Das Suchen nach den Wurzeln oder
meine Ahnenforschung in Siebenbürgen
(von Alexander Haltrich)
Hinweis: Jedes Bild kann separat angeklickt und vergrößert werden!

Mediasch - Hauptplatz (vormals großer Marktplatz) - im Hintergrund der TrompeterturmEinführung:
Jeder von uns hat sicher schon einmal in einer ruhigen Minute darüber nachgedacht von wo er kommt oder was seine Ahnen getan bzw wo sie gelebt haben.
Mir ist es jedenfalls so ergangen und wenn sie, lieber Besucher(in), vielleicht auch Ihren Ursprung wie ich bis nach Siebenbürgen zurückverfolgen können und Interesse haben sollten dem selbst vielleicht einmal nachzugehen, so möchte ich Ihnen hier von meinen Erfahrungen und Eindrücken berichten. Im wesentlichen ist es eine Bilderbeschreibung die ich mit meine Vater und mit meiner Schwester zusammengestellt habe. Die Angaben sind authentisch und ich habe alles selber gesehen, gelesen und fotografiert.
Hof mit alten Brunnen bei der evang. PfarreEvangel. Pfarrkanzlei
Hier sieht man den Innenhof der evangelischen Pfarrkanzlei in Mediasch. Ein schöner alter Brunnen steht gleich gegenüber dem Eingang und im Hintergrund ist das Stephan Ludwig Roth Lyzeum (deutschsprachiges Gymnasium)zu sehen. In unmittelbarer Nähe (im Hintergrund links) befinden sich Gästezimmer in einem Anbau zum Burgring. 
Im ArchivIm Archiv der evang. Gemeinde Mediasch
Jetzt geht es ans "Eingemachte". Die meisten Pfarren leisten Hilfestellung beim suchen und auffinden von alten Einträgen. Solche alten Archive gibt es noch fast in jeder größeren Gemeinde. Erwähnenswert ist hier sicher auch das Schullerhaus (Hauptplatz) in Mediasch das freundliche Unterstützung angeboten hat (für Mediasch und Umgebung). Darüber hinaus bietet das Schullerhaus auch Übernachtungsmöglichkeiten (+ das sichere Einstellen des Fahrzeugs) an.
HochzeitsbuchDas Hochzeitsverzeichnis:
Beim Auffinden und Interpretieren von Eintragungen sind vor allem Kenntnisse in Latein von großem Nutzen. Hier sieht man ein Hochzeitsverzeichnis. Es enthält die Auflistung der stattgefundenen Hochzeiten mit Datum und Namen (Mädchennamen der Braut).
In den Totenbüchern z.B. findet man die Namen aller verstorbenen Gemeindemitglieder vom Kleinkind (ab Taufe) bis zum Greis mit Todesursache. Die Todesursache ist unter Umständen interessant was Erbkrankheiten etc. betrifft. Die Eintragungen beziehen sich entweder auf die jeweilige Krankheit oder auf den Umstand des Todes. Einer meiner Vorfahren starb zum Beispiel durch einen "Schlag auf den Kopf" (laut Eintragung von 1674). Im Regelfall findet man die Bezeichnungen in lateinischer Sprache von der Pest (1600-1680) beginnend bis zur "Darmkrankheit".
FamilienbuchDas Familienbuch:
Die meisten Informationen findet man in den Familienbüchern. Sie enthalten die Stammdaten jeder Familie mit Angaben zu den Kindern (Geburtsdaten) und unter welchem Index (Buch/Nummer) man sie weiterverfolgen kann. Das Lesen erfordert etwas Übung. Speziell bei den Vornamen braucht man eventuell Hilfe da sie zumeist in abgekürzter Form niedergeschrieben wurden. (z.B. Joh. für Johann, etc. )  Die Berufsbezeichnung ist fast ausnahmslos in Latein. Am besten ein Wörterbuch gleich mitnehmen.

Schlusswort:
Die alten Verzeichnisse sollten meiner Meinung nach auch weiterhin an Ihrem ursprünglichen Platz verbleiben. Nachfolgende Generationen sollten die Möglichkeit haben am Ursprungsort Einschau zu halten. Zukünftig wird Siebenbürgen und seine noch erhaltenen Kirchenburgen für den Fremdenverkehr eine immer größere Bedeutung für das Land bekommen. Vielleicht kommt es auch in 15-20 Jahren zu einem EU-Beitritt von Rumänien und damit auch zu einer gewissen Rechtssicherheit was Eigentum und Grenzverkehr anbelangt. In jedem Fall wird das erhalten des Kulturerbes der Siebenbürger Sachsen eine lohnende Investition in die Zukunft sein.

FamilienbuchHochzeitsverzeichnisFamilienbuchTotenbuch
(hier sind weitere Beispiele für Eintragungen)

Weitere Informationen :

Text und Fotos von Monika Schuscha und Alexander Haltrich
zuletzt bearbeitet am 20.9.2000 von Alexander Haltrich