch in Letzte
Worte Jesu.
Oder
harmloser: Wenn Jesus zu seinem "Abba" (Vater) betete, betete er
eigentlich zu sich selbst. Wie ein mitdenkendes Volksschulkind im
Religionsunterricht meinte. Oder die Versuchung des trinitären Jesus?
Selbstversuchung ...??? Oder die Versuchung Hiobs in einem Eingottglauben
durch einen der "Gottessöhne" namens Satan???
Wo ist da die postulierte
Allwissenheit? Oder war's nur eine ehrlose Machtdemonstration anhand
des quasi vergewaltigten Hiob? Undenkbar für mich !!! "Hiob" fällt für
mich auch wieder unter "manipulative Bibelmärchen"!
Nun,
soweit die das Beispiele-Fass in die Nähe des Überlaufens bringenden
Beispiele
#1 und #2.
Sie
erscheinen mir jetzt nach 2,5 Jahren typisch zu sein, vorbereitend für
ein
nachdenkenswertes Ende weiterer Argumentationsbemühungen, Abhandlungen
genannt. Platz machen im Kopf ... Balast abwerfen für Schöneres ...
Reinigung und Befreiung ... Ignorieren des realen menschengeschaffenen
Problemhaufens
im Internet. Verweigerung - was offensichtlich die gutgeschulten Profis
auch machen.
Mein
Alter, meine Lieben und auch extrem gute (1.!) Ehe, die Fliegerei,
meine
Musikimprovisationen, den
zu pflegenden Familiengarten, Wandern und den
Neusiedlersee genießen; mit Menschen, denen ihr Mensch-Sein
wichtiger ist als die selbstgefällige Funktion des hoffierten
beruflichen Übermenschens. Wer weiß, wie lange mir das noch vergönnt
ist...
Und
mir das Leben nicht vergällen lassen durch die bei manchen Klerikalen
schmerzhaft merkbare Diskrepanz zwischen Kanzel- und Kirchenraum-Worten
zur Wirklichkeit in ihrem Handeln! Ob derartige
Diskrepanzen
gottgewollt sind, bezweifle ich. Fallen eher unter die Rubrik
"Menschliche spirituelle Fehlleistungen dank gottgeschenkter
Willensfreiheit" und "Wer blufft, hat mehr vom Leben". Hat er/sie das
wirklich notwendig?
Ganz
nebenbei: Das ist, hier nachgetragen, mein Grund
#4, also menschliche Enttäuschung nach jahrelanger Geduld und gerade
jetzt wieder sich beweisender Hoffnungslosigkeit bezügl.
Änderungsbereitschaft mancher nur theoretisierender "Schönsprechender"
mit praktischen Defiziten. Wäre froh, wenn sich
diese Zeilen doch noch als hinfällig erweisen würden .... Diese Hoffnung auf Änderungsbereitschaft
hat sich (Gott sei Dank?) tatsächlich bei einem
klerikalen Du-Menschen am 13.3.2011 bei der evang. Veranstaltung "Mut tut gut"
erfüllt! Mut tut tatsächlich gut!
Psychologische
Selbst-Infiltration aus fremden, kritiklos manipulierenden
Quellen? Die gottgeschenkte Intelligenz und Empfindungsfähigkeit
negieren? Nein, danke!
*
* * * * * * * * *
Wie ich
schon in der Abhandlung "Selbstbefreiung
der Kirchen" schrieb:
» Bibelglauben-Analysen etc.
innerhalb dieses von Menschen errichteten
einbetonierten Gedankengebäudes, ja Luftschlosses zahlen sich
definitiv nicht aus und bleiben schlechthin wirkungslos und mit wenigen
belegbaren Ausnahmen somit nutzlos! Selbst
moderne akademische Theologen wie Holl, H. Küng, Lüdemann,
Küstenmacher etc. konnten
seit Jahrzehnten nichts ändern.
So wie
sich tiefschürfende
Abhandlung von weltlichen Märchen und Sagen ja auch nicht auszahlen, es
bleiben
eben
Märchen. Die allerdings oft einen unheilvollen Einfluss - wie Richard
Wagners Opern in der Hitlerzeit - haben und Menschen schlicht und
unveränderlich für ein klares Denken verderben. Auf immer.«
Unabänderliche Rigidität! Man
kann sicherlich auch "Treue zur System-erhaltende Denkweise der
kirchlichen Lehre" dazu sagen.
Was
Weihbischof Laun gerade wieder mit seiner Stellungnahme
(Die Sünde und die Strafe Gottes) zur Katastrophe
in Duisburg
schlüssig bewiesen hat; ich vermute hier einen krassen Widerspruch
sogar(!) entgegen der röm. kath. Rechtfertigungslehre!!
WB
Laun sinngemäß: "Die"
(Anmerkung:
unterstellte!!)
"Strafe Gottes ist Beweis für Seine Liebe."
Schon
wieder
ein behaupteter Liebes-Gottesbeweis,
diesmal ein sadistischer! Wie seinerzeit auch schon (im
vorigen Jahrhundert?) über
Aids behauptet.
Bewiesen
wird allerdings, dass der Bibel dabei nicht viel Gewicht beigemessen
wird. Es gibt genug Zitate, die diese Straf-Manie als zumindest
unbiblisch empfinden lassen.
Kann
sich wohl keiner der Linientreuen vorstellen, dass Gott vielleicht mit
seinen
von Ihm geschaffenen Geschöpfen - Menschen (toten Kindern und
trauernden Eltern oder vice versa!), Tieren, Pflanzen -
mitweint,
weil so Vieles seiner Schöpfung dank der geschenkten Willensfreiheit
des Menschen
schon
lange begonnen hat, der schnellen Vernichtung - ohne
Anpassungsmöglichkeit mehr - anheim zu fallen! Der vielleicht
selbst Mitleid brauchen könnte! Na ja, dieser Gott wäre kaum
als willkommenes
Schreckgespenst » Der Herr ...«
missbrauchbar.
Hat
sich eigentlich schon je irgendeiner der TheologInnen den Kopf über
eine Seele
Gottes und Seiner Empfindungen zerbrochen? Oder über Seine
Ehrenhaftigkeit?
Ein
liebender Gott („Gott ist die Liebe!” ?!) ohne Erbarmen? Liebe soll
ohne Erbarmen "Liebe" sein? Das kann doch nur ein gewaltiger Irrtum
sein!
Tatsächlich verbale Gewaltausübung. Hmm.., vielleicht
gibt es doch
den "Gottessohn Satan" (Hiob-, Jesus-Versuchung) ...
Oder
sind es nur bösgewollte Worte Bemitleidenswerter, der nie
verstanden
haben, was Liebe wirklich ist oder sein kann? Auch denkbar.
Nun,
diese "erzieherische" Gewaltunterstellung
war jetzt das
besonders traurige,
absurde
Beispiel #3 und mit dem soll es genug sein.
Textkorrektur 27.3.2011:
Die
seinerzeit nachgelieferte "elegante"(?) Entschuldigungsgroteske,
dass
nicht Gott straft, sondern die
Strafe schon im sündigen(?) Vorgang enthalten ist, etc.etc. ist
zwischenzeitlich nach Kritiken aus dem religiösen Dunstkreis nicht mehr
im Internet lesbar, durch etwas Gottesfreundlicheres ersetzt und ist
auch keine Groteske mehr. War wohl ursprünglich ein panischer
Schnellschuss gewesen.
Ein passendes Beispiel
war dazu: „Springe aus einem
Flugzeug
mit einem Fallschirm, den Du unbewusst falsch eingepackt hast. Du wirst
schon sehen, wie Dich am Boden die dem Sprung
inhärente Strafe Gottes erreicht!” Schon ziemlich seltsam, ja menschen-
und sogar gottesfeindlich; oder?
Apropos "strafender
Gott": Wozu
dann die "Erlösungsopferung" Jesu? (Diese Anmerkung gilt
auch für die seltsame, aber trotzdem kanonische Apokalypse
(Lutherbibel-Text)
des Johannes! Ein klerikal willkommenes Machtinstrument?)
22.8.
Wichtiger Nachtrag zu dieser Straf-Groteske nach "Das Evangelische
Wort" von Superintendent Paul Weiland im Österr. Radio. Der Link
dazu
Ab 30.8. wird vermutlich der Text
Herrn Weilands hier erreichbar sein: »hier«.
Doch:
Wie mitfühlend
intelligent und spirituell man "Duisburg" betrachten kann,
sehen Sie hier in einem Zeitungskommentar
von Pfarrerin Dr. Ines Knoll
Meine
Meinung zur Theologie/Ekklesiologie an sich:
Das
Paradoxon der Theologie ist, dass sie etwas zu erforschen sucht, das
sie grenzenlos fürchtet. Stellen Sie sich einmal vor, was passieren
würde, wieviele sofort dann sinnlose ekklesiale Arbeitsplätze verloren
gingen, wenn Gott tatsächlich erscheinen würde... Oder man das Grab
Jesu fände...
Die
patriachale fundamentalistische Theologie/Ekklesiologie mit ihrem "Radikalen
Konstruktivismus" (quasi elitärer Gruppen-Solipsismus?)
braucht die angstmachende Ungewissheit zur
Aufrechterhaltung ihrer pseudoelitären Berechtigung. Das ewige Schüren
einer Hoffnung, deren Erfüllung nie eintritt, oder sogar erst nach dem
Tod angeblich eintreffen soll.
Denn "100% Gott ja" oder "100%
Gott nein", also die völlig Gewissheit,
benötigt weder Stellvertreter, Hierarchien und Funktionen, noch
werbende, indoktrinierende
"Ideen-Verkaufsstätten" in Form von Sakralbauten.
Seltsamerweise
wird Gott im Christentum eines nicht unterstellt: Ehrenhaftes
Agieren, auch wenn nebulös von einer Ehre Gottes immer wieder
gesprochen oder gesungen wird! Tödliches Strafen per Gießkanne ist kaum
»voll der Ehre« oder »voll der Gnade«!
Dass
sich die Weltgeschichte mit einer Überzeugung der Ehrenhaftigkeit
Gottes - und seiner menschlichen "Geschäftspartner"! - anders
entwickelt hätte und manches Verbrechen an der Menschheit a priori
keine Verwirklichungsmöglichkeiten gehabt hätte, ist mit ziemlicher
Sicherheit annehmbar.
Apropos
"Allwissender Gott":
Wenn Gott alles Zukünftige wüsste und alles nach diesem Wissen
folgerichtig
geschehen müsste, wäre
ER das unfreieste Wesen, das überhaupt denkbar ist. Bedauernswert.
Eines
ist
den Religionen allerdings gut gelungen: die Abschaffung des
Konjunktivs durch "Überzeugungsarbeit", selbige auch "Manipulation"
genannt; immer nur stereotyp wiederholter Indikativ, wie zweifelhaft
auch immer die Behauptungen sind. Mit Hilfe eines machtvoll aufgebauten
Erinnerungsfetischismus, samt unechter Reliquien und gut gepflegter
Alternativen-Phobie.
Z.B. Jesus,
gerade in der aktuellen Predigtordnung :
"Die Ersten werden die Letzten sein" und vice versa -
"werden":
kein Konjunktiv! Und wie ist die Wirklichkeit in den Kirchenhierarchien
bis zu den Klingelbeutel-Füllenden? (Eigentlich unwichtig:
Oder in der
"TV-Seitenblicke-Gesellschaft" inkl. teilnehmender Klerikaler?)
Die Ersten bleiben schon "die Ersten", dank des Systems.
Das
persönliche oder/und institutionelle Unvermögen »Gott zu empfinden«
führt zu dem Versuch »über Gott etwas wissen zu
wollen«, der bei beliebig großer Anstrengung der "Wissenschaft"(?) auf ewig vergeblich bleiben
wird und - leider, leider - zu immer mehr unbewiesenen
Theorien/(Lügen?) -
mehr sind sie wahrlich nicht - geführt hat und weiter führen wird. Samt
der damit verbundenen Glaubensindustrie und deren manchmal(!)
zweifelnden,
verbitterten,
Gläubigkeits-neidigen geistlichen oder weltlichen Mitarbeiter. Mit
deren unvorhersehbaren Reaktionen
wie beispielsweise Anschwärzung und Rufmord-Versuche. Ein Trost, dass
nicht alle verbittert und/oder gläubigkeitsneidig sind!
Kol 3,13
»Ertragt
euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer
dem andern
etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch
ihr!« Sofern das Gefühl einer göttlichen Vergebung besteht und
angenommen wird.
Wenn nicht, tja ...? Bemitleidenswert,
dieser "im Glauben geborgene" starre, eigentlich ungläubige Mensch ...
Vergeben
ist eine aktive Handlung samt
Rückkopplung und keinesfalls ein selbstherrliches
kontaktverweigerndes
Pseudoignorieren im eigenen Elfenbeinturm.
*
* *
* * * * * * *
Somit
meinen interessierten Lesern, aber auch argumentativen und vielleicht
ungewollten
Helfern ein
"Herzliches Dankeschön".
Wenn
Sie an einen Geist Gottes und eine Seele Gottes - wie
immer Sie es benennen - glauben, möge/wird »Er/Sie/Es« Sie weiter
begleiten.
Wenn
Sie Atheist sind, möge Ihnen der Zufall und/oder Instinkt (hmmm...?)
immer hold sein.
Und
uns Allen wünsche ich (weiter) das Vertrauen in die Inspiration, aus welcher
Quelle auch immer sie entspringt.

I
did it
My Way:
Aus dem teils sehr dunklen jahrtausendealten
Buchglauben in die fröhliche bunte eigenbestimmte Gläubigkeit;
unter Umständen auch gemeinsam mit geistig jungen
Repräsentanten sich modernisierender
Religionen.
Eine Gläubigkeit, die
nur dann nicht fröhlich ist, wenn antiquierte Zöpfe die Sicht auf das
Licht verhängen.
Eines
ist mir allerdings emotional völlig klar geworden, besonders wenn ich
jetzt auf die Art der Entstehung und rational unerklärliche Ausfeilung
mancher Abhandlungen zurückblicke: Gott dürfte einen wahrlich
bereichernden Humor
haben!
Ob ich mir das nur einbilde? Vielleicht ... 
Ob Er sich bei
den Phantasien des alten Testaments auch tatsächlich humorvoll amüsiert
hätte, bezweifle ich.
Beispielsweise bei Moses
15; andere Moses-Seltsamkeiten habe ich ohnedies schon
mehrmals in den Abhandlungen erwähnt.
Zusatz bezüglich
meiner Kompetenz:
Aus der Grundsatzerklärung
meiner Reformierten
Stadtkirche Wien, die im Sinne der verbrieften Gleichberechtigung aller
Mitglieder auch für Einzelpersonen und somit auch für mich
und das Werk meiner Website gilt :
6.
Der ganzen Gemeinde ist das prophetische Amt aufgetragen. Sie ist
verpflichtet,
die aktuelle politische, soziale
und kulturelle Situation zu
analysieren
und aus
dieser Analyse ihr konkretes Sprechen und Handeln zu entwickeln.
Sie
ist bereit,
die Zukunft mitzugestalten, und ist sich bewusst, damit Konflikte zu
riskieren.
19.
Gott
hat alle Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen und zu einem
sinnvollen und
menschenwürdigen Leben vorherbestimmt. Daher sucht unsere
Kirche das
Gespräch [...].
Rudolf Fiala