"Best of"-Zionistische Propaganda

1.) Die Palästinenser wollen Israel zerstören

2.) Der Großteil der paläst. Bevölkerung unterstützt den Terror

3.) Israel wehrt sich nur gegen den paläst. Terrorismus

4.) Barak hat den Palästinensern einen unabhängigen Staat mit O-Jerusalem versprochen

5.) Die Palästinenser lehnen jeden Friedensvorschlag ab, denn sie wollen das ganze Land

6.) Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten

7.) Die Palästinenser in Israel sind gleichgestellte israelische Staatsbürger

Die Palästinenser wollen Israel zerstören
Der Staat Israel ist ein kolonialistisches und imperialistisches Konstrukt der Nachkriegszeit. Um einen solchen Staat zu gründen, müsste vorher die einheimische Bevölkerung vertrieben werden. Die Palästinenser nennen die Ereignisse von 1948 "Nakba"( =Katastrophe), die katastrophale Zerstörung der paläst. Lebensgrundlage und Gesellschaft. Dieses Ereigniss schürte den Hass der paläst. Flüchtlinge auf den neuen Staat, der ihnen alles nahm. Der Wunsch der arabischen Bevölkerung Palästinas war das Zusammenleben aller Bevölkerungs- und Religionsgruppen. Die jüdische Religionsgruppe in Palästina machte vor der Gründung des Staates ISraels nur einen Bruchteil aus, deshalb war es für die einheimische Bevölkerung eine Provokation einer Minderheit den Großteil des Landes zu übergeben. Diese Minderheit wuchs aber durch massive Einwanderung auf ca. 30% der Bevölkerung Palästinas heran. Das die vertriebenen Palästinenser (ein Großteil Bauern), die ihr Land an eine fremde Bevölkerung abgeben musste, verbittert waren, ist nur ein Symptom der Ereignisse, die der Zionismus hervorgerufen hatte. Die Devise der zionistischen Politiker war "die Alten werden sterben und die Jungen vergessen". Dieser Spruch traf auch teilweise ein. Denn heute, über 50 Jahre nach der Nakba, gibt sich ein Großteil der paläst. Bevölkerung mit einem Rest-Palästina ab. Der offizielle Standpunkt der palästinenschen Politiker ist die Gründung eines souveränen Staates in den 1967 von Israel besetzten Gebiete, neben und mit Israel.. Ein Teil der Bevölkerung hält aber an ihre Prinzipien fest, dass Israel ein künstlich errichteter Staat ist, der durch Vertreibungen und Massaker entstanden ist und diese Techniken bis zum heutigen Tage benützt um die paläst. Bevölkerung zu unterdrücken. Diese Gruppe wuenscht sich die Gruendung eines multi-nationalen und multi-religioesen Staat. Natuerlich gibt es eine Minderheit, welche eine extreme Loesung des Konflikts ersehnen.

Hier ein Statement von einem "Terroristen", der Israel zerstören will:

Der Großteil der paläst. Bevölkerung unterstützt den Terror
Es ist richtig, dass der Großteil der paläst. Bevölkerung die Intifada, den Aufstand der Bevölkerung gegen die Besatzung, unterstützen. Der Kampf einer Bevölkerung gegen Unterdrückung und Besatzung mit kämpferischen Mittel ist (nach internationalen Recht) legitim. Leider benützt die offizielle israelische Terminologie den Begriff Terrorismus für alle Angriffe von Palästinensern - seien sie legitim, wie Angriffe auf Besatzungssoldaten und Siedler, oder nach internationalen Recht illegitim, wie die Selbsmordattentate. Die Frage nach der Legitimität der Selbstmordattentate spaltet die paläst. Bevölkerung, die täglcich mit der israelsichen Unterdrückung leben müssen. Eine Familie, dessen Länderein enteignet wurden, eine Mutter dessen Söhne grundlos in Administrativhaft leiden müssen, eine Familie, dessen Haus zerstört wurde (aus Gründen der "Sicherheit", oder weil es ohne Genehmigung der BEsatzer gebaut wurde) - diese Leute verspüren ein Racheverlangen, was ganz normal für Menschen ist. Da sie gegen eine der größten Militärmacht nichts bewirken können, sehen sie ihre Machtlosigkeit ein, die zu einer Depression führt.

Trotzdem verurteilen viele Palästinenser die Selbstmord- attentate. Die Zustimmung zu solchen Attentate schwankt, je nachdem wie israelsche Soldaten mit der Bevölkerung umgehen. Der Alltag an den zahlreichen Checkpoints, die Zertörungen von Häusern, die Absperrungen von ganzen Städten, das Enteignen von Land, die kollektive Verhaftungen usw. kurz: der Alltag in den besetzten Gebieten häufen Wut und Rachegefühle der paläst. Bevölkerung an, die in Zustimmung zu den Attentaten Ausdruck findet.

Israel wehrt sich nur gegen den paläst. Terrorismus
Wie schon erwähnt ist der Begriff "Terrorist" relativ. Dieses Wort hat sich zu einem Begriff entwickelt, der ein Vorwand darstellt. Insofern ähnelt sich die Politik der beiden Partnerstaaten USA und Israel. Um ihre Ziele zu erreichen verwenden sie die "Terrorismuskeule". Solange man die eigene Bevölkerung in Angst hält kann man die imperialistische Politik betreiben und diese mit dem erhöhten Sicherheitsbedürfniss der Bevölkerung rechtfertigen. Doch, dass die Kinder , welche heute ihr Hab und Gut im Schutt ihrer zerstörten armseligen Häuser suchen, die "Terroristen" von morgen sind, kommt nur den wenigsten in den Sinn.

Der Staat Israel kennt seit seiner Gründung vor nun 56 Jahren nur eine Methode um mit seinen Nachbarn umzugehen: nämlich die militärische Lösung. Und immer schon verwendet man Vorwände um diese Politik der Bevölkerung näher zu bringen. Aber Ariel Sharon (und vor allem dieser) ist schon ein Routinier in diesem Spiel. Seine Ziele hat er schon immer durchsetzten können, auch wenn dies durch die Hintertür passiert.

Israel kämpt nicht gegen Terrorismus, es stößt auf Widerstand bei der Durchsetzung der Unterdrückung der Palästinenser. Der Kampf gilt den palästinensischen Volk, und dieser kann seit Anfang des Konflikts nur mit militärischen Mittel betrieben werden.- Denn durch Höflichkeit kann man einem Volk nicht das Land rauben, das einheimische Volk vertreiben, und den zionistischen Traum verwirklichen. Der zionistische Plan ist noch nicht beendet. Die Umsetzung dauert bis heute an.

Barak hat den Palästinensern einen unabhängigen Staat mit O-Jerusalem versprochen. Die Palästinenser lehnen jeden Friedensvorschlag ab, denn sie wollen das ganze Land
Die Basis eines jeden entwicklungsfähigen Staates ist Unabhängigkeit. Im Besonderen den Motor des Wachstums und Wohlstandes, nämlich eine unabhängige Wirtschaft. Damit hängt die Kontrolle der Grenzen zusammen. Ohne freien Güter und Personenverkehr usw. kann man keinen Staat aufbauen. Barak hat, für israelische Verhältnisse, einen weitreichenden Schritt gemacht. Aber eben auch nur, wenn man das aus dem Blickwinkel sieht den Palästinenser keinen Staat zu gewähren. siehe Mythos Camp David

Man verwehrt den Palästinenser seit nun fast 60 Jahren ihre Grundrechte. Das kann ISrael machen, weil es sich das leisten kann. Bei den Friedensverhandlungen geht es nicht mehr darum, wer das Recht auf seine Seite hat. Es geht nicht darum die Vertriebenen zu entschädigen, sich für die Massaker zu entschuldigen und Gerechtigkeit walten zu lassen. Denn das müssen nur Staaten über sich ergehen lassen, die auf der Verliererseite stehen.

Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten. Die Palästinenser in Israel sind gleichgestellte israelische Staatsbürger

Vorweg: Israel ist sicherlich den Ländern des Nahen Ostens in sehr vielen demokratischen Prozessen voraus. Doch leider ist die einheimische, palästinensische Bevölkerung in Israel meistens von diesen Prozessen ausgeschlossen. Israel hat zwar in seiner Unhabhängigkeitserklärung vermerkt, dass alle Bürger, ohne Rücksicht auf Religion, Rasse, Geschlecht gleich behandelt werden. Leider bleibt es oft bei der Theorie, bzw. verunmöglichen Sondergesetze etc. die Umsetzung. Einige Fakten dazu:

  • Israel hat keine Verfassung und hat seine Staatsgrenzen nicht festgelegt.
  • Israel weigert sich seit 56 Jahren das Notstandsrecht der britischen Mandatasregierung aufzuheben. Der Status des Ausnahmegesetzes wird von der Knesset alle 6 Monate bestätigt
  • Die Regierung kann nach Belieben Zeitungen ohne Angabe von Gründen schließen lassen (Presseverordnung 1933) Die Maßnahme wurde verschiedene Male gegen arabische Medien angewandt
  • Das israel. Rundfunkgesetz definiert die Rolle der medien als Repräsentanten der jüdischen Gesellschaft, zur Stärkung der jüdischen, Hebräisch sprechenden Kultur und zur Schaffung eines Bandes zwischen den in Israel lebenden Juden und der Diaspora.
  • Alle Zeitungsartikel, die mit Sicherheitsbelangen zu tun haben, sind der Militärzensur unterworfen. gegen deren Entscheidung ist kein Einspruch möglich.
  • In Israel ist das Bildungswesen für juden und Araber bis zur Universität vollständig getrennt. Arabischesprachige Schulen erhalten nur sieben Prozent des Budgets des Erziehungsministeriums, obwohl die arabischen Schüler (wegen der höheren Geburtenrate) über 1/3 der Gesamtzahl der Schüler in Israel ausmachen.
    Zitat eines Shin-Bet Mitarbeiters: "Der Shin Bet bestimmte und lenkte nicht nur die Ernennung der Schulleiter und Lehrern an arabischen Schulen, sondern entschied auch, wer dort Hausmeister ist und wer die Toiletten reinigt."
  • Innerhalb Israels ist eine zivilrechtliche Heirat genauso wenig möglich, wie eine interreligiöse. Es steht ausschliesslich den staatöichen religiösen Behörden zu, Geburt, Heirat und Tod zu beurkunden.
  • Das Innenministerium weigert sich, Bürger auf Ausweisen anders als durch ethnische und religiöse Zugehörigkeit bestimmt einzuordnen. Auch aus das Adoptionsgesetz von 1981 bestimmt die Übereinstimmung der Religionszugehörigkeit als Vorausetzung zur Adoption.
  • Staatliche Mittel gehen in dem als demokratisch gepriesenen Staat überwiegend an jüdische religiöse Institutionen: so erhielt die paläst. Minderheit schätzungsweise zwei Prozent aus dem Haushalt des zuständigen Ministeriums.
  • Es wurden fast alle moslemische und christliche heilige Stätte, die es vor der Staatsgründung 1948 gab, zerstört, eingezäunt oder durch jüdische Kommunen zweckentfremdet.
  • Aufgabe des "öffentlichen Rat für Demographie" ist die " Bewahrung des jüdischen Charakters Israels".
  • Familienzusammenführung ist nur in einem Fall ausgeschlossen: bei Heirat zwischen Israelis und Palästinensern.
  • Jede der Staatbürgerschaft beigeordnete Identität - und ihre voraussichtliche Beeinträchtigung der Staatssicherheit- ist für die Behörden durch das ethnische Kennzeichen oder eine Code-Nummer sofort ersichtlich.
  • 1948 war noch fast das ganze Land in palästinensischen Besitz. Aber durch israelische Sondergesetze wurden Millionen Hektar von Land, tausende Häuser, Bankguthaben und weiterer Besitz im Wert von vielen Milliarden Dollar, gemessen an ihrem heutigen Wert, von den schätzungsweisen 800 000 Flüchtlingen an die Behörde für Eigentum von "Abwesenden" überschrieben.

    Quelle: Jonathan Cook, britischer Jouranlist bei The Guardian, The Observer

    Jcook.net