Bernard AUBERTIN

                                                           Portrait des Künstlers

Bernard Aubertin wurde 1934 in Fontenay-aux-Roses in Frankreich geboren.
1955-57 studiert er Malerei, setzt sich mit Kubismus und Futurismus auseinander. Er malt Portraits, Stillleben. Die Begegnung mit Yves Klein 1957 inspiriert ihn zu einer Serie monochromer Bilder. Aubertin entdeckt für sich die Farbe Rot. Es entstehen Strukturbilder mit Nägeln und Streichhölzern, die zu ‚Aktionsbildern' werden, wenn er sie entzündet. Aubertin wird Mitglied der Künstler-Gruppe Zero. Anfang der 60er Jahre begegnet er in Paris Bischoffshausen, eine gemeinsame Ausstellung findet 1964 in der Klagenfurter Galerie Hildebrandt statt. Aubertin lebt seit 1990 in Reutlingen/D. Dort befindet sich das Museum für Konkrete Kunst, in dem sein Atelier und seine Stiftung eingerichtet sind. Der Künstler malt auch heute noch konsequent, Tag für Tag. Er trägt mit der Spachtel hunderte von Farbschichten übereinander auf, die auch die "Dicke" des Werkes bilden, das über die Leinwand hinausragt, den Rahmen sprengt. Ab 1997 entsteht die Serie der "Caches-Caches", d.h. rote Tafeln werden mit schwarzen, gleich großen Tafeln überdeckt. Das schwarze Bild soll das Rote bewahren. Das Rot hat so- mit eine beinah auratische Wirkung, strahlt Wärme und Energie auf das Schwarze ab. Seit Mai 2002 malt Aubertin nur mehr weiße Bilder. "Wenn ich monochrome Bilder male, erfülle ich meine Funktion, kämpfe ich mit der roten Farbe, und schließlich ist es als würde ich in einem Meer aus Feuer, aus Wärme, aus Licht schwimmen. (Aubertin, 1963)

        

aus der Serie:  Monochrome rouge, 1997,  Acryl auf Leinwand