Janez Bernik

 

1933        in Gunclje bei Ljublijana geboren
1951-55   Studium an der Akademie der bildenden Künste in Ljublijana
1955       Abschluß
1956-58   Besuch der Klasse für Grafik bei Prof. Jakac, Malerei bei Prof. Sedej
Seit 1970 Bernik lehrt an der Akademie der bildenden Künste in Ljublijana
Seit 1979 ordentlicher Professor
Seit 1989 Mitglied der slow. Akademie der Wissenschaften und Künste
Bernik lebt und arbeitet naheJesenice/Slowenien

Bereits das Frühwerk Berniks zeichnet sich durch einen stark dokumentarisch ausgerichteten Charakter aus, der ihm Laufe der Jahrzehnte für den Künstler merkmalhaft werden sollte. Janez Bernik tritt als Zeitzeuge, als Archivar all dessen auf, was nur allzu gerne verdrängt wird. Vergänglichkeit, Tod, Schmerz und Leid sind Themen, die ihn begleiten. Sie sind raumgreifend und verdeutlichen die allgegenwärtige existentielle Betroffenheit. Sie lassen keinen Platz für Beschönigendes oder gar Gefälliges. Bernik weist mit dem Finger auf die Verwundungen der Natur und des Menschen hin. Die gebrochene Linie verdeutlicht seine unmittelbare emotionale Erschütterung bei der Verarbeitung dieser Themen. Charakteristisch für Berniks formale Strukturierung seiner Arbeit ist eine immer wiederkehrende Dreiecksform. Vor allem in der Portraitierung von Menschen oder biblischen Szenen wird dieses Prinzip der Raumaufteilung sichtbar. Er parzelliert den Raum, umreißt seine Motive in geometrischen Segmenten, um sie im Verhältnis zum jeweiligen Bildformat zu zeigen. Die ausgiebige Verwendung von Schwarz im Fächer von der dünnen Umrisslinie bis zum breiten, die Plastizität ersetzenden Strich und bis zu Flächen, die mit gleichmäßigem oder verdünntem Schwarz bearbeitet sind und das Blatt teilweise oder völlig bedecken, die häufige Verwendung von krankhaft angebrochenen Linien und Diagonalen bringen Unruhe zum Ausdruck, problematisieren Ausdruck und Inhalt und schaffen…eine ungewöhnlich düstere Stimmung sowohl des Gegenstandslosen als auch des Figurativen im Bernikschen Opus. (Zoran Krzisnik)