Günther UECKER                    

                                                               Portrait des Künstlers              

Günther Uecker wurde in Wustrov/DDR geboren.
1953 Flucht von Berlin nach Düsseldorf. Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, u.a. bei dem expressionistischen Maler Otto Pankok. Uecker ist damals bereits von der fixen Idee besessen, das in trivialsten Materialien unerschlossene Energien ver- borgen sind. 1957 geht Uecker vom Bildraum in die dritte Dimension. Der Schweizer Maler Max Bill wird zu seinem Mentor. Ueckers Objekte, Nagel- und Strukturbilder sind wie Energiefelder angelegt. "In meinem Werk ist das Material direkter bildnerischer Ausdruck", sagt er. 1960 kurze Mitgliedschaft bei der Zero-Gruppe (Gründer: Heinz Mack, Otto Piene). Ueckers Werke werden neben dem Ouevre von Yves Klein, seinem späteren Schwager, auf internationalen Ausstellungen gezeigt. Uecker beginnt 1963 mit Nägeln Sitzmöbel, Klaviere, u.a. zu spicken, verwandelt Kultobjekte in Kunst- werke. "In mit ist ein hohes Aggressionspotential. Das ergibt sich schon aus meiner ländlichen Herkunft, wo man grob mit Tieren und Dingen umging. Ich kann mich an viele Schläge erinnern..... in mit entstand etwas, das sich sträubt und sich wehrt. Meine Arbeiten sind für mich wie eine Rüstung... ich mache meine Agressionen sichtbar, wandle sie poetisch um."

                 

Prägedrucke, Nagelbilder, Strukturbilder