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Laienspiritualität 13:
 Egal was, wie und wem Sie für Ihre Spiritualität glauben - oder auch nicht -, Sie könnten es in eigener Verantwortung und Überzeugung tun.
Beim teilweisen oder ganzen "In-die-Hand-nehmen" Ihres Glaubens mögen Ihnen meine Abhandlungen und Linkangaben helfen.

Ende der Frustration durch gezielte Auswahl und Verweigerung.
Internet und Verhalten mancher Kirchenprofis: Prüfstein für die Gläubigkeit!
Die anderen Abhandlungen
© Rudolf Fiala, 6.1.2009 Epiphanias, revidiert 22.3.2009     Besuchszahl: 

Vor einem Jahr habe ich mit meinen Internetrecherchen zum kirchlichen Themenkreis begonnen.
Optimistischer Weise war ich der Hoffnung auf Informationen zu stoßen, die der Gläubigkeit förderlich sein könnten.
Mein großer Irrtum!

Fast alles (Gott sei Dank nicht alles), was im Internet irgendwie mit professionellen Glaubensdingen - sprich Kirchen - zu tun hat ist in letzter Konsequenz Konfrontation, Hader, Streit, Ungläubigkeit etc. und befindet sich im diametralen Gegenüber einer postulierten göttlichen Barmherzigkeit und Gnade.

Das für mich Belastende daran ist, dass ich trotz oder gerade wegen meiner 66 Lebensjahre in den mir erinnerlichen und aktuellen Verhaltensweisen der Priester-/Pfarrerschaft selten einen Gegenpol zu all dem Negativen finden konnte und kann.
Einen Gegenpol, den ein wirklich gläubiger Berufstheologe wie Priester und Pfarrer beliebiger Hierarchiestufe darstellen könnte.
Nur mit 3 derartige "Gegenpole" habe ich persönlich zu tun,
ein Bisschen wenig in meinem Alter...
A
us den diversen TV-Diskussionen unterschiedlicher Glaubensrepräsentanten ist freilich zu erkennen, dass es noch einige mehr gibt.

Erkennbar wäre diese Gegenpol-Fähigkeit, also das Vorhandensein einer echten gnadebasierten Gläubigkeit an zwei, miteinander verbundenen Verhaltensweisen:

1) das gewisse spirituelle Etwas, das man in Gespräch und/oder Liturgie samt Predigt "empfinden" kann; und
2) der bedingungslosen Zuwendung in den persönlichen Gesprächen ohne professionelle Abgehobenheit und erkennbaren Fluchtwunsch.

Zum für jeden erfahrenen und/oder psychologisch trainierten Menschen "erkennbaren Fluchtwunsch":

Die Erscheinungsformen sind vielfältig wie Kopf abwenden, Augenkontakt vermeiden oder mit starrem Blick erwidern, quasi andauernd mit suchendem Blick woanders hinschauen, Körper vom Gesprächspartner wegdrehen, Unruhe in den Füßen - ein typisches Flucht-Intentionsverhalten -, jemand anderen in Griffnähe begrüßen, beim Handschütteln schon jemand Anderen anschauen und/oder während der Handbegrüßung den Begrüßten mit der Hand schon an sich vorbeiziehen..., bis zur Kontaktverweigerung durch echte Flucht oder begrüßungslosem Vorbeigehen etc.
Dass das die gleichen Verhaltensweisen wie beim Lügen sind, unabhängig davon, ob der Lügner Angst hat, dass seine Lüge aufgedeckt wird, ist kaum überraschend. Das Bewusstsein der Lüge oder der Vortäuschung alleine reicht.   
Da hilft auch die im stillen Kämmerlein fern der "Menschen da draußen" (seinerzeit ein Politiker) entstandene geisterfüllteste Predigt nicht, wenn das zu merken ist.

Zur damit verbundenen "Professionellen Abgehobenheit":

Man könnte meinen, dass sich diese in dogmatischer Kampfbereitschaft manifestiert. Weit gefehlt!
Diese Abgehobenheit zeigt sich vordergründig in großer Toleranz, die anfangs einen "sehr guten Eindruck macht".
Bei weiteren Gesprächen zeigt sich dann schnell, dass dieses Verhalten bereits derart ritualisiert ist, dass man das Gefühl bekommt mit einem Schaumgummiball zu spielen. Nachgebende "Elastizität" als Ergebnis einer monopolistischen Kompromiss- und Anerkennungs-Unwilligkeit.

Bei einem wirklich (noch) gläubigen Kirchenvertreter werden Sie dieses Schaumgummi-Gefühl sicher nicht bekommen!

"Bei einem wirklich (noch) gläubigen Kirchenvertreter.....", der Kern des Abgehobenheits-Problems:

Kann ein ursprünglich gläubiger und trotzdem intelligenter Mensch überhaupt gläubig bleiben, wenn er in die Mühle der wissenschaftlichen(?) religiösen Ausbildung und später Fortbildung dann im kirchlichen Beruf gerät? Sind die Institutionen im Zeitalter des Neoliberalismus auch für die Kirchen überhaupt an der Erhaltung einer tiefen Gläubigkeit interessiert?

Kann ein ursprünglich gläubiger und trotzdem intelligenter Mensch überhaupt gläubig bleiben, wenn er die heute dank Internet und Literatur gegebenen Informationsquellen benützt oder sogar ausschöpft? Besonders wenn es um die Unterschiede der Religionen samt deren gottfernen Entstehung geht? Und versucht, dazu noch die anerkannten schriftliche Quellen, die alles andere als widerspruchsfrei - trotz deren angeblich göttlicher Inspiration -  sind, in Einklang zu bringen?
Quellen, mit denen er/sie sich ein Priesterleben lang beschäftigen muss oder müsste, also diesem
Instrumentarium der Dauerbeeinflussung gar nicht ausweichen kann?

Dazu noch all das Widerspruchsvolle und Schreckliche in zB. der Bibel und im realen Leben......

Da soll noch Platz für wirkliche Gläubigkeit sein? Vielleicht, aber nur sehr "vielleicht"! Aber "Gott sei Dank" doch auch!

Durch meine Internetstudien einerseits und andererseits durch die immer wieder erkennbaren Verhaltensweisen vieler Kirchenprofis hat sich meine Vermutung, dass manche Berufstheologen massive Zweifel an der Göttlichkeit hegen, ziemlich erhöht.
Für mich - als Amateur - bin ich aber in der glücklichen Lage, das mit meinen positiven glaubensfördernden Erlebnissen überwiegend in den Jahren 2007 und 2008 kompensieren zu können. Deren "Wert" viel größer ist als der "Unwert" einer Resignation bei letztentlich unwesentlichen Aufregerthemen.
Und habe jetzt auch das zweifelhafte Glück, die glaubensbehindernden Quellen zu erkennen: all das Negative des Internets, letztendliche Inkonsistenz der dogmatisch fixierten Kirchen und deren "unfreier, gefesselter" Vertreter. Gott sei Dank gibt es auch noch ein paar "Freie" siehe hier.

Und wieder "Gott sei Dank" gibt es auch Funde, die die wahre Offenheit spüren lassen!
Wie die Worte von
Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn:

„.... Doch ehrlich: Wer kann von sich sagen, er kenne Gott wirklich? Was wir von Gott wissen, ist Ahnung, meist ein recht unbestimmter Glauben "an eine höhere Macht". Aber so wirklich, so ganz und gar, kennt doch keiner von uns Gott.”


Wenn ich könnte, würde ich das gerne manchem Dogmatiker und Fundamentalisten ins Stammbuch schreiben! Besonders jenen, die sich in ihren Äusserungen für völlig verantwortungsfrei halten und zu "machtvollen" Argumentationen an Hand irgend welchen menschengeschaffenen Kulturgutes, samt Zitaten und aus dem Zusammenhang gerissenen Details daraus, neigen.

Leider entspricht manches Hirtenverhalten, geborgen im selbstbestimmten Elfenbeinturm, auch nicht einem Paragraphen der Österr. Evangelischen Kirchenverfassung:

".. 5) Die Evangelische Kirche hat in ihren Ordnungen und in ihrem Handeln die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten und für sie einzutreten. Sie sucht das Gespräch mit anderen Menschen und Gruppen, die nach der Wahrheit fragen und Wege der Gerechtigkeit, des Friedens und der Bewahrung der Schöpfung gehen wollen."

Es gibt PfarrerInnen, die sich tatsächlich daran halten, denke ich.


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Womit wir wieder zur Überschrift und auch
schon Ende dieser Abhandlung kommen "Ende der Frustration durch gezielte Auswahl und Verweigerung":

Um meine Seelenruhe und die Freude an der Spiritualität samt der dazupassenden Gedanken nicht weiter zu behindern oder behindern zu lassen, werde ich in Zukunft allen jenen Veröffentlichungen in Internet, Rundfunk und Büchern, die mit einer gnadeerfüllten Gläubigkeit schlechthin nichts zu tun haben, sie vielleicht sogar bekämpfen, keine Beachtung mehr schenken, nicht darüber nachdenken und auch nicht mehr auf dieser meiner "Spirituellen Seite" behandeln.

Ich mache diese Verweigerung zu meinem Selbstschutz, weil ich in den vergangenen Wochen gemerkt habe, dass mir die monatelange Beschäftigung mit Negativismen einerseits, und auch noch mit Glaubensneid Gläubigkeitsneid - habe ich auch erst erkennen müssen, dass es das gibt - schlicht nicht gut tut.
 
Diese Erkenntnis nicht in die Planung der wenigen mir noch verbleibenden Lebensjahre einzubauen, wäre sehr dumm und auch meiner Familie gegenüber verantwortungslos. Wir wissen ja, dass Stress und die damit verbundenen Hormone die größten Kreislaufschädiger und/oder Lebensverkürzer sind.
Das schon auch früher vorhandene Wissen darüber scheint allerdings in unserer leistungspervertierten Zeit sehr eingedämmt zu sein.....   


"Alles hat seine Zeit" (Kohelet 3, 1-15) und das gilt auch für ein Teilgebiet meines Leben. Die Zeit der
Neugier, der intensiven Forschung, und daraus des Entsetzens (Scrollen bis zu "Wie wird man eine Heilige") und der Abscheu nach dem Lesen möge ein Ende haben.

Die Zeit der allerdings durch das neue Wissen aufgebauten Eigenverantwortung samt der bestätigten Notwendigkeit der Meinungsunabhängigkeit und letzendliche Rechtfertigung im evangelischen Sinne möge in mir weiterleben. Samt vertrauensvoller Leichtigkeit dank SEINER Gnade. Das reicht mir auf dem spirituellen Sektor für meine paar restlichen Lebensjahre. Hoffentlich!
Für ein fundamentalistisches Hick-Hack über von Menschen geschaffenen religiösen Dogmen ist darin kein Platz mehr!

Und auch nicht für einen Sturm, der New Orleans angeblich deswegen heimgesucht hat, weil dort 5 Abtreibungskliniken sein sollen und Gott nach Meinung des römisch kath. Wortspendenverfassers dort ein Zeichen setzen wollte. Oder ein Tsunami Gottes Rache gewesen sein soll. Grausam gegen die vielen, vielen unschuldig Betroffenen UND eine grausame Unterstellung gegen Gott. Wie Vieles, siehe hier.

Alle jenen, die die Quintessenz meiner Laienspiritualitäts-Abhandlungen bis hier zur Nummer 13 noch nicht erkannt oder anerkannt haben, würden weitere Abhandlungen auch nicht helfen. Sofern sie dessen überhaupt bedürfen.
Ich sehe darin einen weiteren Grund, wesentlich weniger Zeit und Arbeit für diesen Themenkreis aufzubringen.
Bestenfalls anlässlich besonderer Ereignisse und/oder Beobachtungen.

Ich wünsche allen mir freundlich gesonnenen Lesern weiter Interesse an meiner Seite, auch wenn ich schon eine andere Abhandlung "Gott weint" in dem hier geäußerten Sinne stark reduziert und entschärft habe. Oder vielleicht gerade deswegen.
Derartiges wird es in Zukunft von mir gar nicht mehr geben.

Das liebelose berufliche Streiten oder beruflich begründete Ablehnen Andersmeinender überlasse ich in Zukunft den bezahlten und konfrontationsfreudigen Profis in ihren jeweiligen Domänen und auf ihren Denkschienen.
Befreit schlechthin....

Dazu passt auch Calvins Verständnis der Rolle der menschlichen Freiheit:
In der Institutio schreibt er, dass Gott die Christen vom Gesetz befreit. Nicht, damit wir als zügellose Menschen leben können, sondern damit wir unsere Freiheit gebrauchen können, um Gott „fröhlich und mit großer Freudigkeit“ als Kinder Gottes nachzufolgen (Institutiones  III, 19,5).
"Fröhlich und freudig", selbstverantwortlich und nicht fatalistisch von fundamentalistischen Außenmeinungen bestimmt!



"Wenn man den Himmel und die Sterne sehen will, muss man den Blick heben..."

Rudolf Fiala

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