Dieser "chaotisch gewachsene" Bericht "Verbesserungspotential am Arcus-Talent-ARF-Bausatz" bedarf der Umgruppierung!
Aber: wegen der Robbe-Insolvenz 2015 und des weiteren Schicksals dieses Arcus-Talent zahlt sich das Bereinigen nicht mehr aus.
Diese Bericht ist somit als Sammlung von möglichen korrekturwürdigen Baufehlern bei Fertigmodelle zu betrachten.
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Erstflug
2.3.2014 siehe hier


1.2.2014: So, das wars: die Verbesserungen sind erledigt, Motor und Servos samt Gestänge und Verdrahtung fertig eingebaut, Inspektionsluken geschlossen. Alles erledigt, auch wenn nicht besonders markiert.
Fehlt nur mehr Empfänger- und Akkufixierung, Regler zwecks guter Kühlung "fliegend" gelagert und Vario.
Dieser Bericht ist somit ab heute Geschichte und irgendwann nach den ersten Flügen gibt es noch Varioauswertungen dH/dT und GPS-Geschwindigkeit.
Und einen Testbericht des größeren Props mit geringerer Steigung und geringerem Stromverbrauch.

Irgendwann werde ich noch versuchen, die leistungsmindernd verzogenen Querruder etwas zu begradigen.
==> Erledigt, hat mit einem schwächer eingestellten Folienbügeleisen einstweilen funktioniert, mal sehen, wie sich das bei heißem Wetter wieder verändert.
Und auch gleich versucht "thermisch" die in sich verdrehten Landeklappen gerade zu richten und die eine in sich sehr unregelmäßige zu begradigen.

==> 17.3.2014 Detto die völlig sinnlose, vermutlich unbeabsichtigte positive, leistungsmindernde Schränkung des Mittelstücks. Mit Gegenverdrehung ab der Flügelmitte während des 2-maligen Nachbügelns der Ober- und Unterseite war es möglich, diesen Verzug derart zu kompensieren, dass er nur mit dem Auge nicht mehr einwandfrei erkennbar ist. Der Nasenstab ist jetzt auch nicht mehr bogenförmig.


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Der Bericht vor dem 1.2.2014:

 
So wie das Wetter derzeit ausschaut wird das Einfliegen erst im März erfolgen.
Und ich werde nicht vergessen: das ist ein Leichtwetter-/Morgenthermikmodell ohne Starkwindambitionen!

Mir dieser zuletzt gefundenen Ungenauigkeit am Rumpf bei der Kufe
- oder soll das eine "Kufenfederung" sein?;-)- sei einstweilen das Ende des unten stehenden Bauberichts:


Kufe
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Flugfertig machen: die in der Bedienungsanleitung angegebene Akkuposition würde ein großes Trimmgewicht am Heck benötigen, sogar bei meinem Akku 3S mit nur 2250 Kapazität. Dieser lag anfangs hochkant - leicht einfädelbar und anschließbar -  direkt vor den Heckservos, der Regler unter dem Holzrost, der Empfänger klebt an der Seitenwand, die Kabelverlängerung gingen durch den Hauptspant und das Vario ist hinter den Servos. Bei dem kleinen Höhenruder UND dem vorgesehenen kleinen Ruderausschlag ist die Einhaltung des angegebenen Schwerpunktbereichs unbedingt notwendig! Bei dieser Akkulage ist der Schwerpunkt ca.6mm hinter dem Sollschwerpunkt.
Layout
Die vordere Flächenschraube muss dafür unbedingt gekürzt werden!

Durch Anpassung (=Entfernen der 4 hinteren Stege) des schräg (?) eingebauten, somit unnötig hohen Holzrostes (=vorgesehene Akkulagerung) ist allerdings eine leichter handhabbare Lagerung (Klettband am Boden) möglich, der Schwerpunkt ist dann günstigerweise minimal vor dem Sollschwerpunkt. Der Empfänger und seine Antennen sind dann unter dem Flügel bezw. Servobrettchen.
Fluggewicht 1632gr (unter der Robbeangabe) mit Akku 3S2250

Endgültiges Layout nach Anpassung des Holzrostes, Akku auf Boden mit Klettband:
Finished
Erstflug 2.3.2014
Die Telemetrie-Auswertung ergab über zwei 20 sec Steigflüge ein mittleres Steigen von 5,4m/sec
Original-Motor, Regler anfangs vom Arcus-Sport, wegen thermischer Probleme ersetzt mit Graupner +T60
 Propeller 15x quasi 4, Akku 3s 2250

"Tiefe" während des Motorflugs notwendig; aber nicht so viel wie beim Arcus Sport.
Strom an Akku nach ca. 600m Steigflügen: 21,8A bei 6540U , Mittelstück 47mm; -2,5°

Bessere! Alternative, getestet 11.3.2014: 21,6A bei 6.720U mit Prop 14x6, Mittelstück 38; 0°  38mm gibt es leider nicht mit -2,5°
Der Zug in der Hand ist spürbar schwächer. Der Vorteil ist ein höherer Bodenabstand des u.U. senkrecht stehenden Mittelstücks inkl. Propeller-Kröpfung.
Die Telemetrie-Auswertung ergab über zwei Steigflüge ein mittleres Steigen von 6,5-7,0m/sec, also besser als mit der oberen Konfiguration! Ist nicht überraschend, denn das Modell fliegt im Steigflug jetzt schneller. Und bei dieser Konfiguration bleibts jetzt.

Querrudersteuerbarkeit für Schwachwindwetterlagen völlig ausreichend.
Schade, dass die Wölbklappen wegen der Schaniergestaltung nicht nach oben ausschlagen können.

Seitenruderbetätigung gegen das Negative Wendemoment unbedingt notwendig. Schaltbare Mixer für Normalflug und stärker für Thermik-Langsamflug.
Ein vergrößertes Seitenruder wäre günstiger. Das ausprobierte Mischen im Empfänger Seite auf Quer war ein Irrtum, weil das Seitenruder beim Butterfly ungewollt mitgeht.

Wegen der bereits vorhandene Morgenthermik um 10:30 nach einer Hochnebel-Lage war ein völlig neutrales Erfliegen der Sinkwerte und der Mindestfluggeschwindigkeit noch nicht sinnvoll möglich. Gefühlsmäßig vermute ich, dass man noch langsamer mit ausreichender Sicherheit angenehm fliegen kann.
Und hoffe dabei, dass die vorhandenen Verzüge, insbesonder die "Schränkung(?)" des Mittelteils die Sinkleistung und die Mindestfluggeschwindigkeit nicht zu sehr erhöhen!

Eine günstige Wölb- und Querruderkonfiguration für Thermikflug ist auch noch zu erfliegen.


Landekonfiguration im Schmetterling braucht sehr viel Tiefenruder-Trimm.

Bei der Landung darf zwecks Propeller-, Motor-Achse und -Befestigungs-Schonung der Klapp-Propeller wegen der geringen Kufenhöhe nicht senkrecht stehen, Kontrolle im Vorbeiflug sinnvoll.

Zusammenfassung: Das Ding fliegt, braucht aber noch einige Einstell- und Erprobungsflüge zur Leistungsoptimierung.
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http://rudolf-fiala.info      Verbesserungspotential am Arcus-Talent-ARF-Bausatz
    
     Laufend Ergänzung über weitere "Entdeckungen" und Verbesserungsversuche
     

© Rudolf Fiala, 29.12.2013; Aktualisierung Erstflug 2.3.2014 
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Ein Bericht: Noch ziemlich viel Platz für "Bastelarbeiten".

Es sei auch gleich auf den Hinweis der Firma Robbe in der Anleitung aufmerksam gemacht:
"Es wird dringend davon abgeraten, das Modell im Speedflug zu betreiben."

Leider kann man ja durch einen Flugfehler ungewollt in einen erhöhten Geschwindigkeitsbereich kommen..
Der ja möglicherweise zusätzliche Belastungen durch ein "zügiges" Abfangen ergibt.
Ganz abgesehen von Böen- und /oder Kurvenflugbelastungen


Wäre m.E. schade, wenn das Modell wegen Bau-Ungenauigkeiten vom Markt verschwinden würde!
(Leider doch: Robbe 2015 insolvent, neuer Talent- Verkäufer mir unbekannt.)

Baubericht und Test:
http://www.rc-modellscout.de/robbe-arcus…mik-segler.html


Die Bilder:

Rohre, insbesondere die Messingrohre der Steckungen, enden im weichen Balsa und nicht im Sperrholz!
Der Kohlenstoff-Verbinder kann somit nicht via Messingrohr die Biegekräfte in die feste Sperrholrippe übertragen.
Die Hilfsholme enden leider auch im weicheren Balsa :
 

Rohre zu kurz



Unexakte Bauweise, offensichtlich ohne Heling und Hilfsblöcken zur Senkrechtstellung der Rippen,

diese Fehler sind im ganzen Flügelbereich feststellbar, nicht nur auf dem gezeigten Vergleichsstück der Außenflügel

Unexakt



Das Messingrohr der Steckung ist zu kurz und endet schon VOR dem Gegenlager-Balsablock,
der ja einen wesentlichen Anteil der Krafteinleitung in den Rohrholm und die Hilfsholme übernehmen sollte!
Steckungsfehler
Teilweise Abhilfe: längere Steckungsstäbe bis in den Block oder sogar durch die Rippe, die leider aus Balsa ist.

Hinweis:
Wenn es beim Austausch von Kohlefaser-Stäben zu Klemmerscheinungen kommt, beispielhaft die folgende Beobachtung:
Ein auszutauschender original "6mm" CFK-Flächenverbinder gleitet in einem Messingrohr mit ca. 0,1-0,2mm Spiel. gemessener Ø ca. 5,8mm
Der 6mm Ersatzstab hat aber tatsächlich einen größten (unrunden) Durchmesser von 5,98mm und gleitet problemlos in 3 der eingebauten Messingrohre.
Im 4. Rohr klemmt er aber etwas, da das Rohr wohl nicht zu 100% unverbogen eingebaut worden war.
Sollte das Messingrohr nicht optimal mit dem Flügel verbunden sein - z.B. nur "angepickt" sein -. werden damit zusätzliche Kräfte in der Klebung verursacht.









Steckung schief eingebautSpalt durch im Vergleich zum Rohrholm schräg eingebauten Messing-Steckungsrohren:
Diese beiden
Keil-Spalten zwischen Innen- und Außenflügel werde ich teilweise - kommt eh das Klebeband-darüber - auffüttern, um nicht durch das eigentlich mögliche Zusammenspannen vor Anbringung des Sicherungs-Klebebandes zusätzliche Kräfte in der ohnedies stark belastete Flächenverbindung und der Folie und der darauf wirkenden Scherkräfte zu verursachen!





Hier jetzt die wesentlichen Passagen aus dem Reklamationsbericht in einem Forum:


Ausgangsbasis ist das folgende Posting eines Mitgliedes über sein mit dem Baukasten gebautes Modell:

Der Talent hat gestern seinen Jungfernflug absolviert und ist dabei wunderbar geflogen. Während des 2. Flugs beim "Schwerpunkttest" wurde er wohl zu schnell und hat zuerst das linke Ohr angelegt. Dann hat sich die gesamte Tragfläche verabschiedet und der Rumpf ist wie ein Pfeil in den Boden gerast. Das wars dann. Ein Tribut an den Leichtbau.

Dazu ein anderes Mitglied:
DAS muss ein Modell aushalten. Die reine Geschwindigkeit die erreicht werden kann - ohne anschliessendes hochziehen - darf nicht zum Bruch führen.

Mit der folgenden Antwort:
... das dachte ich auch. Zumal Robbe, als renommierter und erfahrener Vertreiber von Modellbaukästen eigentlich entsprechende Maßnahmen treffen sollte, damit sich der Talent nicht bei "normalem" Betrieb in der Luft in seine Einzelteile zerlegt. Allerdings steht in der Anleitung, dass Robbe dringend vor Speedflügen abrät. Wie Robbe diese "Speedflüge" definiert, das steht jedoch nicht dabei.


Ende Dezember entdeckte ich, dass es den Arcus-Talent auch als gebautes und foliertes Modell gibt und er sogar bei einem österr. Versandhändler lagernd war.

24.12.2013:
So, dank meines freundlichen Paketzustellers, sogar am 24.12, der erste Kurzbericht, bevor ich mich schnell in die Weihnachtsverpflichtungen stürzen muss:

Ruder und Klappen sind mit den mitgebügelten Folien (Klappmethode) anscharniert. Wölbklappen leider außerhalb der Profil- Kontur
Links der Istzustand, zu beachten ist der obere IST-Profilverlauf gegenüber dem Soll-Verlauf des S7012

KlappenfehlerS7012

Und jetzt nach der Reparatur:
Links schon okokScharnierdetail
1) Vergleich links bereits korrigiert, rechts noch Lieferzustand; 2) Bereits korrigiert, 3) Teilentfernte Scharnierfolie an der Klappe, ca.2-3mm bleiben bestehen !!!


Die Beplankungs-lose Bauweise scheint erstaunlich torsionsfest zu sein.


Umfangreiche Nachbügelarbeit notwendig.

Oberes Rumpfbrett dürfte einen Sprung haben.

Bowdenzüge zu schwergängig, ein Bowdenzugrohr ist am Einlauf und noch irgendwo anders in den Spanten locker, geht mit Stahldraht mit.
Stahldrähte nicht rohrentsprechend gebogen.

Flächenverbindung der Außenflügel nicht spaltfrei, ca. 5mm an der Nasenleiste. Photo oben.

Manche Rippen merkbar schräg und/oder verkantet eingeklebt. Photo oben.

Der Mittelflügel dürfte auf einem nicht ganz ebenem Baubrett gebaut zu sein!
Er hat sowohl eine leider positive Schränkung - nicht korrigierbar - und einen Verzug (Verdrehung) von ca. 1,5mm an der Endleiste. Der mit Bügeln möglicherweise verringert werden kann, aber bei Sonnenbestrahlung vermutlich wieder auftauchen wird.

V-Form an beiden Seiten tatsächlich gleich; super!

Höhenruder: Keine zu entfernende Folie an der Klebestelle; super!
ACHTUNG: Das "super" war ein großer Irrtum, denn an der  freie Stelle ist die Folie offensichtlich nachträglich entfernt worden, wobei ein etwa 1.5mm tiefer Schnitt in der Holzoberfläche entstanden ist! Das entdeckte ich beim Verbreitern der freien Klebefläche für eine festere Verleimung.
RitzSchnitt quasi

Alle anderen Klebeflächen müssen  defoliert werden.

Ruderhörner nur beigelegt. Für mich nicht ganz ungünstig, werde mir oben angelenkte Landeklappen und eventuell Ruder zur Graslandungsschonung überlegen; mal sehen. Erledigt, Ruder sind jetzt bei mir durch einen Schlitz in der Folie von oben angelenkt.

Fläche-Rumpfanschluss: Schraublöcher o.k., Rumpfauflage aber nicht satt. Für die Prüfung der Mutternplättchen und deren Verklebung habe ich jetzt keine Zeit.

Die Überprüfung (8.1.) ergab die Notwendigkeit von Nacharbeit, sprich Langlöcher 
Fläche nicht mittig
Die Bereinigung dieses Problems durch genaues Messen und Bewerten mittels Faden-Methode ergab, dass die vordere Einzelschraube an der richtigen Stelle ist. Somit war nur mehr hinten eine ca.1mm Veränderung auf Langloch notwendig, wodurch sich ein gleicher Abstand der Klappen zum Rumpf ergab UND auch die Fadenmethode Heck/Mittelflügelende das erwünschte Ergebnis brachte. erledigt

Fluchtung Fläche-Höhenruder auch noch nicht überprüft. Prüfergebnis: Die Ruderauflage ist nicht exakt plan.

HeckspaltHeckspalt
Erledigt. Sitz zur Flügelebene passend (unterfütternd) nachgearbeitet.

Servokabel Einziehfaden vorhanden.


So, das wars als erstes.

Ah ja, warum der schmalrümpfige Arcus Talent nach dem dickbauchigen, oberflächenrauen Arcus-Sport:
Die kleine ASW15 hat ca. 10cm weniger Sinken (über 100 sec Höhenverlust gemessen) als der ohnedies von mir sehr gewichtserleichterte und widerstandsverringerte A. Sport.
Der schmale ASW-Außenflügel arbeitet aber - leicht erkennbar - beim Kurven schon sehr suboptimal. Die Flächentiefe des Talent verspricht da schon etwas Besseres. Und detto freilich der viel kleiner Rumpfquerschitt als beim A. Sport.


25.12.2013

- Außenflügel CFK-Stange 0.2mm weniger Durchmesser als das Messingrohr, lässt sich mit Klebeband beseitigen. Könnte von Vorteil sein, wenn der Einstellwinkel auf beiden Seiten minimal unterschiedlich ist, denn da könnte man den Unterschied mit kurzen Längs-Klebestreifenstückchen auf der Stange etwas verringern. (Hinweis: Bei Verwendung von den etwas längeren, dickeren 6mm Ersatzstäben fällt diese Einstellmöglichkeit weg.)

- 2. Rumpfspant seitlich gebrochen und abgesplittert, Bruchstück nicht auffindbar.

- vordere Mutternplatte der Flächenfixierung einseitig völlig locker. Scheint nur im Gegenspalt drinnzustecken. Erledigt.

- für das lockere Steuerdrahtrohr und dessen Verbesserung werde ich eine temporäre Inspektionsluke am Boden schneiden und dabei auch den Sprung des oberen Bretts nachkleben. Erledigt.

- Alle Folien zwecks massiver Blasenentfernung und Klebeverbindung nachgebügelt. Erledigt.

- Der Flügel ist offensichtlich ohne Rippen-Heling, - Schablonen, -Abstandstücken o.ä. gebaut, da die Rippen-Abstände sehr unterschiedlich sind und fast jede Rippe schief sitzt, teilweise auch in Längsrichtung schräg! Siehe Photo oben.
Ich bin froh, dass der Flügel deutlich sichtbar die Aufschrift ARF trägt, das erspart mir Kollegenfragen über den unexakten Flügelbau.

- Die anscharnierten Klappen sind nicht ganz in  die Flucht hochklappbar, also in leichter ca. 1-2mm Thermikstellung und das noch unterschiedlich. Was auch noch den Nachteil hat, dass man die Neutralstellung der Klappen anschlagfrei(!) zwecks Vermeidung von Servostrombelastungen genauestens justieren muss. Problem erledigt.
Die Klappen sind mit der Doppelfolien-Klappmethode anscharniert, man müsst immer in "Thermikstellung" fliegen. Problem erledigt.
Nach der einfachen Reparatur: Einen größeren "Schnellflug-S-Schlag" oder das Mitnehmen der Klappen nach oben mit den Querrudern kann man dabei freilich a priori vergessen.

Nun, das ist das vorläufige Berichtsende. Und wenn nicht Gröberes dazwischen kommt: Bis zum Erstflug ... Das war ein optimistischer Irrtum!

Später nach der Frage nach einem Video und Brauchbarkeitszweifel:

Deine Video-Frage kann ich nicht beurteilen.
Aber: im Zeitalter der GFK-Orchideen gibt es freilich viele Alternativen.

Meine Findings sind beim Fertigmodell (ARF), das freilich auch ein "Montagsmodell" sein kann.
(Nachtrag: Die selbe Montagsmodell-Meinung vertritt die Firma Robbe in einer Mail am 21.1.)
Beim Selbstbau aus dem Bausatz sind das alles leicht zu vermeidende Problemchens.

(Nachtrag: Die Bezeichnung "Problemchens" stammt aus der Zeit VOR Erkennung des Steckungsproblems!
)

Habe gerade Motor und Servos bestellt, was ja wohl der Beweis dafür ist, dass ich mit diesen Problemchens leben kann.

Da solltest Du Dir mal in RC-Line die seitenlange Reklamationsabarbeitung des Arcus Sport anschauen. Dem gegenüber ist diese "Talent"-Liste eine harmlose Angelegenheit.

Mich reizt das Modell aus eigentlich nostalgischen Gründen und als quasi Morgenthermik-Modell bei wenig Wind.
Als Universal-Segler würde ich den Talent nicht bezeichnen UND ich halte ihn nicht für kunstflugtauglich und auch nicht sturzflugfest!
Nachtrag laut Robbe Anleitung: Es wird dringend davon abgeraten, das Modell im Speedflug zu betreiben.


26.12.2013:

Noch ein unangenehmes festigkeitstechnisches Problem entdeckt, jetzt wirds zum Schutz von Menschen und Sachen am Boden wirklich ernst:

Die Messingrohre der Flächensteckung sind zu kurz!

1) Dadurch enden sie nicht in den festeren äusseren Sperrholzrippen, sondern schon in den inneren weichen Balsarippen. 

2) Sie gehen auch nicht in die Gegenlager-Blöcke am Messingrohr-Ende! Eindeutig ein Bau- oder Konstruktionsfehler!
Ein Rohr endet sogar bereits 2mm außerhalb des Lagerblocks! Siehe Photos oben.

Problematisch ist das deswegen, weil die Messingrohre nur mit ein paar Harzpatzen am Rohrholm angeklebt sind, sogar ein kleiner Abstand dazwischen ist und ansonsten die Rohre nur mehr formschlüssig in zwei dazwischenliegenden dünnen Sperrholzrippen stecken. Eine weitere Kraftübertragung vom Messingrohr zum Holmrohr - z.B. mittels Cfk-Rovingumwicklung etc. existiert nicht.

Abhilfe zu 1) Abschluss-Sperrholzrippen ca. 1mm aufweiten und geklebt ausbüchsen, Buchsenkante anfasen.
Nur mit Harz "ausbüchsen" könnte auch eine Zeit lang funktionieren .... mal überlegen. Wäre elastischer und günstiger für die CFK-Stangen.
Sofern die "Harzbuchse" nicht zu zerbröseln beginnt ....  Erledigt

Dass der Hauptholm und die Hilfsholme auch nicht bündig in den Sperrholzrippen enden, ist eigentlich auch keine Überraschung mehr, siehe Photo oben.

Abhilfe zu 2) Entweder Gegenlager (Hartbalsa) in Stangenstärke - am besten mit ziemlich satt ins Messingrohr passenden Kronenbohrer (fein gezähntes Messingrohr), ein 5,8mm Normalbohrer tuts auch - aufbohren und längere, im Bohrerwinkel angefaste Stangen verwenden, die dann eben bis in dieses Gegenlager gehen;
Achtung: Eine neu gekaufte Stange hat  fast 6mm, da braucht man freilich einen 6mm Bohrer.
oder in die Stangen ca. 10mm tief eine dünnere Verlängerung einsetzen - zentrisch bohren mittels Drehbank(!!) - und die Balsa-Gegenlager entsprechend ausbohren. Erspart die Stabbeschaffung. Beiliegende CFK-Stangen sind außerdem m.E. unnötig kurz, bleibt nur Austausch zur Verbesserungserreichung.
Die Gegenlager-Balsablöcke sind ungünstiger Weise an einer weichen Halbrippe angeklebt - Sperrholz wäre da allemal besser - aber sie scheinen, sofern man das durch die Folie erkennen kann, günstigerweise formschlüssig zwischen den CFK-Hilfsholmen eingeklemmt zu sein.

Ich hoffe, mit diesen Maßnahmen den "Leichtbau"-Absturzerfahrungen unseres Kollegen entgegenzuwirken.
Sich nur auf die Kraftübernahme mittels des vorgeschlagenen Klebebandes über die Montagefuge der Flächenteile zu verlassen, fehlt mir das Vertrauen. Trotz Folie-Nachbügeln.

Später:

Die beiden Keil-Spalten zwischen Innen- und Außenflügel werde ich teilweise - kommt eh das Klebeband-darüber - auffüttern, um nicht durch das eigentlich mögliche Zusammenspannen vor Anbringung des Sicherungs-Klebebandes zusätzliche Kräfte in der ohnedies stark belastete Flächenverbindung - die wohl etwas "schief" eingebaut ist - und der Folie zu verursachen! Erledigt.

Ein ARF-Satz mit Bastelpotenz ... wie viele andere auch.
Die auch aus Sicherheitsgründen und zur Vermeidung denkbarer Schäden und zur Gewissensberuhigung umfangreiche Nacharbeiten nötig haben.
Wäre m.E. schade, wenn das Modell wegen Bau-Ungenauigkeiten vom Markt verschwinden würde!

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So, jetzt geht es "privat" weiter.


Für die lockeren , mit den Steuerdrähten mitgehenden Bowdenzugrohre (und für einen vermuteter Riss in der oberen Rumpfplatte) gab's nur eine Inspektionsmethode: Sichtluken im Rumpfboden per schrägen Schnitt für das leichtere Einkleben nach der Korrektur.

Das Ergebnis: die weichen Rohre waren an den Zwischenspanten nicht fixiert und konnten nach Belieben und Schwerkrafteinfluss die Lage verändern.
Besonders jenes Rohr, das auf der Rudermaschinenseite unzureichend festgeklebt war und bei der ersten Steuerdrahtbetätigung sich mit dem Draht mitbewegte.

 

Istzustand

Nach der Reparatur:
Bowdenzug


Der heckseitige Rohrauslass ist für einen möglichst reibungsarm gleitenden, nicht entsprechend vorgebogenen Stahldraht viel zu stark gebogen,
vorbiegen verringert die Reibung wesentlich:

Heck
Abhilfe: Andere Bowdenzug Rohre und andere Auslassstellen. "Fröhliches" Frustbasteln halt ....
Ohne dieser Abhilfe bezweifle ich die exakte Steuerbarkeit des Modells mangels effizienter Übertragung
der Servostellung an den Ruderhebel und mangels genauer Einhaltung der Neutralstellung.

Nach der Reparatur:
Bowdenzug neu

Die ursprüngliche Draht-Anlenkung des Seitenruders ("Alt") habe ich mit dem Rohr entsprechendem Drahtvorbiegen verwendet, wobei sich leider herausstellte, dass das mitgelieferte Drahtmaterial mittels Elektronik-Lot nicht effizient lötbar ist. Auch nicht mit aufrauen/anschleifen. Sicherheitshalber habe ich noch eine Epoxi-Vermuffung zwischen gereinigtem Draht und Löthülse gemacht.
Das Rohr freilich noch an den Spanten festgelegt.
Erledigt. 
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Interludium:
Nach Überwindung des "Inneren Schweinehundes" ging am 30.12.2013 ca 16:00 folgende Dringendmail an zwei Adressen von Robbe Deutschland, der Empfang wurde bestätigt!

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
um etwaigen Absturzschäden an Gut und Menschen durch Qualitätsmängel zu verhindern, sende ich Ihnen den folgenden Link über einen vorige Woche voll Anfangsbegeisterung im Versandhandel gekauften Arcus-Talent-ARF.
 
Ich hoffe Ihnen damit einen Hinweis zu Verbesserungen zu geben, denn ich würde es für schade halten, wenn das interessante Modell durch baufehlerbegründete - also unnötige - Abstürze und deren eventuelle Folgenschäden wieder vom Markt verschwinden würde.
 
Freilich könnte mein Modell ein sog. Montagsmodell sein!
Nun, bei den Reklamationsdetails, insbesondere den Fotos der fehlerhaften Flächensteckung und der Bowdenzüge, können Sie ja in Ihrem Lager leicht nachprüfen, ob es sich um rückrufbegründende Serienfehler handelt.
 
Der Berichtslink: http://members.aon.at/flug.fiala/Talent-Reklamation.html
 
Bisherige Bausatz-Talent-Abstürze durch Außen-Flügelverlust in der Luft könnte man ja auf Baufehler durch die Käufer begründen. Dieses Argument fällt wohl bei dem ARF-Modell weg.
 
Tut mir leid, Ihnen zum Jahreswechsel nichts Besseres mitteilen zu können.
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Mit freundlichen Grüßen,
Rudolf Fiala

Dazu kam am 21.1.2014 eine interessante Mailantwort, um deren Veröffentlichung ich gebeten habe.
22.1.: Robbe verweigert die Veröffentlichung der gestrigen, so kundenfreundlich scheinenden Mail! In der mein Modell allerdings mit Bedauern als "Montagsmodell" - Pech gehabt - bezeichnet wird. Die "Entwicklungsabteilung" wird tätig werden. Hinfällig, da Robbe 2015 insolvent!
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Verbesserungsplanung, zusätzlich zu den ohnedies notwendigen Bauaktivitäten (Motor, Servos, Gestänge, Verkabelung, Heckruder etc.):

- Neue, geradere, festgelegte Bowdenzüge mit anderem Rumpfauslass.
Erledigt.

- Spantbruch schienen, Oberseitenbruch neutralisieren (Superkleber)
Erledigt.

- Inspektionsluken schließen.
Erledigt.

- Flächen-Rudergestänge oben??? Erledigt, die Änderung der Anlenkung nach obern war überhaupt kein Problem.
Die nötigen Schlitze in der Folie für die Servohebel wurden an ihren Endpunkten - gegen Weiterreissen  der Folie -  punktförmig eingeschmolzen und mit dem Skalpel fertig geschnitten.
Das Gestänge zu den Wölbklappen wurde klappenseitig gekröpft, damit es nicht beim Vollausschlag am Flügel aufliegt und das Servo blockiert. Erledigt.

- Flügelsteckung neue längere Stangen, Ausbüchsen
Problem erledigt, Spalt neutralisieren (auffüllen) fehlt noch. erledigt.
Die Stangen sind jetzt 22cm lang und gehen durch Blöcke, die daranbefindliche Rippe und bis zur nächsten Rippe. Anspitzen notwendig, sonst geht sich das nicht mit den Hilfsholmen aus, wobei die Anspitzung jetzt genau auf dem Hilfsholm anliegt. Könnte vielleicht einen zusätzliche Biegekraftübertragung bringen.
Problem erledigt.

- Wölbklappen: die Soll-profilgetreue Neutralstellung korrigieren
Erledigt

- Mutternplatte nachsupern und mit Uhu-Plus-Vermuffung sichern.
Erledigt

- Die seltsamerweise nicht dem Flügelprofil entsprechende Rumpfauflage - entsprechend der 
Höhenruder-Ebene - anpassen.
Allerdings ist am Flügel ein Sperrholz-Brettchen mit Loch für die vordere Schraube, das offensichtlich alleine für die Einleitung der Auflagekräfte zuständig ist. Einstweilen tolerierbar, auch für die Kühlungs-Abluft.

- Der hintere kurze Flächenverbinder-Stift ist bei einem Außenflügel nicht an der genau passenden Stelle.
Ein leichtes Anspitzen an der blockierenden Seite brachte nicht die erwünschte Verbesserung, sodaß ich das Rundloch sehr vorsichtig gering als möglich in ein Langloch verlängerte. 
Problem erledigt.

Neue Fehler.

11.1.13 - Die Auflagen für die in der Bauanleitung "Randbogen" genannten Endscheiben sind völlig unterschiedlich geschliffen. Wegen der schädlichen Winkeldifferenz in Flugrichtung werden die Randscheiben nicht angebracht.
1) Zustand Endleistenbereich,  2) Zustand Nasenleistenbereich;  Diagnose: Beide Auflagen gegensätzlich falsch geschliffen!
.Randbogendifferenz hintenRandbogen vorne


16.1.
- Die Bohrung in den Plastik-Gabelköpfe sind für die beiliegenden Gewindestangen viel zu klein und müssen auf 1.7 - 1.8(maximal!) aufgebohrt werden.
Die Stangen besitzen ein Feingewinde und die üblichen Federgabelköpfe können nicht aufgeschraubt werden. Das ist notwendig, wenn die Servohebel jene Stärke haben, die eben für die Federgabelköpfe üblich ist. Also zu breit für die beigepackten Plastikköpfe.
Die einseitige Ablängung der Gewindestangen offenbart ein extrem hartes Material, dessen Lötfähigkeit - für Löthülsen - sehr schlecht ist und nur mittels starkem Aufrauens erzielt werden kann.
= Die Ruderhebelbohrung muss mittels 1.5mm Bohrer "gereinigt" werden und weitere Materialreste rund um das Loch peinlichst entfernt werde, weil sonst der Stift des  Plastikkopfs nicht in der anderen Gabelhälfte einrastet.
= Die in der Bedienungsanleitung vermerkte Sicherung der Gabelköpfe mittels Schrumpfschlauch ist bei dieser Art von Gabelköpfen unbedingt notwendig!
Aber:  Der beiliegende Schlauch 2.5x5mm dürfte eher irgend ein Kraftstoffschlauch sein, der freilich mit 2.5mm Innendurchmesser gar nicht über den Gabelkopf geht!

= Beim vorläufigen Rudereinstellen zeigte sich, dass die Querruder nicht geradlinig - also verzogen -  sind. Hoffentlich lässt sich dieser Fehler halbwegs wegbügeln.
Bei einem für effizienten Thermikflug geplanten Modell sind derartige Materialverzüge total schädlich!
Erledigt.

= Übrigens:  VOR dem Einfädeln des Kabels in der Außenflügelhäfte muss man den Kabelschlitz in der Steckungsrippe erweitern, um die Kupplung dort überhaupt bei der Flügelmontage hineinzubekommen!
Erledigt.

= Höhenruder: Die Verbindung der beiden Höhenruderflossen mit einem Balsaholm ist für eine einseitige Anlenkung viel zu schwach.
Mittels Stahldraht-Brücke und Uhu-Plus-Vermuffung verstärkt. Erledigt.   

Heckbrücke

25.1:
 Beim Einpassen eines geradlinigeren Rohres für das Höhenrudergestänge durch die "Inspektionsluken" musste ich leider feststellen, das - unter der Folie außen nicht erkennbar -  eine Seitenwand gebrochen ist. Auch nicht gerade festigkeitsfördern ...
Seiotenwandriss

Anleitungs-Sonderheiten:


Hat jemand irgend eine Ahnung, warum man einen Motor - laut Bedienungsanleitung - nur mit 2 Schrauben montieren soll, wenn sowohl am Motor als auch am Kopfspant 4 passende Bohrungen vorhanden sind ? Bitte um Mitteilung bei verbürgtem Wissen!

Btw  zum eh schon gebrochenen 2. Spant: den Oberteil dieses Spants musste ich ohnedies auf der anderen Seite auch wegbrechen, weil ich zu ungeschickt war, den vorgeschlagenen Robbe-Motor mit seinem extrem steifen Drahtaustritt überhaupt hinein zu kommen.

Die optische Kontrolle des montierten Motors zeigt sehr wenig Abstand zwischen den Drähten und der drehenden Glocke. 
Am Rumpf ist irgendeine Sicherung der Drähte gegen Scheuerkontakt notwendig. Erledigt mittels schräg stehendem - durch die Seitenwand zur Oberwand -  GFK-Stift.

Über den Abfluss der Kühlluft sollte ich eigentlich auch noch nachdenken. Derzeit geht die wohl nur durch die beiden mini-Spalten der Flächenauflage und der Haubenspalte nach außen Hat wohl Zeit bis in die warmen Monate... Österreich-bedingt (150m-Höhenlimit) dürfte bei max 25 sec. Motorlaufzeit die Wärmeansammlung dank Turbospinner nicht extrem sein.
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Rudolf Fiala
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