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Arbeitstitel: Sexualität und Seele.

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Die andere Abhandlungen
© Rudolf Fiala, 17.10.2010     Besuchszahl: 


Kleines Vorwort:

Die quasi Verteufelung der Sexualität und deren Reduktion auf nur die verpflichtende Arterhaltung ist im Alten Testament nicht nachweisbar.
Daher ist es selbstverständlich, dass es im jüdischen Glauben keine Verbindung von Sexualität, Sündenfall und Erbsünde gibt.
Sexualität ist ein von jeglicher Schuldzuweisung freier Vorgang, frei von für die röm. kath. Welt typischen Gewissensnöten.

Menschengeschaffene "religiöse" Gruppennormen haben hier zu vielen unglücklichen und sich selbst in Frage stellende Menschen geführt,
Als negativen Höhepunkt die Hexenmorde, die wohl besonders die gerade besten Frauen betrafen - sowohl die intelligenten als auch die sexuell natürlichsten und empfindungsfähigsten.

Nicht zu vergessen, das es auch für Martin Luther ganz normale war angebliche "Hexen" - er bezeichnete übrigens die Frau auch als "Tier" - dem Tode zu überantworten; einem lang dauerndem Tod, bei dessen Vorbereitung und Erleidung sich die Anwesenden über die Maßen "ergötzen" konnten.
Ritualmorde eben mit von Kirchenleuten geschaffenen und vollzogenen Regeln.

Oh Gott, mir graut von dem, wozu Menschen im Rudel oder als Rudelführer fähig sind. Homo hominis lupo.  



Um diese Seite emotional unbelastet weiterführen zu können, muss ich im Vorwort wohl radikal streichen.
Oder die kirchlichen Verknüpfungen völlig daraus entfernen. Auch die Verteufelung der Sexualität mit ihren Folgen, von der Frigidität bis zur Vergewaltigung Abhängiger.


Aus einstweilen: Eine schöpferische Pause muss sein. Als Überbrückung einstweilen dieses Poem aus 2007:


Zwei Wellenkreise am Weg in die Unendlichkeit.

Und es begab sich, dass der große Geist über dem See von Raum und Zeit schwebte
und nur so zu seinem Spaße ins Irgendwo zwei kleine Steinchen hineinwarf,
um sich an den Wellenkreisen zu erfreuen.


Es entstanden 2 schöne Kreise, die wie wellenkreisüblich immer mehr wuchsen und dank
weiterer Anregung aus dem großen See nichts an Energie verloren. Ja, sogar an Kraft gewannen.


So war es nur zu selbstverständlich, dass sich diese beiden Kreise irgendwann, irgendwo treffen würden.

Eines Tages trafen sich nun die beiden Kreise. Zuerst ihre kleinen Vorläufer und spielten miteinander bis
sich die zwei großen Hauptwellen erstmals voll trafen und in einer großen Verschmelzung fast aus dem See der Unendlichkeit sprangen.


Wie ein sehnsuchtvoll fliegender Fisch. Ein Fisch aus einer Seele, einem Geist und zwei Körpern. Und doch mit zu kurzen Flugflossen.

Dann liefen die beiden Kreise weiter. Aus dem Schnittpunkt der erstmaligen elementaren Begegnung
wurden zwei an zwei Schnittpunkten einander ununterbrochen überlagernde und verschmelzende Berührungspunkte
der beiden Kreise. Ewig und unabänderlich, wie das bei Wasserkreisen eben so vorgesehen ist.


Und Gott? Freut sich, lacht ganz herzlich und hört seinen Engeln beim Halelu JHWH zu.
Und ganz, ganz leise hört man den Donnerhall der Ewigkeit.

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Ja, ja ... tempora mutantur, nos et mutamur in illis ....
Einerseits schade, kann andererseits aus verschiedenen Gründen auch ein Segen sein...









Rudolf Fiala