» Die eigenverantwortliche dogmenfreie Gläubigkeit «
http://rudolf-fiala.info
Laienspiritualität 48, Fortsetzung # 49 ==> hier
Mahatma GHANDI:
„Es ist müßig davon zu reden, daß wir Seelen für Gott gewinnen wollen.
Ist Gott so hilflos, dass er nicht von sich aus Seelen für sich gewinnen könnte?
Religion ist immer die persönliche Angelegenheit jedes Einzelnen”.

Rudolf Fiala:

"Gott ist nicht hilflos, aber er drängt sich nicht auf, denn Er hat die Willensfreiheit geschenkt. Ihn zu empfinden bedarf des Wollens,  Seine Existenz bewusst anzunehmen und diesem Mysterium nahezukommen."

Zu meinen Musikaufnahmen hier anklicken
Die andere Abhandlungen
I did it My Way!
Ende der klerikalen(!) Abhandlungen und Abschied von meinen fundamental-klerikal, evangelikal etc. gebundenen Lesern.
Dazu hören Sie den Choral "Jesus bleibet meine Freude" auf meinem Synthesizer, wenn Sie Skripte auf meiner Seite erlaubt haben. Bitte warten, bis die "Besuchszahl" erscheint, dann beginnt auch kurz darauf der Choral.
Hinweis-Links sollten Sie mit der Mitteltaste/Scrollrad anklicken, weil sonst beim Rückkehren zu dieser Seite der Choral neu gestartet wird.

© Rudolf Fiala, 15.8.-20.9.2010; wird bei Notwendigkeit ergänzt.     Besuchszahl: 
22.8. Wichtiger Nachtrag nach "Das Evangelische Wort" von Superintendent Paul Weiland im Österr. Radio.
10.10. Wichtiger Nachtrag einer Predigt von Pfarrer Kluge/Dorotheergasse »hier«
Textkorrektur 27.3.2011:Unten mit roter Schrift

Seit 2008 sind es jetzt auf meiner Spirituellen Website 47 Abhandlungen geworden. In den Lebensjahren 65 - 68.
Intrinsisch motiviert und aus Freude an der "Sache", die man unter dem Begriff "Eigenverantwortliche Gläubigkeit" zusammenfassen kann.

Mit der Voraussetzung, dass es Gott und/oder ein Göttliches Prinzip geben könnte.

Das ist und bleibt - bis auf Weiteres - unbestätigt, genau so wie das aus den letzten 2000 Jahren Naheliegendere, nämlich dass einen Teufel gibt.
Oder eine helle und dunkle Seite Gottes, wie angeblich  „spannend” diskutiert wird. Siehe z.B. diese Predigt.
Vielleicht ist auch dabei Luther wieder einmal der advocatus diaboli: „
Gott kann nicht Gott sein, er muss zuvor ein Teufel werden, ...”
Für diesen Lutherausspruch sind vermutlich die Worte der Lutherischen Superintendentin Luise Müller zutreffend, sinngemäß: Ihr wäre es lieber, wenn Luther weniger gesprochen hätte. Weiters: "Kein Grund für Heldenverehrung", zitiert zum Reformationstag 31.10.

Die auf Inspiration, Emotion und Empfindung, aber auch auf eigenen privaten und kulturellen Erfahrung beruhenden Abhandlungen basieren definitiv nicht auf menschengeschaffenem ekklesialem Wissen - das ist nur manchmal ein passendes Hilfsmittel - und sind damit von jeder einschnürenden Schultheologie frei und unabhängig.
Woraus schlüssig folgt, dass ich kein Geschäft durch eine indoktrinierte und weiter zu indoktrinierende Existenz eines Gottes um jeden Preis - man denke nur an die vielen Glaubenstoten - aufrechtzuerhalten habe. Also in meiner Gottes-Empfindung völlig frei und unbehindert bin. Und meine Leser völlig frei in der Beurteilung meiner Glaubwürdigkeit.
Was weiter bedeutet, dass es in diesem Zusammenhang völlig egal ist, ob es Gott tatsächlich gibt oder die Atheisten recht haben. Denn ich muss ja nicht zur Aufrechterhaltung und/oder Schmierung einer "Glaubens"-Maschinerie unbedingt rechthaben.

Meine niemandem schadenden Empfindungen - und die "unschädlichen" jedes anderen Menschen - sind ausschließlich Privatsache. Daraus resultieren weder Kranke, noch Tote.
Dass das beim "organisierten/institutionalisierten Glauben" durchaus auch anders sein kann, und seit Beginn der Bibel auch ist, ist ja kein Geheimnis.
Wobei noch dazukommt, dass Glaubensgemeinschaften/Kirchen keine effektive konstruktive Fehlerkorrektur-Kultur haben! Kreatives Potential zur Erneuerung liegt brach, da nicht erwünscht, ja ggf. sogar mit Ausschluss oder Entzug des Lehramtes geahndet wird.
Korrekturprozesse benötigen Jahrzehnte oder Jahrhunderte und sind nur möglich, wenn der Primus inter Non-Pares dazu bereit ist. Leider führen derartige Chef-Prozesse auch manchmal zu noch mehr Fundamentalismus, also zurück zu einem bereits überwunden geglaubten Zustand. Pro forma abgesegnet durch ein Konzil.

"Ein allmächtiger Gott braucht keine Diener, sondern Mitarbeiter!"


* * * * * * * * * *
     
Nochmals zum Anfang:

Der Beginn war eine Abhandlung zum Ich ( 1. Das "Ich" und seine Verbindung zum Du - spirituell empfunden, 22.2.2008
Mit einer umfangreichen Linksammlung zu vielen Details und Inkonsistenzen in religiösem Kontext.)

Der Grundgedanke war die altruistische Beziehung zwischen Ich und Du und wurde durch eine im Internet befindliche Abhandlung zum "Du" verursacht. Aber nicht nur dadurch ...
Die daraus resultierenden Suchen im Internet machten mich mit Tatsachen auf dem Feld der Religion bekannt, von denen ich als Laie nicht die geringste Ahnung gehabt habe. Beispielsweise die Tötungsbefehle von Moses sofort nach Erhalt von „Du sollst nicht töten”, die Diskrepanzen zwischen Jesus und dem wahren Religionsgründer Saulus/Paulus, die erstaunlich und grausamen Details der römischen Kirche im ersten Jahrtausend, und weiter bis zu und während Martin Luther; samt Luthers Grauslichkeiten ab 1525. Auch bei seinen Geistesfolgern wie Wilhelm II, Richard Wagner, letztendlich bis zu Hitler und noch darüber hinaus.

Mein Wissensstand stieg und heute bin ich so weit, dass mir ein Rückzug aus den Beleuchtungsversuchen der Philosophie des eigentlich größtenteils gescheiterten kirchlichen(!) Christentums sehr sinnvoll erscheint. Endgültig hin zur "Eigenverantwortlichen Gläubigkeit", frei von in der Kindheit bis zur Matura lutherisch indoktriniertem Pseudowissen durch eine in sich nicht als wahr bestätigbare Wissenschaft namens Theologie - richtigerweise wohl Ekklesiologie. 

Möchte aber nochmals betonen, dass ich die sinnvolle Arbeit der wirklich ethisch motivierten Kirchenleute geistlichen oder weltlichen Standes zugunsten der Kirchenmitglieder keinesfalls in Frage stelle. Die dabei nur zu oft aus dem eigenen Dunstkreis wie zB. durch Macht- und/oder Kindesmissbrauch gestört werden.

(Zur Klarstellung: Ich wurde trotz lutherischer Taufe nicht lutherisch konfirmiert, bin seit der Heirat bei der Österr. Evang. Reformierten Kirche H.B. und erkenne keinen Grund, diese zu verlassen. Ich sehe da für mich keine unüberbrückbaren Gegensätze zu meiner eigenverantwortlichen Gläubigkeit! Wenn der reformierte Pfarrer auch keine intolerablen Gegensätze sieht, umso besser ... 
Papier ist geduldig, auch die uralten menschengeschaffenen Katechismen "Augsburg" oder "Heidelberg" sind vermutlich in manchen Teilen total überholt, ja sogar für heutige Gottesempfindungen, aber auch für die Gnadenlehre leider kontraproduktiv. Beweise sind jederzeit auffindbar. Wie einerseits die alt-postulierte Personen-Trinität, und dagegen die Gedanken vom leitenden Univ. Prof. U. Körtner zur "Unnotwendigkeit einer personalen Konnotation Gottes an sich". Ebenso - daraus folgend - eine Verkündigung ("Kerigma") der jesuanischen Inhalte, egal ob Jesus wirklich gelebt hat oder nicht. Beides ein unüberbrückbarer Gegensatz zu den Katechismen!)

In diesen 2,5 Jahren stolperte ich über viele, aus der angenommenen Existenz eines Gottes
kirchennahe Probleme und bedenkliche, selbstgerechte Unterstellungen in die Person eines Deus absconditus trotz seiner prinzipiellen Unerklärlichkeit.
Diese Probleme mit meiner Intelligenz samt Querdenkertum und Unabhängigkeit von fundamentalistischen Denkweisen zu erforschen und abzuhandeln, war naheliegend und  - welche Überraschung - machte manchmal sogar Freude.
Seltsamerweise wuchsen die Abhandlungen während ihrer Entstehung in immer mehr Details hinein, obwohl das von mir a priori gar nicht geplant war.
Gar besonders überraschend ist das nicht, denn bei intensiver Beschäftigung bemerkt man immer mehr Widersprüche bis zu offensichtlichen Lügen des Etablishments.
Für "Gehirnfutter" war ausreichendst gesorgt ...

Für die bereits einmal nach personenbezogenen, enttäuschenden Erkenntnissen - nämlich in der Abhandlung 13 am 6.1.2009 geäußerte Absicht des "Ende der Vorstellung" - war damals noch nicht die Zeit gekommen, die Gründe sind unter anderem in den seit damals entstandenen Abhandlungen der Gruppen "Gottessuche und Wege" und "Befreite Lebensfreude", aber nicht nur, zu finden. Siehe Hauptseite

* * * * * * * * * *
     

Nun, im Juli/August 2010 ist mir so viel "Gehirnfutter" zugeflogen, dass es mir emotional zu viel wurde und ist. Erbarmungslosigkeit und daraus Hoffnungslosigkeit um und um; Lebensqualitätsverlust.
Zuviel "Dünger" und dieser scheint sich im Internet progressiv zu vermehren. Zuviel des Pseudo-Gutgedachten, oft ohne jeden Wirklichkeitsgehalt. Schönreden, Bluff ("Wer nicht blufft, ist ein Idiot!"
Univ.Prof. Mag. Dr. Manfred Prisching), Manipulationsmethoden. Angemaßtes Gotteswissen - prinzipiell unbeweisbar - reine Phantasie durch Jahrtausende und weiter in den Predigtschmieden. Wobei sich "Phantasie" und "Lüge" oft sehr nahestehen; samt vermutbarer psychopathologischer Vorgänge manischer Märchenerzähler (z.B. Blutphantasien in Joh. 6, 47-58, als auch die numerologischen Spielereien und weitere angeblich von Gott übermittelte Absurditäten in der Offenbarung des (anderen?) Johannes.)

Daraus resultierend: Traurigkeit; zuviele argumentative Irrtümer intelligenter, aber trotzdem spiritueller Menschen!

Auch noch diese Verblendungen, die Gott (oder dem panentheistischen Gottesprinzip) unterstellen, Duisburg als göttliche rächende Strafe geschehen zu lassen. Ähnliches gab's vom gleichen röm. kath. bischöflichen Autor auch schon vor Jahren zu Aids als Strafe Gottes. Ja, im Unterstellen waren und sind die Fundamentalisten ja besonders geübt. Und von anderen Linientreuen hat man Ähnliches ja schon zur Flutkatastrophe in New Orleans und dem Erdbeben in Haiti gehört. Ein mit dem Gießkannenprinzip zufällig Anwesende strafender Gott. Quasi lokale Sippenhaftung, und das 60 Jahre nach dem Dritten Reich. Also gegen Gottes Ehre und für Gott als Schreckgespenst.
Über solche Fehlleistungen könnte man ja als Nicht-Römer kopfschüttelnd hinwegschreiten; "könnte", doch unser Gott ist vermutlich(!) der selbe!

Apropos die Absurdität der angeblich "kirchlich begrüßten Strafen Gottes": Beim großen Erdbeben und Tsunami in mittelalterlichen Lissabon  blieb das Rotlichtviertel Lissabons, die Alfama, allerdings verschont.
Aus zB. http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_von_Lissabon  

Auch Sexualität ist gottgewollt, auch wenn es die Moralinsauren noch so stört!
(Apropos: Für die Juden ist die Sexualität nicht mit der Erbsünde verbunden!)

Hier soll jetzt aber nicht nur der Traurigkeit Raum gegeben werden: Wenn es nicht immer wieder spirituelle Glanzlichter gegeben hätte und auch gibt, wäre meine Spirituelle Homepage vermutlich gar nicht entstanden. Glanzlichter wie gerade aktuell im Sommer 2010 aus der Lutherische Stadtkirche Wien Predigt 25.7.2010 und Predigt 1.8.2010.

Ehre, wem Ehre gebührt; über alle Meinungsunterschiede hinweg! Das oft gehörte "Wir sollten reden miteinander ...", ist immer besser, als nur der Traurigkeit durch die Diskrepanz zwischen der hehren Theorie und den selbstbestimmten Lebensdetails - auch auf Basis von Missverständnissen - Platz einzuräumen.
»Klopfe an, dann wird Dir aufgetan ...«
* * * * * * * * * *    
 
Aber auch sichtlich als positiv gedachte Statements entpuppen sich im Sinne Sir Poppers bald als unklare Konstrukte.

Beispiel #1 Martin Luthers Ausspruch: Auf dem Nichts zu stehen, das müsse der Glaube lernen”
Klingt im ersten Ansatz progressiv und hoffnungerweckend. Gebe gerne zu, das hat mich oberflächlich vor 2 Jahren auch begeistert. Bevor ich über "das absolute Nichts" nachgedacht - eben wegen Luther, seltsam nicht? - hatte.

Aber: Wenn Luther wirklich "Nichts" gemeint hat, wäre wohl ein glaubenschaffender oder scheinbar glaubwürdiger Gott auch "Teil des Nichts"!
Woraus folgt: "Teil des Nichts" wohl gleich bedeutend mit "Es gibt keinen Gott"  Eben Auf dem Nichts, dem Nicht-Gott zu stehen ..."
Logisch, oder? (Mengenlehre: Die Umfassungsmenge ist bei Luther "Nichts", also ist der davon umfasste Gott ebenfalls "Nichts")
Luthers Geschenk an die agnostisch oder atheistisch gewordenen Klerikalen, ein Drama für die Gottgläubigen.

Beispiel #2, im Internet gelesen und sicher in bester Absicht verfasst:
Der liebende Mensch ist der Beweis: Gott ist!
Der liebende Mensch ist der letzte, der höchste, der nie zu übertreffende Beweis Gottes.
Klingt wunderbar, keine Frage und ist, wie ich die Verfasserin kenne, auch so gemeint.
Kann, ja muss man aber auch so auffassen, dass für jene armen Menschen, die der erfüllten Liebe nicht teilhaftig sind bezw. sein können, dieser "nie zu übertreffende Beweis Gottes", eben das "Gott ist!" nicht erlebbar und somit als Beweis nicht akzeptierbar ist. Auch für jene, deren Liebe abgelehnt wird, hoffnungslos und bis zum Erkalten. Erkalten der Liebe und folgerichtig des hier optimistisch angenommenen Gottesbeweises. Traurig, nicht wahr?

Wie heißt es sogar in 1. Joh 4,8: „
Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe.” Diese Zitat habe ich erst nach Fertigstellung dieser Abhandlung zufälligerweise(?) am 22.8. nach einer Textsuche wegen 1. Joh 4,18 (Strafthematik) gelesen. Es bestätigt die Logik in oberem Beispiel #2. Keine Liebe, kein erkennbarer Gott. Na, DAS kann wohl nicht sein, nicht wahr?
Für meine laienhafte, in einem Grenzbereich (re)agierende Argumentation beseitigen derartige Funde, wie auch die Sendung von SI Weiland, die oft emotional belastenden Zweifel.

Die Erwähnung der Liebe in Predigten ist ohnedies eine sehr zweischneidige Angelegenheit und ich habe es im Sommer 2009 schon hier in Gottesliebe dargelegt.
Viel zu viel Nicht-Liebe in der Menschheit und - als ungefähr repräsentativer Bevölkerungs-Durchschnitt - auch im Predigtpublikum.

Wenn man diese Verknüpfung von Gott und Liebe für unbedingt und wahr hält, hätte Aristoteles einen starken Beweis gegen Gott, also gegen die Existenz Gottes gefunden!
Er sagte: „Wenn auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich!” und wir alle wissen doch um die Unentbehrlichkeit von Gesetzen, also von der NICHT-Existenz einer umfassenden Liebe auf der Erde. Womit bei der so gerne gepflogenen Gleichsetzung von Liebe=Gott aristotelisch die NICHT-Existenz Gottes als wahr anzunehmen wäre.

* * * * * * * * * *     


Traurig, traurig ... soviel schnellgesprochen Gutgemeintes in den Glaubenswelten, unbeweisbar und oft in sich widersprüchlich.
Auch mit der Gefahr des Zirkelschlusses und seiner inhärenten Unrichtigkeit und/oder Sinnlosigkeit.
Ein passendes Diskussionsbeispiel wäre die Trinität und insbesondere die offizielle röm. kath. Auffassung, kurz mathematisch: 1=3 und 3=1.
Das ist ja noch harmlos, quasi ein faustisches Hexeneinmaleins. Welche Problematik es durch sie aber gibt kann man hier ab ca. der Hälfte finden: In Heiliger Geist , und auch in Letzte Worte Jesu.
Oder harmloser: Wenn Jesus zu seinem "Abba" (Vater) betete, betete er eigentlich zu sich selbst. Wie ein mitdenkendes Volksschulkind im Religionsunterricht meinte. Oder die Versuchung des trinitären Jesus? Selbstversuchung ...??? Oder die Versuchung Hiobs in einem
Eingottglauben durch einen der "Gottessöhne" namens Satan??? Wo ist da die postulierte Allwissenheit? Oder war's nur eine ehrlose Machtdemonstration anhand des quasi vergewaltigten Hiob? Undenkbar für mich !!! "Hiob" fällt für mich auch wieder unter "manipulative Bibelmärchen"!


Nun, soweit die das Beispiele-Fass in die Nähe des Überlaufens bringenden Beispiele #1 und #2.
Sie erscheinen mir jetzt nach 2,5 Jahren typisch zu sein, vorbereitend für ein nachdenkenswertes Ende weiterer Argumentationsbemühungen, Abhandlungen genannt. Platz machen im Kopf ... Balast abwerfen für Schöneres ... Reinigung und Befreiung ... Ignorieren des realen menschengeschaffenen Problemhaufens im Internet. Verweigerung - was offensichtlich die gutgeschulten Profis auch machen.
 
Mein Alter, meine Lieben und auch extrem gute (1.!) Ehe, die Fliegerei, meine Musikimprovisationen, den zu pflegenden Familiengarten, Wandern und den Neusiedlersee genießen; mit Menschen, denen ihr Mensch-Sein wichtiger ist als die selbstgefällige Funktion des hoffierten beruflichen Übermenschens. Wer weiß, wie lange mir das noch vergönnt ist...
Und mir das Leben nicht vergällen lassen durch die bei manchen Klerikalen schmerzhaft merkbare Diskrepanz zwischen Kanzel- und Kirchenraum-Worten zur Wirklichkeit in ihrem Handeln! Ob derartige Diskrepanzen gottgewollt sind, bezweifle ich. Fallen eher unter die Rubrik "Menschliche spirituelle Fehlleistungen dank gottgeschenkter Willensfreiheit" und "Wer blufft, hat mehr vom Leben". Hat er/sie das wirklich notwendig?
Ganz nebenbei: Das ist, hier nachgetragen, mein Grund #4, also menschliche Enttäuschung nach jahrelanger Geduld und gerade jetzt wieder sich beweisender Hoffnungslosigkeit bezügl. Änderungsbereitschaft mancher nur theoretisierender "Schönsprechender" mit praktischen Defiziten. Wäre froh, wenn sich diese Zeilen doch noch als hinfällig erweisen würden .... Diese Hoffnung auf Änderungsbereitschaft hat sich (Gott sei Dank?) tatsächlich bei einem klerikalen Du-Menschen am 13.3.2011 bei der evang. Veranstaltung "Mut tut gut" erfüllt! Mut tut tatsächlich gut!

Psychologische Selbst-Infiltration aus fremden, kritiklos manipulierenden Quellen? Die gottgeschenkte Intelligenz und Empfindungsfähigkeit negieren? Nein, danke!
* * * * * * * * * *    

Wie ich schon in der Abhandlung "Selbstbefreiung der Kirchen" schrieb:
» Bibelglauben-Analysen etc. innerhalb dieses von Menschen errichteten einbetonierten Gedankengebäudes, ja Luftschlosses zahlen sich definitiv nicht aus und bleiben schlechthin wirkungslos und mit wenigen belegbaren Ausnahmen somit nutzlos! Selbst moderne akademische Theologen wie Holl, H. Küng, Lüdemann, Küstenmacher etc. konnten seit Jahrzehnten nichts ändern.
So wie sich tiefschürfende Abhandlung von weltlichen Märchen und Sagen ja auch nicht auszahlen, es bleiben eben Märchen. Die allerdings oft einen unheilvollen Einfluss - wie Richard Wagners Opern in der Hitlerzeit - haben und Menschen schlicht und unveränderlich für ein klares Denken verderben. Auf immer.«

Unabänderliche Rigidität! Man kann sicherlich auch "Treue zur System-erhaltende Denkweise der kirchlichen Lehre" dazu sagen.
Was Weihbischof Laun gerade wieder mit seiner Stellungnahme (Die Sünde und die Strafe Gottes) zur Katastrophe in Duisburg  schlüssig bewiesen hat; ich vermute hier einen krassen Widerspruch sogar(!) entgegen der  röm. kath. Rechtfertigungslehre!!
WB Laun sinngemäß: "Die" (Anmerkung: unterstellte!!) "Strafe Gottes ist Beweis für Seine Liebe."
Schon wieder ein behaupteter Liebes-Gottesbeweis, diesmal ein sadistischer! Wie seinerzeit auch schon (im vorigen Jahrhundert?) über Aids behauptet.
Bewiesen wird allerdings, dass der Bibel dabei nicht viel Gewicht beigemessen wird. Es gibt genug Zitate, die diese Straf-Manie als zumindest unbiblisch empfinden lassen.

Kann sich wohl keiner der Linientreuen vorstellen, dass Gott vielleicht mit seinen von Ihm geschaffenen Geschöpfen - Menschen (toten Kindern und trauernden Eltern oder vice versa!), Tieren, Pflanzen - mitweint, weil so Vieles seiner Schöpfung dank der geschenkten Willensfreiheit des Menschen schon lange begonnen hat, der schnellen Vernichtung - ohne Anpassungsmöglichkeit mehr - anheim zu fallen! Der vielleicht selbst Mitleid brauchen könnte! Na ja, dieser Gott wäre kaum als willkommenes Schreckgespenst » Der Herr ...« missbrauchbar.

Hat sich eigentlich schon je irgendeiner der TheologInnen den Kopf über eine Seele Gottes und Seiner Empfindungen zerbrochen? Oder über Seine Ehrenhaftigkeit?

Ein liebender Gott („Gott ist die Liebe!” ?!) ohne Erbarmen? Liebe soll ohne Erbarmen "Liebe" sein? Das kann doch nur ein gewaltiger Irrtum sein!
Tatsächlich verbale Gewaltausübung. Hmm.., vielleicht gibt es doch den "Gottessohn Satan" (Hiob-, Jesus-Versuchung) ...
Oder sind es nur bösgewollte Worte Bemitleidenswerter, der nie verstanden haben, was Liebe wirklich ist oder sein kann? Auch denkbar. 
 

Nun, diese "erzieherische" Gewaltunterstellung war jetzt das besonders traurige, absurde Beispiel #3 und mit dem soll es genug sein.
Textkorrektur 27.3.2011: Die seinerzeit nachgelieferte "elegante"(?) Entschuldigungsgroteske
, dass nicht Gott straft, sondern die Strafe schon im sündigen(?) Vorgang enthalten ist, etc.etc. ist zwischenzeitlich nach Kritiken aus dem religiösen Dunstkreis nicht mehr im Internet lesbar, durch etwas Gottesfreundlicheres ersetzt und ist auch keine Groteske mehr. War wohl ursprünglich ein panischer Schnellschuss gewesen.
Ein passendes Beispiel war dazu: „Springe aus einem Flugzeug mit einem Fallschirm, den Du unbewusst falsch eingepackt hast. Du wirst schon sehen, wie Dich am Boden die dem Sprung inhärente Strafe Gottes erreicht!” Schon ziemlich seltsam, ja menschen- und sogar gottesfeindlich; oder?

Apropos "strafender Gott": Wozu dann die "Erlösungsopferung" Jesu?
(Diese Anmerkung gilt auch für die seltsame, aber trotzdem kanonische Apokalypse (Lutherbibel-Text) des Johannes! Ein klerikal willkommenes Machtinstrument?)

22.8. Wichtiger Nachtrag zu dieser Straf-Groteske nach "Das Evangelische Wort" von Superintendent Paul Weiland im Österr. Radio. Der Link dazu 
Ab 30.8. wird vermutlich der Text Herrn Weilands hier erreichbar sein: »hier«.
 

Doch: Wie mitfühlend intelligent und spirituell man "Duisburg" betrachten kann, sehen Sie hier in einem Zeitungskommentar von Pfarrerin Dr. Ines Knoll

Seit Oktober 2010 ist zu dieser absurden "Schuldproblematik" auch die Predigt von Pfarrer Kluge hier lesbar:
http://www.reformiertestadtkirche.at/predigtpages/2010/kluge02.htm
  * * * * * * * * * *      

Meine Meinung zur Theologie/Ekklesiologie an sich:

Das Paradoxon der Theologie ist, dass sie etwas zu erforschen sucht, das sie grenzenlos fürchtet. Stellen Sie sich einmal vor, was passieren würde, wieviele sofort dann sinnlose ekklesiale Arbeitsplätze verloren gingen, wenn Gott tatsächlich erscheinen würde... Oder man das Grab Jesu fände...
Die patriachale fundamentalistische Theologie/Ekklesiologie mit ihrem "Radikalen Konstruktivismus" (quasi elitärer Gruppen-Solipsismus?) braucht die angstmachende Ungewissheit zur Aufrechterhaltung ihrer pseudoelitären Berechtigung. Das ewige Schüren einer Hoffnung, deren Erfüllung nie eintritt, oder sogar erst nach dem Tod angeblich eintreffen soll.
Denn "100% Gott ja" oder "100% Gott nein", also die völlig Gewissheit, benötigt weder Stellvertreter, Hierarchien und Funktionen, noch werbende, indoktrinierende "Ideen-Verkaufsstätten" in Form von Sakralbauten.

Seltsamerweise wird Gott im Christentum eines nicht unterstellt: Ehrenhaftes Agieren, auch wenn nebulös von einer Ehre Gottes immer wieder gesprochen oder gesungen wird! Tödliches Strafen per Gießkanne ist kaum »voll der Ehre« oder »voll der Gnade«!
Dass sich die Weltgeschichte mit einer Überzeugung der Ehrenhaftigkeit Gottes - und seiner menschlichen "Geschäftspartner"! -  anders entwickelt hätte und manches Verbrechen an der Menschheit a priori keine Verwirklichungsmöglichkeiten gehabt hätte, ist mit ziemlicher Sicherheit annehmbar.

Apropos "Allwissender Gott": Wenn Gott alles Zukünftige wüsste und alles nach diesem Wissen folgerichtig geschehen müsste, wäre ER das unfreieste Wesen, das überhaupt denkbar ist. Bedauernswert.



Eines ist den Religionen allerdings gut gelungen: die Abschaffung des Konjunktivs durch "Überzeugungsarbeit", selbige auch "Manipulation" genannt; immer nur stereotyp wiederholter Indikativ, wie zweifelhaft auch immer die Behauptungen sind. Mit Hilfe eines machtvoll aufgebauten Erinnerungsfetischismus, samt unechter Reliquien und gut gepflegter Alternativen-Phobie.

Z.B. Jesus, gerade in der aktuellen Predigtordnung : "Die Ersten werden die Letzten sein" und vice versa  - "werden": kein Konjunktiv! Und wie ist die Wirklichkeit in den Kirchenhierarchien bis zu den Klingelbeutel-Füllenden?
(Eigentlich unwichtig: Oder in der "TV-Seitenblicke-Gesellschaft" inkl. teilnehmender Klerikaler?) Die Ersten bleiben schon "die Ersten", dank des Systems.


Das persönliche oder/und institutionelle Unvermögen »Gott zu empfinden« führt zu dem Versuch »über Gott etwas wissen zu wollen«, der bei beliebig großer Anstrengung der "Wissenschaft"(?) auf ewig vergeblich bleiben wird und  - leider, leider - zu immer mehr unbewiesenen Theorien/(Lügen?) - mehr sind sie wahrlich nicht - geführt hat und weiter führen wird. Samt der damit verbundenen Glaubensindustrie und deren manchmal(!) zweifelnden, verbitterten, Gläubigkeits-neidigen geistlichen oder weltlichen Mitarbeiter. Mit deren unvorhersehbaren Reaktionen wie beispielsweise Anschwärzung und Rufmord-Versuche. Ein Trost, dass nicht alle verbittert und/oder gläubigkeitsneidig sind!

Kol 3,13  »Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!« Sofern das Gefühl einer göttlichen Vergebung besteht und angenommen wird.
Wenn nicht, tja ...? Bemitleidenswert, dieser "im Glauben geborgene" starre, eigentlich ungläubige Mensch ...

Vergeben ist eine aktive Handlung samt Rückkopplung und keinesfalls ein selbstherrliches kontaktverweigerndes Pseudoignorieren im eigenen Elfenbeinturm.


* * * * * * * * * *      

Somit meinen interessierten Lesern, aber auch argumentativen und vielleicht ungewollten Helfern ein "Herzliches Dankeschön".
Wenn Sie an einen Geist Gottes und eine Seele Gottes - wie immer Sie es benennen - glauben, möge/wird »Er/Sie/Es« Sie weiter begleiten.
Wenn Sie Atheist sind, möge Ihnen der Zufall und/oder Instinkt (hmmm...?) immer hold sein.
Und uns Allen wünsche ich (weiter) das Vertrauen in die Inspiration, aus welcher Quelle auch immer sie entspringt.

 Brechende Ketten


I did it My Way: Aus dem teils sehr dunklen jahrtausendealten Buchglauben in die fröhliche bunte eigenbestimmte Gläubigkeit; unter Umständen auch gemeinsam mit geistig jungen Repräsentanten sich modernisierender Religionen. 
Eine Gläubigkeit, die nur dann nicht fröhlich ist, wenn antiquierte Zöpfe die Sicht auf das Licht verhängen.
Eines ist mir allerdings emotional völlig klar geworden, besonders wenn ich jetzt auf die Art der Entstehung und rational unerklärliche Ausfeilung mancher Abhandlungen zurückblicke: Gott dürfte einen wahrlich bereichernden Humor haben!
Ob ich mir das nur einbilde? Vielleicht ... 

Ob Er sich bei den Phantasien des alten Testaments auch tatsächlich humorvoll amüsiert hätte, bezweifle ich.
Beispielsweise bei Moses 15; andere Moses-Seltsamkeiten habe ich ohnedies schon mehrmals in den Abhandlungen erwähnt.

Zusatz bezüglich meiner Kompetenz:
Aus der Grundsatzerklärung meiner Reformierten Stadtkirche Wien, die im Sinne der verbrieften Gleichberechtigung aller Mitglieder auch für Einzelpersonen und somit auch für mich und das Werk meiner Website gilt :

6.  Der ganzen Gemeinde ist das prophetische Amt aufgetragen. Sie ist verpflichtet, die aktuelle politische, soziale
und kulturelle Situation zu analysieren und aus dieser Analyse ihr konkretes Sprechen und Handeln zu entwickeln.
Sie ist bereit, die Zukunft mitzugestalten, und ist sich bewusst, damit Konflikte zu riskieren.

19. Gott hat alle Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen und zu einem sinnvollen und menschenwürdigen Leben vorherbestimmt. Daher sucht unsere Kirche das Gespräch [...].



Rudolf Fiala     
nach oben
Emaildresse hier klicken
Für Kritik, Vorschläge, Anregungen, "Wir sollten reden" etc.