Hans Bischoffshausen

 

             

        Textilentwurf                     Lauter neue Sommersachen                   Figur

 

Schon zu Lebzeiten ist er seiner Zeit voraus gewesen. In Villach, wo er aufwächst, beginnt er als angehender Architekt, zu malen. Anfang der 50er Jahre entstehen vom Kubismus geprägte Arbeiten, die sich bereits durch eine reduzierte Formensprache und eine karge Materialwahl auszeichnen. Diese sollten jedoch nicht dem Ge- schmack der Öffentlichkeit entsprechen. Mit seinen Werken, mit kritischen Ansichten in Kunst- und Architekturfragen setzt er sich in jener Zeit gegen ein vom Nationalismus abgeleitetes Kunstverständnis zur Wehr. 1959 fasst er mit seiner Familie - seiner Frau und zwei Kindern - den Entschluss nach Paris zu gehen, auch mit der Hoffnung, dort auf mehr Toleranz und Akzeptanz zu stossen. Wie fruchtbar die Pariser Zeit ist, auch wenn er diese mit seiner Familie unter schwierigsten Umständen durchlebt, belegen sein Ouevre aus jener Zeit, seine literarischen Manifeste, die er Anfang der 60er Jahre verfasst und seine Kontakte zu Künstlern und Denkern, die wie er den offenen Dialog und die Konfrontation nicht scheuten.
Bernard Aubertin, Karl Prantl, Günther Uecker, Bruno Gironcoli und Hans Staudacher waren ebenso wie Bischoffshausen in den 60er Jahren in Paris, haben dort an Gemeinschaftsausstellungen teilgenommen und mit ihrer Kunst klare Positionen bezogen. Die Biografie jedes einzelnen verrät die Bereitschaft für die eigene künstlerische Überzeuugung bis zur äußersten Konsequenz einzustehen.
 

           

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