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Rudolf Fiala 2001, revidierte und gekürzte Fassung 3.2005, hier der seinerzeitige Originalbericht
zum Flug-Testbericht

Der neue MC-22 Sender, bei allen Modulationsarten schneller!
Vorwort: Ein sich von allen anderen Veröffentlichungen, die angeblich auf den fachmännischen Untersuchungen von Diplomphysikern und Softwareingenieuren mittels eines Speziallabors beruhen, wesentlich unterscheidender Flugbetriebs-relevanter Bericht !
Ist in seiner Urfassung - Vergleich mc20/22 - von Graupner überprüft und freigegeben.
Die angegebenen Zeitgewinne sind auch gegenüber der mc24 relevant, weiteres dazu im Originalbericht

Man könnte auch immer im Auge behalten, dass die ganze Zeitverlust-Problematik erst durch die Entwicklung von sog. Digitalsendern oder Computersendern, bei denen es durch die diversen Mischungen und weiteren Signalbeeinflussungen auf binär-orientierter Basis, und durch die Absendung von Impulsketten - statt gezielten Steuerimpulsen an das Servo bei Bedarf - entstanden ist. Dazu noch die Zeitaufwände für das PCM-Management. Hier von Zeitverlusten bei Funktionsmischungen knapp unter einer 1/10 Sekunde wegzukommen ist schon sehr markant gelungen. Jetzt mit dem mc22/mx22-Sender noch mehr, wobei noch weitere Verbessungsmöglichkeiten machbar sind.
Ende Vorwort.

Der gekürzte Bericht:

Hätten Sie nicht schon im Ernstfall lieber 100-200cm, oder sogar nur 20 cm mehr Luft unter den Flügeln gehabt, als 1 cm zu wenig mit anschließendem Crash? Nie in Bodennähe versteuert? Nie starr vor Schreck gewesen? Ja dann brauchen Sie sich die Messwerte im Originalbericht mit den "Versprochenen Sensationen" gar nicht zu lesen.


Graupner bewirbt den neuen MC22-Sender als MC20-Nachfolger und geht auch in der Bedienungsanleitung lexikalisch und vergleichend auf die MC-20-Features ein. Was durchaus Sinn macht, denn MC24-Besitzern braucht man die MC22-Programmierung, da sehr ähnlich, nicht neuerlich erklären und anfangs waren die MC24-Besitzer auch nicht die Interessenten für den MC22-Sender.

(Zwischenbemerkung: In der Zwischenzeit zeigte sich aber, dass eine bemerkenswerte Anzahl von MC24-Besitzern jetzt auch mit der MC22 fliegen und von den besonderen neuen Eigenschaften des Senders ziemlich begeistert sind. Gilt auch noch immer im Jahr 2005!
Dazu passt, dass Futaba seit Ende 2004 in englischen Veröffentlichungen den neuen 14-Kanal Sender T14MZ mit genau dem Geschwindigkeits- und Steuerfeinheit-Argument bewirbt. Sogar bis zu präzisen Knüppeln mit Kugellagern.)


Es gibt in der MC-22 Neuheitenbeschreibung 2001 so unauffällige Sätzchen: 'Befehlszyklus 73 ns', 'High-Speed-Präzisions-A/D-Wandler', die einiges erwarten hatten lassen und mir schon seit deren Lesung bei den ersten Werbeinformationen den Mund wässrig gemacht hatten! Und bewirkten, dass ich NICHT auf die MC24 umstieg, trotz der funflyerungünstigen "Grobheit" meiner damaligen MC20.


"Erste Eindrücke" und "Innere Optik" sind nur mehr im Originaltext 2001 nachzulesen.

(Elektrische Detailunterschiede MC22 zu MC24 siehe hier ab ca. Berichtsmitte, revidiert 15. 08. 2003)


Einige Details:

Failsafe:

Für das SPCM-Ruder-Failsafe gibt es keine 0,15 bis 0,25 sec Mindestumschaltzeit mehr, beim testweisen Ausschalten des Senders läuft ein Servo ohne extra Verzögerung in die (wenn gewünscht) vorprogrammierte Stellung. Damit gehört die durch die Umschaltzeit bedingte Verschleierung von PCM/SPCM-Übertragungsstörungen der Vergangenheit an!



Stell-/Trimmgenauigkeit:

Im Digitalzeitalter wird natürlich die Trimm- u. Knüppelstellung auch stufenweise verarbeitet. Diese Stufen waren bei der MC20 mit ihren 512 möglichen Stufen eher groß, was sich manchmal bei Funflyern mit großen Rudern und Ausschlägen und bei Funfly-gerechter Schwerpunktlage, trotz EXPO!, besonders bei der Landung durch Wellenflüge bemerkbar machte oder wegen zu giftigem (hecklastig), nicht mehr feinstufiger betätigbarem Höhenruder zur Unlust führte.

Ähnlich der MC-24 wird jetzt im SPCM-Modus durch mehr und kleinere Schritte ein besseres Fluggefühl erreicht (1024 Stufen) und im PPM-Modus sind sogar bis ca. 2000 Schritte erreichbar, welche gute Servos wie das JR 4041 und Konsorten auch tatsächlich machen können.
(Siehe Servostellgenauigkeit).

In der MC-22 "Liefereinstellung" sind diese Schritte noch nicht so fein, bei entsprechender EXPO-Einstellung (und ggf. auch anderer Verfeinerungen) werden diese Schritte immer kleiner, wobei auch die Trimm-Schritte (!!!) automatisch immer genauer werden. Die Trimmschrittbreite ist übrigens in 10 Größen vor-einstellbar, aber siehe den vorhergehenden Satz!. Damit sind auch an Funflyrudern Trimmänderungen möglich, die etwa 4mal so fein sind als mit der MC20 (PPM).

Bei Analogservos kommt man allerdings bei dieser "Verfeinerei" bald in den Bereich der Servo-Hysterese, die allerdings am vibrationslosen "Labor"-Tisch immer größer ist als wie im motorgebeutelten Modell; ein Erfliegen dieser Werte ist sicher sinnvoll, wobei ich vermute, dass der Wert '2' günstig sein dürfte
. Zu fein (1) macht zu oftmaliges Getipse notwendig.

Was ich persönlich gerne hätte und mir fehlt, auch noch nach 3,5 Jahren mc22-Praxis:
1) Dass es für die Gastrimmung im Flächenflieger AUCH die Phasentrimmung gäbe.
2) Dass die Trimmung bei Phasenverwendung für Wärme- etc. Kompensationen während des Tages auf GLOBAL umschaltbar wäre.


Die aus den Werbeankündigungen ableitbaren Sensationen:

Der MC-22-Sender ist in allen Modulationsarten in der Übertragung der Knüppelstellungen an den Empfänger durch eine neue Abfragetechnik der Knüppelstellungen und deren Weiterverarbeitung viel schneller als die MC 20 ODER die MC24!

Die im Originaltext folgenden Beispiele sind mittels Oszilloskop gemessene Zeiten zwischen einer willkürlichen Knüppelbewegung und dem folgenden Anlauf des Servomotors, Methode im Originaltext nachzulesen. Es sind somit praxisgerecht alle(!) auftretenden Übertragungszeit-Verluste (weitere Synonyme "Latenzzeit, Responsetime, Antwortzeit") beinhaltet. Als Prüfling wurde der Kanal 2 (Querruder) verwendet, womit auch der Zeitverlust durch die Servoimpulskette bis zum Kanal 2 - bei (S)PCM auch das Sender- und - Empfänger-Prüfsummenmanagement, was ja auch Zeit benötigt - mitgemessen worden ist. Vollständigkeitshalber sei noch rein lexikalisch erwähnt, dass es bei SPCM sehr interessante Impulsverschachtelungen und Entflechtungen gibt, die aber den prinzipiellen durchschnittlichen Geschwindigkeits- und Sicherheitsgewinn nicht verschlechtern.

In den Modulationsarten PPM18 und PPM24 sind alle 9 oder 12 Servokanäle gleichberechtigt, während bei PCM und SPCM die ersten 8 Servos vorzugsweise in jedem Senderzyklus bedient werden, die Servos 9 und 10 aber nur ein paar wenige Male pro Sekunde. Wie schon bei der mc24 auch.
Das Failsafe-Management von Servo 9 und 10 bei PCM (Nur "Mittelstellung") oder SPCM ("HOLD") ist auch etwas unterschiedlich.

Die Messwerte verschiedener Betriebsarten und im Vergleich mc20/24 und dem schnelleren mc22 nachzulesen im Originaltext

Bewiesen wird durch eine Praxis-nahe offengelegte Methode, dass der mc22-Sender mindestens um eine ganze Frametime bei allen Modulationsarten schneller ist als die Vorgänger und Mischerzeitverluste noch weiter reduziert werden. Was besonders bei ungewollten Sturzflügen oder notwendigen Ausweichbewegungen Modell- und Menschen-rettend sein kann.

Damit ist weiters das bisherige Langsamkeits-Argument gegen SPCM wesentlich entkräftet !

Da die elektronische Luftverschmutzung und zeitweiligen Flugstörungen immer mehr zunehmen, ist SPCM mit dem MC-22-Sender das Gegenmittel der Wahl. Umso mehr, da SPCM-Empfänger noch in einem weiteren Abstand zum Sender zuverlässig arbeiten, bei dem PPM überhaupt nicht mehr wegen regellosen Servozuckens verwendbar ist.
Details im Originalbericht.

Dort auch Weiteres über den Zeitgewinn beim alten PCM, und zum mc22-PPM24 für uneingeschränkt 12 Kanäle.

Nachtrag Jänner 2004: Nur mehr im Originalbericht:
Nochmalige Offenlegung der einfachen Jedermann-Prüfmethode mittels Oszilloskop, für die man weder Diplomphysiker noch ein Prüflabor benötigt,

Nachtrag zur Glaubwürdigkeit dieses Berichtes aus gegebenem Anlass 1/2004,
Zukunftsspekulationen über 2-Prozessorsystem.


Praktische Hinweise für MC20/24-Umsteiger:


Sollten Sie die Flugphasen-Möglichkeit nützen, diese beim ersten Trimmflug keinesfalls verwenden.
Grund: die Trimmungen sind ebenfalls flugphasenspezifisch und die auf der Normalphase erflogenen und auf dem Display erkennbaren Trimmwerte müssen und KÖNNEN nach dem Erstflug auf die andere(n) Flugphase(n) am Boden übertragen werden, spart Hektik beim Umschalten auf einen noch nicht eingetrimmte Flugphase und macht das anschließende Erfliegen der Trimmung(en) anderer Phasen einfacher. Der Vorgang entspricht ungefähr dem der Speicherumschaltung der MC-20, allerdings jetzt optisch unterstützt durch die Trimmanzeige im Display. Er ist aber wesentlich einfacher als das immer wieder Trimmknubbel-Nulljustieren der MC24 nach Trimmänderungen im Flug.

Rudolf Fiala
Zum Flugtest-Bericht 

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