HANS BISCHOFFSHAUSEN

1927 in Feld am See/Kärnten geboren, nach Einsatz als internierter Luftwaffenhelfer, Matura in Villach.
Architektur-Studium an der TH Graz.

Ab 1947 "Sturz in die Malerei". 1959-1971 B. lebt mit seiner Familie in Paris

Ab 1972 wieder in Villach. - Fortschreitende Sehnervzerstörung

1987 Hans Bischoffshausen stirbt in Villach.

Bischoffshausen zählt zweifelsohne zu den wichtigsten und unbequemsten Vertretern der experimentierenden europäischen Avantgarde in den 50/60er Jahren. Als unangepasster Kulturkritiker und Künstler entzieht er sich schon mit seinen frühen Arbeiten, in denen Einflüsse eines analytischen Kubismus zu sehen sind, dem Geschmack der Öffentlichkeit. B. wird in Kärnten in die Isolation gedrängt, die Lebensumstände zunehmend beschwerlich. Mit seiner Übersiedlung nach Paris, beginnt eine neue Werksphase, obwohl sich die Lebensbedingungen kaum ändern. Ich rase und bin mit vielen materiellen Schwierigkeiten konfrontiert. Struktur - Monochromie - Reduktion bestimmen fortan die Arbeit und mit Weiß-in-Weiß angelegten Energiefeldern geht er bis an die Grenze des Sichtbaren. B. wird Mitglied der Gruppe: ‚Zero-Avantgarde.' Ich treibe die Askese des Weiß bis zum Ende. Mit seiner Rückkehr nach Kärnten wendet sich Bischoffshausen vorerst von der Farbe Weiß ab. Reliefbilder in Gold und Rot entstehen. Ab 1975 setzt sich der kulturpolitische Außenseiter mit der Kreuzform auseinander. Materialbilder enttstehen, die Bildflächen werden gelocht, gebrannt, die Bildinhalte reduziert. Bischoffshausens Leben und Werk sind eine unverzichtbare Einheit. Einige Arbeiten aus den eben erwähnten Werksphasen werden im Rahmen der Ausstellung in Wien zu sehen sein.