Otto EDER

                              ' Weibliche Figuration', Bronze, 1966

Otto Eder wurde 1924 in Seeboden/Millstättersee geboren.
1941 besucht er die Klasse für Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule in Villach. 1945 arbeitet er in der Kirchenbildhauerwerkstatt Neuböck/Graz. 1946-48 Studium der Bild- hauerei bei Walter Ritter/Graz. Es entstehen erste Holzskulpturen, 1949-51 Studium bei Fritz Wotruba. Schon bei seinem ersten Torso habe er, Otto Eder , nach einer Form, einem System gesucht, das der Klassik zugrunde liegt. Ab Mitte der 60er Jahre arbeitet Eder regelmäßig im Steinbruch im Krastal (Eder ist Gründer des Vereins Begegnung in Kärnten - Werkstätte Krastal). 1982 Freitod.
Peter Baum: "Eder ist ein Bildhauer der Stille, des genauen Abwägens von Formen... Seine "Liegenden" und "Stehenden" sind in ihrer abstrakten Tendenz Zeugnisse ge- glückten Bemühens, frauliche Symbole zu schaffen, die Vitalität und Kraft besitzen, andererseits aber auch eine geistige Haltung bekunden, die in ihrer Schlichtheit glaub- würdig ist." Mehr als nur Skizzen zu Eders Plastiken sindseine Darstellungen auf dem Karton von Zigarettenpackungen. Diese Zeichnungen erläutern laut Otto Breicha Eders plastisches Werk wie nichts sonst.