http://rudolf-fiala.info      Mc22-Steuerteil mit DX6-, T6EXP- und Jeti HF-Teil
    Ein Bequemlichkeitsgewinn dank Weiterverwendung des Senders.

     © Rudolf Fiala,  1.12.2006   Warnung 6.12.2006  wichtiger Nachtrag 8.12.,
                                    T6-Ergänzungen 15.5.07 und Failsafe 1.7.07,
                                    Der Bericht gilt auch sinngemäß für Jeti
für Sendereinbau im Pult.
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Erfahrungsbericht mit der Original DX6, Seit 1.5.07 gleiche Verwendung des viel schnelleren T6EXP-HF-Teils
Weiters mit dem bidirektionalem Jeti-Duplex 2G4-Teil seit 2009

Achtung: für Jeti sind die hier berichteten komplizierten Failsafe-und Kanal-Details völlig belanglos, da Jeti-2G4 als Modul für beliebige vorhandenen Sender konzipiert ist.

Ein weiteres den DX6-Umbau fast sinnlos machendes Ergebnis habe ich heute 16.12.06 festgestellt, das im Gegensatz zur DX6-Umbau-Euphorie in amerikanischen Foren steht. Dort hat offensichtlich niemand nachgemessen.

Das wenig erfreuliche Ergebnis, beliebig reproduzierbar, Mess-Details weiter unten im Haupttext:
Zwischen dem Anlauf des 35MHz-RX-Servos und dem DX6-RX-Servo vergehen konstant ca. 46msec. Zwei volle Frames!
Was logischerweise gegen den Umbauaufwand spricht, sofern nur ein wesentlicher Zeitgewinn erwartet wird.
Womit als Argument für einen Umbau nur mehr die üblichen umfangreicheren Eigenschaften des gewohnten Pultsenders wie alle Expos (Seitenruder!), wesentlich mehr Mischer, Phasenprogramme und was auch immer überbleiben. Und ein kleiner Zeitgewinn von ein paar Millisekunden.

1.5.07: Das ist mit dem Futaba T6EXP 2.4GHz-Sendeteil nicht so, die Latenz ist nur etwas höher als die mc22 oder die DX7, also ohne die erwähnten zusätzlichen 2 Frames! Ein spezieller Bericht ist aber nicht notwendig, weil der Vorgang als solcher der gleiche ist wie hier für die DX6 beschrieben. Zufälliger Weise passt auch die mc22-Impulsbreite von 400µs zum failsafelosen Betrieb der T6 Moduls, weitere Details am Berichtsende.

2009: Mit Jeti-Duplex ist alles noch einfacher, da keinerlei Impulswandler oder Impulsformer wie bei der DX6 oder der T6 notwendig sind.
Weiters gibt es bei Jeti nicht die Failsafe-Kanalfixiertheit wie bei der T6. Es sind alle Kanäle Failsafe-fähig.



Wichtiger rechtlicher Hinweis und Disclaimer zum "Restbericht":
DX6 im Pult mit Antenne


Zu Beginn dieser Dokumentation der Hinweis, dass völlig ungeklärt ist, ob einerseits die Verwendung des Hochfrequenzteiles aus dem originalen DX6-Sender oder T6EXP-Sender an  - nicht in! - einem anderen Sender überhaupt rechtlich zulässig ist! Andererseits werden dabei an vorhandenen Hochfrequenzkomponenten keinerlei Hochfrequenz-relevante Änderungen vorgenommen.
Selbstverständlich erlöschen dadurch bestehende Garantien und Zulassungsbescheide seitens der Hersteller/Vertreiber.

Unabhängig von der hier gezeigten Anwendungsvariante mit
unisolierteoder ungeschützten Schaltungsteilen halte ich es
für sehr sinnvoll, einen entsprechende Schutz der Einzelkomponenten wie Kästchen,
lockeren Schrumpfschlauch oder Ähnliches vorzusehen. Wichtig ist allerdings, dass
Teile wie der "Binding"- und Reichweitenprüfschalter samt Kontrolllicht und
vor allem der wärmeerzeugende Spannungsregler frei bleibt.
 
Diese Dokumentation ist somit keine Anleitung zu Änderungen an bestehenden Sendern noch zu einem Umbau der
gezeigten Art, sondern eine erfolgreiche Machbarkeitsstudie mit derzeit noch geringer Betriebszeit.

Das 2.4GHz Sendermodul befindet sich bei dieser Machbarkeitsstudie direkt unter der linken Hand und auch die Antenne ist näher, als bei der originalen DX oder T6. Ob hier Gesundheitsschäden an der linken Hand durch Mikrowellenstrahlung möglich sind ist völlig unbekannt. Es empfiehlt sich daher, das Sendermodul und die Antenne am Pult vorne anzubringen.
Allerdings ist bei der Antennenstellung der gezeigten Art garantiert, dass die Antenne nie auf das Modell zeigt, was ja für die Funkübertragung ungünstig ist. Beim Hochklappen der Antenne vorne am üblichen Ort, oder wie hier an der Seite, befindet sich der Pilotenkörper freilich im hinteren Teil der stärksten Abstrahlung.
Ob derartige Überlegungen auch von den Senderherstellern mit ihren Plastikgehäusen gemacht wurden und die laut angegebener EN60950 gegebene "Gesundheit und Sicherheit gemäß § 3....." Tatsache ist, ist mir unbekannt.
 Tatsache ist aber, dass der Mikrowellen erzeugende Schaltungsteil (DX6) mit einer Metallkappe gut abgeschirmt ist und die Antenne mittels abschirmendem Koaxialkabel versorgt wird.


Steckeranschluss
Verwendet wurde der originale mc22 Sender mit abgestecktem, ansonst unverändertem,  Hochfrequenzmodul, erweitert um einen steckbaren Spannungs- und Impulsausgang (Servo-Goldkabel) und, eingebaut im Senderpult und an diesen Stecker ansteckbar, der originale DX6-HF-Print oder T6-HF-Print mitsamt der Originalantenne.
Für pultlose Sender ist auch eine ähnliche Lösung wie hier denkbar: http://www.rcgroups.com/forum

Weiters ist ein kleiner Print mit einem einfachen Impulsinverter samt Pegelverringerung zwischen mc22 und DX6-HF (T6-HF) vorhanden.
Darauf ist auch noch eine Betriebsspannungsreduktion mittels dreier Si-Dioden in Serie, was im Dauertestversuch die Temperatur des 3.3V Festspannungsregulators auf der DX6HF(5V bei T6) deutlich spürbar verringert.

Nachtrag 8.12.: Zu neben stehendem Bild ist noch Wichtiges anzumerken: Hier wäre auch der Platz für eine unbedingt notwendige 500mA Glassicherung(eventuell sogar in einem Sicherungshalter) in der Plusleitung. Bin nämlich heute (8.12.06) daraufgekommen, dass die Versorgungsspannung des HF-Teiles NICHT über die Glassicherung am Steuerteil läuft. Sollte bei den Experimenten, Umbauten und Betrieb ein Fehler auftreten, der einen hohen Strom verursacht, könnten dadurch die Leitungen (Drähte und Printbahnen) am mc22-Sender - die sind nur bis 1.5A ausgelegt - schwerstens geschädigt werden!  


Sollte ein Leser hier gezeigte Modifikationen für seinen eigenen Sender anwenden, macht er das ausdrücklich auf eigenen Verantwortung. Erwähnenswert, aber selbstverständlich ist, dass sich dieser Bericht nur an löterfahrene Elektronikbastler mit entsprechendem Wissen wendet.
 

TestaufbauWarum dieser Umbau:

- Der DX6 Sender insgesamt hat eine wesentlich längere Verzögerung zwischen Knüppelbetätigung und Servoreaktion als der mc22-Sender. Durch die im DX6-System enthaltenen relativ lange Antwortzeit (zusätzlich etwa 46msec) ist der echte Zeitgewinn bei der DX6-Implantation in die mc22 nur einige Millisekunden.
Allerdings ist dies Kombination auch nicht langsamer als eine zB. mc24, FC28 etc. zusammen mit einem der derzeit so propagierten "schönrechnenden" PPM-Empfängern mit deren Zeitverlusten.

- Der mc22-Sender hat wesentlich mehr programmiertechnische Möglichkeiten wie Mischer (zB für Sicherheits-Gaslimiter), Flugphasen, EXPO auf Seitenruder!!! (hat die DX6 nicht!), Speicherplätze, Speicherkopiermöglichkeit und vieles, vieles mehr als der 6-Kanal (eigentlich 4 prop +2) DX6 Sender! Natürlich auch ein wesentlich umfangreicheres Display und Menü. Und wie schon erwähnt, er ist schneller als der DX6-Grundsender ohne HF-Teil.

Die T6-HF-Teil Verwendung ist gegenüber der DX6 wie erwähnt 3 mal schneller!


Wieso funktioniert das überhaupt:

- Der DX6-(T6-)HF-Teil erhält in seinem DX6-(T6-)Sender seine PPM-Impulsketten wie bei JR und Graupner üblich alle ca. 22msec.

- die mittlere Länge dieser Impulse ist die üblichen 1.5 msec

Im Fach- Der DX6 Empfänger AR6000 für Parkflyer oder eher(!) der 2.4Ghz Sender-Hochfrequenzteil hat eine spezielle Eigenschaft (für mich ungeklärt, welcher von den Beiden, da ich das gesendete(!) 2.4GHz Kettensignal mangels entsprechendem Empfänger nicht beurteilen kann, im Sinne der "Blackbox-Verwendung ist das aber eigentlich unwesentlich) durch die man das System auch mit Impulsketten verwenden kann, die mehr als 7 Impulse betragen: Es bleibt nach dem 7.Impuls stehen und wartet auf einen Synchronisierungsimpuls ("Sync-Pause") von mindestens 6msec. Es läuft also nicht mit den mc22-Impulsen für Servo7, 8 und 9 weiter und ordnet sie auch nicht dann fälschlich den Servos 1, 2 oder 3 zu wie es ein PPM18 Empfänger tut wenn er senderseitig mit PPM24 betrieben wird.
Diese Pause von >=6msec kann durch Sender-Servoeinstellungen der unbenutzen Kanäle 6-9 garantiert werden, auch wenn die Servos 1-5 auf Maximalausschlag gehen. Die ungenutzten Kanäle auf "Nur Mix" zu stellen, erhöht weiter die Sicherheit vor Fehlbedienungen
Rechnerischer Nachweis: 5x2.1msec plus 4x1msec(Servomitte auf -125%) ergibt 14.5 msec. Und auf 22 msec Frame daher eine Pause von 7.5 msec, größer als 6msec. Heureka.

(Ein nachträglicher Test 5.12.06 mit den Servos 5-9 auf +125% veringerte die Pause mit vollen Praxis-Steuerausschlägen auf ca.5msec und der Empfänger funktionierte noch immer richtig! Die von der Fa. Spektrum stammenden 6msec als Mindestpause haben also noch Reserve.
Möglicherweise ist das auch eine untypische Eigenschaft meines Hf-Teils mit der Revision C.)

Für Parkflyer braucht man ja normalerweise überhaupt nur 4 Kanäle, wobei auch kaum je für diese 4 (oder 5 bei 2 Querruderservos) Vollausschläge mit +150% auftreten. Womit die Sync-Pause noch sicherer wird.
5-9 wie schon erwähnt auf " nur Mix" und Servomitte auf die -125% Einstellung.

Wenn 2 Querruderservos verwendet werden laufen die in unterschiedliche Richtungen und die beiden Querruderservos erreichen zusammen somit nie in Summe 4.2msec, sondern trotz Differenzierung nur zB. 2.1+1.2= 3.3msec.


Hauptteile außer dem DX6-Empfänger AR6000 oder T6-Empfänger R606:Pegelinverter

- mc22-Sender mit Pult, HF-Print und Antenne aus dem DX6-(T6-)Sender, eine oder zwei Goldstecker/Silikon Servokabelverlängerung(en)

- Ein einfachster Impulsinverter samt Pegeladapter, mit 3 Si-Dioden in Serie zur Spannungsreduktion und Entlastung des 3.3V Festspannungsreglers auf dem DX6-Hf-Print  (die Krokos gehören zum Oszilloscop-Anschluss, ein "life" Photo eben :-))

Die Schaltung: Für Fachleute wird das reichen und ich gebe absichtlich kein Schaltungsbild hier an.

BC109B zufällig vorhanden, Basisstrombegrenzung und Entkopplung 22k
Am Kollektor: 4k7 gegen Plus, 4k7 gegen Masse, Entkopplung zum Hf-Teil 1k (etwas kleiner bei T6-HF)

Versorgungsspannung 12V durchgeschleift, Plusbahn nach Kollektorwiderstand durchbrochen und 3 Si-Dioden als Spannungsreduzierung in Serie (im Betrieb ca. 2V Spannungsabfall, der DX6-HF-Teil läuft ungetaktet stabilisiert mit 3.3V, die am HF-Print mit LM 2937 erzeugt werden. T6 hat einen 5V-Stabi).

Der HF-Teil liegt bei diesem Pult schräg im Fach - ich wollte die Befestigungs-Ohren wegen eines künftigen Rückbaues nicht wegschneiden - und kann in der endgültigen Stellung mit Klebertropfen fixiert werden. Der T6 ist etwas schmäler.

Da ich von Fachleuten als Umbauinteressierten ausgehe und auch keinerlei Verkaufsabsichten von "puls-truncators" oder Ähnlichem habe, erspare ich mir das Zeigen von Oszillogramme vor und nach der Impulsinvertierung. Das ist ohnedies sonnenklar. Auch eine Beschriftung der Bilderstory halte ich deswegen für unnotwendig.


GuckguckDer Geschwindigkeitsgewinn/Zeitverlustreduzierung in der Übertragung nach Umbau:

Die oszilloskopische Überprüfung der Responsetime (Latency, Antwortzeit zwischen Knüppelbetätigung und Servoanlauf) bestätigt teilweise die Erwartung: sie ist ähnlich wie bei mc24-SPCM und schneller als bei der Original-DX6. Etwas anderes ist ja auch kaum erwartbar. Beim DX6 Original war eine Verzögerung des Ruderausschlags auch ohne Oszilloskop, nur durch die Beobachtung des Ruderausschlags feststellbar und wurde auch in Foren bestätigt. Warum die Responsetime wichtig ist, hier.  Vergleichswerte aus Amerika und gleich das Diagramm mit ORIGINAL DX6 und der neueren DX7 daraus, wobei die mc22 den dort dargestellten schnellsten Sendern im Gegensatz zu der ganz rechts dargestellten DX6-Diagrammsäule entspricht.

Warum nicht so schnell wie mc22-PPM: Die Antwortzeit des Gesamtsystems hängt nach Meinung von Fachleuten auch mit den Erfordernissen der verwendeten Spread-Spektrum-Technologie, auch wegen der zwei HF-Spektrumzonen zusammen. Auch bei Verbindung des DX6-Hochfrequenzteiles mit schnellen PPM-Sendern, wie in Amerika und von mir eben hier dokumentiert, ist bei der in der DX6 angewandeten 2.4GHz-Methode eine größere Responsetime als bei schnellem 35MHz-PPM vorhanden und entspricht etwa
dem SPCM der mc22-Familie, die ja um einen Frame (ca.22 msec) schneller ist als die mc24. oder der mc24
mit einem "schönrechnenden" Empfänger.
Erst die direkt digital/binär arbeitende DX7 mit einer anderen 2.4GHz-Methode ist, wie aus Amerika
berichtet da dort schon erhältlich, angeblich wesentlich schneller. Der Vergleich mit einem schnellen PPM-Sender ist noch ausständig.

Zufallsverteilung
Prüfverfahren und Ergebnis zur Feststellung der "System-Eigenverzögerung" des DX6-2.4GHz-Senderteils und des Empfängers gemeinsam (Black Box
Prinzip), unabhängig von der sonstigen Senderelektronik.

 Diese mc22-Erweiterung macht es ja völlig problemlos möglich auf 35MHz und 2.4GHz zu senden. Ich brauche ja nur den mc22-Hf-Teil wieder anzustecken.
Sowohl an den AR6000 als auch an ein C17-RX wird je ein Servo angeschlossen, deren Motoranschlüsse nach außen geführt sind.
Am 2-Strahl-Oszilloskop wird die Triggerung mit dem schneller ansprechendem Servo vorgenommen und der Zeitverlust des langsamer ansprechende Servos gemessen. Diese Messung ist somit frei von senderinternen Zeitverlusten.

Das wenig erfreuliche Ergebnis, gilt nur für den DX6-Teil, nicht für T6, beliebig reproduzierbar:
Zwischen dem Anlauf des 35MHz-RX-Servos und dem DX6-RX-Servo vergehen konstant ca. 46msec. Zwei volle Frames!
Bei T6 ist kein Zeitverlust!
 
Was logischerweise gegen den Umbauaufwand spricht, sofern nur ein wesentlicher Zeitgewinn erwartet wird.
Womit als Argument für einen Umbau nur mehr die üblichen Eigenschaften des gewohnten Pultsenders wie alle Expos (Seitenruder!), wesentlich mehr Mischer, Phasenprogramme und was auch immer überbleiben. Und ein kleiner Zeitgewinn von ein paar Millisekunden.
Mit dem HF-Teil der T6EXP ist die Antwortzeit aber etwa gleich schnell als beim Originalsender T6EXP2.4GHz
 

Einschalten der Kombination am Flugfeld:

Der mc22-Sender meldet sich wie üblich.
Der Pultdeckel kann beim Einschalten geöffnet werden und die grüne DX6-(T6-)Verbindungs-LED beobachtet werden.
Das ist aber nicht notwendig, wenn man die Empfänger-LED beobachtet oder schlicht
auf die Bewegbarkeit der Ruder wartet. Bei fehlender Verbindung über wie vorgesehen
zwei 2.4 GHz-Bereiche wird der Empfänger gar nicht betriebsbereit. 


komplettReichweitenprobe: Da nur für Parkflyer vorgesehen und zugelassen brach ich bei 400 Schritten den Marsch ab, wobei der bei den Scheibenwischern am Auto
im Pult liegende mc22-Sender dank eines leichten, flachen Hügels bei meiner Augenhöhe in ca. 1.73m samt Auto die letzten 50m nicht mehr sichtbar war. Der Empfänger beendete seine Funktion erst bei Ablegen am Boden und meldetet sich beim Aufnehmen bereits in ca. 20cm Höhe wieder zurück (Gas auf Regler-Meldeleerlauf und Zusatzservo auf Kanal 6, das erst bei Verbindung auf die Stellung -125% geht, nachdem es beim Einschalten ohne Senderempfang auf +125% läuft)

Diese 400 Schritte waren mir genug und ich habe auch nicht vor, in Foren kolportierte größere Reichweiten zu bestätigen. Die DX6 Anlage ist ausdrücklich nur für die typische Park-/Slowflyer-Verwendung in unmittelbarer Sendernähe - bis etwa 200m würde ich nach eigenen Gewohnheiten schließen, und das ist sicher schon "übers Ziel geschossen" - gedacht und zugelassen.

Die entsprechenden Erfahrungswerte der Vollreichweiten-T6EXP sind hier beschrieben

Erste Flugerprobung des Systems mit DX6: Beim Ratzersdorfersee-Wildflieger-Freundschaftstreffen 3.12.06 fanden die ersten Flüge, wahrscheinlich weltweit die ersten mit der Kombination DX6-mc22-Pult, ohne die geringsten Probleme statt.

Die viel angenehmeren Flüge - besonders bei Böigkeit - mit dem schnelleren T6-System ab Mai 2007 völlig ohne Problem, keinerlei Wackler.

Nachtrag 14.12.06:
Gestern in einer für meinen EPP "Blade" schon ziemlich unruhigen Luft mit der originalen DX6 geflogen.
Dabei machte sich nicht ganz unerwartet die relativ große Antwortzeit der DX6 zwischen Hand und Servo unangenehm bemerkbar.
Nicht so sehr beim Einleiten, sondern vor allem beim Beenden von Fluglagenkorrektur-Servostellungen. Eigentlich klar, denn beim Beginnen einer Korrektur sind die Ruder in oder nahe der normalen Trimmstellung, während sie sich beim Ende der Korrektur besonders bei Böen in einer ziemlich ausgeschlagenen Stellung befinden.
Das um die Verzögerungszeit längere Beibehalten dieser dann bereits unerwünschten Ausschläge führt leider auch zu unerwünschten Fluglagen. Was bei kritischen Böen bis zum zerstörerischen Aufschaukeln des Modells führen kann.

Das war für mich der Grund jetzt endlich die Antwortzeit einer originalen DX6 oszilloskopisch zu messen, wie bei mir üblich auf Kanal 2.
Ergebnis: Minimum 61msec, Maximum 83msec, Durchschnitt 72msec, Schwankungsbreite=Frametime 22msec.

Vergleichswerte  
Die kürzere Marke für die DX7 gilt auch etwa für die T6EXP und mc22-T6-Kombination.

So ist zuletzt alles verstaut,
der Impulsinverter ist im Endzustand natürlich mit einem großen lockerbleibenden, an den Enden zusammengedrücktem Schrumpfschauch isoliert. Der Antennendraht ist ein Koax-Draht und der sichtbare Antennenstecker am Print ist beim Ausbau aus der DX6 mit besondere Sorgfalt zu behandeln, sonst schnappt er nicht wieder ein. Man muss ihn leider beim Abmontieren der Antenne vom Original DX6-Gehäuse entfernen. Ich habe ihn vorsichtig mittels eines Schraubendrehers ausgehebelt.
 
Das genau positionieren und wieder Einklinken des Antennen-Schnappsteckers ist der kritische Punkt des gesamten Umbaues - besonders für männliche Finger - der Zuleitungsdraht ist aber so lange, dass man die Antenne problemlos einhängen oder wieder im Fach verstauen kann.
Wegen der Filligranheit der gesamten Antennenzuleitung ist dabei immer mit besonderer Vorsicht zu handeln. Ich habe keine Ahnung wie lange der Draht das aushält, da es sich aber um einen Koax-Draht handelt, bin ich optimistisch. Koax-Draht deswegen, weil im vorderen Teil der Originalantenne ein echter Dipol(!!) vorhanden ist.

 verstaut     und zu ist der Kasten
(DX6-Print noch unfixiert und der Inverter ohne Schrumpfschlauch)

Mit T6-Hf-TeilSo gut wie hier erkennbar passt der T6-Hf-Print in das Senderpultfach ==>
Der Jeti-2G4-Sender ist allerdings noch kleiner und der Inverter ist unnötig. Bei Jeti: Die Antenne ist schraubbar!

Alternative: Man kann freilich den HF-Print im DX6-Sender belassen und auf ähnlicher Basis eine lösbare Verbindung zwischen mc22 und DX6 schaffen. Als Zugangmöglichkeit bietet sich der Akkuschacht an - man braucht ja den DX6-Originalakku nicht  - und kann den Akkuschacht gleich als Ort für den Inverter verwenden. Das DX6-Gehäuse wird dann am Haltebügel an/unter das Pult gehängt und noch irgendwie schräg oder horizontal fixiert. Dabei ist dem leistungsreduzierendem Reichweitenprüftaster über der grünen LED ausreichend Freiraum zu lassen.

Oder mit einem Schulterriemen umgehängt, wäre aber nicht so günstig.
Oder ein wie schon oben verlinkt ein kleines Kästchen an der 35MHz-Sender Unterseite.

Was machen mit dem Original-DX6-Sendergehäuse inkl. Elektronik?

Theoretisch sollte dieses als Lehrer/Schülersystem verwendbar sein, indem man
umschaltbar die Original-Impulse nach dem Impulsinverter wieder verbindet. Also mit einem Schalter, der bei aufrechter Betriebsspannung die Impulsverbindung zwischen mc22 und DX6 umschaltet.
Da das bei mir derzeit keine Priorität hat, ist das ein derzeit ein nur mittelfristiges Projekt.
Technisch scheint eine Umschaltung einfach zu sein, interesssant wird aber sein, wie der Empfänger auf die verzerrte Impulskette im Umschaltmoment reagiert. Hier sind nicht nur oszilloskopisch, sondern auch bei oftmaliger Umschaltung im Flugbetrieb einige Details noch zu klären. Es gibt im Empfänger zwar die Funktion "Hold" für Verbindungsausfall bezw. "Servomitte" bei RX-Einschalten ohne Sender, die Reaktion auf nicht plausible Impulse ist noch ungeklärt.
 
Die Tisch-Vorversuche mit Umschaltung verliefen besser als erwartungsgemäß: Bei etwa 95% war kein, oder ein minimales optisches oder akustisches Zucken der Servos erkennbar - klar, die haben ja eine mechanische Anlaufträgheit -, bei ca. 4% ein deutliches Zucken, dass bei den großen Funflyer-Steuerflächen sicher als Zucken im Flug erkennbar ist und einmal bei 50 Umschaltversuchen trat eine Servoausschlag aller Servos bis etwa der Hälfte des Vollausschlages auf. Diese Umschalttests musste ich aber mit einem zufällig vorhandenem Schalter mit Mittelstellung machen, der zwangsläufig ein minimales "Impulskettenloch" produzierte. Mangels Speicheroszi kann ich das nicht verifizieren, sondern nur vermuten.
Die nächste Versuchsserie mit 100 Umschaltungen samt Protokollierung wird mit einem Kippschalter ohne Mittelstellung erfolgen.  

Warnung:
Eines ist aber leider schon klar und erbringt auch den Beweis, dass es keine (verzögernde!) Plausibilitätskontrolle gibt: Wenn der DX6-Hf-Teil keine Impulse bekommt - z.B. durch eine Unterbrechung in der Impulsleitung oder einem Schaden irgendwo im Grundgerät - sendet er irgend ein Zeugs, dass vom Empfänger in Vollausschläge bezw. Servoausschläge bis zum mechanischen Anschlag umgewandelt wird. KEIN Failsafe und KEIN Hold!

Das verstärkt freilich extrem die Forderung nach genauester Arbeit beim Umbau, möglichste Ausschaltung von Fehlerquellen wie zB. Stecker an nicht fixierten dünnen Drähtchen und zufälligen Zugbelastungen etc.


Achtung: für Jeti sind die hier berichteten komplizierten Failsafe-und Kanal-Details völlig belanglos, da Jeti-2G4 als Modul für beliebige vorhandenen Sender konzipiert ist.

Die T6 ist bei Impulsverlust nicht empfindlich
, der Empfänger bleibt im Hold. Nach dem Umbau allerdings kein Motorfailsafe mehr und auch kein Einschalt-"Power-Down" möglich.

Seit Juni ist aber die Funktion des 8. Übertragungskanals geklärt, es ist somit möglich sowohl einstellbares Fail-Safe als auch "Power-Down" zu übertragen. Statt des oben beschriebenen Inverters wird ein einstellbares Monoflop zur Invertierung und Impulsbreiten-Anpassung für verschiedene Failsafe-Stellungen oder -Drehzahlen verwendet. "Danke" RCL-Forumsfreund Christian.


Hier die T6- Failsafe-Details:

Mit Hilfe von Christians "Pulsbreitenvariator"  - danke - stellten sich mit einem Analogoszi geschätzt, Schätzfehler ± 10µs, folgende Betriebsbereiche heraus:


<400 µs: Sender bleibt im Funktionsfehler-Blinkmodus

400 - 420 µs: Betriebsmodus ohne Failsafe

... unsicherer Bereich

425 - 440 µs: sichere Failsafe-Betrieb mit eingestelltem Failsafe-Wert auf Kanal 8

... unsicherer Bereich

445 µs: Senderdioden blinken, als wie wenn sie im PowerDown-Betrieb wären.
Ob das wirklich der Fall ist konnte wegen zu großer Wohnungsreichweiten trotz Mauern nicht verifiziert werden. Und auch noch nicht, ob sich der PowerDown automatisch ausschaltet. Der Sekunden-Countdown-Piepser funktioniert jedenfalls nicht.

Ob die o.a. Werte noch Spannungs- und Temperatureinflüssen unterliegen ist derzeit nicht bekannt.

Da es sinnvoller ist bei Problemen eher in den "Nicht Failsafe"-Bereich als in den "PowerDown"-Bereich zu kommen empfiehlt sich die Impulsbreite eher zur 425µs, also ca. 430µs zu wählen und NICHT 440µs.

Achtung, daraus folgt wegen des "Batterie-Failsafes" im Empfänger: Wenn Failsafe-generierende Impulsbreiten >420µs übertragen werde, sei es weil der Grundsender länger Impulse hat oder eben eine inpulsverlängernde Schaltung wie die von Christian verwendet wird. So muss an Stecker 3 zwingend Gas/Steller angeschlossen werden. Wäre dort zB das Höhenruder wie bei Graupner, würde es bei Empfänger Unterspannung auf einen ziemlich sicher für das Modell letalen Ausschlag gehen.

Bedeutet vice versa: Wenn man derartige T6-Adaptationen mit der originalen bei 35MHz erflogenen Modelleinstellung verwenden will, MUSS die Impulsbreite unter 420s sein; also wie zB. beim einfachen Inverter und der mc22.

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Failsafe-Werte Kanal 8 auf der mc22: Steller YGE12

Das kann man gleich im Servomenue durch die Mitteneinstellung K8 realisieren, man braucht dazu nicht einmal einen Geber. Sinnvollerweise ist der Gebereingang 8 auf "frei" zu schalten.

Achtung: Bei der mc22 die Detailservoeinstellungen wie "Mitte" IMMER mit ENTER und dann ESC verlassen, sonst steht dort plötzlich ein völlig andere Wert!! Die Werte werden erst mit ENTER sicher den Speicher übernommen - Cursor springt in die Fußzeile - und nicht mit ESC!!

Servoanzeigewerte:

minus 75% oder höherer Zahl: Motor aus

minus 74% ganz langsamer Leerlauf, mit der Hand gestoppt bleibt der Motor stehen und läuft auch nicht mehr an. (Erspart den schon in Foren besprochenen harten Bremseinsatz durch Impulsänderung quasi in Nullzeit ohne die sonst sanften Änderungen beim Knüppelbetätigen.)

Servomitte 0%: Halbgas

plus 80% und mehr Vollgas bei durchgeschaltetem Regler.

Weiters hat Christian auch die von mir gefundene Verwendbarkeit eines am Empfänger versteckt (am Batterieanschluss nach Anlöten eines weggelassenen Widerstandes) vorhandenen 7. Kanals geklärt und mit einem Multiplexsender und 4 Klappen-Modell erprobt!

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Ich betone nochmals ausdrücklich, dass dies keine Anleitungen, sondern Umbauberichte mit möglichst geringen Änderungen sind und die auch jederzeit wieder zum Ausgangszustand rückgeführt werden köpnnen. Bei mir allerdings nicht ganz, denn es ist mir nicht gelungen den 3-poligen Anschlussstecker am DX6HF-Print abzuziehen. Musste die Adern durchtrennen und den Stecker drahtweise verbinden. Das DX6-Grundgerät erhielt freilich auch einen Gegenstecker, auch wenn ich annehme, dass ich den nie wieder als eigenständigen Sender verwenden werde. Für einen Lehrer-/Schüler-Anschluss mit Impulsketten-Umschaltung ist er freilich sofort brauchbar.


Aus rechtlichen Gründen ist Irrtum ausdrücklich vorbehalten, also nicht ausgeschlossen.

Rudolf Fiala

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